{"id":986,"date":"2011-10-10T14:54:12","date_gmt":"2011-10-10T12:54:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=986"},"modified":"2024-06-26T16:08:27","modified_gmt":"2024-06-26T14:08:27","slug":"sudamerika-peru-cornelius","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/sudamerika-peru-cornelius\/","title":{"rendered":"Kondore, Alpakas und gebratene Meerschweinchen"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><strong>Meine Tour<\/strong><br \/>\nIn Peru waren wir zu zweit 5 Wochen lang unterwegs. Von Lima aus tourten wir durch den S\u00fcden, besuchten\u00a0 das beeindruckende, von schneebedeckten Vulkanen umgebene Arequipa und den Canon del Colca, den tiefsten Canon der Welt. <!--more-->Weiter ging es nach Cusco, die alte Hauptstadt der Inkas und durch das Tal der Inkas (Urubambatal) bis zum magischsten Ort der Welt: Macchu Pichu. Von Puno aus folgte eine Tour auf dem Titicacasee zu den Inseln Amantani und Taquile. Ein Abstecher nach Bolivien f\u00fchrte uns zudem nach La Paz, der h\u00f6chsten Hauptstadt der Welt. Vor dem R\u00fcckflug widmeten wir uns noch der Gro\u00dfstadt Lima, die vor allem sehr laut und schmutzig und durch gro\u00dfe Gegens\u00e4tze zwischen arm und reich gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p><strong>Warum PERU<\/strong><br \/>\nPeru ist ein faszinierendes Land mit extrem unterschiedlichen Klimaten und Vegetationszonen. W\u00e4hrend im Westen der Pazifik tost und an w\u00fcstige K\u00fcstenstreifen st\u00f6\u00dft, raubt einem das Andenmassiv aufgrund seiner H\u00f6he die Luft zum Atmen, bevor das Relief in ein nimmerm\u00fcdes Gr\u00fcn des Amazonasbeckens \u00fcberflie\u00dft. Die enorme Freundlichkeit der Menschen und auch die Gastfreundschaft, die uns vor allem in weniger touristischen Gegenden zuteil wurde, machen das Land zus\u00e4tzlich zu einem lohnenden Reiseziel.<\/p>\n<p><strong>Was Sie schon immer \u00fcber PERU wissen wollten&#8230;<\/strong><br \/>\n<strong>Ist Reisen in Peru gef\u00e4hrlich?<br \/>\n<\/strong>Da Peru ein sehr armes Land ist, ist der Anreiz zum Diebstahl leider hoch. Wenn man sich an gewisse Regeln h\u00e4lt, kann man aber kleinkriminellen \u00dcbergriffen vorbeugen. Die Kamera l\u00e4sst man nicht auf seinem Bauch baumeln, das Tagesequipment geh\u00f6rt in eine bequeme, am besten verschlie\u00dfbare Umh\u00e4ngetasche, die mit dem Arm abgeschirmt wird. In Touristenzentren gehen Taschendiebe sehr trickreich vor, so dass dort besondere Vorsicht geboten ist, insbesondere an allen Busterminals und Bahnh\u00f6fen sowie auf M\u00e4rkten. Mehrere Fotokopien von P\u00e4ssen und Flugtickets machen und untereinander tauschen. Dokumente nicht unn\u00f6tig mit herum tragen sondern im Hotel gegen Beleg in die Sicherheitsbewahrung. Gro\u00dfe Rucks\u00e4cke k\u00f6nnen in die obligatorischen Aufbewahrungsr\u00e4ume eingeschlossen werden, die jedes Hotel haben muss.<\/p>\n<p><strong>Sind Geschenke willkommen?<\/strong><br \/>\n\u00dcber Geschenke freut sich prinzipiell erst einmal jeder Mensch. Gerade auch den Stra\u00dfenkindern kann man eine Freude machen, wenn man etwas zu verschenken hat. S\u00fc\u00dfigkeiten haben dabei immer etwas Zwiesp\u00e4ltiges, denn einerseits sind sie am meisten begehrt, andererseits sind die Z\u00e4hne dieser Kinder ohnehin schon schlecht. Daher k\u00f6nnen auch Schreibwaren oder andere kleine Artikel als Tauschware fungieren. Auf den Inseln im Titicacasee sind Batterien ein willkommenes Mitbringsel, denn es gibt zumindest auf Amantani keinen Strom.<\/p>\n<p><strong>Was isst man denn so in Peru?<\/strong><br \/>\nObwohl die Kartoffel von dieser Region aus ihren Triumpfzug nach Europa begann, kommen meist nur Fritten auf den Teller. Am meisten wird Huhn gegessen, meist mit Reis oder Fritten. Auch sehr verbreitet sind Getreidearten wie Quinua und Canahua. Mais kommt sowohl in fester Form als Brei als auch als Erfrischungsgetr\u00e4nk in Gestalt der Limonade chicha morada auf den Tisch. Frische gepresste S\u00e4fte erh\u00e4lt man f\u00fcr 1 Euro auf der Stra\u00dfe als Erfrischung gereicht. Spezialit\u00e4t in der Titicaca-Region sind niedliche Meerschweinchen (cuy) am Spie\u00df gebraten, dabei unbedingt zwecks S\u00e4ttigungserfolg \u00fcber Gr\u00f6\u00dfe des S\u00e4ugers informieren. Zum Verdauen gibt es Pisco Sour (43%iger Pisco + Eiwei\u00df + Zitronensaft) &#8211; sehr eigent\u00fcmlich. Ganz anders Lima, dort gibt es die wohl internationalste Speisekarte in S\u00fcdamerika. Das Bier ist \u00fcberall sehr gut, je nach Stadt trinkt man Cristal, Pilsen oder Cusquena. Manchmal ist es schwierig einen guten und starken Kaffee zu finden, obwohl doch Kaffe angebaut wird: Nescaf\u00e9 hat eine erschreckend hohe Verbreitung. F\u00fcr Coca-Cola verw\u00f6hnte Geschmacksnerven ist die landes\u00fcbliche Inka Cola \u00e4u\u00dferst grenzwertig, denn schon ihre neongelbe F\u00e4rbung l\u00e4sst auf den kommenden Geschmack schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Wie funktioniert der Transport?<\/strong><br \/>\nF\u00fcr \u00fcberregionale Strecken gibt es eine F\u00fclle von Busunternehmen, die meist von einem Terminal abfahren \u2013 in kleineren St\u00e4dten meist ein zentraler Platz oder eine Kreuzung. In Lima haben die guten Unternehmen sogar eigene Terminals, die modern und sicher sind. Vor allem die Nachtbusse waren komfortabel mit Toilette, Fernseher (kann sehr nerven) und Schlafsitzen ausgestattet. Bei CIAL, OLTURSA u.a. gibt es Abendessen (Huhn+Reis) und Fr\u00fchst\u00fcck an Bord (quietschend s\u00fc\u00dfer Kaffee). Die Tickets sollte man am Terminal kaufen, denn Reiseb\u00fcros kassieren nat\u00fcrlich mit. Die Angabe \u201eDirektbus\u201c kann allen Nachfragen zum Trotz zweimal Umsteigen enthalten, daher konkrete Quittungen und Belege verlangen. Auf Mittelstrecken und in Lima fahren collectivos, 8 Sitzer Kleinbusse, wo 20 Leute mitfahren, daf\u00fcr g\u00fcnstig. Die Linien in Lima sind nur schwierig zu durchschauen, nicht nach Aufschrift der Busse gehen, nur die vom Busbegleiter ausgerufene Richtung stimmt. Daneben gibt es normale Taxis und Mototaxis, deren Preis vor Fahrtantritt verhandelt werden muss.<\/p>\n<p><strong>Sind Kondore niedlich?<\/strong><br \/>\nNein, sie sind Geierv\u00f6gel und haben einen Lappen am Kinn h\u00e4ngen. Kondore sind die gr\u00f6\u00dften Raubv\u00f6gel der Welt mit einer Fl\u00fcgelspannweite bis zu 3,20 m und vom Aussterben bedroht. Ihren Flug kann man vom Aussichtspunkt Cruz del Condor im Canon del Colca bewundern, erreichbar von Arequipa aus mit einer gebuchten Tour (z. B. bei G\u00f6lz+Miedl) oder per Linienbus. Ein bisschen Gl\u00fcck geh\u00f6rt dazu, denn es braucht gutes Wetter f\u00fcr die Flugthermik. Verbinden l\u00e4sst sich die Tour mit Wandern oder Reiten in der Talsohle des Canon.<\/p>\n<p><strong>Sind Alpakas niedlich?<\/strong><br \/>\nDefinitiv ja, vor allem der Nachwuchs. Die Wolllieferanten dienen nebenbei als gern eingesetztes und Verz\u00fcckung hervorrufendes Fotoobjekt. Weitere in Peru lebende Kleinkamele sind die Lamas, Guanokos und Vicunias.\u00a0 Vor allem letztere haben eine sehr wertvolle Wolle und bed\u00fcrfen ganz behutsamer Schur, damit keine Stresshormone die Wolle verderben. Die aus der Wolle gefertigten bekannten Accessoires und Pullover sind \u00fcberall erh\u00e4ltlich und die Haupteinnahmequelle der \u00e4rmeren Bev\u00f6lkerung in den Anden und auf dem Altiplano. Die Alpakas laufen frei herum und sind durch bunte Schleifchen im Ohr markiert.<\/p>\n<p><strong>Wo bettet man sein Haupt?<\/strong><br \/>\nDie Auswahl der Unterkunft sollte sorgf\u00e4ltig erfolgen. Vergleiche lohnen sich meist auch \u00fcber die im Reisef\u00fchrer empfohlenen Hotels und Hostals hinaus. Zimmer unbedingt in Augenschein nehmen. Die Preise liegen im Schnitt bei 8 \u2013 15 US$ pro Doppelzimmer, typischerweise gibt es breakfast continental (Wei\u00dfbrot, Marmelade, Kaffee).<\/p>\n<p><strong>Ist die H\u00f6henluft gesund?<\/strong><br \/>\nDa viele Reiseziele hoch bis sehr hoch in den Anden liegen, muss auf eine ordentliche Akklimatisation geachtet werden. Wenn man nachts aufwacht und denkt, man bekommt keine Luft, heisst es locker bleiben, denn das ist normal. Auch f\u00fchlt man sich schlapp und hat Kopfschmerzen. Daher sollte man es am Anfang ruhig angehen lassen, keine \u00dcberanstrengungen und fleissig Coca Tee trinken, der regt den durch die Sauerstoffarmut verlangsamten Organismus wieder an. Nach einer Weile macht sich das H\u00f6hentraining bemerkbar und die Leistungsf\u00e4higkeit steigt an, dann lassen sich auch anstrengende Touren in Angriff nehmen.<\/p>\n<p><strong>Welche Erfahrungen gab es mit den Peruanern?<\/strong><br \/>\nDie Peruaner sind ein sehr herzlicher, gastfreundlicher Menschenschlag, aber es ist schwierig, ein \u00fcber das Touristenverh\u00e4ltnis hinausgehendes Verh\u00e4ltnis aufzubauen. Einfacher ist es das, wenn man im Rahmen eines Praktikums oder einer T\u00e4tigkeit in der Entwicklungshilfe dort ist. Die Peruaner sind sehr offen und interessiert, sie verhehlen dabei nicht die Missst\u00e4nde, die es in ihrem Land gibt. Denn die Korruption ist z. B. ein gro\u00dfes Problem, das den Fortschritt sehr bremst. Au\u00dferdem sind die L\u00f6hne zu niedrig und viele Peruaner gar nicht in einem offiziellen Arbeitsverh\u00e4ltnis besch\u00e4ftigt. Eine Folge dessen sind h\u00e4ufige Streiks und Proteste gegen die gegenw\u00e4rtigen Zust\u00e4nde. Trotz allem sind die meisten Peruaner sehr gelassen und so schnell durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Gefeiert wird sehr viel &#8211; es gibt verschiedene Feste, die die traditionellen Riten mit den christlichen Br\u00e4uchen verbinden.<\/p>\n<\/div><div class=\"awb-gallery-wrapper awb-gallery-wrapper-1 button-span-no\" style=\"--more-btn-alignment:center;\"><div style=\"margin:-5px;--awb-bordersize:0px;\" class=\"fusion-gallery fusion-gallery-container fusion-grid-3 fusion-columns-total-8 fusion-gallery-layout-grid fusion-gallery-1\"><div style=\"padding:5px;\" class=\"fusion-grid-column fusion-gallery-column fusion-gallery-column-3 hover-type-zoomin\"><div class=\"fusion-gallery-image\"><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/perucornelius1.jpg\" rel=\"noreferrer\" data-rel=\"iLightbox[gallery_image_1]\" class=\"fusion-lightbox\" target=\"_self\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/perucornelius1.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/perucornelius1.jpg\" 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