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Mücken mögen deine Schweiß-Mineralien!

CAMP4-Mueckenexperte Andi!CarePlus, Antibrumm, NoBite, Creme, Spray oder doch einfach nur ein Moskitonetz? Und wie ist eigentlich mit dem Deet? Wie man sich vor Mücken schützen kann und für wen welcher Mückenschutz am besten geeignet ist, weiß CAMP4- (Mücken-) Experte Andi.

Das wichtige ist das DEET in all den Mückenschutzmitteln. Das ist das einzige zuverlässige Mückenabwehrmittel. Das braucht man einfach, wenn man mal nicht in Berlin, Brandenburg und Deutschland unterwegs ist. DEET ist überall dort wichtig, wo es solche Krankheiten wie Malaria, japanische Enzephalitis und Gelbfieber gibt – das sind dann Länder wie Afrika und Tropengebiete. Eben alles, wo es feucht-warm ist und viel kreucht und fleucht.

Deet Konzentration entscheidet über Schutzdauer

DEET gibt es mit verschiedenen Konzentrationen. Antibrumm z.B. hat 30 Prozent Deet. Eigentlich ist überall das gleiche drin, nur die Höhe der Konzentration ist eben unterschiedlich. Je nachdem hält der Schutz dann vier bis sechs Stunden bei 30 Prozent. 40 und 50 Prozent Konzentrationen schützen sechs bis acht Stunden und die 50 Prozent sogar acht bis zehn Stunden.

So eine kleine 100ml Liter Flasche würde für eine Person ungefähr zwei Wochen reichen und 450ml dann vier Wochen. Da muss man einfach ungefähr wissen, wie lange man unterwegs ist.

NoBite für Kleidung

Während man Antibrumm und CarePlus nur auf die Haut, woanders macht es auch gar keinen Sinn, sprüht ist Nobite für die Kleidung gedacht. Einfach die Klamotten damit besprühen und dann hält das bis zu vier Wochen. Ich würde es dennoch nicht drei Wochen vor Abflug imprägnieren, sondern vor Ort zur Tat schreiten.

Im NoBite ist kein Deet sondern entweder Permethrin oder Icaridin. Das ist ein bisschen anders, man verwendet es beispielsweise in Mückenshampoos für Kinder, aber es wirkt  ganz genauso wie Deet.

Und dann gibt es noch diesen Verdünner hier. Da kann man z. B. sein Moskitonetz eintunken. Einfach eine kleine Mischung mit Wasser anrühren und schon kann es losgehen. Auf der Verpackung steht aber auch noch einmal das genaue Mischverhältnis drauf. Bis zu 20 Kleidungsstücke können darin einweichen. Es ist aber auch sehr aufwendig, da die  Kleidung hinterher ja auch noch trocknen muss. Gedacht ist es eigentlich für Moskitonetze und Laken.

Wer nicht sprühen will, der cremt

Von Nobite gibt es noch eine Creme. Die hat auch 34 Prozent Deet, wirkt aber wie 50. Das muss man einfach danach entscheiden, was einem lieber ist.

In Endeffekt sagt man, dass was rausguckt unter der Kleidung mit CarePlus oder Antibrumm und die restliche Kleidung mit NoBite. Dann hat man einen super Schutz. Wobei eigentlich eines von beidem reicht. Das Zeug stinkt ganz schlimm für die Mücken und dann hauen die sofort ab, wenn sie in deine Nähe kommen.

Und für Kinder?

Für Kinder gibt es die so genannte Naturel Variante. Es ist einfach so, dass man Deet erst ab zwei Jahren anwenden darf. Es handelt sich ja hierbei um ein kleines Nervengift und wenn man das für Kleinkinder verwendet und die stecken sich mal den Finger in die Nase, ins Auge oder den Mund, dann kann das Zeug schon in den Blutkreislauf gelangen. Das ist für solch einen kleinen Organismus einfach zu viel. Der Körper verkraftet das einfach noch nicht.

Stattdessen ist in dem Spray ein Stoff drin, der leider auch weniger gut wirkt. Wer so ein kleines Kind mitnimmt, dann ist das eben ein hohes Risiko. Aber in unseren Gefilden hier, reicht das Naturel Spray in jedem Fall.

Unterm Netz schnacht’s sich besser

Moskitonetze sind natürlich auch eine super Sache: Es gibt hier imprägnierte nicht imprägnierte Netze. Wenn ich jetzt in die besprochenen Gebiete fahre, würde ich auf jeden Fall ein imprägniertes Netz nehmen. Deet ist hier einfach schon eingewebt in das Gewebe. Die Viecher kommen so gar nicht in deine Nähe. Die riechen das Netz und drehen sofort wieder ab.

Ist das Moskitonetz richtig imprägniert, wagt sich die Mücke nicht mal in die Nähe. Foto: Exped

Ist das Moskitonetz richtig imprägniert, wagt sich die Mücke nicht mal in die Nähe. Foto: Exped

Die Imprägnierung der Netze ist dauerhaft eingewebt. Man muss das nicht ständig erneuern und bis 20 Wäschen kann so ein Netz schon aushalten. Aber mal ehrlich, wann wäscht man schon mal ein Moskitonetz?!

Moskitonetze gibt es in drei Klassen von Maschenweiten:

Kategorie A (weniger als 200 Maschen pro square inch): nicht geeignet für zuverlässigen Schutz.

Kategorie B (ca. 220 – 300 Maschen pro square inch): als zuverlässiger Schutz für gemäßigte Zonen und in den Tropen.

Kategorie C (ca. 800 – 1000 Maschen pro square inch): mit dem höchsten Schutz, u.a. für den hohen Norden.

Grundsätzlich gilt: je engmaschiger, desto sicherer – je weitmaschiger, desto besser der Luftaustausch. Schlafkomfort und Insektenschutz schließen sich aber nur scheinbar aus: Durchdachte Produkte, wie die imprägnierten Kategorie-B-Moskitonetze von Care Plus lassen Luftaustausch zu und halten zugleich Insekten zuverlässig fern.

Ihre von der WHO empfohlene Durallin- Langzeitimprägnierung ist für Mücken und andere Stechinsekten bei Kontakt tödlich, für den Menschen jedoch unbedenklich, so dass die Gefahr gebannt ist, dass man durch das Netz hindurch gestochen wird.

Die Imprägnierung hält im Dauergebrauch bis zu vier Jahre und ist auch nach 20 Wäschen noch wirksam. Außerdem müssen die Netze wegen der niedrigen Dosierung nicht vor Gebrauch gelüftet werden.

Brand unterm Stuhl

Dann gibt es  noch so genannte Mückenspiralen, die lässt man einfach abbrennen. Drei bis vier Stunden hat man dann seine Ruhe. Hatte ich auch gerade bei meinen Eltern im Kaukasus, wo es auch richtig fiese Mücken gibt und vor der Spiralen hauen die echt ab. Rings um mich rum im Abstand von drei Metern war alles gut.

Übrigens stechen ja auch nur die Mücken-Weibchen. Und sie reagieren auf Schweiß. Im Schweiß befinden sich Mineralien, die die Mücken brauchen und diese riechen sie. Wer also frisch geduscht ist, ist für eine Mücke kein potenzielles Opfer. Wenn wir also schwitzen und starken Körpergeruch haben, dann kommen die Mücken. Und wer für eine Mücke besonders gut riecht, wird gestochen. Das hängt aber auch mit der Ernährung und mit dem Eigengeruch zusammen. Körperbehaarung oder zarte Haut sind nicht ausschlaggebend.

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