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Island: Eine Reise voller surrealer Bilder

Schaf„Land der Gegensätze“ erscheint mir als treffende Bezeichnung dafür, wie Simon und ich Island im vergangenem September erlebten. Ein wunderschöner Flecken Erde, der nicht nur von Vulkanen und Gletschern geformt, sondern auch von diesen beherrscht wird und jene Macht, durch seine ästhetische Erhabenheit und reine Naturgewalt, auch auf den Menschen zu übertragen weiß.

Warum Island?

Irgendwann treffen wohl die meisten auf jemanden, der schon mal in Island war. Und sofern man weder der Region, noch der entpsrechenden Art des Reisens abgeneigt ist, kann sich bestimmt niemand der Faszination entziehen, die den Erzählungen jener Urlaubserfahrungen innewohnt.

So ging es auch uns. Von Berichten aus dem Freundeskreis angestachelt und traumhaften Bildern vollends entflammt, war es lediglich eine Frage der Zeit, bis wir Island bereisten.

Unsere Tour

Vom 5. – 24. September 2014 waren wir mit Rucksack und Zelt im Südwesten der Insel unterwegs, haben die Hauptstadt erkundet und zu Fuß einen kleinen Teil dieser faszinierenden Landschaft bereist.

Der Laugavegurinn, zurecht wegen seiner Schönheit angepriesen, wird meist von Norden nach Süden bewandert. Wir entschieden uns, zum einen wegen des Busfahrplans, zum anderen aus „Sturheit“, bewusst dagegen und so führte unsere Route von Skógar über Þórsmörk nach Landmannalaugar. Vorteil hierbei war zum Einen, dass wir größtenteils allein wanderten und dabei dennoch angenehme Begegnungen hatten. Zum Anderen erfreuten wir uns am Rückenwind und der Aussicht eines belohnenden (und sicher nötigen) Bades im Hotpot am Ende der Strecke.

Man sollte sich von den beschaulichen grünen Hügeln in Skógar nicht täuschen lassen. Noch vor unserem Nachtquartier auf einer Höhe von nur etwas über 1000 m zierte eine dicke Schneedecke die Landschaft und machte deutlich, dass gute Bergstiefel und Stöcke nicht fehlen sollten.

Max’ Mondreise

Auch auf dem Abstieg nach Þórsmörk am Folgetag begleitete uns der Schnee über die Anfangsstrecke hinweg und paart sich mit Vulkangestein und schwarzer Asche zu einem surrealen Bild.

Um am Ende der zweiten Etappe Þórsmörk auch tatsächlich zu erreichen muss die Krossá gefurtet werden. Hier sind nicht nur, wie überhaupt beim Queren von Flüssen, Stöcke und Sandalen erforderlich, sondern auch eine gehörige Portion Übersicht. Der Gletscherfluss ist recht verzweigt und je nach geführter Wassermenge sind auch eventuell verzeichnete Brücken nicht benutzbar.

Der anschließende Laugavegurinn beeindruckt durch die Weite und Einsamkeit seiner Umgebung, deren Färbung vor allem durch Asche und Moosflächen bestimmt ist. Hier fühlt man sich manchmal, als sei man auf dem Mond unterwegs und genießt einen weitreichenden Ausblick auf die umliegende Berglandschaft.

Den abschließenden Abstieg nach Landmannalaugar begingen wir bei heftigem Schneesturm, der die Tour um eine weitere Wetter-Facette bereicherte und auch am folgenden Tag wiederkehren sollte.

Da saßen wir jedoch schon im lang ersehnten Hotpot und spürten, mit Schnee in den Haaren und von heißem Wasser umspült, vor allem eines aufs Neue – Die Gegensätze Islands.


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