Nordkalifornien und Nevada – Eine Runde mit dem Rad

von , 25. Januar 2023

 

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Nordkalifornien und Nevada – Eine Runde mit dem Rad

Nach zwei Jahren Verzögerung war es Mitte September 2022 endlich so weit, eine Reise nach Nordamerika, noch dazu das erste Mal mit dem Fahrrad, stand auf der Agenda. Eine weitere Verzögerung um zwei Wochen trat ein, als der Flug 3 Tage vor Anflug storniert worden war. Den ursprünglichen Plan, den Zug von San Francisco nach Grand Junction/Colorado zu nehmen, und ab dort bald auf dem Highway 50 zurück zu fahren, cancelte ich wegen der sehr hohen Temperaturen im Great Basin. Ich gedachte nun, 2 ½ Wochen auf dem Pacific Coast Highway bis Seattle oder Vancouver zu radeln und ab dort den Zug zurück zu nehmen. Aber es kam dann doch etwas anders.

Pacific Coast Highway

Ich landete nachmittags in San Francisco, nahm den unbeschadeten Radkoffer in Empfang, wuchtete mich nebst diesem in die Metro nach Downtown und dann ins Quartier, setzte das Rad zusammen, ging noch eine Runde um den Block, und dann ins Bett. Ein logistisches Problem namens „wo lasse ich den Koffer“ löste ich am nächsten Vormittag. Das Hotel weigerte sich, ihn für gute zwei Wochen aufzubewahren, aber glücklicherweise antwortete mir ein Radladen um die Ecke auf eine Anfrage hin positiv, und so brachte ich ihn dort hin. Am Mittag rollte ich über die Golden Gate Bridge und fuhr in guter Stimmung mit erstaunlich viel auf und ab(1700 hm auf 130 km) mal mehr, mal weniger am Pazifik entlang, nach Norden.

pacific-coast-usaDie Sonne schien, der Wind kam von vorne und die Fahrt war meistens entspannt auf dem breiten Standstreifen. Gen Abend bei Bodega Bay fand ich einen State Park zum Übernachten, wo ich zwei anderen Radreisenden begegnete, er kam von Norden, sie aus dem Süden. Sie traf ich am nächsten Tag immer wieder und streckenweise fuhren wir zusammen.

pacific-coast-highwayWegen schlechter Wetterprognosen und wenig Zeit hatte sie aber vor, ins Binnenland einzudrehen. Ich kam gut voran auf dem Highway 1 und erreichte abends Mendocino, und auf dem State Park-Campground wurde ich neben drei anderen Reiseradlern, aus Norden kommend, von den RV-Nachbarn zum Grillen eingeladen. Neben dem sehr leckeren Essen gab es auch aufschlussreiche und interessante Unterhaltungen. Der Pacific Coast Highway machte bald einen Schwenker von der Küste weg in den Redwoods State Park, wo ich am nächsten Abend wiederum auf einem State Park-Campground mein Zelt aufschlug. Und dann kam sie, die Schlechtwetterfront. Weiterfahren auf einer schmalen, von Trucks hochfrequentierten Waldstraße bei Sturm und Dauerregen erschien mir wenig ratsam, den Tag im Zelt zu verbringen ebensowenig. Also nahm ich mir kurzentschlossen ein Hüttchen, lungerte herum, und ging etwas spazieren. Am nächsten Tag lichtete sich das grau, die Sonne kam bald heraus und ich fuhr weiter, auf der „Avenue of the Giants“ mit seinen imposanten, teilweise über 2000 Jahre alten Mammutbäumen.

Avenue-of-the-Giants-mammutbäume

Planänderung

Und, ich hatte bezüglich meiner weiteren Route umdisponiert. Statt mit permanentem Gegenwind und nicht so abwechslungsreicher Szenerie weiter am Pazifik entlang zu fahren, wollte ich nun über das Küstengebirge nach Redding, von dort weiter in den nordöstlichsten Zipfel Kaliforniens, über Reno einen Schwenker durch Nevada drehen und dann – weitersehen. Also verließ ich kurz vor Eureka den Pacific Coast Highway und fuhr auf einer Nebenstraße nach Osten. Bald schon schlug ich mein Zelt halbwild an einem Bach auf, wurde prompt von kleinen Nagetieren belästigt, so dass ich auf die Geröllbank umzog, wo sie sich offensichtlich nicht hintrauten.

bikepacking-usa

Lang waren die Anstiege am nächsten Tag, die Abfahrten rasant und ziemlich gut, hin und wieder regnete es, ich kam gut voran und zeltete in einem State Park in einer von einem Waldbrand aus dem Vorjahr gezeichneten Gegend. Am nächsten Morgen galt es noch einen letzten Anstieg im Nebel zu meistern, um dann auf einer sehr kleinen, kaum befahrenen Straße nach Redding zu rollen. Dort hatte ich vor, mir mal ein Zimmer zu nehmen, was sich aber mit einer Einladung von einer radfahraffinen Zufallsbekanntschaft in einem Café erübrigt hatte. Bei strahlendem Sonnenschein ging es am nächsten Tag weiter Richtung Nordosten, erst auf einer Nebenstraße, dann auf einer vielbefahrenen, die noch dazu oft keinen Standstreifen hatte, wie ordinäre Bundesstraßen. Kurzum, es war etwas anstrengend, obwohl der durchschnittliche Autofahrer hier etwas rücksichtsvoller fuhr. Noch dazu ging es stetig bergauf, zwischen Lassen National Forest und Mount Shasta. Diesen hatte ich beim letzten Besuch versucht im Winter zu besteigen, erfolglos ob der hohen Lawinengefahr. Nun zeigte er sich strahlend weiß immer wieder und sehr prominent. Ich übernachtete am Pit River auf einem vom BLM(Bureau of Land Management) verwalteten Platz.

bikepacking-usa-campingAm nächsten Tag wurde das Terrain etwas flacher und es fuhr sich flüssig. Kurz vor Alturas bog ich auf eine Schotterpiste nach Norden ab um zu einem Zeltplatz im Modoc National Forest zu kommen, die Fahrt auf der Wellblechpiste machte wenig Spaß, aber dafür hatte ich den Campground für mich allein. Diesen Umweg hätte ich mir allerdings sparen können, da ich am nächsten Tag direkt in Alturas einen Zeltplatz sah. Ohne viel auf und ab fuhr ich nach Süden auf dem kaum befahrenen HW 395 bis kurz vor Susanville, wo ich bei Sonnenuntergang auf einen RV-Park traf, der mich obwohl ich nicht über ein solches verfügte, zelten ließ, noch dazu zu einem ermäßigten Preis.

Nevada

Dann ging es nach Reno, die Straße wurde 4-6-spurig und auf dem sehr breiten Standstreifen fuhr es sich exquisit. Ich nahm mir ein Zimmer für eine Nacht.

reno-bikepacking-usaAm nächsten Tag machte ich den Fehler, der Offline-Navigations-App zu vertrauen, die mich auf den Interstate 80 schickte, wo Fahrräder verboten sind, was mir aber erst zu spät bewusst wurde. Ich kam nicht mit Gesetzeshütern in Konflikt, aber die Fahrt auf dem hochfrequentierten Highway war alles andere als gemütlich: lange Lastzüge donnerten pausenlos an mir vorbei, der schmale Standstreifen war von alten Reifenteilen übersäht und weit und breit kein Exit in Sicht. Ich erhöhte meine Geschwindigkeit um möglichst bald aus der Gefahrenzone zu gelangen. Irgendwann kam eine Ausfahrt, die ich selbstverständlich auch nahm. So musste ich noch eine kleinere Gebirgskette überwinden, um dann auf den Highway 50, „the loneliest road in america“, zu kommen.

bikepacking-usa-kalifornien-nevadaIhrem Namen machte sie bald alle Ehre, die Landschaft war schön monoton, Kampfpiloten der Navy übten hoch am blauen Himmel und im Tiefflug ihr Können, und ich rollte bergauf und bergab und genoss es. Zwischendurch traf ich auf das Support-Team eines organisierten Radrennens, die mich mit Energie-Gels versorgten, da sie davon dank großzügiger Sponsoren viel zu viel dabei hatten. Zudem stellte ich fest, dass mein Hinterrad etwas Luft verlor, so dass ich hier auch gleich meinen Reifen, professionell mit Montageständer, flickte. Ich kam, wie meistens, gut voran und erreichte am Abend nach knapp 200 Kilometern Middlegate, ein Trailerpark mit Tankstelle, Bar und Restaurant, und der Möglichkeit zu zelten, mitten im Nirgendwo.

yosemite-bikepacking-usaIch traf hier einen anderen Radreisenden, dessen Absicht es war, bis an die Ostküste zu fahren. Wir tranken Bier, beim Holen von Nachschub eilte mir mein Ruf als „the crazy german“ ob meiner Tagesetappe voraus, und am nächsten Morgen sah ich ihn nicht noch einmal, da er eine relativ anstrengende Etappe vor sich hatte und sehr früh gestartet war.

bikepacking-usa-campingDafür, ich war kurz davor aufzubrechen, kam das Supportteam vom Vortag an. Wieder gab es Energie-Gels und Riegel und nette Unterhaltungen bevor ich weiterfuhr. Nach Süden führte nun wieder eine sehr leere Straße, mit imposanter Landschaft und sehr weitem Horizont. Ich musste relativ viel Wasser transportieren, da die Wege zwischen Servicepoints wie Tankstellen teilweise sehr lang oder unbekannt waren. Den Highway 95 verließ ich gen Abend wieder nach Westen, wo ich am Wegesrand nächtigte. Früh fuhr ich weiter und traf, kurz vor einer größeren Kreuzung, auf eine Straßenbaustelle und wurde vom Flagger gestoppt. Die junge Frau mit Stopp-Schild, Hund und Pistole am Gürtel, die die Arbeit auf solchen Baustellen den Jobs in der Stadt, nicht zuletzt wegen der guten Bezahlung vorzog, versorgte mich mit Wasser und Getränkepulver, funkte mit den Pilot-Cars wegen meiner Passage, und ließ mich ohne ein solches passieren. So fuhr ich dann eine Anhöhe hinauf, auf welche eine lange Abfahrt folgte, und schon befand ich mich wieder in Kalifornien.

Über die Sierra Nevada…

Die Landschaft blieb ähnlich, ich passierte Bishop, wo ich wieder nach Norden eindrehte und über der Stadt einen Campground fand. Die ersten Kilometer am nächsten Tag fuhr ich auf malerischen leeren Straßen westlich des HW 395, aber auch später auf diesem fuhr es sich prima, lange Auf- und Abfahrten, viel Platz auf dem Standstreifen, ich machte einen Schlenker nach Mammoth Lakes zur Post um die Postkartenabonnenten zu bedienen und war schon bald am Mono Lake.

bikepacking-usa-nevada-kalifornienDa es erst Nachmittag war, beschloss ich noch die Tioga Pass Road zum Yosemite-Nationalpark mit knackigen Anstiegen und Gegenwind zu erklimmen, und bei Sonnenuntergang fand ich einen Campground kurz vor dem Nationalparkstor auf über 3000 müm. Die Nacht war frostig, früh startete ich am nächsten Morgen, zahlte Nationalparkseintritt, und ballerte nun in knapp 3h durch den Park. Ins Tal fuhr ich, Touristenmassen meidend, nicht hinab, da ich es schon kannte. Stattdessen genoss ich lange Abfahrten, die Belohnung für die Mühen des Vortages, und nach knapp 200 Kilometern fand ich einen RV-Park unweit von Sonora.

..ins Central Valley, San Francisco, Rückreise

Ich hatte nun vor, entlang der Sierra Nevada nach Norden zu fahren, gab diesen Plan angesichts der schmalen, vielbefahrenen Straße aber auf. Stattdessen bog ich nach Westen ins Central Valley ab.

bikepacking-usaHier gab es kaum Steigungen, sehr gerade Straßen mit wenig Verkehr, endlose Obst- und Weinplantagen und Gemüsefelder. Ich nächtigte in einem Hain hinter Sacramento, machte, da ich noch zwei Puffertage zu verbraten hatte, einen Schwenker nach Norden bis Williams, fuhr nach einer Übernachtung durch das Napa-Valley bis kurz vor Vallejo, wo ich illegalerweise in einem State Park direkt an der Bay campierte.

bikepacking-usaDas Zelt baute ich erst im Dunkeln auf, die wenigen Angler, Jogger oder Radfahrer, die den Park auch zu später oder früher Stunde noch nutzten, grüßten und störten sich nicht an meiner Anwesenheit, nicht wie so oft in der BRD, wo man sich tagtäglich des Eindrucks kaum erwehren kann, dass mindestens die Hälfte der Bevölkerung wenn nicht Bullen, so doch gerne Lehrer wären.

bikepacking-usa-san-franciscoKurz war der Weg zur Fähre am nächsten Tag, allerdings verloren beide Reifen etwas Luft, zum Flicken war ich zu faul, also pumpte ich nach. Die Fahrt über die Bay war ziemlich zügig, ich landete am Ferry Building, rollte die Market Street hinauf ins Quartier, holte den Koffer hab, wo ich einen Rabatt erhielt, da ich von unterwegs wie gewünscht Fotos geschickt hatte, spazierte durch bekannte Straßen, kaufte hier und da eine Kleinigkeit, blieb eine Nacht und fuhr am nächsten Mittag zum Airport. Zum Glück sehr zeitig, einer der Piloten war erkrankt und der Flug auf den nächsten Nachmittag verschoben worden. Vor die Wahl gestellt, eine Nacht im Nirgendwo in einem Hotel zu verbringen und am nächsten Tag zu fliegen, oder ein Taxi für die ungefähr einstündige Fahrt nach San Jose zu nehmen, um von dort noch am selben Tag zu fliegen, entschied ich mich für Zweites. Der gute Sitzplatz im Riesenluftbus war nun leider futsch, da ich nicht der einzige war, der umgebucht worden war.

Diese Tour war auf jeden Fall eine der besseren der letzten Jahre; es gab epische und abwechselnde Landschaften, epische leere Straßen und ebenso epische weite Horizonte, freundliche und hilfsbereite Menschen allerorten und das Wetter war auch ziemlich… episch. I’ll be back!

Dank an Marketstreetcycles in San Francisco für’s Aufbewahren des Koffers, Donny für Kost und Logis in Redding, das „Oatbran“-Supportteam auf den Straßen Nevadas und an alle, die durch ihre kleinen und großen Liebenswürdigkeiten diese Reise zu einer äußerst angenehmen gemacht haben.

Land und Leute:

Das hierzulande gern bemühte Vorurteil, das der ideelle Gesamtamerikaner durch aufgesetzte, also falsche Freundlichkeit glänzen würde, bewies sich einmal mehr als absolut falsch, weil sie wirklich geradezu regelhaft freundlich, hilfsbereit und offen sind. Ich wurde fast immer bei Stopps, sei es in Supermärkten, wo ich auf Nachfrage selbstverständlich mein Rad mit hineinnehmen durfte, an Tankstellen, wo es um das woher und wohin ging, oder einfach am Wegesrand stets offen, verbunden mit dem ernsthaften Interesse an meinem Tun, begleitet. Gigantische Lastzüge fuhren rücksichtsvoll, oft vollzogen sie einen Spurwechsel, obwohl ich auf dem sehr breiten Standstreifen fuhr, auch grüßten die Fahrer oft, was verbissen dreinblickende, schwer bepackte andere Reiseradler, Indizien weisen auf eine zentralmitteleuropäischer Provenienz, nicht fertigbrachten. Überholen wurde auf schmalen Straßen durch Hupen angekündigt. Wasser erhielt ich öfter in wasserarmen Gegenden, oder auf Campgrounds ohne Trinkwasser. Die Erklärung des Coast-to-Coast Radlers war, dass es so etwas wie Grundsolidarität unter „road people“, also allen, die unterwegs sind, geben würde, was durchaus einiges, aber nicht alles erklären würde.

Die Straßen haben oft genug Platz auf dem Standstreifen, hin und wieder änderte ich meine Route, wenn es sich zu anstrengend (hohe Verkehrsdichte o.ä.)fuhr. Interstates sollten vermieden werden. Generell gibt es wenig Überlandradfahrer, aber, wie mir oft zugesichert worden ist, es werden mehr, so dass davon auszugehen ist, dass sich Autofahrer an diesen Anblick gewöhnen. Es gibt ein Netzwerk von Radrouten und auch ganz gute Landkarten hier: adventurecycling.org

Flug mit Fahrrad:

Wer sein Rad mit ins Flugzeug nehmen will, möge sich vorher umfassend informieren, wieviel dies kostet. Bei den meisten US-Airlines gilt das Rad als Gepäckstück, wenn es unter 23 kg wiegt, der Rest muss dann ins Handgepäck passen, wo auch schwere Teile (Pedale bspw.)transportiert werden können. Fast alle europäischen Airlines verlangen Extragebühren, die – Obacht – auch bei Codesharing-Flügen anfallen (Bsp.: Bei American Airlines-Flügen, die von Finnair durchgeführt werden, gelten die Finnairpreise). Die löbliche Ausnahme: British Airways. Der Radkoffer ist einfach das Aufgabegepäckstück von Berlin nach London und von da über den Atlantik. Wichtig ist, bei der Airline das Großgepäckstück wegen begrenzter Kapazitäten vorher anzumelden.

Schlafen und Essen:

Oft fuhr ich Campgrounds an, die von verschiedenen Behörden verwaltet werden (State, County, BLM(föderal)). Sie sind sehr simpel ausgestattet, manchmal gab es einen Host, manchmal Trinkwasser, oft musste man auf freiwilliger Basis bezahlen, oft gab es einen ggü. Motortouristen ermäßigten Hike-and-Bike-Tarif von 5-10 Dollar. Wildzelten ist in sehr eingezäunten Teilen Kaliforniens fast unmöglich, im Central Valley in riesigen Wein-oder Obsthainen machbar, in der Wüste Nevadas sowieso. Die übliche Vorsicht ist angeraten, wie erst bei anbrechender Dunkelheit campieren und möglichst früh wieder abzuhauen. Die Versorgung mit frischen Lebensmitteln jenseits von raren Bevölkerungsschwerpunkten ist schwierig und beschränkt sich auf Tankstellenessen wie Chips, Schokoriegel, Donuts. Kurzum, Junk, der aber gleich wieder – der Energiebedarf verdreifacht sich ungefähr bei ca.150 Kilometern pro Tag – verbrannt wird, also seinen Zweck erfüllt. Hin und wieder gibt es sogar guten Kaffee jenseits der Endlos-Refill-Filterplörre, und ebenso guten Kuchen. In manchen Gegenden kommt das Leitungswasser aus Tanks und sollte nicht getrunken werden; in diesem Fall gibt es in der Regel einen Hahn für Trinkwasser an dem Softdrinkautomaten. Im Zweifel einfach fragen.

Ausrüstung:

Wie in Portugal fuhr ich wieder meinen Crosser („Wass? Ameerika? Der war doch schon im Ruhestand!“ – die Vorbesitzerin)mit 35mm Straßenbereifung, was ziemlich optimal war. Der Belag der Straßen ist rauer als gewohnt, und der Abrieb war nach über 2500 Kilometern durchaus frappierend. Zudem war ich froh, vor der Tour noch am Antrieb geschraubt zu haben um auf eine 1:1-Übersetzung zu kommen, da die Anstiege durchaus knackig waren. Zum Wassertransport hatte ich im Rahmen zwei kleine Flaschen, am Sattel zwei große, und wenn es eine Übernachtung mit anschließender ungewisser nächster Quelle gab, füllte ich noch meinen Hydrapak Seeker 2L, zumindest halb. Der Flüssigkeitsbedarf bei über 30 Grad Celsius und trockener Luft ist doch relativ groß und die Distanzen zwischen Versorgungspunkten können locker mal 150 Kilometer betragen. Sichtbarkeit durch Kleidung oder Beleuchtung ist wichtig, gerade bei Fahrten in der Dämmerung, bei Gegenlicht, bei schlechtem Wetter oder in Wäldern, weil Radfahrer auf Überlandstraßen selten und ungewohnt sind. Zelt war das Nemo Hornet 1, Schlafsack der Western Mountaineering Flylite, Isomatte die Neoair Xlite, alles gut, leicht und bewährt.

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Immer eine Reise wert: Der zentrale Tien Shan

von , 1. Dezember 2022

kirgistan-tien-shan-packraftingEine für den Herbst 2021 anvisierte weitere pandemiebedingte halbseriöse Unternehmung wie „irgendwas mit dem Fahrrad in Südosteuropa“ ersetzte ich mit einer Reise in den kirgisischen Teil des Tien Shan. Warum? Weil die Einreise relativ unaufwendig möglich war, und ich vor allem mal wieder weiter weg wollte. Zudem war mir diese Weltecke aus drei vorherigen Reisen in guter Erinnerung.

Routine

Landung in Bishkek in den frühen Morgenstunden, Taxi zum Zapadnui Avtovoksal, Marshrutka nach Karakol, in Karakol in der Gagarinstrasse bei „Visit Karakol“ den Propusk für das Grenzgebiet abholen, Gaskartuschen kaufen – und nach einer weiteren Fahrt bis Schachta (Jirgalan) befand ich mich in den Nachmittagsstunden an meinem Startpunkt. So routiniert diese Anreise auch funktioniert, umso erstaunter bin ich nach wie vor, wie mittels moderner Verkehrsmittel innerhalb kurzer Zeit große Distanzen zurückgelegt werden können – soeben noch in Mitteleuropa, jetzt am Fuße des Himmelsgebirges. Zeit hatte ich nunmehr gute zwei Wochen, wie beim letzten Besuch war mein Ziel der Zentraltienshan mit einer langen Anmarschroute ähnlich der von den ersten Entdeckern gewählten, und zusätzlich zur Ausrüstung und  Proviant schleppte ich mein Packraft mit allem was dazu gehört auch noch mit.

Anmarsch

Am Dorfrand von Schachta atmete ich erstmal durch, schnürte die Stiefel, neugierigen Kindern versuchte ich zu erklären, warum ich Paddel mit mir herumtrage, das Gepäck wurde umgepackt und los ging es – immer am Bach entlang, einige Jurten passieren und wenige Stunden später das Nachtlager aufschlagen. Am nächsten Tag endete bald die Piste und wurde zum Pfad, ich querte zwei Pässe, wobei ich beim zweiten aus Versehen nicht nach Osten, sondern nach Norden abbog, was mir dann viel zu spät auffiel. Die Last im Rücken riet mir davon ab, den Pass wieder hinaufzusteigen. So machte ich unfreiwillig einen Schlenker durch unbekannte Täler um am nächsten Tag wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Der Blick von einem Pass auf die Marmorflanken des fernen Khan Tengri, den ich beim letzten Mal hatte, blieb aber leider von Wolken versperrt.

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Die Nächte waren schon relativ kalt und ich ärgerte mich, einen etwas zu dünnen Schlafsack mitgenommen zu haben, aber so musste ich mir eben mehr anziehen. Weitere zwei Tage später erreichte ich Etchkili-Tash, wo ich ordnungsgemäß den Propusk zeigte und zur Attraktion des kleinen militärischen Außenpostens wurde. Dann lief ich am Sary-Dzhaz flußaufwärts, immer wieder Hirten auf Pferden begegnend, denen ich mein woher und wohin erklärte.

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Packrafting und Raftpacking

Der Fluss sah nicht unbefahrbar aus, mit mutmaßlich ein paar riskanten Stellen, so dass ich am nächsten Tag mein Glück versuchte. Und es klappte ziemlich gut, das Tempo des Gletscherabflusses war meist mäßig, es gab wenig Hindernisse und die Yaks erschreckten sich am Flussrand. Kurz vor Etchkili-Tash stieg ich allerdings schon wieder aus, weil ich weiter nach Süden wollte und das beginnende Wildwasser eindeutig eine Nummer zu wild war. So folgte ich dem Tjup, überquerte den Tjuz-Pass, wo sich das Panorama auf den Inylchek-Gletscher und die ihn umgebenden Gipfel öffnete. Nach endlos scheinendem Abstieg erreichte ich das Ufer und blieb hier zwei Nächte um mal etwas zu entspannen.

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Nicht wie beim letzten Besuch, als ich dem Inylchek-Gletscher ein paar Kilometer nach Osten folgte, versuchte ich den Inylchek-Fluß zu befahren, was ich aber nach wenigen hundert Metern aufgab: zu schnell, zu verblockt, zu unübersichtlich, zu gefährlich. Also packte ich das Boot wieder ein und zottelte zu Fuß weiter. Bei At-Dshailoo bog ich wiederum gen Süden ab, ging am Pik Alexander von Humboldt vorbei ins letzte Tal meiner Tour um mein Glück auf dem Kaindy zu versuchen. Dies war nun der beste aller drei Flüsse:

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nicht so träge wie der Sary-Dzhaz, sondern sehr dynamisch, nicht so verblockt wie der Inylchek und überschaubarer. Kurzum, es machte unglaublichen Spaß: das Finden der besten Bahn, das meistern von Hindernissen, Blöcken, Kehrwellen, kurze Trage- oder Treidelpassagen. Die Schafe am Ufer ergriffen die Flucht und die Hirten staunten und winkten als ich an Ihnen vorbeischoss. Regelmäßig musste ich kurz halten, da trotz Spritzdecke doch immer wieder etwas zu viel Wasser ins Boot gelangte. Nun, auch dieser Spaß hatte zu bald ein Ende, da leider auch dieses Flüsschen zu gefährlich wurde. Also lief ich wieder und kampierte kurz bevor der Kaindy in den Sary-Dzhaz mündet. Am letzten Tag der Tour hatte ich zwei Ziele: heiße Quellen und bestenfalls in Inylchek einen Transport nach Karakol zu ergattern.

Der Weg zurück

Die heißen Quellen waren eine unglaubliche Wohltat, noch dazu vor einem nicht zu verachtendem Panorama einschließlich dunkler aufziehender Wolken.

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Inylchek ist eine Geisterstadt, ich erreichte die Brücke und hielt nach Verkehr Ausschau. Ich spielte mit dem Gedanken, wie lange ich wohl zu Fuß nach Karakol brauchen würde. Aber dann näherte sich ein roter alter Audi, aber in die falsche Richtung fahrend, hielt an, ich erklärte meine Absicht, wurde mit dem Versprechen, dass sein Sohn heute noch nach Karakol fahren würde eingeladen, erst ins Auto, dann in das Haus des älteren Mannes, erhielt Speis und Trank, und nach einigen Stunden des Wartens ging es los, in einem japanischen Allradfahrzeug. Ich saß vorne links und fuhr nicht, was etwas gewöhnungsbedürftig war, und die Frau mit zwei Kindern saßen hinten. Kurz vor dem Pass passierte es dann, ein Reifen platzte. Ich half beim Reifenwechsel im Nieselregen, der dann bei der Weiterfahrt zu Schnee wurde und erst kurz vor Karakol wieder in Regen überging. Mein Absprung aus dem Gebirge war also ziemlich pünktlich vor dem Wintereinbruch vollzogen.

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Der Fahrer – bei dem es sich um den gleichen wie bei meinem letzten Besuch handelte, wie es mir aber erst bei der Verabschiedung dämmerte – erhielt ein ordentliches Trinkgeld, ich suchte eine Gaststätte auf um mal richtig zu essen, bestellte viel zu viel und schaffte natürlich nicht alles, und begab mich in‘s Quartier wo ich zwei Nächte blieb. Am nächsten Tag gab es Regen und Schnee und ich bummelte durch’s Städtchen. Der darauffolgende Morgen erglänzte in strahlendem Sonnenschein, klarem blauen Himmel und den frisch eingeschneiten Bergen der Umgebung, so dass ich sehr früh zum Fotografieren das Haus verließ, was sich auch gelohnt hat.

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Bishkek

Gegen Mittag nahm ich die Marshrutka nach Bishkek wo ich wiederum auch noch ein paar Tage verbrachte. Es hatte sich verändert, und nicht nur zum Positiven: hässliche Malls und viel zu große neue Moscheen, erbaut mithilfe kräftiger Finanzspritzen von Staaten mit dubiosen politischen und religiösen Interessen. Aber, nichtsdestotrotz bleibt der Eindruck, dass das seit Jahrtausenden prägendste 70 Jahre Sowjetunion waren: Brautpaare Pilgern am Hochzeitstag zum Denkmal für den Großen Vaterländischen Krieg, Statuen werden liebevoll erhalten und auch mal in gold angestrichen, in der Mall werden Hits von Kino (DIE Sowjet-Band der 1980er Jahre) im Remix gespielt und am Frunse-Denkmal wird der fotografierende Tourist gefragt, ob er denn wisse, wen er da fotografiere. Auch das Frunse-Museum besuchte ich und fuhr eine Runde mit dem Riesenrad.  Kurzum, ich genoss die irgendwie vertraut gewordene Fremde.

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Am Morgen des Abflugs fiel dann auch der erste Schnee in Bishkek. Der Rückflug war ereignisarm, unter mir zog die kasachische Steppe dahin und die Reste des Aralsees sah ich auch. Und beim Abflug aus Istanbul erlebte ich das zweite Mal in meinem Leben einen „rejected take-Off“, aber nach weniger als zwei Stunden wurde alles umgeladen und das neue Flugzeug hob ab.

Ein Fazit sei mir erlaubt. Ich hatte gehofft, mehr Zeit auf dem Wasser zu verbringen, wusste allerdings nicht, was mich erwartet, da es stündlich aktualisierte Wasserstandsmeldungen für diese Gegend nicht gibt. So war ich in dieser menschenleeren Gegend sehr vorsichtig. Aufwand und Nutzen des Bootes standen also in keinem proportionalem Verhältnis. Die Tour war trotzdem ganz gut, bloß ist es wie beim Bergsteigen: die Risiken bei einer Solounternehmung müssen anders kalkuliert werden.

 

Shortcuts:

Transport und Land und Leute:

Flüge sind zur Zeit nur über Istanbul möglich. Der Personennah- und Fernverkehr im Land wird lückenlos von Marshrutkas gewährleistet, außer in sehr abgeschiedenen Gebieten, wo sich aber auch immer irgendwas ergibt. Kirgistan erlebte ich immer als sehr freundliches Land mit ebensolchen Bewohnern. Unter den ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken dürfte es das demokratischste sein, nie erlebte ich Bedrohliches oder Beamte, die für was auch immer geschmiert werden wollten, oder für irgendwas „Protokol“ und „Schtraf“ forderten, wie im benachbarten Kasachstan. Zudem ist, zumindest der Norden, von Islamisten und deren Umtrieben verschont geblieben, und selbst die kleinen, neuen Dorfmoscheen die ich sah, sahen nicht nach viel Betrieb aus.

Der Tien Shan hat eine Ausdehnung von 2500 KM und zieht sich weit nach China hinein, wobei sich die höchsten Erhebungen im Grenzgebiet befinden, für welches der erwähnte „Propusk“ benötigt wird.

Karten

Vom DAV gibt es die Karten „Khan Tengri“ und „Inylchek/Tien Shan“ die ganz gut sind.

Ausrüstung

Normale Trekkingausrüstung. Ein Trockenanzug ist wegen der kalten Gletscherabflüsse ratsam.

Philipp

 

Paddeln mit einem Weltmeister – Camp4 Outdoor Academy

von , 25. Oktober 2022

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Platsch! Und ich liege im Wasser!

Dabei hatte ich nur ganz langsam den Steg losgelassen. Das ist aber auch ein verdammt schmales Boot. Ich passe gerade mal so hinein. Und meine lieben Kollegen haben Spaß beim Zuschauen. Bei Frank sah das nicht so kompliziert aus. Aber Frank, jahrelanger Leistungssportler, mehrfacher Weltmeister und „Mitglied“ der berühmten Fischer-Familie mit Schwester Birgit, Tochter Fanny und Schwiegersohn Ronny, die alle die Medaillen nur so horten.

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Aber von vorn.

Im Rahmen unserer Outdoor Academy sind wir Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in kleinen Gruppen draußen unterwegs um Ausrüstung zu testen, sich selbst weiterzubilden, auszuprobieren und Neues zu lernen. Dieses Mal besteht die Gruppe aus unseren erfahrenen Kollegen, die beim klettern, bergsteigen, wintertouring, biken, paddeln Erfahrungen auf unterschiedlichem Level haben. Nicht so einfach, denen noch was beizubringen :-) Aber die Idee Seekajaks im Meer zu fahren, fand große Begeisterung. Und wer ist fast verwachsen mit nem Boot und kennt noch die geheimsten Tricks ? Genau – Frank Fischer, Inhaber von „KanuConnection“ in Berlin und wie bereits beschrieben ein echter Paddelprofi!

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Die Gegend um die Insel Riems unweit von Greifswald ist ein wunderschönes Paddelrevier. Wir können im ruhigen Boddenwasser Paddelschläge, kentern und wieder einsteigen üben und uns ganz entspannt an die Wellen der Ostsee herantasten. Die Boote und nötige Sicherheitsausrüstung leihen wir vor Ort und ein traumhafter Platz zum zelten am Wasser ist beim Naturerlebnispark auch gefunden.

ostsee-paddel-camp4-outdooracademy-seekajaksUnd so ist der erste Tag auf dem Wasser auch schnell vorbei, wir paddeln zurück zum Zeltplatz und Frank sagt so nebenbei, übrigens ich habe mein Rennkajak dabei, wer Lust hat mal etwas Tempo auf dem Wasser zu machen, kann sich ausprobieren. Locker in einer Hand trägt er das Boot und zeigt uns das Fahren – in voller Klamottenmontur – er empfiehlt noch das Paddel immer in Bewegung zu halten da das Boot leicht kippt.

Tja und so liege ich nun sofort im Wasser, vorausschauend nur in Badesachen eingestiegen. Aber meine Kollegen geben die gleiche Vorstellung, niemandem von uns gelingt es in dem Rennboot ohne Fixierung einfach zu sitzen, an fahren ist gar nicht zu denken.

Noch lange am Abend diskutieren wir unsere Badeeinlagen und Franks lässiges Einsteigen.

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ostsee-paddel-camp4-outdooracademy-kochen-kaffeeAm nächsten Morgen starten wir zur Tour, wir wollen durch den Strelasund zur Insel Rügen und dort ein Stück an der Küste entlang paddeln. Zelte abbauen, alles in die Boote verstauen und dann geht‘s ab Richtung Wellen. In der Fahrrinne vom Strelasund sind auch die großen Ostseedampfer unterwegs, die Wellen bauen sich auf und man sollte schon wissen, was man da tut.

ostsee-paddel-camp4-outdooracademyUnsere Boote tauchen in die Wellen, das Wasser schwappt über unsere Spritzdecken und Rügen fest im Blick, kreuzen wir die Fahrrinne.

ostsee-paddel-camp4-outdooracademy-seekajaksEin tolles Gefühl, um uns das Blau der Ostsee, Wind im Gesicht und über uns der weite Himmel. Und so landen wir alle wohlbehalten am Palmer Ort auf Rügen mit einem breiten Grinsen im Gesicht an – geschafft! Die weitere Route entlang der Küste ist landschaftlich schön. Wir halten uns wegen der Wellen dicht am Ufer  und erreichen am Nachmittag den Zeltplatz Rügen-Pritzwald.

ostsee-paddel-camp4-outdooracademyNach einem weiteren schönen Abend am Ufer der Ostsee packen wir am Morgen schon fast routiniert die Boote. Mit einem Schlenker nach Norden biegen wir danach Richtung Süden ab und paddeln zurück Richtung Riems. Der kurze Trip ist leider viel zu schnell vorbei denn noch während wir die Wellen und das Schaukeln auf dem Wasser genießen, wird das Festland immer deutlicher sichtbar.

ostsee-paddel-camp4-outdooracademy-seekajaksUnd dann stehen wir auch schon wieder auf dem Festland. Boote ausräumen, säubern und zurück geben, alles Gepäck ins Auto und wir verlassen dieses schöne Fleckchen Mecklenburg-Vorpommern Richtung Berlin. Auf der Autobahn kreisen die Gedanken…. ja unbedingt wiederholen – paddeln auf dem Meer kann süchtig machen!

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Camp4 Outdoor Academy im Ötztal

von , 22. Februar 2022

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Im Herbst 2021 sind wir – 8 Mitarbeiter des Camp4 – ins Ötztal aufgebrochen, um unser doch recht unterschiedliches Outdoor-Wissen zu erweitern und aufzufrischen. Jeder von uns hat verschiedenste Erfahrungen außerhalb der eigenen Komfortzonen gemacht. Und so hatten wir drei Tage und Nächte Zeit für regen Austausch.

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Camp4 Outdoor Academy: Wintertour im Erzgebirge

von , 14. Februar 2022

titelbild wintertour

Meine bisherigen Touren gingen zwar schon des Öfteren in den Norden, aber immer im Sommer. Was schon mal die eine oder andere kühlere Nacht und auch ein paar Schneefelder mit sich brachte. Aber immer, wenn etwas mehr Schnee im Spiel war, ging ich respektvoll zurück. Trotzdem und gerade deswegen musste ich nicht einmal eine Zehntelsekunde lang überlegen, als mich Enrico fragte, ob ich mit auf die Wintertour möchte. Natürlich!

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Interview: Die rasante Großglockner-Besteigung von Henrik und Ramesh

von , 1. November 2021

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An einem schönen Sommermorgen kamen unsere Kollegen Henrik und Ramesh mit strahlenden Gesichtern ins Camp4 und begannen zu erzählen: Von hohen Bergen, von einer schlaflosen Nacht und von einer Großglockner-Besteigung in nur 1,5 Tagen. Wow, da staunten wir alle nicht schlecht! Jetzt verraten die beiden im Interview, wie die Tour geklappt hat und was sie beim nächsten Mal anders machen würden.

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Die CAMP4 Outdoor Academy – Ultraleicht-Trekking

von , 8. Juli 2021

Titelbild Ultraleicht-Tour

Eine Trekkingtour mit einem 5-Kilo-Rucksack? Ja, das geht! Weiterlesen

Wandern, Paddeln und Lagerfeuer – unsere Teamfahrt 2020

von , 6. November 2020

titelbild teamfahrt

Dieses Jahr verschlug uns unsere Teamfahrt ins wilde Brandenburg. Ja, richtig gelesen, auch in Brandenburg gibt es wilde Ecken. Weiterlesen

So war die „OutDoor“ 2018 in Friedrichshafen

von , 30. Juli 2018

Alljährlich pilgert die Outdoorgemeinde aus ganz Europa nach Friedrichshafen zur wichtigsten Messe der Branche in ganz Europa. Gezeigt werden Weltneuheiten, Produktupdates und Dinge, über die so mancher nur den Kopf schüttelt.

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Auf Exkursion nach Irland

von , 26. September 2016

sliderMartin und Maarten von Bach hatten zu einem Werksbesuch eingeladen und Cascade Designs war auch mit dabei. Drei Tage Irland, drei Werksbesuche und einen Tag wandern? Da sag ich nicht ‚Nein‘. Auf ging es zur Produktion von Bach Rucksäcken, Therm-a-Rest Isomatten und Schneeschuhen von MSR. Gibt es auch alles im CAMP4!

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