{"id":421,"date":"2011-09-08T17:16:16","date_gmt":"2011-09-08T15:16:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=421"},"modified":"2024-06-26T16:12:00","modified_gmt":"2024-06-26T14:12:00","slug":"reise-in-die-vergangenheit-snickers-inclusive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/reise-in-die-vergangenheit-snickers-inclusive\/","title":{"rendered":"Reise in die Vergangenheit &#8211; Snickers inclusive"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Meine Tour<\/strong><br \/>\nInsgesamt verbrachten wir drei Monate in Nepal: Zum Beginn unserer 6 \u2013 Monats \u2013 Reise bereisten wir Nepal im Oktober\/ November 2001. Dabei besichtigten wir die \u201eK\u00f6nigsst\u00e4dte\u201c des Kathmandu Valley (Kathmandu, Patan, Bhaktapur), trekkten in der Annapurna \u2013 Region, besuchten den \u201eRoyal Chitwan National Park\u201c und die Teraistadt Janakpur. Anschlie\u00dfend reisten wir drei Monate durch Indien, kehrten Ende Februar 2002 nach Nepal zur\u00fcck und begaben uns dann zum Trekken in die Helambu \u2013 Langtang \u2013 Region.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Warum NEPAL<\/strong><br \/>\nNepal bietet eine wunderbare Kombination aus fantastischen Berglandschaften und religi\u00f6sen Traditionen. Kunstvoll verzierte hinduistische Pagodentempel stehen neben buddhistischen Stupas. Buddhismus und Hinduismus sind Lebensweise und \u00f6ffentlicher Alltag. Mentalit\u00e4t, Kultur und Lebensart der Nepalis sind fremd und faszinierend zugleich. Reisen, \u00dcbernachten und Speisen kosten \u2013 aus europ\u00e4ischer Sicht \u2013 fast nichts.Wer allerdings au\u00dferhalb der St\u00e4dte Kathmandu und Pokhara europ\u00e4ische Standards in der touristischen Infrastruktur sucht, wird diese kaum finden.<\/p>\n<p><strong>Was Sie schon immer \u00fcber NEPAL wissen wollten&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was muss ich vor einer Trekkingtour unbedingt beachten?<\/strong><br \/>\nWichtig ist, sich vor einer Tour umfassend \u00fcber die Bedingungen auf der jeweiligen Trekkingroute zu informieren. F\u00fcr die Annapurna \u2013 Region und das Langtang \u2013 Tal ben\u00f6tigt man beispielsweise Eintrittskarten, da die Wege durch Nationalparks f\u00fchren. Diese Eintrittskarten sollte man in Kathmandu bzw. Pokhara kaufen, da man beim Kauf am Eingang zum jeweiligen Nationalpark unter Umst\u00e4nden den doppelten Preis bezahlt. Viele Agenturen bieten gef\u00fchrte Trekkingtouren an, denen Porter (Tr\u00e4ger) und Guides (F\u00fchrer) angeh\u00f6ren. Das hat zwar den Vorteil, dass man kein Gep\u00e4ck schleppen muss, kostet oftmals aber unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel Geld und ist meines Erachtens nicht unbedingt notwendig, sofern man gesund und nicht allein unterwegs ist. Vom Trekken ohne jegliche Begleitung wird, vor allem f\u00fcr Frauen, abgeraten. \u00dcbergriffe auf Trekker sind zwar selten, kommen aber vor. Auf jedem Fall zu empfehlen ist eine gro\u00dfz\u00fcgige Zeitplanung, die gegebenenfalls notwendige Erholungs-, Akklimatisierungs- und Ruhetage ber\u00fccksichtigt. Vor dem Start in die Berge sollte die Wanderausr\u00fcstung komplett und funktionsf\u00e4hig sein \u2013 ein eventuelles Nachkaufen von Ausr\u00fcstungsst\u00fccken d\u00fcrfte in den Bergd\u00f6rfern unm\u00f6glich sein.<\/p>\n<p><strong>Wo schlafe und esse ich?<\/strong><br \/>\nAuf den popul\u00e4ren Treks (Annapurna, Helambu, Langtang, Everest) sind in fast allen Orten sogenannte Lodges vorhanden, wo man einfach, aber billig \u00fcbernachten (Schlafsack vorteilhaft) und essen kann. Ein Zelt ist also nicht notwendig, auch nicht die Mitnahme von Verpflegung. Beim Trekking auf unpopul\u00e4ren Routen oder au\u00dferhalb der Saison ist die Mitnahme eines Zeltes die bessere Wahl, da Lodges eventuell nicht vorhanden bzw. geschlossen sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>In welche H\u00f6henlagen kommt man beim Trekking? Wie vertr\u00e4gt man die H\u00f6he?<\/strong><br \/>\nDer h\u00f6chste Punkt des Annapurna \u2013 Circuits ist der Thorong La, ein Pass auf 5416m H\u00f6he. Auch auf einigen anderen Treks erreicht man H\u00f6hen von mehr als 3500m. Jeder Mensch reagiert anders auf den geringen Sauerstoffgehalt der H\u00f6henluft. Die H\u00f6henkrankheit kann ab einer H\u00f6he von 3000 Metern zu einem Problem werden. Sofern man sich aber an einige wichtige Grundregeln (langsam laufen, viel trinken, Akklimatisierungstage einlegen, nicht zu schnell aufsteigen) h\u00e4lt, stehen die Chancen, keine H\u00f6henkrankheit zu bekommen, gut. Treten Anzeichen der H\u00f6henkrankheit (\u00dcbelkeit, Atemnot, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Orientierungsprobleme etc.) auf, ist ein z\u00fcgiger Abstieg um mindestens 300 \u2013 400m H\u00f6he erforderlich. Ein erneuter Aufstieg sollte erst erfolgen, wenn alle Symptome verschwunden sind!<\/p>\n<p><strong>Welche Temperaturen erwarten mich?<\/strong><br \/>\nIn den tieferen Lagen (unterhalb 2000m) wird es von Mitte M\u00e4rz bis sp\u00e4t in den Herbst durchaus tropisch warm und auch nachts sinken die Temperaturen nicht allzu tief. In H\u00f6henlagen (ab ca. 3000m) hingegen wird es nach Sonnenuntergang empfindlich kalt. W\u00e4hrend hier tags\u00fcber die intensive Sonnenstrahlung f\u00fcr angenehme Temperaturen sorgt, f\u00e4llt das Thermometer nachts vor allem im zeitigen Fr\u00fchling und im Herbst deutlich unter 0\u00b0C. Da die meisten Lodges nicht oder nur sp\u00e4rlich beheizt werden und oftmals recht windschl\u00fcpfrig sind, sollten warme Sachen und ein dicker Schlafsack unbedingt zur Ausr\u00fcstung geh\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Lohnen sich denn diese Strapazen?<\/strong><br \/>\nAber sicherlich! Zum einen ist der Fu\u00dfmarsch die einzige M\u00f6glichkeit, die abgelegenen Berg- und Talregionen sowie die winzigen D\u00f6rfer mit ihren freundlichen Bewohnern zu erkunden. Befestigte Stra\u00dfen und R\u00e4der sind in vielen Gegenden Nepals noch unbekannt. Jeglicher Transport wird auf den R\u00fccken der Maultiere oder der Porter (Tr\u00e4ger, hierzulande oft f\u00e4lschlich als Sherpas bezeichnet) abgewickelt. Zum anderen ist die Landschaft gigantisch und extrem vielf\u00e4ltig. In tieferen Lagen liefen wir durch terrassierte Reisfelder und Dschungel, sp\u00e4ter durch Rhododendrenw\u00e4lder, die vor allem w\u00e4hrend der Bl\u00fcte im Fr\u00fchjahr wundersch\u00f6n sind. Die Waldzone geht stellenweise bis weit \u00fcber 3000m. Auch die karge Landschaft oberhalb der Waldzone hat ihre Reize und erlaubt oftmals phantastische Berg- oder Gletscherblicke! Kurz und gut: Trekken in Nepal ist nicht nur eine Reise in einzigartige Landschaften, sondern zugleich eine Reise in die Vergangenheit, in der Snickers und Coca \u2013 Cola aber (fast) \u00fcberall zu haben sind.<\/p>\n<p><strong>Was sollte ich au\u00dferdem keinesfalls verpassen?<\/strong><br \/>\nGanz klar: Die drei \u201eK\u00f6nigsst\u00e4dte\u201c des Kathmandu Valley: Kathmandu, Patan und Bhaktapur! F\u00fcr Bhaktapur allerdings werden 10 Dollar\/ 750 NRS Eintritt f\u00e4llig, daf\u00fcr bekommt man dann einen recht gut erhaltenen und aufger\u00e4umten Stadtkern zu sehen. An sich sehr sch\u00f6n, aber das typisch nepalesische Stra\u00dfenleben fehlt an manchen Stellen. Wer sich in Kathmandu und Patan umsieht, findet sicher \u00e4hnlich sch\u00f6ne architektonische Kleinodien. Au\u00dferhalb dieser drei St\u00e4dte lohnen sich auch Abstecher in die l\u00e4ndlichen Randgebiete des Kathmandu Valley, wo man abseits der Gro\u00dfstadthektik nepalesische Lebensweise und herrliche Landschaften erleben kann. Besonders empfehlenswerte kleine Orte im Valley sind Dhulikhel (wegen der sch\u00f6nen Sonnenaufg\u00e4nge), Panauti und Namobuddha. Ja, und dann gibt\u2019s sicher auch noch eine ganze Reihe anderer sch\u00f6ner Pl\u00e4tze in Nepal, die wir (noch) nicht gesehen haben&#8230;<\/p>\n\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 20%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-421 gallery-columns-5 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"195\" data-caption=\"\" href='https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/195.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"580\" height=\"435\" 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