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Wie organisiere ich mein Gepäck?

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Jeder kennt das Spiel „Ich packe meinen Koffer“. Spätestens wenn Schuhe, T-Shirts, Sonnenhut und Zahnbürste eingepackt sind, wird es unübersichtlich. Nur die besten Erinnerungskünstler wissen am Ende noch, was zu Anfang im Koffer landete. Im echten Leben ist das nicht anders. Ob Koffer oder Rucksack, bei vielen Reisenden fliegen Unterwäsche, Ladekabel und Sonnencreme durcheinander. Doch wie kannst du es besser machen und dein Gepäck so organisieren, dass du schneller findest, was du suchst?

Egal ob du eine Trekkingtour planst, eine Geschäftsreise antrittst oder mit dem großen Koffer zum Strandurlaub fährst: Nimm dir beim Packen etwas Zeit, um über die Gepäckorganisation nachzudenken. Wenn du dann unterwegs schon essen kannst, während die anderen noch verzweifelt ihren Gaskocher suchen, hat sich der Aufwand allemal gelohnt.

Es gilt also, deine Kleidung und Utensilien sinnvoll zu sortieren und gut zu verpacken. Das feine Hemd soll faltenfrei bleiben. Elektronik, Kabel und andere Technik brauchen vielleicht mehr Ordnung und eine zusätzliche Polsterung. An die Müsliriegel möchtest du auch zwischendurch schnell rankommen. Dieser Ratgeber hilft dir bei der Gepäckorganisation!

Inhalt

  1. Gepäckorganisation im Familienurlaub
  2. Kleidung im Gepäck komprimieren
  3. Packsäcke für Trekkingtouren und Wanderungen
  4. Packsysteme für Geschäftsreisen

Gepäckorganisation im Familienurlaub

Im Urlaub mit Kindern gilt es, das Gepäck gut zu organisieren, damit du den Überblick behältst und im richtigen Moment die Windeln wiederfindest. Packsäcke in verschiedenen Farben erleichtern die Orientierung. Wenn jedes Familienmitglied seine eigenen Packsäcke bekommt, wird das Chaos schon deutlich reduziert.

Für die Bekleidung eignen sich die Pack-It Reveal Cubes von Eagle Creek. Wir haben diese Packsäcke ganz neu im Camp4 und sie sind schon auf dem besten Wege, ein Klassiker zu werden. Die Reveal Cubes sind wirklich leicht (59 g, das ist leichter als eine Plastiktüte!), sie kommen in vier verschiedenen Farben und dank eines Netzfensters kannst du schnell erkennen, was im Beutel steckt. Diese tollen Packtaschen werden aus recycelten und bluesign-zertifizierten Stoffen hergestellt und sind waschbar. Was will man mehr?!

Wer lieber einen runden Packsack mag, nimmt stattdessen die Packsäcke von Deuter. Diese haben oben ein Zugband und eignen sich dank der verschiedenen Farben ebenfalls gut zum Sortieren.

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Schmutzige Wäsche wandert am besten in einen separaten Beutel. Auch hierfür hat sich Eagle Creek etwas Schlaues ausgedacht: den Pack-It Isolate Cube. Dieser wirkt antimikrobiell, sodass der restliche Kofferinhalt von etwaigen Gerüchen verschont bleibt. Auch für verschwitzte Sportsachen ist der Isolate Cube ideal.

Wenn du das Familiengepäck sortiert und in Packsäcken verstaut hast, ist die größte Arbeit schon erledigt. Jetzt wandern alle Packsäcke in das Hauptgepäckstück, also den großen Koffer, die Reisetasche oder den Rucksack. Wenn die Kinder keinen Wagen mehr brauchen, reisen viele Familien mit einem großen Rollkoffer. Der bietet unschlagbare Vorteile: Er ist riesig und der Stauraum reicht für das Gepäck von mehreren Personen. Dank der Rollen kannst du ihn bequem hinter dir herziehen. Das ist einfach super praktisch. Dennoch spricht auch einiges dafür, mit einem großen Trekkingrucksack als Familie zu verreisen. Denn mit einem Rucksack hast du beide Hände frei und kannst dich in Bahnhöfen und in Innenstädten viel flexibler bewegen. Treppe rauf, Treppe runter, Kind an die Hand nehmen, rein in den Bus – das alles geht mit einem Rucksack deutlich leichter. Probier’s mal aus!

Wer die Flexibilität des Rucksacks bevorzugt, aber auf Rollen nicht verzichten will, kann auch beides kombinieren. Rollkoffer mit Rucksackfunktion, wie z.B. der Sojourn von Osprey, verfügen über ein Rückentragesystem und über ein Gestell mit Rollen, sodass du zwischen den Transportarten wechseln kannst. Einziger Haken: Ein Kombi-Modell ist etwas schwerer als ein normaler Rucksack. Dafür kannst du es aber auch die meiste Zeit rollen lassen.

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Für viele Familien ist auch der Platz im Koffer ein Problem. Wenn der Nachwuchs unbedingt seine Kuscheltiersammlung mitnehmen will, hilft oft nur eines:

Kleidung komprimieren!

Um Kleidung möglichst klein zu verpacken, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein alter Trick ist das Bügeln, denn faltenfreie Kleidung lässt sich flacher zusammenlegen. Alternativ kannst du deine Sachen auch zusammenrollen. Dann sind sie zwar nicht knitterfrei, aber auch sehr klein verstaubar.

Wer es wirklich ernst meint mit dem Komprimieren, kommt allerdings an richtigen Kompressionssäcken nicht vorbei. Damit drückst du auch noch die letzte Luft aus dem Kleiderstapel, reduzierst das Ganze auf ein minimales Packmaß und verschaffst dir mehr Stauraum im Koffer oder Rucksack. Vor allem bei großvolumigen Kleidungsstücken wie gefütterten Jacken kannst du mit Kompressionssäcken richtig viel Platz gewinnen.

Zwei Arten von Kompressionssäcken haben sich unserer Erfahrung nach bewährt. Für Kofferreisende eignen sich vor allem die eckigen Kompressionstaschen von Eagle Creek.

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Die Bekleidung wird als Stapel in den Beutel gelegt, dann wird der Zip-Verschluss verschlossen und der ganze Beutel gerollt. Dabei entweicht die Luft durch die patentierten Ventile. Nun hast du ein deutlich flacheres Paket, das du bequem in den Koffer legen kannst.

Alle, die mit dem Rucksack reisen, greifen lieber zu den runden Säcken von Sea to Summit, denn diese lassen sich etwas besser stopfen.

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Das Prinzip ist kinderleicht: Die Kleidung oder den Schlafsack in den Beutel stopfen und dann mit den Kompressionsriemen das Volumen verkleinern.

Bei allem Spaß am Komprimieren solltest du jedoch bedenken, dass das Rucksackpacken mit prall gefüllten Kompressionsbeuteln gar nicht so einfach ist. Stell dir vor, du müsstest einen Trekkingrucksack mit Fußbällen füllen: Du kriegst vielleicht 4 oder 5 Stück hinein, dazwischen sind aber große Lücken, sodass der Rucksack von außen ganz unförmig aussieht. Wären die Fußbälle nur zur Hälfte aufgeblasen, könntest du sie viel besser in die „Ecken“ des Rucksacks quetschen und den Platz besser nutzen. Mit den Kompressionsbeuteln ist es ähnlich. Wenn du also mehrere vollgepackte Kompressionsbeutel dabei hast, brauchst du noch etwas Kleines, Weiches für die Lücken. Das können z.B. Socken sein oder zusammengerollte Handtücher.

Packtaschen für Wanderungen und Trekkingtouren

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Auf Wanderungen und Trekkingtouren kommt es darauf an, dein Gepäck möglichst klein und leicht zu halten und übersichtlich zu verstauen, sodass du im Bedarfsfall schnell findest, was du suchst. Dafür sind thematisch sortierte Netzbeutel oder leichte Kompressionssäcke ideal. Für die Bekleidung reichen zwei Beutel: Je einer für saubere und getragene Wäsche. T-Shirts, Unterwäsche und Hosen kannst du vor dem Einpacken klein zusammenrollen, das spart zusätzlich Platz.

Unsere Lieblinge unter den Packbeuteln im Camp4 sind die Pack-It Reveal Cubes von Eagle Creek, die wir schon weiter oben für Familienurlaube empfohlen haben. Auch auf Trekkingtouren sind die Cubes super praktisch. Mit dem großen Netzfenster und dem umlaufenden Reißverschluss lassen sie sich bequem packen und du erkennst auf den ersten Blick, was drin ist. Das Material ist sehr dünn und trotzdem erstaunlich reißfest. Die Beutel wiegen nur 59 bzw. 91 g (Größe S bzw. M), das ist leichter als eine Plastiktüte. Umweltfreundlich sind sie auch, denn die Reveal Cubes werden aus recycelten und bluesign-zertifizierten Stoffen hergestellt. Sie sind wiederverwendbar und waschbar. Die Cubes gibt es in schwarz, gelb, grün und blau.

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Wer es schlichter mag, nimmt einfache schwarze Netzbeutel mit Zugband.

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Als Kulturtasche reicht für Minimalisten ein einfacher Rundbeutel. Alle anderen, die es vielleicht nicht so mögen, wenn die Haare aus dem Kamm sich in der Zahnbürste verfangen, nehmen lieber einen Kulturbeutel mit mehreren Fächern. Der ultraleichte Washbag Zip von Osprey bringt nur 120 g auf die Waage und bietet doch genug Platz für ein ganzes Outdoor-Badezimmer mit Zahnbürste, Zahnpasta, Pinzette, Nagelschere, Seife, Sonnencreme usw.

Auf einer Trekkingtour bewährt sich zusätzlich ein Beutel zum Thema Küche, in dem Kocher, Gaskartusche, Topf, Feuerzeug und Gewürze Platz finden. Ich sortiere meine Vorräte immer nach Mahlzeiten bzw. Tageszeiten. Alle Zutaten fürs warme Essen kommen zum Topf ganz unten in den Rucksack und werden erst abends ausgepackt. Weiter oben im Rucksack landet der Beutel mit dem Mittagessen – Brotzeit, Schokolade oder Müsliriegel, je nachdem, was ich gerade dabei habe.

Nach dem Essen muss der Abfall natürlich wieder mitgenommen werden. Dafür gehört also ein Müllbeutel ins Gepäck. Oder du reißt die Nudeltüte so vorsichtig auf, dass sie sich als Mülltüte wiederverwenden lässt.

Wenn die verschiedenen Packtaschen – Wechselkleidung, Essen, Waschtasche – auch verschiedene Farben haben, genügt ein Blick in den Rucksack, um das Richtige rauszufischen.

Ultraleichttrekker mögen über all das nur schmunzeln, denn für viele UL-Fans ist jedes Beutelchen zu schwer. Das liegt auch daran, dass beim Ultraleichttrekking in der Regel so wenig Ausrüstung mitgenommen wird, dass sich das Sortieren erübrigt. Doch auch diejenigen, die den Packsystemen nichts abgewinnen können, sollten über eine wasserdichte Verpackung für die allerwichtigsten Dinge nachdenken. Das hängt natürlich vom Reiseziel ab, aber meistens lohnt sich ein kleiner, wasserdichter Packsack für das Smartphone und die teure Kamera. Damit musst du dir keine Sorgen machen, denn auch wenn es in Strömen regnet, bleibt die Elektronik trocken.

Koffer-Ordnungssystem auf Geschäftsreisen

Auf Geschäftsreisen besteht die größte Herausforderung oft darin, Hemden oder Blusen knitterfrei zu transportieren. Wenn das eigene Bügeleisen keine Option ist, gibt es eine ganz einfache Lösung: Der Eagle Creek Garment Folder kommt mit einer Faltschablone und bringt deine Business-Kleidung sicher ans Ziel. Einfach die Hemden mit der Schablone zusammenlegen, stapeln, mit der Schablone abdecken und den Garment Folder zuklappen. Schon lässt sich die Kleidung sicher im Koffer verstauen. So kommst du gut angezogen zum Geschäftstermin. Der Garment Folder ist auch dann ideal, wenn du nur mit Handgepäck reist, denn die Größen M und L passen beide in die Abmessungen der üblichen Handgepäck-Koffer.

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Für die restliche Kleidung empfehle ich zwei Packtaschen, in denen du saubere und getragene Wäsche getrennt aufbewahrst. T-Shirts, Unterwäsche und Hosen kannst du klein zusammenrollen und dann in die bewährten Beutel aus der Pack-It Reveal Serie stecken. Das sind ganz leichte Packtaschen mit Reißverschluss und einem großen Netzfenster, sodass du deine Sachen schnell findest.

Für Elektronik, Kabel und Zubehör eignet sich der E-Tools Organizer. In den drei gepolsterten Fächern und Stretch-Taschen kannst du Ladegeräte, Kopfhörer und andere wichtige Dinge übersichtlich verstauen.

Bist du mehr als einen Tag auf Reisen, gehört auch ein Kulturbeutel ins Gepäck. Mein Favorit: Der Washbag Carry-On von Osprey, der aus durchsichtigem Material besteht und die EU-Handgepäckverordnung erfüllt. Damit ersparst du dir und der Umwelt einen zusätzlichen Plastikbeutel für Flüssigkeiten.

Wer etwas mehr Platz braucht für Zahnbürste und Co., nimmt am besten eine Kulturtasche zum Aufhängen wie den Wash Bag II von Deuter. In den zahlreichen Fächern kannst du Shampoo, Cremes und Kosmetika übersichtlich geordnet mit auf deine Reisen nehmen.

Zum Schluss musst du nur noch die Taschen mit Business-Kleidung, Freizeitkleidung, Elektronik und Kosmetik im Koffer verstauen und schon kann es losgehen.

Wir wünschen dir eine schöne, gut sortierte Reise!


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