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Ecuador – Abwechslungsreiches kleines Land

Meine Tour
Im April 1999 ging es für ein halbes Jahr nach Südamerika. Fast 4 Monate davon verbrachten wir in Ecuador. Wir waren begeistert von der Vielseitigkeit: Einsame Strände, Regenwald, Fünftausender, Orient. Ausschließlich per Bus wurden die Strecken zurückgelegt und nur beim 3-wöchigen Busstreik ging es eine zeitlang per Anhalter und zum Schluß gezwungener Maßen per Pedes weiter. Nach Ecuador ging es weiter Richtung Peru und Bolivien.

Warum ECUADOR
Da wir beide kein Spanisch sprachen, entschieden wir uns für Südamerika. In Otavalo rüsteten wir uns in 3 Wochen mit dem notwendigen Spanisch für unsere Reise.
Auf Ecuador traf die Wahl, da es mit das kleinste Land in Südamerika ist und von unserem gewohnten Lebensstandard mit am weitesten entfernt. Doch finden kann man ihn auch in Ecuador. Dieses Land ist geprägt von den krassen Gegensätzen in der Bevölkerung, seiner vielseitigen Natur und vor allem seinen netten Menschen.
Was Sie schon immer über ECUADOR wissen wollten…

Wie verträgt man das Essen?
Das unangenehmste als Erstes: Nach im Schnitt 3 Wochen hat man für ein bis zwei Tage massiv Probleme mit der Nahrungsaufnahme und Verdauung. Danach spielt es sich ein und man kommt wieder unbeschwert über den Tag. Das Beste ist natürlich: Salate, Eis, ungewaschenes Obst und frisch gepresste Säfte zu meiden…

Hat man Anpassungsprobleme?
Quito liegt auf 2850m im Schnitt ü.M. Wir hatten am ersten Tag etwas Probleme die kleinen Hügel der Stadt zu nehmen. Doch bereits am zweiten Tag ging es besser. Man kann bei Ankunft auch erst einmal an die Küste zum Ausspannen. Ein sehr empfehlenswerter Ort ist Muisne. Eine vorgelagerte autofreie Insel mit kleinem Palmengesäumten Strand. Dahinter Fischrestaurants und kleine Hostels. Danach ist man akklimatisiert.

Kann man problemlos Reisen im Orient?
Ja. Auf zwei Strecken geht es täglich per Bus von Quito aus in den Orient. Wir haben den Bogen geschlagen über Lago Agrio, Coca, Tena und Puyo. Aufpassen sollte man bei der Wahl der Hostels. Einmal teilten wir unser Zimmer mit 5cm großen Kakalaken. Unbeschwerten Aufenthalt dagegen hatten wir bei einer im Bus kennen gelernten Familie in einer kleinen Comunidad bei La Joya de las Sachas.

Was ist sehenswert?
Geht man von Attraktionen aus: Otavalo mit seinem Poncho Plaza. Banos mit seinem bedrohlichen, aber leicht zu besteigenden, aktivem Vulkan. Ansonsten Cuenca von seiner Architektur, der Orient mit seinem teilweise noch vorhandenem Primärwald. Das Tal um Vilcabamba. Und natürlich Quito mit seinen Gegensätzen. Die Altstadt fast frei von Touristen durchzogen von kolonialer Architektur und die Neustadt mit allen möglichen Touristenattraktionen und einer uns vertrauten Skyline. Nicht zu vergessen sind die Galapagos-Inseln. Hier ist jedoch eine geführte Tour ein muss.

Ist Kriminalität ein Problem?
Es gibt einige Orte, wo verstärkt Touristen Opfer von Überfällen geworden sind. Darauf weisen aber die Reiseführer und auch die Einheimischen hin. In dem Fall sollte man mit dem Taxi die Besichtigung vornehmen. Aber Größtenteils reichen die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, um sich vor Taschendieben zu schützen. In fast jedem Hostel gibt es die Möglichkeit, Wertsachen einzuschließen. Wir hatten während unserer Inlandsreisen oft einen Großteil unseres Bargeldes und die Flugtickets in Quito zurückgelassen.

Kurzreisen?
Bei einem Jahresurlaub von 3 Wochen sollte man sich vorher ausgiebig über die aktuelle politische Situation informieren. Wir trafen Leute, die bei dem 3-wöchigen Generalstreik ihren Urlaub in Ecuador und damit in Quito verbrachten. Da die Gegensätze zwischen Weißen und Indigenas noch sehr krass sind, werden politische Auseinandersetzungen mit aller Härte ausgefochten.

Reiseliteratur?
Wer reisen auch immer mit entspanntem Lesen verbindet, sollte ein Buch mitnehmen. Dies dürfte dann aber auch schon reichen. Wir tauschten rege unsere Bücher in kleinen Cafe´s. In Bücherregalen stehen nach Sprachen sortiert die Bücher, die andere Touristen zurückließen. Meist ist das Angebot sehr vielschichtig.


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