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Zelte bei CAMP4

Jeder, der die Natur liebt, gern draußen unterwegs ist und unabhängig sein möchte, kommt eines Tages auf den Gedanken: Ich brauche ein Zelt. Es gibt unterschiedliche Bauformen: Tunnelzelt, Kuppelzelt, Geodät, Hauszelt, Wurfzelt (Popupzelt), Tipi und Tarps. Doch welche Zeltform ist für dich die richtige? Wie wäre es bspw. mit einem unserer Jack Wolfskin Zelte?

 

Zeltratgeber

>> Checkliste Zeltkauf

>> Einsatzgebiete

>> Material & Beschichtungen

>> Bestandteile & Zubehör

>> Zeltpflege Tipps

>> Zelthersteller

 

Das Kuppelzelt oder das Igluzelt ist die bekannteste Zeltform. Zwei Stangen kreuzen sich und bilden ein Iglu. Oft gibt es noch eine weitere Stange, um einen optimaleren Eingang (Apsis) zu schaffen.

Das Tunnelzelt ist vom Gewichts/Raumverhältnis die optimale Form.

 

Einmal im Leben sollte jeder ein Haus bauen. Für alle, die dies gern öfter tun, haben wir Zelte im CAMP4 Shop, die sich überall in der Natur aufschlagen lassen. Die Wahl des passenden Zeltes macht sich an drei entscheidenden Kriterien fest: Größe, Gewicht und Budget. Wie viele Personen sollen im Zelt Platz finden? Wie wird das Zelt transportiert? Und wie viel möchtest du ausgeben? Es gibt zwei verschiedene Grundtypen: das Kuppelzelt, auch bekannt als Igluzelt, und das Tunnelzelt. Tunnelzelte sind sturmstabiler. Ein Aluminiumgestell sorgt für noch mehr Stabilität. Alle unsere Zelte sind wasserdicht. Silikonisiertes Außenmaterial ist UV-Licht beständig und verspricht so eine höhere Lebensdauer. Für noch mehr Komfort haben wir Tarps und Zeltmatten im Sortiment. Ein Tarp ist eine Überdachung, die wie ein Zelt aufgestellt wird, aber an den Seiten offen ist. Es bietet Schutz und lässt den Blick auf die Natur frei. Zeltmatten schützen vor Nässe und Kälte von unten. Sie werden einfach unter das Zelt gelegt und erfüllen dort ihre Funktion. Wir wünschen viel Spaß beim Campen und versprechen Qualität.

camp4.de Bewertungen

 

 
 


Zelte - Entdecke dein Outdoor Zuhause!

Ob für das Camping oder längere Outdoor-Touren – mit einem Zelt und dem passenden Zeltzubehör machen Übernachtungen in der Natur Spaß. Durch die große Auswahl an unterschiedlichen Modellen können wichtige Kriterien beim Kauf wie Personenanzahl, Zeltgewicht und Komfort sowie dein Budget berücksichtig werden.

>> Zum CAMP4 Zeltratgeber

Checkliste Zeltkauf

Ein Zelt dient dir während der Dauer deiner Outdoor-Tour als Schlafstätte, Schutzhütte, Küche oder sogar als Aufenthaltsraum bei schlechter Witterung. Schon an dieser kurzen Aufzählung wird erkennbar, wie wichtig das passende Zelt für den eigenen Anspruch und nicht zuletzt auch für den Einsatz ist. Nachfolgend findest du wichtige Informationen für deinen Zeltkauf.

Checkliste für deinen Zeltkauf – Was muss ich beachten?

  • Anzahl der Personen
  • Zeltmaße: Länge, Breite, Höhe
  • Zelt-Gewicht
  • Einsatzgebiet
  • Zelttyp
  • Jahreszeit
  • Zeltaufbau
  • Materialien und Verarbeitung
  • Wassersäule
  • Preis-Leistungsverhältnis

Die Zeltgröße - zweckmäßig oder komfortabel?

Jeder hat seinen ganz individuellen Platzbedarf. Der eine kommt mit engen Platzverhältnissen zurecht, der andere braucht mehr Raum, um sich wohlzufühlen. Auch die Größe der Personen spielt bei der Größenauswahl eine wichtige Rolle.

  • Personenzahl: Pro Person sollte ein Platzbedarf von mindestens 50 cm oder komfortable
    60 -74 cm Breite einkalkuliert werden. Schmale Isomatten haben eine Mindestbreite von 50 cm, breite Isomatten und Luftbetten sind ca. 60 – 74 cm breit. Für die Ausrüstung sollte zusätzlich mindestens ein separater Zeltraum (Apside) zur Verfügung stehen.
  • Zeltlänge: Bei der Zeltlänge solltest du von der größten Person ausgehen, die das Zelt mitnutzen wird. Denk auch an genügend Bewegungsfreiheit für Arme und Beine.
  • Zelthöhe: Wenn du dein Zelt nicht nur zum Schlafen nutzen möchtest, sondern auch zum Sitzen und Kochen, dann sollte die Höhe entsprechend sein. 90 cm Höhe erlauben dir das Sitzen und bequeme Anziehen im Zelt. Allerdings spielt auch hier deine eigene Körpergröße und die der anderen Personen, die mit dir campen, eine wesentliche Rolle und sollte mitbedacht werden. Je höher das Zelt, desto mehr Möglichkeiten und Komfort bietet es dir, besonders in Schlechtwetterperioden beim Campen.
  • Zeltform: Zur Auswahl stehen dir unterschiedliche Zeltformen, die ihre spezifischen Vorteile und Einsatzgebiete haben.
  • Apsiden: Zeltvorräume oder Vorzelte werden Apsiden genannt und sind vom Schlafraum abgetrennt. Diese eignen sich für die Unterbringung der Ausrüstung oder je nach Bauweise und Form auch als Kochstelle oder Aufenthaltsraum.
  • Zeltgewicht: Wenn du mit dem Auto zum Campingplatz unterwegs bist, dann spielt das Gewicht des Zeltes nur eine untergeordnete Rolle. Wenn du hingegen auf Klettertouren oder Expeditionen das Zelt selbst trägst, zählt jedes Gramm, das du beim Zelt und anderen Ausrüstungsgegenständen einsparen kannst.
  • Zeltaufbau: Wie einfach und schnell ein Zelt aufgebaut werden kann, kann je nach Einsatz ein wichtiger Aspekt bei der Zeltwahl sein. Lässt es sich auch bei Wind von einer Person aufbauen? Kann das Zelt mit Handschuhen leicht auf- und abgebaut werden? Auch diese Fragen solltest du dir vor dem Kauf stellen.
  • Zeltfarbe: Willst du mit deinem Zelt eher auffallen, um in Notsituationen schnell Hilfe zu erhalten bzw. es selbst schnell wieder zu finden, dann sind Signalfarben genau richtig. Gedeckte Farben passen sich eher der Natur an und sind die beste Wahl für Trekkingtouren, bei denen man sich der Umgebung anpassen möchte.
  • Einwand- oder Doppelwandzelt: Doppelwandzelte bieten dir mehr Komfort, da sich zwischen den beiden Zeltwänden eine isolierende Luftschicht bildet. Auch schlägt sich das Kondenswasser am Außenzelt nieder, wodurch das Innenzelt trocken bleibt. Allerdings sind Doppelwandzelte schwerer als Einwandzelte.

Einsatzgebiet – wohin führt dein Weg?

Wie sieht deine Planung aus? Geht es zum Eisklettern in alpine Regionen, auf Expedition in die Tropen oder zum Kanuwandern? Für jedes Einsatzgebiet gibt es auch passende Zelte. Die wichtigsten Zeltmodelle auf einen Blick:

  • Trekkingszelte
  • Expeditionszelte
  • Winterzelte
  • Sommerzelte
  • 3- und 4-Jahreszeitenzelte

Das Trekkingszelt ist ein stabiles und wetterfestes Zelt für alle Art von kurzen oder längeren Trekkingtouren.

Das Expeditionszelt ist ein Hochleistungszelt, das besonders robust und wetterfest sein muss. Meist handelt es sich um Zelte mit einem besonders stabilen, überkreuzenden Zeltgestänge, das auch starken Stürmen und Schneelasten sicher trotzt.

Das Gleiche gilt für ein Winterzelt, bei dem besonders auf die Zeltgröße geachtet werden muss. Der Schlafsack sollte das Innenzelt nicht berühren, da Kondenswasser entstehen und bei großer Kälte gefrieren kann.

Ein spezielles Sommerzelt hat viele Lüftungsbereiche und besitzt eine hohe Luftdurchlässigkeit und besteht aus leichten und dünnen Materialien. Im Prinzip eignen sich auch alle Zeltmodelle als Sommerzelt.

Das 3-Jahreszeitenzelt ist der Allrounder unter den Trekkingzelten. In diese Kategorie fallen auch Ultraleichtzelte, die durch ein extrem geringes Gewicht punkten. Allerdings müssen bei diesen leichten Zelten oftmals Abstriche bei der Größe, Robustheit und Windfestigkeit gemacht werden. Wer keine Kompromisse eingehen will, wird bei den teuren Modellen namhafter Hersteller fündig.

Das 4-Jahreszeitenzelt ist das Non-Plus-Ultra für das ganze Jahr. Es muss vielen Ansprüchen gerecht werden. Es ist aus robusten und wetterfesten Materialien gefertigt, verfügt über ein sturmsicheres Gestänge und ist für extrem niedrige Temperaturen ausgelegt sein.

Qualität – Darauf kommt es an!

Beim Zeltkauf solltest du auf die Materialien achten:

  • Aus welchem Material besteht die Zelthaut? In der Regel besteht die Zelthaut aus Polyester oder Nylon. Der Zeltboden aus Polyurethan oder weniger häufig aus Nylon.
  • Aus welchem Material besteht das Gestänge? Fiberglas und Aluminium sind die gängigen Materialien für das Zeltgestänge.
  • Die Dichtigkeit der verwendeten Materialien wird in der Einheit "Wassersäule" angegeben. Hier kannst du dir merken: Je höher der Wert, desto wasserdichter ist die Zelthaut bzw. der Zeltboden.
    Qualität zeichnet sich jedoch nicht nur bei dem verwendeten Material und der Höhe der Wassersäule aus, sondern auch in der Verarbeitung.

Budget und Preis-Leistungsverhältnis

Wenn du ein Zelt für ein Festival oder für eine Übernachtung auf dem Campingplatz benötigst, dann kannst du sicherlich auf ein Low-Budget-Zelt zurückgreifen. Bist du aber mehrere Tage oder gar Wochen unterwegs, wird der Anspruch an Komfort größer, denn ohne einen erholsamen Schlaf in einem trockenen Zelt wird auch die bestgeplante Tour schnell zur Tortur. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten z.B. 3-Jahreszeiten-Zelte oder Trekkingzelte. Für Wintertouren und Expeditionen in der Wildnis ist es jedoch nicht angebracht, am falschen Ende zu sparen und seine Gesundheit oder die Tour möglicherweise aufs Spiel zu setzen.

Einsatzgebiete: Damit das Zelt überall richtig steht

Einfach Rucksack packen und losmarschieren ist nicht immer eine gute Idee. Denn je nach Einsatzgebiet gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest. Daher gilt es bereits vor dem Start gründlich zu überlegen, was dich an deinem Reiseziel erwartet.

Checkliste: Kennst du dein Ziel?

  • Welches Wetter erwartest du (extremen Regen, Kälte, Schnee, Hitze)?
  • Wie ist der Untergrund beschaffen, auf dem du dein Zelt aufstellen willst (Schnee, Erde, steinig, uneben, matschig)?
  • Hast du für den Untergrund die richtigen Heringe, um dein Zelt fest aufzustellen?
  • Hast du dir einen sicheren Platz abseits von Felswänden, umkippenden Bäumen oder Gewässern gesucht?
  • Brauchst du eine Sondergenehmigung?

Vor der Tour: Wann, wo, wie?

Wann? Jahreszeit, Region und auch die Tageszeit, wann du deine Bleibe aufbauen willst, spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, das richtige Zelt auszuwählen.

  • Jahreszeit: Im Sommer ist ein Zelt mit einem Innenzelt aus luftdurchlässigen Materialien wie Mesh eine gute Entscheidung. Hier kann die Luft zirkulieren und das Klima im Innenraum ist angenehm, auch Mücken und andere Insekten haben keine Chance, in das Zelt zu gelangen. Für den Winter und die Übergangsjahreszeiten bieten sich Außen- und Innenzelte aus Polyester oder Polyamid an. Sie sind wasser- und windundurchlässig.
  • Region: Jede Region hat ihre Eigenheiten, die es zu kennen gilt. In warmen und trockenen Gebieten brauchst du dir um die Wasserresistenz deines Zeltes weniger Sorgen machen, als in feuchten und regnerischen Gebieten. Dafür sind hier Insektenschutz und Moskitonetze vorteilhaft.
  • Tageszeit: Dein Zelt kannst du zu jeder Tageszeit aufstellen. Im Dunkeln ist es jedoch um einiges umständlicher, daher lohnt es sich, zu Hause eine Trockenübung zu machen. Auch wenn es spät und du erschöpft bist: Überprüfe immer den Boden auf spitze Gegenstände und verwende im besten Fall eine Zeltunterlage. Sichere dein Zelt immer mit ausreichend Heringen.

Wo? Und ist es dort erlaubt? Je nach Untergrund entscheidet sich, welche Heringe du einpacken musst. Es gibt spezielle Heringe für Schnee, Sand oder Erde. Hier solltest du vorab genau wissen, welche du benötigen wirst. Wir empfehlen dir auch, mehr als eigentlich nötig dabei zu haben, falls mal welche abbrechen. Eine Zeltplane schützt den Boden deines Zeltes vor Beschädigungen durch Steine, Äste oder scharfe Kanten und vor Feuchtigkeit. Die Frage nach dem Wo schließt auch immer die Frage "Darf ich das?" mit ein. Jedes Land hat seine eigenen Bestimmungen, die du kennen solltest.

  • Für Deutschland gilt beispielsweise: In Naturschutzgebieten und auf Privatgeländen ist es strengstens verboten, im übrigen Wald hingegen aber auch nicht ausdrücklich erlaubt. Informiere dich also genau, wo du dein Zelt aufschlagen kannst und wo lieber nicht. In Ausnahmefällen kannst du bei der zuständigen Behörde eine Sondergenehmigung anfordern.
  • Die Österreicher sind wesentlich strenger. Hier ist wildes Campen verboten und wird mit hohen Geldstrafen geahndet. Das gilt auch für das Camping im Gebirge. Sondergenehmigungen erteilt auch hier die zuständige Behörde.In Skandinavien gilt das "Jedermannsrecht". Hier kannst du dein Lager fast überall aufschlagen. Gebiete, in denen wildes Campen nicht erlaubt ist, sind in der Regel auch gekennzeichnet.
  • Für alle übrigen Länder heißt es: Informiere dich vor Beginn deines Trips!
  • Belastungen

Ein Blick auf die Wetterkarte offenbart meist schon, mit welchem Wetter du rechnen kannst. Starken Regen und Wind musst du immer einkalkulieren, aber auch Kälte und Schnee sind Herausforderungen, denen du mit dem richtigen Equipment gewachsen bist. Mit den richtigen Heringen und robustem Gestänge kannst du dein Zelt an nahezu jedem Ort und bei jedem Wetter aufstellen.

Auf der Tour: Campingplatz, Festivalgelände, Gebirge & Co.

Komfortabel Übernachten auf dem Campingplatz
Camping auf dem Campingplatz ist eine der populärsten Arten Urlaub zu machen. Heute gibt es in den meisten Ländern die Möglichkeit, sein Zelt auf einem erschlossenen Gelände aufzuschlagen. Der Vorteil dabei ist, dass neben sanitären Anlagen und Strom aus der Steckdose auch häufig Supermarkt, Restaurant oder Freizeitgestaltungsmöglichkeiten wie Spielplätze vorhanden sind. Aber den Komfort, den du auf einem Campingplatz für kleines Geld dazu bekommst, teilst du dir zur Hochsaison mit zahlreichen anderen Urlaubern. Zelte und Wohnwagen stehen häufig dicht beieinander. Ruhe und Abgeschiedenheit findest du auf einem Campingplatz eher in der Nebensaison.

Da Camping auf dem Campingplatz häufig mit der bequemen Anreise mit Auto verbunden ist, kannst du hier natürlich das große Familienzelt einpacken. So hast du neben den Annehmlichkeiten des Platzes auch mehr Komfort wie Campingmöbel oder Campingküche. Für die Hauptreisezeit solltest du dich rechtzeitig um das Reservieren eines Platzes kümmern. Einfach losfahren und sich überraschen lassen, kann dann ungünstig enden.

Das Zelt auf dem Festival aufschlagen
Es ist Festivalzeit und du packst deine sieben Sachen? Komfort wird für dich dann wohl nicht an erster Stelle stehen. Also lass das große Familienzelt am besten Zuhause. Vor der Anreise solltest du abklären, ob du einen Zeltplatz reservieren musst. Da du mit vielen Gleichgesinnten vermutlich auf einem Acker oder Feld campierst, denk an eine robuste Zeltunterlage, damit der Zeltboden nicht durch Steine oder Äste beschädigt wird. Vor dem Aufstellen solltest du den Stellplatz daher unbedingt auch inspizieren. Die Plane schützt deinen Zeltboden auch vor Schmutz. Besonders bei matschigem Boden ist dies hilfreich: Du musst nach dem Festival nur die Plane reinigen und nicht das gesamte Zelt. Erdheringe und Abspannleinen sorgen am Schluss für bombenfesten Stand, auch wenn es mal etwas schwungvoller zugehen sollte.

Camping im Wald - Bitte mit Vorsicht
Rucksack gepackt und raus in den Wald! Das klingt super und ist absolut empfehlenswert. Bevor du aber gleich die Heringe in den Boden rammst, gilt es eine paar Regeln zu beachten: Suche dir ein ruhiges, windstilles Plätzchen, an dem du dein Zelt mit Erdheringen aufstellen kannst. Ob du dich an einem fließenden Gewässer niederlässt, hängt davon ab, ob du bei Geplätscher schlafen kannst. Feuchte Gebiete oder stehende Gewässer sind weniger geeignet: Hier musst du mit Mücken rechnen. Wenn du das Zelt unter Bäumen aufschlagen willst, bedenke bitte, dass diese harzen oder Äste herabfallen können. Auch nach einem Regenschauer kann es unter einem Baum nachtropfen. Halte auch zu toten, noch stehenden Bäumen Abstand. Bei Wind können sie leicht umkippen. Sie werden nicht umsonst "Witwenmacher" genannt.

Camping beim Angeln nur mit Insektenschutz
Bei der Platzwahl beim Angeln solltest du auf einen festen, nicht rutschigen Untergrund achten, den du als zusätzlichen Schutz vor Feuchtigkeit von unten mit einer Zeltplane abdeckst.  Besonders an stehenden Gewässern können viele Stechmücken vorhanden sein: Ein Innenzelt mit Mesh oder ein Moskitonetz wirkt Wunder, wenn die kleinen Plagegeister kommen.

Campen am Strand
Direkten Meerblick bekommst du beim Camping am Strand. Dabei ist sandiger Untergrund eine besondere Herausforderung für die Heringe. Pack daher größere Heringe ein, am besten spezielle Sandheringe. Dein Zelt wird nur ausreichend Stand erhalten, wenn die Heringe genügend Flügelfläche haben, also groß genug sind. Halte unbedingt ausreichend Abstand zum Wasser, damit du bei Flut keine nassen Füße bekommst. Schütze auch am Strand deinen Zeltboden mit einer Plane vor der Reibung der Sandkörner oder scharfen Stein- und Muschelkanten.



Camping für Abenteurer im Gebirge
Wintercamping oder Camping im Gebirge ist nichts für schwache Nerven. Willst du dein Zelt im Gebirge aufschlagen, dann wähle einen windgeschützten Ort (aber nicht direkt unter einer Felswand, denn  hier musst du mit Steinschlägen rechnen). Bei Schnee trittst du die Stellfläche mit den Füße oder Schneeschuhen fest, damit dein Zelt später fest steht. Richte deine Bleibe so aus, dass der Zelteingang windabgewandt liegt. Nun errichtest du dein Zelt faltenfrei. Das erhöht die Stabilität und verringert die Bewegungen bei Wind. Spanne dein Zelt zuletzt mit Sturmleinen und massiven Heringen ab. Die Heringe gräbst du, wenn Schnee liegt, quer etwa 20 cm tief ein. Die Schaufel nimmst du mit in die Apsis. Bist du eingeschneit, kannst du dir damit deinen Weg nach draußen frei schaufeln.


Vorteile

Nachteile

Campingplatz

  • komfortable Ausstattung mit sanitären Anlagen, Strom und Infrastruktur
  • du kannst mit deinem Familienzelt anreisen
  • es sind viele andere Urlauber vor Ort

Festivalgelände

  • Spaß ist vorprogrammiert
  • es herrschen oftmals matschige Bedingungen

Wald

  • Ruhe und Nähe zur Natur sind garantiert
  •  Campen ist auf Privatgeländen und in Naturschutzgebieten verboten

Angeln

  • du kannst Stille und Ruhe genießen
  • Camping an Gewässern bedeutet häufig, dass Stechmücken und Insekten vorhanden sind

Strand

  • du hast den Meerblick direkt vor dem Zelteingang
  • Camping auf sandigem Untergrund erfordert spezielle Heringe

Gebirge

  • du wirst mit einem einmaligen Erlebnis belohnt
  • in den meisten Gebirgen ist eine Sondergenehmigung zwingend nötig

Material & Beschichtungen

Dein Zelt muss dir bei jeder Wetterlage einen trockenen und geschützten Unterschlupf bieten. Damit es nicht hereinregnet oder der Wind durch die Nähte und den Stoff pfeift, sind Material und Beschichtung wichtige Punkte, mit denen du dich vor dem Zeltkauf vertraut machen solltest.

Außenzeltmaterialien

Die wichtigsten Außenzeltmaterialien sind Polyester, Polyamid und Ripstop, diese kommen auch am häufigsten zum Einsatz. Nylon zählt ebenfalls dazu, es ist aber chemisch betrachtet ein Polyamid. Natürliche, schwere Materialien wie Baumwolle oder Technical Cotton kommen vermehrt für große Familien- und Gruppenzelte zum Einsatz.

Polyester

Zelte aus Polyester sind dir eine sichere Herberge. Die Stärken von Polyester liegen darin, dass sich die Fasern bei Regen oder Feuchtigkeit nur gering ausdehnen. Das Material weist im Vergleich zu Polyamid eine geringere Reißfestigkeit auf, sodass die Zelte, um den hohen Anforderungen gerecht werden zu lassen, schwerer und dicker sind. Auch die Atmungsaktivität ist geringer. Dennoch gehören Zelte aus Polyester zum hochwertigen Equipment.

Polyamid und Nylon

Ebenfalls hochwertig sind Zelte aus Polyamid oder Nylon. Sie überzeugen mit geringem Gewicht und kleinen Packmaßen, wenn jedes zu tragende Gramm zählt. Auch die Reißfestigkeit ist sehr hoch. Nachteilig ist die Ausdehnung des Materials bei Feuchtigkeit. Das kann dazu führen, dass du das Zelt nach einem Regenschauer nachspannen musst.

Ripstop

Ripstop ist eine leistungsstarke Faser, die durch eine sehr große Reißfestigkeit beeindruckt. Die in das Material eingewobenen Fäden verstärken den Außenzeltstoff sowohl von kleinen als auch großen Zelten. Auch für Innenzelte wird das hochwertige Material gern verwendet.

Baumwolle

Baumwolle ist ein schwerer Naturstoff, der ein großes Packmaß bedingt. Daher sind Familien- und Gruppenzelte häufig aus Baumwolle hergestellt. Vorteile sind die hohe Atmungsaktivität, die auch das sehr gute Klima im Zeltinnern fördert. Außerdem dichtet sich Baumwolle bei Regen selbst ab. Im Gegenzug trocknet sie aber nur sehr langsam. Sollte ein Baumwollzelt noch feucht verpackt werden, kann es zu Schimmelbildung kommen.

Technical Cotton

Technical Cotton (TC) ist ein Baumwollmischgewebe, das die Atmungsaktivität der Baumwolle mit der Reißfestigkeit der Synthetikstoffe verbindet. Da Material wie Baumwolle schwer ist, eignet es sich größtenteils für große Zelte, die nicht getragen werden müssen. Außerdem trocknet Technical Cotton nur sehr langsam.

Checkliste: Welche Ansprüche hast du an das Material?

Material

Vorteile

Nachteile

Polyester

+ geringe Ausdehnung bei Nässe & Feuchtigkeit
+ schwer entflammbar
- geringe Reißfestigkeit
- relativ schwer und dick
- geringe Atmungsaktivität

Polyamid und Nylon

+ reißfest
+ leichtes Gewicht
+ geringes Packmaß
- dehnt sich bei Feuchtigkeit aus
- geringe Atmungsaktivität

Ripstop

+ sehr große Reißfestigkeit

Baumwolle

+ hohe Atmungsaktivität
+ gutes Zeltklima

- schwer und groß
- trocknet langsam
- es kann zu Schimmelbildung kommen, wenn das Zelt nicht ganz trocken verpackt wird

Technical Cotton

+ Atmungsaktivität durch Baumwollanteil
+ gutes Klima im Innenzelt

- benötigt lange zum Trocknen
- schwer und groß

Innenzeltmaterialien

Innenzelte werden heute meist aus Polyamid oder Meshgewebe hergestellt, je nachdem, ob das Zelt in feuchten oder warmen und trockenen Gebieten zum Einsatz kommt.

Polyamid

Polyamid hat den Vorteil, dass es leicht ist und auch als sehr dünnes Innenzelt mit hoher Reißfestigkeit überzeugt. Für Trips in feuchte und regnerische Regionen ist Polyamid eine gute Wahl, da es wasserabweisend ist und das Material selbst keine Feuchtigkeit aufnimmt. Daher trocknet es schnell ab und kann verpackt werden.

Mesh

Mesh ist eine Art Moskitonetz und kommt daher hauptsächlich in warmen, trockenen Gebieten zum Einsatz. Der Vorteil liegt in seiner hohen Luftdurchlässigkeit, die ein Zirkulieren der Luft ermöglicht. Mesh kann als komplettes Innenzelt oder für einzelne Bereiche des Innenzeltes verarbeitet werden.

Material

Vorteile

Nachteile

Polyamid

+ leicht
+ auch als dünnes Innenzelt sehr reißfest
+ wasserabweisend

- geringe Atmungsaktivität
- besser geeignet für feuchte Gebiete

Mesh

+ sehr hohe Luftdurchlässigkeit

- wasserdurchlässig
- nur für warme, trockene Gebiete geeignet

Beschichtungen

Egal, aus welchem Material das Außenzelt hergestellt wird, wasserdicht wird es nur mit der entsprechenden Beschichtung. Dies gilt aber besonders für künstliche Fasern. Für den Outdoorsport haben sich Beschichtungen aus Silikon oder Polyurethan (PU) als hochwertig erwiesen. Beschichtungen aus PVC, Acryl oder Alubedampfungen kommen hauptsächlich in den unteren Preisklassen zur Verwendung.

  • Polyurethan (PU) hat sich aufgrund seiner hohen Dichte und Flexibilität bewährt. Es wird daher besonders im Bereich des Zeltbodens verwendet. Die Nähte des Zeltes können mit einem speziellen Klebeband gesondert abgedichtet werden, sodass auch diese Schwachstellen keine Feuchtigkeit mehr durchlassen. Auch bei Kälte büßt eine Beschichtung aus PU nichts an Flexibilität ein. Dafür kann sie mit den Jahren etwas spröde werden.
  • Beschichtungen aus Silikon werden meist beidseitig jeweils dreifach auf Außenzelte aus Polyamid-Gewebe aufgetragen. Das erhöht die Reißfestigkeit, die Elastizität und den UV-Schutz des Zeltes. Nähte lassen sich damit aber nur schwer abkleben. Daher müssen die Hersteller spezielle Nahttechniken oder Nahtbänder verwenden, um eine ausreichende Wasserdichte zu erreichen.

  • Preiswerte Beschichtungen, die für hochwertige Zelte nicht genutzt werden, sind PVC (Vinyl), Acryl oder die Alubedampfung. Die Nachteile liegen bei PVC- und Acryl-Beschichtungen darin, dass sie keine lange Lebensdauer haben und bei Kälte schnell brechen, was zu Beschädigungen am Zelt führt. Die Alubedampfung kann entweder außen oder innen im Zelt erfolgen. Wird das Innenzelt bedampft, kann es sein, dass es sich bei Sonneneinstrahlung sehr schnell aufheizt. Wird das Außenzelt bedampft, wird die Lichteinstrahlung verringert und es bleibt kühler im Zelt.

Bestandteile & Zeltzubehör

Das Zelt stabil aufzustellen ist das A & O bei all deinen Outdoortrips. Dazu musst du nicht nur einen geeigneten Platz finden, sondern auch das richtige Equipment haben. Heringe, Zeltunterlage, Abspannleine & Co. sind unerlässlich, egal wo du das Lager aufschlagen willst. Mit dem passenden Zeltzubehör wie Moskitonetz oder Gear Lofts kannst du den Komfort in deinem Zelt zusätzlich erhöhen.

Zeltunterlage / Footprint / Groundsheet

Du kannst viel dafür tun, dass dein Zelt lange lebt. Dazu gehört nicht nur, dass du nach jeder Tour das gute Stück reinigst und kleine Schäden ausbesserst, du kannst schon während deines Trips Schäden verhindern. Die Hersteller von hochwertigen Zelten wie MSR, Hilleberg oder Tatonka bieten daher passend zum Grundriss Zeltunterlagen an, die auch Groundsheet oder Footprint genannt werden.

Mehr als nur Schutz vor Steinen

Die Zeltunterlage ist in erster Linie dazu da, um den Zeltboden vor Beschädigungen zu schützen. Diese können entstehen durch:

  • mechanische Belastungen (Scheuern von Steinen, Ästen, Geröll, Fels o.ä.)
  • Schmutz
  • Baumharze

Unsere Empfehlung für dich lautet: Nutze immer ein Footprint, auch wenn der Boden weich und eben erscheint. Durch das Liegen auf dem Zeltboden oder Schlafbewegungen können Druckpunkte entstehen, die das Material dennoch belasten. So können auch auf vermeintlich harmlosem Boden Schäden zustande kommen. Auch gegen Feuchtigkeit schützt eine Zeltunterlage, indem sie Bodenfeuchtigkeit abhält.

Die richtige Größe - Worauf du beim Kauf achten solltest

Um den größtmöglichen Schutz zu erzielen, darf die Zeltunterlage nicht zu groß sein. Einige Hersteller empfehlen sogar, die Plane ca. 10 cm kleiner zu wählen als den Zeltboden, damit das herablaufende Wasser unter dem Zelt in den Erdboden sickern kann. Auf keinem Fall sollte sie größer sein. Sonst könnte das Wasser sich zwischen Footprint und Zelt sammeln und durch den Zeltboden in das Innere dringen. Eine Zeltunterlage mit Ösen kann dir, wenn du es mit Seilen aufspannst, zusätzlich auch als Tarp oder Sonnensegel dienen.

Heringe

Heringe gehören zum wichtigsten Zubehör, was du benötigst, um dein Zelt aufzustellen. Für festen Stand und einfache Handhabung solltest du Heringe wählen, die

  • leicht und stabil sind und
  • eine Öse haben (um sie leichter wieder aus dem Boden zu ziehen).

Je nach Profil oder Form der Heringe sind sie für unterschiedliche Untergründe einsetzbar. Beim Material kannst du zwischen leichtem Aluminium und Kunststoff sowie Stahl wählen.

  • Heringe aus Aluminium werden am häufigsten eingesetzt, denn sie sind bei sehr geringem Gewicht sehr robust. Solltest du einen Aluminiumhering nicht im Boden versenken können, versuche es bitte nicht mit Gewalt. Wähle lieber eine andere Stelle und verlängere wenn nötig die Abspannleine, um dein Zelt abzuspannen. Hochwertige Zeltnägel werden häufig mit einer gehärteten Aluminiumlegierung versehen. Das macht sie stabil und spart dennoch Gewicht.
  • Heringe aus Stahl sind zwar im Vergleich zu Aluminium schwerer, dafür aber stabiler. Gerade wenn jedes Gramm zählt, sind Stahlheringe nicht die beste Wahl. Sie eignen sich besser für harten oder steinigen Boden. Für Stahlheringe gilt: Je größer die Fläche, desto stabiler steht dein Zelt.
  • Kunststoff kommt bei Heringen seltener zum Einsatz, da es zwar leicht, aber auch unstabil ist. Kunststoffheringe sind daher eher für den entspannten Freizeitbereich geeignet und weniger für alpine Touren.

Wir empfehlen dir, immer ein paar Heringe mehr als zur Basisabsicherung deines Zeltes nötig einzupacken. Am besten bewahrst du deine Heringe separat in einer Tasche auf, so können die spitzen Enden das Material des Zeltes nicht beschädigen.

Profilheringe

Heringe gibt es mit verschiedenen Profilen, die unterschiedlichen Halt bieten. Je nach Bodenbeschaffenheit (weich, hart oder steinig) sind stabilere V- oder Y-Profile besser geeignet als Heringe mit normalem U-Profil.

  • Heringe mit U-Profil sind die Heringe, die du für besonders weiche Böden nutzen kannst. Sie sind gut dazu geeignet, wenn dein Zelt auf Sand, Schnee oder Wiese aufgestellt werden soll. Meist sind sie zudem breiter und mit Flügeln an den Rändern versehen.
  • Heringe mit Y- oder V-Profil sind stabiler und bieten dir dadurch mehr Halt. Wenn du diese Heringe tief genug in den Boden schlagen kannst, sind sie eine gute Allzwecklösung. Für steinigen Boden oder weiche Böden sind sie weniger geeignet.
  • Schnee- und Sandheringe

Heringe für Schnee und Sand unterscheiden sich deutlich von den Standardheringen. Sie sind wesentlich länger und breiter und erzeugen durch Löcher im Profil mehr Halt. Hier können sich Schnee, Eis und Sand durchdrücken und stabilisieren den Hering.

Zeltnägel oder Rockpins

Triffst du auf sehr harten und steinigen Boden, dann solltest du Rockpins bei dir haben. Diese schmalen Zeltnägel sind sehr stabil und werden in den Untergrund oder in kleine Spalten im Boden geschlagen. Am besten nimmst du dazu einen Hammer, oder zur Not einen Stein.

Korkenzieherhering und Grundanker

Wenn du dein Zelt auf sehr weichem Boden, zum Beispiel auf einer Wiese nach Regen, aufschlagen willst, kann es sein, dass die normalen Wald- und Wiesenheringe keinen ausreichenden Halt bieten. Hier kannst du mit einem Korkenzieher-Hering Abhilfe schaffen. Das spiralförmige Ende drehst du einfach in den Boden und erhältst so extremen Halt. Der drehbare Ankerring ermöglicht dir das leichte Anbringen der Abspannleinen. Ein Grundanker funktioniert nach dem gleichem Prinzip. Nachdem du ihn in den Boden gedreht hast, hängst du deine Abspannleine einfach ein.

Schraubhering

Ein Schraubhering funktioniert ähnlich wie ein Korkenzieherhering. Er ist nur wesentlich kleiner und leichter. Schraubheringe sind für weichen und sandigen Boden, aber auch für härtere, steinigere Böden geeignet. Du schraubst ihn einfach in den Boden und am Ende deines Ausflugs drehst du ihn wieder heraus. Durch das dichte Gewinde wird der Untergrund komprimiert und so ausreichend Halt für dein Zelt erzeugt.

Welcher Hering ist für dich der richtige?

Bodenbeschaffenheit

Heringe, die du nutzen kannst

Sehr weicher Boden

Korkenzieherheringe
Grundanker
Schraubenheringe
U-Profilheringe

Weicher Boden

U-Profilheringe

Harter Boden

V-Profilheringe
Schraubheringe

Sehr harter Boden

Rockpins

Sand und Schnee

Schnee- und Sandheringe
U-Profilheringe

Gestänge

Ein Zelt ohne funktionierendes Gestänge aufbauen, wird kaum funktionieren. Für Halt und Stabilität ist das Zeltgestänge unerlässlich. Wenn du dich für ein neues Gestänge entscheidest, dann sollte es auf alle Fälle ein stabiles sein. Materialien wie Stahl, Fiberglas, Aluminium, oder Carbon haben sich bei erfahrenen Outdoorern bewährt.

Gestänge aus Stahl ist robust und sehr stabil. Solltest du dich für dieses Material entscheiden, achte auf eine hochwertige Lackierung, sonst kann sich schnell Rost bilden. Damit das Zeltgestänge viel Gewicht tragen kann, müssen die Eckwinkel sehr gut versteift sein. Die einzelnen Teile verbindest du mit Gummis, Bändern oder Ketten. Du erleichterst dir den Aufbau, wenn die Einzelteile durchnummeriert sind. Gestänge aus Stahl ist zudem preiswert.

  • Ein Zeltgestänge aus Aluminium hat den Vorteil, dass es etwa um die Hälfte leichter ist als Stahl. Um eine optimale Stützkraft zu erzielen, müssen die Gestängeteile aber kräftiger und dicker sein. Gestänge aus Alu ist korrosionsbeständig, unempfindlich und sehr stabil, aber auch teurer.
  • Zeltgestänge aus Fiberglas wird häufig bei modernen Tunnel- oder Kuppelzelten verwendet. Der Vorteil von Fiberglas ist die außerordentliche Biegsamkeit, die der Bauart dieser Zelte zugutekommt. Diese Elastizität erhält Fiberglas durch sein besonderes Herstellungsverfahren. Einzelne Fasern werden mithilfe von Harz verklebt. So kann sich das Zeltgestänge den runden Formen der Zelte anpassen und kehrt dennoch immer wieder in seine Ausgangsposition zurück, wenn du das Zelt abbaust. Fiberglas ist im höheren Preissegment angesiedelt.
  • Zeltgestänge aus Carbon wird seltener verwendet. Es ist sehr robust und leicht, weshalb du es bei extremen Wetterbedingungen nutzen kannst. Da Carbon schnell bricht, musst du beim Auf- und Abbau des Zeltes besonders vorsichtig sein. Außerdem ist Carbon teurer als die anderen Materialien.

Abspannleinen

Abspannleinen gehören zur Sicherung deines Zeltes genauso dazu wie Heringe und Gestänge. Im Gegensatz zu normalen Schnüren sind Abspannleinen wetterfest, sodass sie auch nach einem Einsatz unter extremen Bedingungen nicht ersetzt werden müssen und lange halten. An beiden Enden der Abspannleine sind Laschen angebracht, damit du sie an Hering und Zelt fest machen kannst. Die meisten sind auch in der Länge variabel, sodass sich dein Zelt immer perfekt abspannen lässt. Fluoreszierende Farben sorgen dafür, dass du in der Dämmerung oder nachts nicht darüber stolperst.

6 Tipps, wie du dein Zelt richtig abspannst

  1. Finde zunächst einen guten Platz. Wähle eine windgeschützte Stelle mit festem und trockenem Boden fernab von hohen Felswänden. So bist du vor Wind, Fallwinden und herabstürzenden Steinen geschützt.
  2. Stelle dein Zelt faltenfrei auf, sodass es sich bei Sturm weniger verbiegt und weniger flattert. Achte beim Abspannen darauf, dass Innen- und Außenzelt sich nicht berühren. So kann Kondenswasser einfach ablaufen und die Luftschicht zwischen beiden Zelten wirkt zusätzlich isolierend.
  3. Damit dein Zelt auch bei stürmischem Wetter fest steht, solltest du es immer mit der vollen Länge der Abspannleinen befestigen und mit Heringen im Boden fest verankern. Treibe die Heringe in einem 45° Winkel so tief wie möglich in den Boden, sodass die Abspannleinen in einem rechten Winkel gespannt werden können. Solltest du unsicher sein, ob die Heringe tief genug verankert oder ausreichend sind, kannst du sie zusätzlich mit großen Steinen beschweren.
  4. Bei steigender Luftfeuchtigkeit lohnt sich das Nachspannen, denn Abspannleinen und Außenzelte aus Nylon und Polyamid dehnen sich bei Feuchtigkeit aus und beeinflussen die Stabilität des Zeltes. Das gilt nicht nur für einen Regenschauer, sondern auch bei Einbruch der Nacht oder Nebel, bei welchem die Luftfeuchte ebenfalls ansteigt.
  5. Droht ein Hagelsturm, spanne dein Zelt lieber etwas schwächer ab. So können die einschlagenden Hagelkörner dem Außenzelt weniger Schaden anrichten, weil es flexibler ist und nachgeben kann.
  6. Für Zelte mit separatem Innen- und Außenzelt empfehlen wir dir, das Außenzelt am Gestänge fest zu fixieren. Meist sind dazu auf der Innenseite des Außenzeltes Klettverbindungen angebracht, die du sehr eng um das nächste Gestänge wickelst und fest verschließt. So bleibt dein Zelt auch bei Sturm fest stehen.

Apsis

Eine Apsis ist eine Art Zeltvorraum, indem du dein Equipment und deine Lebensmittel vom Schlafraum getrennt unterbringen kannst. Je nach Größe des Zeltes können mehrere Apsiden vorhanden sein, was den Vorteil mit sich bringt, dass jeder seine eigene hat oder man den Vorraum als Küche oder Aufenthaltsraum nutzen kann. Willst du dein Zelt im Winter aufschlagen, solltest du beim Kauf darauf achten, dass auch die Apsiden mit Schneeklappen versehen sind. So kannst du sie uneingeschränkt nutzen, da sich kein Schnee dort ablagern kann und deine Ausrüstung stets geschützt ist.

Apsidenformen

Apsiden können unterschiedliche  Formen haben. Die Form ist ausschlaggebend für den Platz, den du gewinnen willst, beeinflusst aber auch das Gesamtgewicht, die Stabilität und die Anzahl der Heringe, die zusätzlich benötigt werden.

Eine Dreiecksapsis benötigt nur einen zusätzlichen Hering an der Spitze, die dem Zelteingang gegenüberliegt. Da nur wenig Material benötigt wird, ist sie die leichteste Bauform der Apsiden. Sie ist aber nur bedingt als Stauraum nutzbar, da die Seiten steil abfallen. Die Dreiecksapsis ist zum Kochen nur geeignet, wenn sie mit einer zusätzlichen Aufstellstange hoch gespannt wird.

Die Trapezapsis wird mit zwei Heringen errichtet und bietet mehr Platz als die Dreiecksapsis. Die Seiten können zwischen den Heringen und dem Apsidendach in drei Richtungen geöffnet werden. Das hat für dich den Vorteil, dass es immer einen windabgewandten Eingang in das Zelt gibt. Durch eine zusätzliche Abstellstange kannst du die Höhe des Daches steigern, um in der Apsis zu kochen.

Die Tunnelapsis wird mit bis zu zwei Heringen gespannt und von einer Abstellstange in der Mitte der Apsis getragen. Auf der rechteckigen Grundfläche hast du dann genügend Platz, um dein Equipment unterzubringen und dort bei geöffneter Tür zu kochen. Die Tunnelapsis ist die größte Bauform und damit die schwerste und weniger stabil. Wenn du eine Alpintour machen willst, solltest du überlegen, ob du den Komfort nutzen möchtest oder dich für weniger Gewicht und den kleineren Stellplatz entscheidest.

Alle Apsiden im Überblick

Apsidenform

Gewicht

Stellfläche

erforderliche Heringe

Dreieck

gering

wenig

1

 Trapez

 mittel

 mittel

 2

 Tunnel

 hoch

 viel

 1-2

Tarps

Ein Tarp kann mehr als nur Sonnenschutz. Auch bei Regen und Wind bietet es Schutz oder dient in Notfällen als Zeltersatz. Dank Ösen und Verstärkungen, einer passenden Aufstellstange oder Seilen zum Spannen an Bäumen hast du im Handumdrehen ein Dach über dem Kopf, egal wo du bist. Tarps von Herstellern wie Hilleberg oder Bergans sind flexibel einsetzbar als:

  • Sonnensegel
  • Wind- und Regenschutz
  • Vordach vor dem Zelt oder Wohnwagen
  • Treffpunkt im Basislager
  • zusätzlicher Schutz beim Biwak

Tarp Materialien

Tarps gibt es wie Zelte auch aus unterschiedlichen Materialien und mit verschiedenen Beschichtungen, sodass sie sich für verschiedene Beanspruchungen eignen:

  • Nylon, welches mit Ripstop versehen und mit Silikon beschichtete wurde, ist die optimale Lösung für dich, wenn du bei jedem Wetter in der Natur unterwegs bist. Durch die eingewebten Fäden (Ripstop) ist das Material äußerst reißfest, die Beschichtung sorgt für hohe UV-Beständigkeit. Allerdings ist diese Kunstfaser anfällig für Funkenflug. Die direkte Benutzung neben dem Lagerfeuer kann also zu kleinen Löchern im Material führen.
  • PU-beschichtetes Polyester eignet sich für den gelegentlichen Outdoorsport. Es ist leicht und bietet eine gute Reißfestigkeit.
  • Baumwoll-Mischgewebe sind für heiße Tage eine gute Wahl. Der Baumwollanteil sorgt für ein angenehmes Klima unter dem Tarp. Es ist auch weniger anfällig für Sprühfunken von der Feuerstelle. Allerdings ist ein solches Tarp relativ schwer.

Die Einsatzmöglichkeiten eines Tarps

Ein Tarp ist nicht mit einem Zelt zu vergleichen. Es kann dir zwar auch als Unterschlupf dienen, bietet dir aber weniger Komfort. Dafür ist es jedoch leichter, kleiner und kostet weniger. Gerade aus diesen Gründen kommen sie häufig jedoch zum Einsatz:

  • Ein Tarp als Sonnen- oder Windschutz solltest du in einer hellen Farbe wählen, da es die Sonnenstrahlen besser reflektiert und es darunter kühler bleibt. Mit Abspannleinen kannst du es zwischen zwei Stangen oder Bäumen befestigen und hast so schnell ein Sonnensegel gespannt. Willst du das Tarp als Schattenspender nutzen, achte auf einen hohen UV-Schutz. Das gilt besonders, wenn du es am Strand für Kinder aufbaust.
  • Spannst du dein Tarp als Vorzelt auf, hast du bei Regen mehr trockenen Raum zur Verfügung, in dem du dich aufhalten kannst. So musst du dich an einem regnerischen Tag nicht ins Innere deines Zeltes verkriechen. Das Tarp als Vorzelt kannst du am Zelt oder Wohnwagen befestigen und mit Heringen und Abspannleinen spannen.
  • Das Tarp kann dir auch zum Übernachten dienen. Wenn du keine Ansprüche an einen Rückzugsort wie ein Zelt hast oder die Natur in vollen Zügen genießen willst, kann dir das Tarp als Unterkunft für deinen Outdoor-Trip dienen. Aber auch als Notunterkunft erfüllt es seinen Zweck. Für einen Tagesausflug im Gebirge solltest du es daher immer dabei haben. Plötzlich eintretender Nebel zum Beispiel kann dich daran hindern, den Rückweg anzutreten. Mit einem hochwertigen Tarp, das nur wenig Platz im Gepäck in Anspruch nimmt, kannst du dir für die Nacht so ein provisorisches Lager herrichten und womöglich dein Überleben sichern.

Der richtige Aufbau eines Tarps

Achte beim Kauf darauf, ob Heringe und Abspannleinen enthalten sind. Wir empfehlen dir, immer etwas mehr Abspannmaterial dabei zu haben. So hast du Ersatz, falls mal eine Leine reißt oder ein Hering bricht.

Ein Tarp kann auf verschiedene Weisen aufgebaut werden. Die Stangen können an gegenüberliegenden oder an nebeneinanderliegenden Ecken angebracht werden. Die übrigen Ecken bringst du am Wohnwagen, Zelt oder Bäumen an oder spannst sie direkt mit Heringen am Boden ab. Auch mit einer Schnur kannst du es spannen.

Ösen können das Anbringen an festen Gegenständen mit Schnüren erleichtern. Sollte dein Tarp keine Ösen haben, schneide bitte keine selbst hinein. Das Material bleibt zwar stabil, kann aber weiter aufreißen, wenn es belastet wird. Du kannst die Ecken auch zu Zipfeln zusammennehmen und mit Bändern zusammenbinden. Das hat den gleichen Effekt, beschädigt aber das Tarp nicht.

Was darf’s sein: Tarp oder Zelt?


Tarp

Zelt

 Gewicht

leicht

schwerer

 Platzangebot

 sehr hoch

 mittel

 Windschutz

 sehr gering

 sehr hoch

 Regen- und Schneeschutz

 mittel

 sehr hoch

 Mückenschutz

 nicht vorhanden

 sehr hoch

 Preis

 günstig

 teurer

Zelttaschen

Ordnung ist das halbe Leben. Das gilt auch für deinen Outdoortrip. Um die wichtigsten Sachen immer zur Hand zu haben oder abends die Taschenlampe griffbereit abzulegen, kann eine Zelttasche nützlich sein. Viele Hersteller bieten bereits Zelte mit integrierten Taschen an. Sollten diese nicht ausreichen, können separate Zelttaschen, die auch Gear Lofts oder Netz-Taschen genannt werden, Abhilfe schaffen.

  • Die integrierten Zeltinnentaschen sind direkt mit dem Zelt vernäht. Dies kann ein zusätzlicher Schwachpunkt sein, denn Regenwasser und Feuchtigkeit können, wenn du die Nähte nicht extra abdichtest, hier eindringen und sich im Zelt sammeln. Außerdem sind sie meist nur sehr klein, sodass du sie nur zum Einstecken kleiner Dinge nutzen kannst.
  • Die separaten Zelttaschen helfen dir beim Platz sparen. Gear Lofts oder Netz-Taschen kannst du mit Bändern oder Klettverschlüssen praktisch überall anbringen, zum Beispiel am Gestänge unter dem Zeltdach oder an einer Seitenwand. Durch das Netzmaterial kannst du dort nicht nur deine Taschenlampe als Zeltbeleuchtung einstecken, sondern auch feuchte Kleidung trocknen oder ablegen.
    Zelttaschen

Vorteile

Nachteile

Integrierte Zelttasche

  • keine zusätzlichen Kosten
  • befinden sich in Greifweite
  • meist nur kleine Fächer vorhanden
  • sind die Taschen mit dem Außenzelt vernäht, müssen die Nähte extra abgedichtet werden

Separate Zelttasche

  • können flexibel angebracht werden
  • sparen Platz
  • können als Ablage für Taschenlampe, Utensilien oder zum Trocknen von Kleidung genutzt werden
  • müssen extra gekauft werden
  • befinden sich nicht in unmittelbarer Reichweite

Beleuchtung

Mit einer Zeltlampe kannst du die Natur bis in den späten Abend hinein genießen. Gerade im Winter, wenn es früh dunkel wird, ist die richtige Beleuchtung wichtig. Eine Zeltlaterne zum Beispiel von Black Diamonds wird einfach über einen Haken oder eine Schnalle an die Decke gehängt und erleuchtet dein Zelt ausreichend, sodass du kochen oder lesen kannst. Du hast verschiedene Möglichkeiten, wie du dein Zelt beleuchten kannst:


Vorteile

Nachteile

Hängelampe

  • kann am Zelthimmel befestigt werden
  • Betrieb mit Akku oder Solarpanel möglich
  • leichte Bedienung
  • Akku muss mit Strom oder Sonnenenergie aufgeladen werden
  • Akku muss immer geladen sein
  • relativ teuer

Zeltlaterne

  • starke Lichtleistung durch LED-Leuchtkörper
  • kann am Zelthimmel befestigt werden
  • Betrieb mit Akku oder Batterie
  • lange Ladezeit bei Akkubetrieb
  • Akku sollte stets geladen sein
  • Batterien müssen vorhanden sein

Gasleuchte

  • helles Licht
  • langer Leuchtbetrieb möglich
  • Gasbehälter schnell nachfüllbar
  • offene Flamme erfordert erhöhte Sicherheitsmaßnahmen
  • Nachfüllgas ist teurer
  • als Hängelampe ungeeignet

Moskitonetz

Die freie Natur kannst du mit einem Moskitonetz auch ganz ohne Mücken genießen. Während du dich draußen vor dem Zelt mit Cremes, Sprays und richtiger Kleidung vor Insekten und Stechmücken schützt, ist im Zelt das Moskitonetz die beste Wahl. So haben die lästigen Tierchen gar nicht erst die Möglichkeit in das Zelt hineinzukommen und deine Nachtruhe zu stören. Auf einige Punkte solltest du beim Kauf besonders achten:

  • Hat das Moskitonetz die richtige Größe für dein Zelt?
  • Ist der Eingang überlappend gestaltet?
  • Ist die Maschengröße (mesh per square inch) ausreichend?
  • Lässt sich das Moskitonetz leicht an der Zeltdecke befestigen?
  • Ist das Moskitonetz rundum geschlossen?
  • Welches Material bevorzugst du?

Materialien für Moskitonetze

Das Material hat nicht nur großen Einfluss auf das Klima unter dem Moskitonetz, sondern auch auf den Pflegeaufwand. Während Naturfasern nach dem Waschen wieder in Form gebracht werden müssen, sind Kunstfasern größen- und  formbeständig sowie bügelfrei.

  • Moskitonetze aus Baumwolle mit etwa 600 mesh per square inch sorgen durch ihre Atmungsaktivität für ein angenehmes Klima zum Schlafen. Dafür ist das Naturfasernetz etwas aufwendiger in der Pflege. Beim ersten Waschen laufen diese Netze minimal ein. Wir empfehlen dir, das Moskitonetz nach dem Waschen feucht in Form zu ziehen und aufzuhängen. Anschließend kannst du es noch bügeln. Je nach Größe des Baumwollnetzes kann es relativ schwer werden.
  • Ein Moskitonetz aus Nylon ist ein sehr leichter Mückenschutz, der trotz sehr feiner Maschen (mehr als 1.000 mesh per square inch) eine optimale Luftzirkulation ermöglicht. Besonders für südliche Länder und die Tropen sind Moskitonetze aus sehr dünnen Nylonfäden geeignet. Dort haben Sandfliegen, Stechmücken und Gnitzen keine Chance.
  • Moskitonetze aus Polyester weisen 210 - 230 mesh per square inch auf und schützen so vor Insekten und Mücken. Polyester ist schwerer als Nylon, aber wesentlich leichter als Baumwolle. Sie sind außerdem etwas günstiger als die anderen Materialien.

Schneeklappen / Snowflaps

Bei Schnee auf den Outdoorsport zu verzichten ist keine Option, wenn du beim Kauf deines Zeltes auf Schneeklappen vor den Eingängen geachtet hast. Diese Snowflaps verlängern das Außenzelt am unteren Rand bis auf den Boden. Richtig abgespannt verhindern sie, dass Schnee hereingeweht werden kann und das Zelt von Innen feucht oder dreckig wird.

Zeltpflege: Tipps zur optimalen Pflege deines Zeltes

Bei jeder Outdoor Ausrüstung gilt: vor der Tour ist nach dem Ausflug. Bei Funktionskleidung, Fahrrad, Kletterequipment oder Trekkingausstattung muss immens auf die Pflege geachtet werden. So verhält es sich auch bei Zelten. Die Zeltpflege ist zwar nicht immer die Lieblingsaufgabe nach einem anstrengenden Ausflug, trägt aber entscheidend zur Lebensdauer des Unterschlupfs bei. Wir haben nützliche Tipps für dich zusammengestellt, wie die Zeltpflege am besten und schnellsten funktioniert. So hast du noch lange Zeit Spaß an jedem deiner Zelte!

Vor der Tour: Rechtzeitig reagieren

Nichts ist ärgerlicher, als mitten in der Natur zu stehen und festzustellen, dass dein Zelt einen Defekt hat. Löcher oder kaputte Reißverschlüsse verhindern oftmals erholsame Nächte unter dem Sternenhimmel. Einige Tage bevor du deinen Outdoor Ausflug beginnst, solltest du deswegen sämtliches Equipment sorgfältig kontrollieren. Nur so kannst du absolut sicher sein, dass keine bösen Überraschungen auftauchen. Einige Punkte vor dem Start deiner Tour müssen also beachtet werden:

  1. Material überprüfen - Die Reißverschlüsse müssen auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden, ebenso wie Boden- und Außenwände. Zudem solltest du checken, ob Heringe, Abspannleinen und das Gestänge vollständig vorhanden sind. Falls einige Elemente fehlen, kannst du rechtzeitig reagieren und für passenden Ersatz sorgen.
  2. Versiegeln - Gerade wenn du ein neues Zelt besitzt, sollte es unbedingt gründlich mit Nahtversiegelung behandelt werden. Speziell Nähte, die nicht verklebt sind, müssen wasserdicht gemacht werden. Besitzer eines etwas älteren Zeltes sollten Nähte nach einer gewissen Nutzungszeit behandeln. Den Zeitrahmen kannst du dabei individuell festlegen. Wenn undichte Stellen auftreten, solltest du aber sofort handeln!
  3. Aufbau testen - Dieser Tipp ist vor allem für alle Outdoor Neulinge: teste den Zeltaufbau bevor du zu deinem Ausflug aufbrichst! Auch Besitzer eines neuen Zeltes sollten vor dem Start den Aufbau üben. Etwaige Schäden können so frühzeitig erkannt werden und eine ungefähre Zeitvorstellung für den Aufbau erhältst du ebenso. Bei Regen oder Sturm wirst du sehr froh sein, wenn alle Handgriffe beim Zeltaufbau perfekt sitzen.
  4. Reparatur-Set einstecken - Gerade auf Trekking Ausflügen wird jedes Gramm an Gepäck eingespart. Auf ein Reparatur-Set für dein Zelt solltest du aber nicht verzichten! Mit einem Basis-Reparaturset besitzt du bereits das nötige Equipment, um Risse oder Löcher zu flicken. Eine Ersatzschnur oder leichte Ersatzzeltnägel sind ebenso kein schlechter Einfall und passen problemlos in das Reparatur-Set.

Checkliste vor der Tour: Kannst du alle diese Fragen mit Ja beantworten?

  • Wurde das Zelt auf Löcher und kaputte Reißverschlüsse getestet?
  • Ist das Equipment um Heringe, Abspannleinen und Gestänge vollständig?
  • Hast du dein Zelt versiegelt und auf Wasserdichtigkeit überprüft?
  • Klappt der Zeltaufbau ohne größere Probleme?
  • Ist das Reparatur-Set für dein Zelt im Gepäck?

Während der Tour: Tipps für dein mobiles Zuhause

Ob längerer Trip durch Natur, Camping-Urlaub oder Festivalwochenende: Zeltpflege während der Tour sollte niemals unterschätzt werden. Im Zweifelsfall kann das sehr unangenehme Konsequenzen haben. Mit unseren Tipps bist du bestens vorbereitet:

Der richtige Lagerplatz

Deinen Lagerplatz solltest du unbedingt mit Bedacht wählen!

  1. Achte darauf, dass der Ort eine ebene Fläche und frei von Ästen und spitzen Steinen ist. Im Zweifelsfall solltest du vor dem Zeltaufschlagen kurz probeliegen.
  2. Halt dich von felsigem Untergrund und Mulden in denen sich Wasser bildet unbedingt fern!
  3. Vermeide es, direkt unter Bäumen dein Zelt aufzuschlagen! Klebriges Harz und herabfallende Äste zerstören dein Zelt sehr schnell.
  4. Richte den Zelteingang nach Osten aus und nicht in Richtung Westen. So startest du mit der Morgensonne in den Tag und bist vor dem Westwind geschützt.
  5. Ein Schattenplatz fungiert als natürliche Kühlung. Stell dein Zelt niemals in die pralle Sonne!
  6. Große Steine oder kleinere Hügel schützen dein Zelt vor starkem Wind. Aber Achtung: Gerade in Felsnähe ist es schwer, Heringe im Boden zu platzieren. Achte deswegen immer auf die Bodenbeschaffenheit!

Unterlage

Für den Zeltboden solltest du immer eine passende Unterlage verwenden. So profitierst du von zusätzlichem Schutz vor Nässe, Schmutz und Löchern. Der Zeltboden passt aufgrund seines geringen Gewichts ohne Probleme in den Rucksack. Du solltest immer bedenken: eine neue Zeltunterlage ist viel günstiger, als einen kompletten Zeltboden zu reparieren. Spare deswegen nicht am falschen Ende!

Zeltzubehör

Beim Aufbau spielt vor allem das Zelt-Equipment eine wichtige Rolle. Gestängebögen sind beim Auf- und Abbau in die dafür vorgesehenen Kanäle zu schieben. Abspannleinen solltest du auf ein vernünftiges Maß kürzen. So sparst du einiges an Gewicht und verhinderst, dass sich die Leinen verheddern. Zeltheringe solltest du niemals mit roher Gewalt in den Boden schlagen, da sie sich sonst verformen oder sogar brechen. Ein kleiner Heringshammer eignet sich prima für diesen Job und erleichtert die Arbeit.

Belüftung

In der Nacht solltest du für ausreichend Luftzirkulation im Zelt sorgen. Die Ventilationsklappe muss auch in kälteren Nächten geöffnet sein, sonst kondensieren Atem und Schweiß an der Innenseite des Zeltes.

Tipp: Lüfte jeden Morgen dein mobiles Zuhause gut durch bis es trocken ist.

Auf Ordnung achten

Auch beim Auspacken der Rucksäcke und Taschen gibt es einige Tricks, die dir das Campen angenehmer gestalten.

  • Kleider und Essen an separaten Orten verstauen.
  • Die Taschenlampe sollte innerhalb des Zeltes immer greifbereit sein.
  • Verstaue persönliche Gegenstände wie Brille oder Toilettenpapier immer am selben Ort.
  • Der Campingkocher gehört nichts in Zelt! Platziere ihn an einer windgeschützten Steinplatte und entferne alle brennbaren Gegenstände aus der Nähe.

Zelt zusammenpacken

Auch das Zusammenpacken gehört zur optimalen Pflege des Zeltes. Dein mobiles Zuhause sollte immer sauber, trocken und mit geschlossenen Reißverschlüssen eingepackt werden. Du musst dein Zelt übrigens nicht geometrisch sauber zusammenfalten, sondern kannst es einfach in den zugehörigen Packsack stopfen. Die Reihenfolge ist für den nächsten Ausflug wichtig: Zunächst kommen die Zeltstangen in den Packsack, dann folgen Außen- und Innenzelt. Falls das Außenzelt noch nass ist, verstau es unbedingt separat.

Checkliste: Kannst du alle diese Fragen mit Ja beantworten?

  • Ist der Lagerplatz auf einer flachen Ebene, ohne Steine, Äste oder Mulden unterhalb des Zeltbodens?
  • Hast du einen Platz unter Bäumen vermieden?
  • Ist das Zelt zur windabgewandten Seite ausgerichtet?
  • Ist ein Schattenplatz in der Nähe, wo du dein Zelt aufschlagen kannst?
  • Kannst du hinter einem  großen Stein Schutz vor Wind finden?
  • Sitzen die Heringe richtig fest und sind nicht verbogen?
  • Wurde die Zeltunterlage für den Zeltboden verwendet?
  • Achtest du auf ausreichend Belüftung in der Nacht?
  • Ist wichtiges Equipment (wie Taschenlampe oder Brille) im Zelt sofort griffbereit?

Nach der Tour: Auf richtige Zeltpflege achten

Endlich in den eignen vier Wänden angekommen, solltest du schon an den nächsten Ausflug denken. Denn die richtige Zeltpflege vereinfacht es dir unheimlich, vor dem nächsten Trip unangenehm überrascht zu werden.

Auf Schäden überprüfen

Ebenso wie vor der Tour gilt auch nach dem Ausflug: checke dein Zelt auf etwaige Schäden! Außerdem lohnt es sich das Equipment auf Vollständigkeit zu überprüfen. So vermeidest du böse Überraschungen vor der nächsten Reise in die Natur.

Reinigen

Sand hat im Zelt nichts verloren und gehört vor der Lagerung entfernt. Verunreinigungen kannst du einfach und schnell mit einem Schwamm und lauwarmen Wasser abwaschen. Waschmittel oder Chemikalien sind nicht nötig und beschädigen nur die wasserdichte Beschichtung des Zeltes. Mit einer alten Zahnbürste lassen sich übrigens hervorragend die Reißverschlüsse reinigen. Achtung: Ein Zelt gehört niemals in die Waschmaschine!

Auslüften

Nach jeder Tour muss dein Zelt ein bis zwei Tage gründlich auslüften. So verhinderst du, dass sich unangenehme Gerüche oder Feuchtigkeit festsetzen. Dafür ist es ausreichend, das komplette Zelt einfach über die Wäscheleine zu hängen.

Lagerung

Das Zelt wird erst verstaut wenn es komplett getrocknet und gut ausgelüftet ist. Die richtige Lagerung ist für viele Camper banal, aber trotzdem sehr wichtig. Achte darauf, dass das Zelt an einem trockenen, luftigen und sonnigen Ort verstaut wird. Wer Außen- und Innenzelt separat lagern kann, sollte dies ruhig umsetzen. So reiben sich die unterschiedlichen Materialien nicht gegenseitig auf.

Checkliste: Kannst du alle diese Fragen mit Ja beantworten?

  • Ist das Equipment vollständig und funktionsfähig?
  • Kannst du das Zelt mit einem Schwamm und warmen Wasser reinigen?
  • Wurde das Zelt nach der Reinigung ausreichend gelüftet?
  • Liegt das Zelt an einem luftigen, trockenen Ort mit viel Licht?
  • Falls die Möglichkeit besteht: Können Außen- und Innenzelt separat gelagert werden?

Zelthersteller – Fakten und Interessantes

Coleman – Vom Gaslampen-Hersteller zum Outdoor-Ausrüster

Das Unternehmen Coleman wurde 1900 von WC Coleman gegründet. Der Geschäftsmann machte sich bereits 1905 mit seinen innovativen Gaslampen einen Namen, die sogar auf Landebahnen zum Einsatz kamen. Als ab den 50er-Jahren Camping zum Urlaubstrend wurde, boomte das Geschäft mit Camping- und Sportartikeln. Der Name Coleman wurde ab sofort zum Synonym für Spaß im Freien, für Outdoor-Zubehör und hochwertige Zelte.

Eureka! – Der Erstbesteiger des Mt. Everest setzte auf ein Eureka-Zelt

Eureka besteht seit 1895 und produziert seither Zelte von außergewöhnlicher Qualität. Sir Edmund Hillary, der Erstbesteiger des Mount Everest, vertraute 1960 einem Eureka-Zelt. Auch kann sich das Unternehmen damit rühmen, dass Eureka-Zelte bei vielen weiteren Himalaya-Expeditionen zum Einsatz kamen und den Ansprüchen der Bergsteiger gerecht wurde. Heute finden Outdoor-Fans bei Eureka zahlreiche Zeltmodelle – vom ultraleichtleichten Trekkingzelte über robuste Expeditionszelte bis hin zum geräumigen Familienzelt.

Exped – Nachhaltige Produkte für Expeditionisten

Das 1983 gegründete Schweizer Unternehmen Exped ist in 23 Ländern vertreten. Nachhaltige Produkte, Minimalismus, Funktionalität und raffinierte Details zeichnen diese Marken-Produkte aus. Im Bereich Zelte bietet Exped vom kleinen Tarp über Expeditionzelte bis hin zum komfortablen Basecamp alle Zeltmodelle an, die der Expeditionist für seine jeweiligen Einsatzzwecke benötigt.

 

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