{"id":8836,"date":"2014-06-29T05:32:31","date_gmt":"2014-06-29T03:32:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=8836"},"modified":"2024-06-26T13:47:56","modified_gmt":"2024-06-26T11:47:56","slug":"reisebericht-marakko-atlasgebirge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/reisebericht-marakko-atlasgebirge\/","title":{"rendered":"\u201eDem Gro\u00dfstadtgewimmel entkommen\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Von Lissabon nach Marrakesch f\u00fchrte es unsere CAMP4-Expertin Birte. Die Reise begann Anfang M\u00e4rz in Lissabon und endete drei Wochen sp\u00e4ter in Marrakesch. Dazwischen lagen gesch\u00e4tzte 1300 Kilometer mit Auto, Bus, Bahn und Wanderschuhen.<!--more--><\/strong><\/p>\n<p>Am spannendsten in Portugal war tats\u00e4chlich die t\u00e4gliche Schlafplatzsuche f\u00fcr zwei <a title=\"Outdoor-Lebensmittel f\u00fcr jede Tageszeit gibt es hier im CAMP4 Webshop\" href=\"https:\/\/www.camp4.de\/outdoor-lebensmittel\/\">hungrige Personen<\/a>, ein Zelt und einen Mietwagen. Wer die Einheimischen nach einem sicheren Pl\u00e4tzchen fragt, gewinnt z.B. eine schlaflose Nacht auf einem Acker mit k\u00e4mpfenden nach K\u00fchen klingenden Katzen auf der Peninsula de Troia. Oder eine unruhige Nacht hinter einem Kiosk an der Strandpromenade in Faro, wo die M\u00fcllabfuhr morgens um 4.00 wundersame Ger\u00e4usche von sich gibt und die Rasensprenger schon vor Sonnenaufgang ihrer Pflicht nachgehen.<\/p>\n<p>Zwischen <a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/zelte\/\">Zelte<\/a>aufbau, Espresso trinken und Nase verbrennen, gab&#8217;s viele Korkeichen, Stadtmauern, leere Geisterst\u00e4dte, K\u00fcste und wildes Meer zu sehen. Zu empfehlen ist der Parqu\u00e9 Naural da Arrabida und die zahlreichen Ausblicke auf schroffe Klippen und blaues Meer. Wer im M\u00e4rz badet, sei gewarnt: die Begr\u00fc\u00dfung des Atlantiks ist eher rau und k\u00fchl. <a title=\"Schwimmwesten gibt es hier im CAMP4 Webshop\" href=\"https:\/\/www.camp4.de\/schwimmwesten\/\">Ich hab&#8217;s versucht und wurde fast verschluckt.<\/a><\/p>\n<p><strong>Aufgeregter Tausch in Marokko: Meer gegen Atlasgebirge<\/strong><\/p>\n<p>Von Faro ging es mit dem Bus weiter nach Sevilla sowie einen Tag sp\u00e4ter nach Tarifa, von wo wir am n\u00e4chsten morgen die F\u00e4hre nach Tanger nahmen. Wer mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte ein wenig Zeit einplanen. Direkte Zugverbindungen gibt es auf dieser Route nicht.<\/p>\n<p>Tanger \u00fcberraschte uns, wider aller zuvor gelesenen Schreckensberichte, mit einer angenehmen Gelassenheit und freundlichen Taxifahrern, die uns bereitwillig den Weg zum Busbahnhof erkl\u00e4rten. Der Gare Routi\u00e8re ist n\u00e4mlich nicht mehr \u2013 wie so manch ein Reisef\u00fchrer auf schlechten Karten markiert \u2013 direkt gegen\u00fcber der F\u00e4hranlegestelle, sondern ca. eine halbe Stunde Fu\u00dfweg vom F\u00e4hrhafen entfernt in der N\u00e4he des Place Jamia al Arbia.<\/p>\n<p>Im Bahnhof gibt es ein wunderbares Bistro mit dem, wie wir am Ende feststellen durften, wunderbarsten Fr\u00fchst\u00fcck der ganzen Reise\u00a0\u2013 frisches knuspriges Brot, farbenfrohe Oliven, frischer Minztee, Schokobr\u00f6tchen und genialster Ziegenk\u00e4se.<\/p>\n<p><strong>Ran an den Berg<\/strong><\/p>\n<p>Nach Tanger kam Chefchaouen \u2013 ein kleines St\u00e4dtchen an den H\u00e4ngen des Rif-Gebirges, das mit seiner blauleuchtenden \u00fcberschaubaren Medina das perfekte Basislager einer Marokkoreise bietet. Von hier aus kann man Tageswanderungen in die Berge unternehmen oder sich auf zahlreichen Dachterassen inklusive Bergblick an marokkanische K\u00f6stlichkeiten und Gepflogenheiten gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Das hiesige Busnetz ist so gut ausgebaut, dass man es sich sogar erlauben kann, zu sp\u00e4t zum Schalter zu kommen. Dann ergattert man allerdings nicht mehr eines der etwas teureren Tickets der Linie CTM, sondern darf statt mit Touristen, mit Einheimischen die Methode des hop-on\/hop-offs kennenlernen und erh\u00e4lt einen eher langsamen daf\u00fcr aber intensiveren Einblick in die l\u00e4ndliche Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber F\u00e8s, nach Chefchaouen eine Stadt anderer Gr\u00f6\u00dfenordnung, mit mehr M\u00e4rkten in einer viel gr\u00f6\u00dferen Medina mit noch mehr Menschen in engen Gassen, ging es weiter mit dem Zug nach Marrakesch. Zugfahren ist hier eine wirklich g\u00fcnstige Art zu Reisen.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Rast in einer ziemlich vollen Stadt fuhren wir am n\u00e4chsten Tag schnell weiter ins hohe Atlas-Gebirge. Von Marrakesch nimmt man am Besten ein Taxi nach Imlil. Die Suche nach einem Bus hat uns fast den Vormittag gekostet und war nicht erfolgreich. Au\u00dferdem passen in ein marokkanisches Mercedes-Taxi auch mal acht Leute. Die N\u00e4he st\u00f6rt hier keinen. Stattdessen sitzt man Arm um Arm zu viert auf der R\u00fcckbank, erz\u00e4hlt sich Geschichten und freut sich \u00fcber schnellen, g\u00fcnstigen Transport. F\u00fcr knappe 70 Kilometer konnten wir dank der \u201evollen Beladung\u201c dann mit unglaublichen drei Euro pro Person auf das Atlasgebirge zu fahren und dem Gro\u00dfstadtgewimmel entkommen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0\u00dcbernachtung beim Bruder des Schwagers gef\u00e4llig?<\/strong><\/p>\n<p>In Imlil angekommen, \u00fcberragt erst einmal die sch\u00f6ne Aussicht auf die bevorstehende Wanderung. Ganz schnell muss man sich dann aber st\u00e4rken, Wasser kaufen und den Geschichten der \u201einoffiziellen\u201c Wanderf\u00fchrer\u00a0\u2013 man komme nicht \u00fcber den Pass, brauche Schneeschuhe und Begleitung, man k\u00f6nne die erste Etappe am n\u00e4chsten Morgen erst beginnen und m\u00fcsse noch eine \u00dcbernachtung (beim Bruder des Schwagers) einplanen \u2013 ausweichen.<\/p>\n<p>Um sich davor zu retten, geht man am Besten in das offizielle \u201ebureau des guides\u201c und holt sich verl\u00e4ssliche Informationen zur jeweiligen Route. Kartenmaterial gibt es schlechtes bis keines, selbst in Marrakesch reicht der Ma\u00dfstab nicht aus, daher auch der \u00f6rtliche Rat, sich einen offiziellen \u201eguide\u201c zu leisten.<\/p>\n<p>Wer sich auf der Route auch seines Weges sicher sein m\u00f6chte, sollte sich vorab in <a title=\"Infos zum Reisebuchladen mit \u00d6ffnungszeiten und Anfahrt!\" href=\"https:\/\/www.camp4.de\/camp4-buchladen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reisef\u00fchrern informieren oder sich schon zu Hause Karten<\/a> besorgen. Denn Schilder oder Hinweise gibt es keine. Man wei\u00df erst, ob man richtig ist, wenn das n\u00e4chste Dorf erreicht ist. Die im Reisef\u00fchrer (Lonely Planet) beschriebene Route von Imlil nach Setti Fatma reicht aber aus, um sich nicht zu verirren. Die 30 Kilometer lange Wanderung ist f\u00fcr drei Tage ausgeschrieben. Wir haben sie trotz versp\u00e4teten Starts am Nachmittag in zwei Tagen geschafft. Sich die Tour auf mehrere Tage aufzuteilen, lohnt aber definitiv.<\/p>\n<p><strong>Die Tour in Etappen<\/strong><\/p>\n<p>Die erste Etappe f\u00fchrte uns 8 Kilometer von Imli nach Tacheddirt. Dort n\u00e4chtigten wir in einer Art Herberge und schlugen uns abends als einzige G\u00e4ste die B\u00e4uche mit frischer Tajine voll. Den abendlichen Ausblick von der riesigen Dachterasse, den Plausch im gebrochenen Franz\u00f6sisch mit dem Besitzer des Tigmmi n&#8217;Tacheddirt und die sternenklare dunkle Nacht zwischen den Bergen waren einfach super.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen begannen wir vom Ende des Dorfes (ca. 2300m) den Aufstieg zum Pass \u201eTizzi n&#8217;Tacheddirt\u201c (3230m). Wir haben ohne gro\u00dfe Pause mit vielen R\u00fcckblicken und ein paar Fotos ca. drei Stunden gebraucht bis wir durch den Schnee des Bergr\u00fcckens stapfen durften. Vom Pass ging es die n\u00e4chsten drei Stunden steil bergab. Der Weg war oft schwierig zu erkennen, aber manchmal guckten blaue Steinmarkierungen durch den Schnee.<\/p>\n<p>In Timichi, dem n\u00e4chsten gr\u00f6\u00dferen Dorf mit Schlafm\u00f6glichkeiten, endete eigentlich Etappe zwei. Doch wir waren nicht ersch\u00f6pft genug, um hier zu bleiben und entschlossen uns lediglich der Einladung auf Tee und Waln\u00fcsse anzunehmen.<\/p>\n<p>Etappe drei folgte mit weiteren kurvenreichen 12 Kilometern bergauf und -ab durch die schroffe rote Berglandschaft, Berberd\u00f6rfer und gr\u00fcnen Terassen entlang des Flusses. Der Reisef\u00fchrer beschreibt diesen Teil als eher unkompliziert \u2013 immer den unbefestigten Stra\u00dfen folgen \u2013 wir merken jedoch schnell, dass es m\u00f6glicherweise noch einen Weg entlang des Flussbettes gibt, der einen schneller ans Ziel bringt.<\/p>\n<p>F\u00fcr angesetzte vier Stunden brauchen wir sechs und landeten m\u00fcde und hungrig in der D\u00e4mmerung in dem eher uncharmanten touristischen St\u00e4dtchen Setti Fatma. Auf einer durchgelegenen Matratze verabschieden wir uns \u2013 noch leicht zivilisationsscheu \u2013 von den hohen Bergen und der Stille.<\/p>\n\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 25%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-8836 gallery-columns-4 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"1-wildcampen-in-portugal1\" data-caption=\"\" href='https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/1-wildcampen-in-portugal1.gif'><img decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" 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Und auch <a title=\"Ausf\u00fchrliche Informationen zur neuen Kollektion 2014 von Maloja gibt hier im CAMPlog\" href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/outdoor-szene\/allgemein\/maloja-geschichte-neue-kollektion-2014\/\">Maloja hat seine komplette Kollektion ebenfalls in Marokko<\/a> fotografiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Lissabon nach Marrakesch f\u00fchrte es unsere CAMP4-Expertin Birte. Die Reise begann Anfang M\u00e4rz in Lissabon und endete drei Wochen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":161,"featured_media":8872,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[10,41,5],"tags":[1332,1336,1333,1335,1330,1334,1331,337,509,334,1233],"class_list":["post-8836","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-afrika","category-marokko","category-reiseberichte","tag-1300-kilometer","tag-atlasgebirge","tag-auto","tag-bahn","tag-birte","tag-bus","tag-camp4-expertin","tag-hoher-atlas","tag-lissabon","tag-marrakesch","tag-wanderschuh"],"geo":{"latitude":31.6333332,"longitude":-8,"description":"Marrakesch, Marokko"},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Startbild.jpg","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4csa8-2iw","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/161"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8836"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8836\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30407,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8836\/revisions\/30407"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8872"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}