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Indian transportation: Seekrankheit in öffentlichen Bussen

Meine Tour
Oktober/November 2002: Eine Rundreise durch Südindien mit Zug und Bus haben wir gemacht. Von Mumbai(Bombay) aus sind wir mit dem Zug nach Chennai(Madras) an der Südostküste im Bundesstaat Tamil Nadu, dann durch die Nilgiri-Berge zur Westseite nach Kochi/Ernakulam in Kerala, um schließlich über Hampi und Goa nach Mumbai zurückzukehren.

Warum INDIEN
In unserem Falle sehr einfach: Wir waren auf 2 Hochzeiten eingeladen… Aber in jedem Fall lohnt sich Indien, wenn man der deutschen Novemberdepression entkommen und bei 25-30 Grad ein sehr fremdes, aber sicheres Land mit unglaublicher Kultur und Natur, schönen Menschen in schönen Kleidern und leckerem Essen kennen lernen möchte.

Was Sie schon immer über SÜDINDIEN wissen wollten…
Warum nach Süd- und nicht nach Nordindien?
Im Süden gibt es offenbar weniger Tourismus, und weniger seiner negativen Folgen. Während unserer Tour hat fast niemand versucht, stundenlang hinter uns herzulaufen, um uns sein Hotel aufzuschwatzen oder uns irgendwie zu betrügen – alles Erlebnisse, die ich öfters von Rajasthan-Reisenden gehört habe.

Kann man in Südindien wandern?
Ja, aber es ist nicht so einfach. Die Nilgiri-Berge in Kerala und die Berge in Karnataka sind hoch genug für schöne Aussichten, aber den GR 45 Goa-Sri Lanka hat noch keiner gebaut. Mit anderen Worten: Man kann Tagestouren machen, aber längere Tourenwege haben wir nicht gefunden. Darüber hinaus ist die Gegend noch immer recht unberührter Dschungel mit reichhaltiger Fauna – wir haben beim Körpercheck nach einer kleinen Dschungeldurchquerung erst einmal die Blutegel von unseren Körpern gelesen. Für richtige Dschungeltouren braucht man einen Führer, was man dann auch sehr schnell einsieht.

Wie reist man in der Gegend?
Zwischen den großen Städten gibt es spottbillige Züge, allerdings sind sie im Herbst oft hoffnungslos ausgebucht (insbesondere, wenn man nicht 1. Klasse reisen will). Kleinere Fahrten kann man ruhig mit dem Bus machen, es gibt komfortable Sleeper-Busse für Reiche und Touristen. Öffentliche Busse sind viel billiger, aber man sollte auf einiges gefasst sein. Die Busfahrer meistern Serpentinenstrassen, indem sie uneinsichtige Kurven eben mit besonders hoher Geschwindigkeit hinter sich bringen. Und wer einmal den Fehler gemacht hat, sich die (besonders amplitudenstarke) Rückbank eines solchen Busses für indische Huckelpisten ausgewählt zu haben, der wird sich nie mehr vor Schiffsüberfahrten in Orkanen und ähnlichem fürchten.

Und das Essen?
Unverzichtbar! Es braucht schon einige Gewöhnung, Reisfladen in scharfer, scharfer Soße als Frühstück lieben zu lernen, aber: Wer nie mit Indern Thali aß, weiß nicht, wie gut sie speisen! Und: je runtergekommener (und voller) das Restaurant, desto besser das Essen. Meistens essen sowieso alle Leute dasselbe (nämlich Thali), und so entpuppen sich auch Speisekarten als unnötiger Luxus. Meine Innereien haben sich nur ein einziges Mal gemeldet, als ich in einem von Stromausfall betroffenen Restaurant intelligenter Weise ein großes Glas Lassi (bestehend aus Yoghurt und Milch) bestellte. Eine weitere große kulinarische Überraschung war Kaffee. In Südindien trinkt man kaum Tee, sondern akrobatisch von Becher zu Becher gegossenen unglaublich leckeren Milchkaffee, der jeden französischen Brasseriebesitzer blass vor Neid werden lässt.

Was sollte man auf keinen Fall verpassen?
Südindien ist allein schon wegen seiner beeindruckenden Tempel, von denen in so ziemlich jedem Dorf in Tamil Nadu einer steht, eine Reise wert. Wem das zu viel wird, der kann sich zum Beispiel im Periyar Nationalpark im Nilgiri-Gebirge und rund um die Kaffeeplantagen in Madikeri (Karnataka) mit wilder Natur umgeben. In den Backwaters in Kerala kann man auf ausgedehnten Stechbootfahrten durch tropische Flüsschen und Kanäle den schönsten Spreewald jenseits der Lausitz genießen. Und überall dazwischen findet man freundliche, ehrliche und offene Menschen, mit denen man stundenlang über die Welt im Allgemeinen und Cricket im Besonderen diskutieren kann.


Eine Antwort auf Indian transportation: Seekrankheit in öffentlichen Bussen

  1. pit says:

    coole Reise

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