{"id":8372,"date":"2014-04-13T07:00:38","date_gmt":"2014-04-13T05:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=8372"},"modified":"2024-06-21T16:51:24","modified_gmt":"2024-06-21T14:51:24","slug":"filmtipp-spuren-robyn-davidson-australien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/outdoor-szene\/filmtipp-spuren-robyn-davidson-australien\/","title":{"rendered":"Filmtipp: Harmonischer Selbstfindungstrip"},"content":{"rendered":"<p><strong>Australien 1975. Eine junge Frau will durch die W\u00fcste wandern. Alleine. Ihre Gef\u00e4hrten: Drei Kamele und ein Hund. Verr\u00fcckt? Ja und wie! Ein Film vom Finden. \u201eSpuren\u201c l\u00e4uft jetzt im Kino. Der Filmtipp:<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>3200 Kilometer durch die australische W\u00fcste. Eine verr\u00fcckte Idee, die die junge Robyn Davidson da hat. Mit 25 Jahren kommt sie von der Gro\u00dfstadt\u00a0 ins kleine St\u00e4dtchen Alice Springs und beschlie\u00dft es zu wagen. Auszusteigen aus dem Trott des Lebens mit all seinen Verpflichtungen: \u201eHaupts\u00e4chlich bin ich gelangweilt vom immer gleichen Leben in der Stadt und von meinen halbfertigen und halbherzigen Arbeits- und Studierversuchen. Und ich habe es satt diese Negativit\u00e4t mit mir herum zu tragen, die meine Generation, mein Geschlecht und meine Klasse so sehr kr\u00e4nkt.\u201c Also raus aus dem Alltag und rein in ein unvorhersehbares Abenteuer. Und genau deswegen geh\u00f6rt dieser Film in den Camplog!<\/p>\n<p><b>Die Entscheidung zu handeln, war der Beginn der Reise<\/b><\/p>\n<p>Nach zwei Jahren in Alice Springs hat Robyn drei Kamele abgerichtet, sich an die harte Arbeit in der W\u00fcste gew\u00f6hnt und ist bereit zu starten. Nur das Geld ist ihr ausgegangen \u2013 \u201eNational Geographik\u201c soll helfen: \u201e Ich plane durch die australische W\u00fcste zu wandern, von Alice Springs bis zum indischen Ozean. Die Wanderung wird sechs bis sieben Monate dauern. Dieser Trip ist nicht als Abenteuer geplant, denn ich will nichts beweisen oder gewinnen. Und wenn die Leute mich fragen, warum ich das machen will, antworte ich nur: Warum nicht?\u201c<\/p>\n<p>Das Magazin stimmt zu und unterst\u00fctzt Robyn finanziell, mit der Bedingung, dass die junge Reisende in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden fotografiert wird. Davon ist sie zun\u00e4chst gar nicht begeistert, aber sie wird noch dankbar sein Fotograf Rick Smolan ab und an zu sehen.<\/p>\n<p><b>Die echte Robyn Davidson<\/b><\/p>\n<p>Nach dem gleichnamigen Buch \u201eSpuren\u201c\u00a0 wurde der Film komplett im australischen Outback gedreht. Das Drehbuch vom 1980 erstmalig ver\u00f6ffentlichten Buch kommt dem Original sehr nah. Und davon mal abgesehen sehen Mia Wasikowska als Robyn und Adam Driver als Fotograf Rick den beiden echten Protagonisten zum Verwechseln \u00e4hnlich.<\/p>\n<p><iframe src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/kwN2uJ0EEro\" width=\"500\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Aber nicht nur hier sind \u00c4hnlichkeiten zum Hier und Jetzt zu finden. Wer sehnt sich nicht nach einem Sinn des Lebens? Wer strebt denn heutzutage nicht nach Selbstfindung? Warum machen wir uns stets auf die Suche nach dem Nichts. Entfliehen den St\u00e4dten und wollen zur\u00fcck zur Natur. Ein aktuelles Thema von 1977. Passt auch heute noch oder wieder.<\/p>\n<p>Gegen alle Erwartungen und mit einer geh\u00f6rigen Portion Mut schafft es Robyn sich den Konventionen entgegen zu stellen und tritt ihre Reise an. Desto weiter sie sich von der Zivilisation entfernt, je mehr werden die st\u00f6rrischen Kamele und der geliebte Hund ihre einzigen Verb\u00fcndeten und Vertrauten.<\/p>\n<p><b>Starke Bilder und eine Krise am Ziel<\/b><\/p>\n<p>Dramatische Musik, beeindruckende Bilder, eine Erz\u00e4hlstimme aus dem Off und blasenschlagende stark verbrannte Haut machen dieses bildgewaltige St\u00fcck Film zu einem Erlebnis. Wer hier raus kommt, will sofort selber los und etwas erleben. Klar, ein bisschen schw\u00fclstig ist das ganze auch: Ohne eine kleine Liebelei geht es schlie\u00dflich nicht und ohne eine geh\u00f6rige Krise w\u00e4re das St\u00fcck auch nicht sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Aber es ist wirklich gut gemacht und die fehlenden klaren Aussagen regen die Phantasie eines jeden Outdoor-Freundes an. Mensch und Tier werden in den Weiten des australischen Outback klein und unbedeutend und all die Gefahren riesig und un\u00fcberwindbar. Egal ob Schlangen, Skorpione oder die brennende Sonne, Regisseur John Curran schafft es, dass es im Kino hei\u00df wird und man das Gef\u00fchl hat Viehzeug krabbelt einem an den F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Man schwebt so vor sich, f\u00fchlt sich in einem Moment mitten drin und im n\u00e4chsten leider nur als Zuschauer. Ab und an verliert man sich, aber dennoch ist \u201eSpuren\u201c ein gelungenes St\u00fcck Outdoor-Film, dass den Abenteurer anregt, mal wieder auf die Suche nach sich selbst zu gehen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Australien 1975. Eine junge Frau will durch die W\u00fcste wandern. Alleine. Ihre Gef\u00e4hrten: Drei Kamele und ein Hund. Verr\u00fcckt? 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