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Friction Labs – das Top-Chalk

header 2Was macht das Chalk von Friction Labs besser? Oder ist es nur eine weitere Marke? Ich habe dieses Jahr Urlaub mit meiner Freundin in Boulder, Colorado gemacht. Vor allem ging es darum, klettern und bouldern zu gehen.

Wir haben seit Juli neues Chalk in der Kletterabteilung, ich hatte es auf der Outdoor Messe entdeckt und getestet. Ich war begeistert, dass Friction Labs Chalk besser funktioniert als alles andere, was ich zuvor probiert hatte. Schon seit Jahren probierte ich verschiedene Chalksorten und stellte fest, die Unterschiede sind spürbar. Ich wusste aber auch nicht so richtig, woran das liegt.

Friction Labs - getestet in der Kletterhalle

Ganz ehrlich, eigentlich gibt es nur zwei Ausrüstungsgegenstände, die wirklich deine Kletterleistung oder Boulderleistung beeinflussen. Kletterschuhe und Chalk! Dass das Seil zwei Gramm weniger wiegt pro Meter oder ich beim Gurt 25,56 Gramm spare, ist zwar schön, wird aber keinen großen Unterschied bei meiner Kletterleistung machen! Aber die vier Kontaktpunkte, mit denen ich mich an der Wand halte, schon… Mit Skischuhen und Fausthandschuhen wird selbst ein Adam Ondra nicht mehr so grazil die Wand hoch tanzen.

Friction Labs ist ein Chalkhersteller in Denver, das ist etwa 45 Minuten weg von Boulder. Da wir in der Nähe waren, wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen, Friction Labs mal einen Besuch abzustatten.

Wir trafen uns mit Keth. Er ist Produktentwickler und Mitgründer von Friction Labs. Es gibt Friction Labs seit ungefähr fünf Jahren, die ursprüngliche Idee war, Chalk-Monatsabos für Kletterer anzubieten und je nach Monat verschiedene Chalksorten an die Kunden zu versenden. Dabei stellten sie fest, dass Kletterer eigentlich nur dann Chalk kaufen möchten, wenn sie welches brauchen.

Frictions Labs - kleine Griffe aber ich halte mich

Kletterer wollen nicht jeden Monat Chalk zugeschickt bekommen und es soll auch nicht immer eine andere Sorte sein! Dann versuchten sie, das beste Chalk zu finden. Beim Probieren stellten sie fest, dass kein Chalk ihren Ansprüchen genügte. Sie fingen an, sich mit der chemischen Zusammensetzung von Kletterchalk zu beschäftigen.

Was ist Kletterchalk eigentlich?

Kletterchalk ist immer ein Mix aus Magnesiumkarbonat und Kalziumkarbonat plus eventuell chemischen Trockenmitteln. Bei Chalk für Turner ist auch noch Gleitmittel drin, also fürs Klettern kontraproduktiv.

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Magnesit (Rohstoff) wird in Mienen in China und Taiwan abgebaut und vor Ort aufbereitet, um Magnesiumkarbonat zu erzeugen. Reines Magnesiumkarbonat ist relativ teuer und würde daher zu teuer sein, um es fürs Klettern zu „verschwenden“. Deswegen wird Calciumkarbonat beigefügt, der Nachteil daran ist, dass es die Feuchtigkeit außen am Teilchen speichert und nicht im Inneren (sowie Magnesiumkarbonat), was dazu führt, dass es „schmieren“ kann! Daher ist es erstrebenswert, so wenig wie möglich Calciumkarbonat beizumischen.

Boulderhalle - Aufwärmen

Bei einigen Herstellern werden auch noch chemische Trockenmittel beigemengt, um Magnesiumkarbonat zu sparen, was aber der Haut auf Dauer auch nicht gut bekommt und sie stärker austrocknen lässt. Bei vielen Firmen wird das Chalk im Abbauland gemixt und in Fabriken in Tüten verpackt und versendet, was die Qualitätssicherung sehr schwierig macht. Das kann der Grund dafür sein kann, dass das Chalk einer Firma mal gut oder mal schlecht funktioniert.

Friction Labs lässt sich das Rohmaterial aus Taiwan schicken, bereitet es auf und mixt es in Denver. Sie haben über Jahre mit Chemikern und Kletterern experimentiert, um das beste Chalk herzustellen!

 

Es gibt bei Friction Labs drei verschiedene Feinheitsgrade: sehr grob (Bam Bam), mittel grob (Gorilla Grip) und ganz fein (Unicorn Dust), sodass sich jeder seine Lieblingsart aussuchen kann.

Friciton Labs - Boulderhalle mit kompliziertem Griff

Klettere ich jetzt durch das Chalk besser?

Ich leider nicht direkt, aber es kann sicherlich das Zünglein an der Waage sein.

Beim ersten Mal Benutzen ist mir kein großer Unterschied aufgefallen, außer dass ich mehr Züge machen kann, ohne nachchalken zu müssen, das Chalk also meine Hände länger trocken hält. Was mir nach längerer Zeit aufgefallen ist, ist, dass sich mein Hautbild deutlich verbessert hat und meine Hände nicht mehr so zum Austrocknen tendieren.

Das wirkliche „Aha-Erlebnis“ hatte ich aber dann erst, als ich wieder mein altes Chalk, was auch kein No-Name-Produkt ist, benutzen musste, weil ich noch was im Boulder Chalkbag drin hatte. Ich musste viel öfter chalken und hatte nach ein paar Zügen wieder das Gefühl, feuchte und schmierige Finger zu haben.

Daher gibt es für mich gerade keine Alternative, was das Chalk angeht.


Camp4-Team

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