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Testbericht: Falttopfset Sea to Summit

X-Pot von Sea to Summit im CAMP4.Du hast nicht viel Platz und brauchst aber Topf und Teller? Du willst nicht viel tragen, aber unterwegs musst du schon was essen? Eigentlich kannst du nichts weiter einpacken, aber ein Deckel wäre schon praktisch? Wir haben die Lösung: Sea to Summits Faltopf-Set  X-Set 11 hat das Packmaß eines Frisbees und auch sonst alles, was du brauchst!

Während ich mich auf die Wiese hinter unserem schönen CAMP4 hocke, freue ich mich als erstes über die grandiosen Farben, die die neuen Falttöpfe haben: Sie leuchten in Blau, Lime und Rot. Sonne und Blümchen erledigen den Rest: Ich habe gleich Lust in den bunten Töpfen zu kochen. Vor allem, weil der Aufbau denkbar einfach ist: Auspacken, aufklappen, fertig.

Nichts für Weicheier
Wenn du bis jetzt zu den kochfaulen Outdoorern gehört hast, dann hat die „Kein Platz“-Ausrede jetzt definitiv ausgedient. Denn die schönen bunten X-Pot Töpfe von Sea to Summit lassen sich auf die Größe einer Frisbeescheibe zusammenfalten. „Das Packmaß ist einfach unschlagbar“, schwärmt Hardware-Einkäufer Joh, der die Töpfchen für das CAMP4 entdeckt hat.

Und dabei passt auch noch richtig viel rein: Sagenhafte 2,8 Liter fasst der X-Pot Kochtopf. Zusammengefaltet hat er eine Höhe von 4,5 Zentimetern und bringt zarte 325 Gramm auf die Waage. Also auch ein Teil für die verrückten Leichtgewicht-Wanderer unter euch. Wenn du zu denen gehörst, haben wir übrigens einen wunderbaren Beitrag mit klugen Tipps zum Packen: Tipps und Tricks Ultralight.

Aber nicht nur für diejenigen lohnt sich das Equipment aus der X-Serie, sondern auch Familien sind damit gut beraten: In den großen Topf lassen sich nämlich zusätzlich noch problemlos zwei Teller und zwei weitere Schüsseln hinein falten. Und schon hast du ein komplettes Kochset – platt wie ein Frisbee!

Hart im Nehmen und richtig schnell
Aber nicht nur das macht die X-Pötte aus: Die Leistung der guten Scheibchen ist enorm, denn der Boden aus hart-anodisiertem Aluminium bringt Wasser so schnell zum Kochen, dass du keine Zeit hast, deine Zelte aufzubauen. Naja, vielleicht kommt es auch ein bisschen auf dein Zelt an…

Klugerweise hat Sea to Summit in den Deckel ein Sieb integriert, durch das sich das heiße Wasser unkompliziert und ohne Werkzeug – super, vor allem wenn du mal wieder deine Griffzange vergessen hast – abgießen lässt. So landen die geliebten Nüdelchen garantiert nicht auf dem Boden.

Suppen, Kartoffeln oder Reis, all das lässt sich im X-Pot kochen – jedoch solltest du überlegen, ob zum Beispiel Nudeln für 2,8 Liter Wasser für eine vierköpfige Familie ausreichen. Für meine kleine Dreierbande hat das vollkommen gelangt.

Auch bei eher klebrigen Sachen, wie Milchreis, Grießbrei und vielleicht auch eine sahnige Tomatensoße – eben alles, was sich etwas zäher umrühren lässt – würde ich einen Alutopf empfehlen. Das Silikon könnte beim Rühren mit scharfen Gegenständen beschädigt werden. Spülen und Trocknen stellen hingegen keinerlei Probleme dar.

Direkten Kontakt mit Feuer vermeiden
Der X-Pot lässt sich wunderbar auf Gaskochern nutzen. Der Boden aus Aluminium hat einen knappen Durchmesser von ca. 20 Zentimetern. Für die Ängstlichen gibt es eine Sicherheitsmarkierung bei ungefähr 16 Zentimetern, die du nicht überschreiten solltest.

Auf keinen Fall dürfen die Flammen deines Kochers über diese Markierung hinausgehen. Bei üblichen Kochern sollte das kein Problem sein, jedoch rät CAMP4-Experte Joh von direktem Feuerkontakt ab und empfiehlt den X-Pot nicht für zweiflammige Gaskocher. „Obwohl das Silikon die Hitze aushalten würde, könnte es dennoch verschmoren, weil sich die große Flamme einfach nicht so gut regulieren lässt“, erklärt Joh.

Auch wenn du den Topf übrigens randvoll mit Wasser befüllst, lässt er sich wunderbar an seinen seitlichen Griffen tragen. Diese eignen sich auch, um den X-Pot unterwegs an deinem Rucksack zu fixieren.

Wegen des etwas unebenen Aluminiumbodens würde ich davon abraten, den X-Pot auf einem E-Herd zu nutzen, die Auflagefläche ist einfach zu gering. Das Kochen mit Spiritus und Gas auf den üblichen Kochern funktioniert hingegen bestens.


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7 Antworten auf Testbericht: Falttopfset Sea to Summit

  1. Till Fischer sagt:

    Hi,

    wenn du schreibst das Kochen auf nem E-Herd ist wenig effektiv… hast du das getestet und wuerds evtl. reichen um sich sein Essen zumindest warm zu machen?

    Gruesse,
    Till

    • … ich habe es nicht getestet aber mir soeben die Töpfe angeschaut. Die Böden sind nicht platt sondern haben außen eine Wölbung nach unten (vermutlich um Wirkungsgrad bei Gas zu erhöhen)
      Fazit: kein glatter Boden = untauglich für E-Herd

  2. Martin sagt:

    Hallo!

    Danke für den Testbericht!
    Lässt sich der Topf wohl auch mit einem kleinen Hobo wie dem Picogrill 85 nutzen?

    Viele Grüße,
    Martin

    • Dennis Dennis sagt:

      Hallo,
      da der Picogrill 85 mit Holz arbeitet, können die Flammen durch Windeinfluß ausschlagen. Hierbei kann es passieren, dass die Silikonschicht verschmorrt. Sobald dies öfter passiert wird der Topf schnell beschädigt sein.
      Gruß C4-Team

  3. Martin sagt:

    Hoppla, habe ich erst jetzt gesehen:
    Danke für die Antwort!

    Habe es nun auch mal mit einem Topf mit selbem Durchmesser getestet und leider schlagen die Flammen wirklich ziemlich weit aus.

  4. Daniel Müller sagt:

    Wieso eigentlich nicht für 2-flammige Gaskocher!? Ich wollte mir die Töpfe für unser Wohnmobil anschaffen. Da ist so ein dreiflammiger Kocher drin – was spricht da genau dagegen?

  5. Jürgen sagt:

    Hallo,
    ich hatte die Teile bei einem Anbieter in der Hand. Man kann sich das Grinsen nicht verkneifen. Wenn man aber vom Aluminium der Standarttöpfe wegkommen möchte, kommt man durch den Aluminiumboden hier aber auch nicht weiter?
    Gruß Jürgen

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