Expertenwissen » Allgemein  » Unsere Marken

Schneeschuhe: „Vom tapsigen Laufen“

SchneeschuhJoHardware Einkäufer Jo hat uns kürzlich zu allen Fragen rund um das Schneeschuhwandern aufgeklärt. Dabei hat er uns dann auch gleich erklärt, welche Schneeschuhe wir hier bei uns im CAMP4 haben und ob diese auch zum Verleih bereit stehen. Ein kleines Interview mit Jo über MSR, Revo, Evo und Lightning.

Welche Schneeschuhe gibt es im CAMP4?

Es gibt zwei Ausführungen: Der interessantere ist eigentlich der Revo Trail, der ein Mix aus der Lightning Serie ist. Ausgestattet mit einem umlaufenden Aluminiumkäfig, der dann seine Zacken auch direkt im Käfig hat. So hat man seitlich mehr Stabilität und kann auch im Schneeschuh mit dem Wanderschuh nicht verrutschen – vor allem, wenn man an einem harschen Hang läuft.

Schneeschuhe findest du in unserem Shop

Anders ist der Schneeschuh aus Evo Serie, der Kunststoffplatten mit dabei hat. Also ein gesunder Mix mit der einfacheren Bindung und ohne viel Schnick Schnack. Damit liegt der Schuh noch unter 200 Euro und hat gleich noch einen Steigbügel dabei.

Apropos Steigbügel: Ja oder Nein?

Zum Steigbügel gibt ja unterschiedliche Meinungen: Ich persönlich finde ihn aber sehr wichtig, vor allem wenn man am Steilhang unterwegs ist. Aber dafür muss der Hang schon sehr abschüssig sein.

Aber gerade für Anfänger ist der Steigbügel ein zusätzliches Hindernis. Das Laufen in Schneeschuhen ist schon so nicht einfach und da ist der Steigbügel einfach störend.

Potent und sinnvoll: Lightning Ascent

Der Lightning kommt dann gleich mit 100 Euro mehr daher. Den Unterschied sieht man schon an der Bindung. Drei Bändchen zum Schließen bringen noch mehr Halt und schlackern trotzdem nicht hin und her.

Dazu kommt noch, dass der Schuh in der Mitte noch einmal eine Zackung mehr hat. Bespannt ist der Lightning mit Hypalon, dass ist natürlich bei Kälte viel bruchfester. Gerade wenn man dann mal gemischtes Gelände hat und unachtsam ist, dabei auf einen spitzen Stein oder Fels tritt, beim Bergabgehen stolpert auf den Stein hackt, dann wird Kunststoff eher brechen als das Hypalon Material.

Für wen ist der Schuh geeignet?

Ob das nun ein Schuh für einen Profi ist oder jemanden der sich gerne einmal „etwas richtiges“ kaufen will ist, kann ich so nicht sagen. Es ist auf jeden Fall der bessere Schuh.

Welchen Schuh empfiehlst du dann: Evo oder Revo?

Der Revo ist ein Kompromiss, vor allem vom Preis-Leistungsverhältnis her. Insgesamt ein sehr guter Schuh. Die Frontend Zacken greifen beim Treten noch in den Schnee, dass gibt ordentlich Halt. Auch die Auflagefläche ist gut gemacht. Ein unangenehmes Wegrutschen ist nahezu unmöglich.

Gibt es extra Schneeschuhe für Frauen?

Den Revo gibt es tatsächlich auch noch einmal für Frauen: Dieser unterscheidet sich aber kaum von der männlichen Version, nur die Form ist ein bisschen anders: An der Ferse ist dieser Schuh schmaler. Frauenschuhe sind oft schmaler, weil die Damen einen engeren Stand haben und mit einem schmalen Schuh so auch stabiler unterwegs sind.

Man läuft ja sowieso schon tapsiger, also ein bisschen breiter und im schmaleren Stand können Frauen dann besser laufen und treten sich nicht so schnell auf die Schuhe.

Und wie lang müssen Schneeschuhe sein?

Über dieses Thema kann man sich wunderbar streiten, das ist ähnlich wie bei Skiern. Die meisten, die jetzt leihen oder nur einmal mit Schneeschuhen wandern wollen, die nehmen eher die kürzeren: 25 Zoll. Wer jetzt wirklich mal mit viel Gepäck im Tiefschnee unterwegs ist, kann mit den kurzen Schuhen schlecht beraten sein. Muss aber auch nicht sein.

Das hängt auch viel von den Schneebedingungen ab. Für verharschtes Gelände mit einem vereisten Hang reicht die Länge. Das muss man einfach abwägen:

  • Was laufe ich normalerweise?
  • Bin ich im November/Dezember unterwegs, wo der Schnee locker ist?
  • Oder bin ich im Februar/März draußen, wo die Hänge schon eisiger sind?

 

Zusammengefasst kann man sagen: Je schwerer der Läufer mit Gepäck und je weicher der Schnee, desto größer muss auch der Schneeschuh sein.

Es gibt für jedes Modell auch eine Verlängerung. So kann man sich aus dem 25er Schneeschuh auch selber einen 30er Schuh bauen.

Welche Schuhe trägt man denn IM Schneeschuh?

Ein Schuh, der in den Schneeschuh gespannt werden soll, darf in keinem Fall zu weich sein! Ein klassischer B-Wanderschuh muss es sein. Wenn es wenig Schnee gibt, geht man ja doch eher wandern. Auch bei einem B-Schuh muss man aber darauf achten, dass er im Schaft genug Halt hat.

Gerade mit den Riemchen drückt der Schneeschuh dann auf den Fuß. Viele schnüren dann ihren Schneeschuh nicht richtig fest und schon rutscht man raus und steht auf dem Berg ohne Schneeschuh. Sobald es also ein bisschen ins Alpine geht, muss ein richtiger Schuh her!

Können die Schneeschuhe auch einfach nur ausgeliehen werden?

Im Schneeschuh Verleih haben wir den Lighning Ascent, der unterscheidet sich im Steigbügel zum normalen Lightning, beide haben wir hier. Einmal in 25er und 30er Länge und auch für Frauen in kurz und lang.

Insgesamt haben wir fünf paar Schneeschuhe im Verleih. Zwei mit und drei ohne Steigbügel.

Und was noch?

Viel Spaß! Der Winter kommt.


CAMP4-Team, Chef-Equipment-Einkauf

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *