{"id":3053,"date":"2012-01-09T14:53:48","date_gmt":"2012-01-09T12:53:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=3053"},"modified":"2024-06-26T14:57:22","modified_gmt":"2024-06-26T12:57:22","slug":"europa-gusstaaten-osterreich-britta-pfingste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/europa-gusstaaten-osterreich-britta-pfingste\/","title":{"rendered":"Klettersteig- Abenteuer &#8211; Zu Pfingsten in die Alpen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Meine Tour<\/strong><br \/>\nVom Bahnhof Ehrwald- Zugspitzbahn (964 m) zur \u201eCoburger H\u00fctte\u201c (1917 m). Dann wieder runter nach \u201cHolzleiten\u201c (1087 m), von dort auf die \u201eLoreah\u00fctte\u201c(2018 m). Da die Schneeverh\u00e4ltnisse eine \u00dcberschreitung der Loreascharte unm\u00f6glich machten, Abstieg nach \u201cFernstein\u201c und Fahrt nach \u201eRinnen\u201c.<!--more--> Ab \u201eRinnen\u201c 500 Hm aufw\u00e4rts zur \u201eReuttener H\u00fctte\u201c mit einem Ruhetag wegen Regenwetter. Von dort \u00fcber die \u201eRaaz- Alm\u201c runter nach \u201eWei\u00dfenbach am Lech\u201c (887 m) und Aufstieg bis zur \u201eGaichtbergh\u00fctte\u201c (ca. 1400 m). Frisch gest\u00e4rkt \u00fcberstiegen wir die \u201eGaichtspitze\u201c (1988 m) und wanderten \u00fcber den \u201eHahnekamm&#8220; ins Tal hinab nach \u201eHolz\u201c.<\/p>\n<p><strong>Warum Au\u00dfenferner<\/strong><br \/>\nIm Fr\u00fchjahr in den Alpen zu wandern ist wunderbar. Es sind noch nicht viele Leute unterwegs, daf\u00fcr sind Rehe, G\u00e4msen, Eichh\u00f6rnchen oder Schneeh\u00fchner zu sehen. Die Landschaft ist atemberaubend sch\u00f6n, die Gipfel noch mit Schnee bedeckt. Die Fl\u00fcsse und B\u00e4che f\u00fchren sehr viel Wasser, manche H\u00fctten hat man f\u00fcr sich alleine. Allerdings muss man sich \u00fcber die Kehrseite im Klaren sein. Schneebedeckte Berge bedeutet endlos im ungespurten Schnee rumzustapfen, f\u00fcr 300 H\u00f6henmeter mehr als 3 Stunden wegen Bruchharsch und Steileis zu ben\u00f6tigen und einiges an Material mehr mitzuschleppen (Eispickel oder St\u00f6cke, Gamaschen, H\u00fcftgurt f\u00fcr verschneite Steige).<\/p>\n<p><strong>Was Sie schon immer \u00fcber Au\u00dfenferner wissen wollten&#8230;<\/strong><br \/>\n<strong>Wie sieht es im Fr\u00fchjahr mit dem Wetter aus?<\/strong><br \/>\n\u00dcber das Wetter sollte man sich immer informieren und zwar nicht nur vor einer Tour sondern vor allem auch w\u00e4hrend einer Tour. Denn wer wei\u00df wie das Wetter wird, kann darauf reagieren, z.B. fr\u00fcher aufstehen oder seine Route \u00e4ndern und in Richtung einer H\u00fctte laufen. Wer ein Handy mit Radio hat ist auf jedem Fall im Vorteil. Wir hatten auf jedem \u00dcbernachtungsplatz mehrere Sender zur Auswahl und konnten somit t\u00e4glich den Wetterbericht anh\u00f6ren. Nat\u00fcrlich kann man auch die Einheimischen befragen. (Die Busfahrer sind immer informiert!)<\/p>\n<p><strong>Wie komme ich am Besten an Wasser?<\/strong><br \/>\nIm Fr\u00fchjahr ist es etwas schwerer an Wasser heranzukommen, als im Sommer. Im Tal kommt man immer an Wasser und auch direkt unterhalb der Schneegrenze. Oberhalb der Schneegrenze kommt man allerdings nur an Schnee, welches man zum schmelzen bringen muss. Zwischen dem Tal und dem ersten Wasser befindet sich eine \u201eDurststrecke\u201c, die man bedenken muss. Das Wasser versickert eben schnell. Der Blick auf die Karte sollte nicht fehlen!<br \/>\nWir hatten selbst einige Male das Pech, an Pl\u00e4tzen ohne \u201eWasseranschluss\u201c \u00fcbernachten zu m\u00fcssen. Einmal behalfen wir uns mit Regenwasser sammeln, ein anderes Mal schmolzen wir Schnee, was unseren Benzinvorrat allerdings kr\u00e4ftig schrumpfen lies. Das Schnee-Schmelzen in Wasserflaschen oder Beuteln funktioniert auch. Man muss nur Geduld haben. Besonders gut eignet sich das Einwickeln von Beh\u00e4ltnissen in ein schwarzes Regencape (dazu ben\u00f6tigt man nat\u00fcrlich die Sonneneinstrahlung auf dasselbige) oder das Anw\u00e4rmen mit dem eigenen K\u00f6rper, sprich, das Trinkbeh\u00e4ltniss wird mit in den Schlafsack genommen!<\/p>\n<p><strong>Wie mobil bin ich in \u00d6sterreich?<\/strong><br \/>\nIn \u00d6sterreich ist das Bus fahren recht g\u00fcnstig und man kommt eigentlich in jedes Tal. Die Verbindungen sind nicht schlecht, wenn man Wochentags unterwegs ist. An Feiertagen muss man dann doch etwas l\u00e4nger warten (ca. 2- 3 Stunden). Verbindungen kann man im Voraus anfordern beim Tourismusverband Ferienregion Reutte.<br \/>\nAuch Tramper haben in \u00d6sterreich sehr gute Chancen mitgenommen zu werden. Im Vorteil sind all diejenigen, die einen gro\u00dfen und schwer aussehenden Rucksack neben sich haben oder eine mitleidige Mine aufsetzen. Nein, ganz ehrlich: l\u00e4nger als 20 Minuten mussten wir nie warten! Und motorisierte Touristen kann man auf Parkpl\u00e4tzen leicht zur Mitnahme \u00fcberreden. Wer sagt schon \u201eNein\u201c, wenn man freundlich fragt und seine Schuhe vom gr\u00f6bsten Dreck befreit hat. Frechheit siegt!<\/p>\n<p><strong>Wann und wo gibt es Einkaufsm\u00f6glichkeiten?<\/strong><br \/>\nIn fast jedem kleinen Dorf\/St\u00e4dtchen gibt es einen Laden, in dem man Lebensmittel und die wichtigsten Non-Food- Artikel kaufen kann. Zu beachten ist dabei, dass viele L\u00e4den nur bis 12.00 Uhr ge\u00f6ffnet haben oder um 12.00 bis 14.30 Uhr eine Mittagspause einlegen! Zu empfehlende M\u00e4rkte sind: BILLA oder NAH&amp;FRISCH. Teuer aber alles zu bekommen: MPreis. All diejenigen, die einen Spiritus oder Gaskocher haben, werden Schwierigkeiten beim Nachschub bekommen. Bei unserer Tour h\u00e4tte man weder Gaskartuschen noch Spiritus kaufen k\u00f6nnen. Ein Benzinkocher eignet sich eben doch am besten, denn an Tankstellen kommt man \u00f6fter mal vorbei als an gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten.<\/p>\n<p><strong>Was soll ich zu Essen kaufen?<\/strong><br \/>\nN\u00fcsse und Nussmischungen sind Energielieferanten, die l\u00e4nger anhalten als Schokolade. Man muss nicht unbedingt Trockenfertiggerichte kaufen, obwohl diese nat\u00fcrlich leicht und praktisch sind. Zur Verfeinerung gibt es z.B. Trockenpilze, die man im kalten Wasser quellen lassen kann und im Reformhaus allerlei getrocknete andere Sachen, die ebenso praktisch sind und dabei noch abwechslungsreich schmecken. Auf Gem\u00fcse muss man bei einer Tour nicht verzichten. Paprika wiegt nicht viel und an Kohlrabi ist nicht nur Wasser dran. Gem\u00fcse lockert den Speiseplan etwas auf. Es muss ja nicht immer nur Wurst und K\u00e4se sein. Wir benutzen Gem\u00fcse au\u00dferdem um die Trockenfertiggerichte aufzupeppen. Mal eine Zwiebel oder ein St\u00fcckchen Salami, ein wenig w\u00fcrzen und schon schmeckt das Gericht ganz anders. In \u00d6sterreich gibt es \u00fcbrigens sehr leckeren Bergk\u00e4se. Je l\u00e4nger er reift, desto besser\/ intensiver schmeckt er. Vom Geruch sollte man sich nicht t\u00e4uschen lassen. (Er stinkt ein wenig.)<br \/>\nLebensmittel sind in \u00d6sterreich wesentlich teurer als in Deutschland. Essen f\u00fcr bis zu vier Tage mitzunehmen ist in Ordnung. Die \u00d6sterreicher essen liebend gerne Brot mit K\u00fcmmel. Wem das nicht schmeckt, der sollte nach k\u00fcmmellosem Brot fragen. Auf Plastikflaschen und Dosen gibt es kein Pfand!<\/p>\n<p><strong>Wo kann ich \u00fcbernachten?<\/strong><br \/>\nWer in den Alpen unterwegs ist tut gut daran, ein Zelt mitzunehmen. Der Vorteil dabei ist, dass man bleiben kann, wo es einem gef\u00e4llt und zwar in jeder H\u00f6he. Allerdings darf man das Wetter nicht aus dem Blick verlieren, denn wer will sich schon 1-2 Tage in einer \u201eHundeh\u00fctte\u201c aufhalten. Hier kann ich den Tipp geben, H\u00fctten anzusteuern. Wer Mitglied des DAV ist, kann sich bei seiner Sektion einen H\u00fcttenschl\u00fcssel besorgen, mit dem man jeden Winterraum \u00f6ffnen kann. Manchmal hat man sogar das Gl\u00fcck, dass die ganze H\u00fctte zu \u00f6ffnen ist und man einen ungeahnten Platzvorteil hat. Es gibt auch H\u00fctten, bei denen der Schl\u00fcssel neben der T\u00fcre h\u00e4ngt, so dass sie f\u00fcr jedermann zug\u00e4nglich ist (z.B. Coburger H\u00fctte). Ich empfehle jedem, sich vor einer Tour im Internet \u00fcber die H\u00fctten, die sich in der N\u00e4he der geplanten Route befinden, zu informieren. Damit wei\u00df man, ob eine H\u00fctte bewirtschaftet ist oder nicht oder ob sie ge\u00f6ffnet\/zu ist.<br \/>\nAllerdings kann man auch dann noch Pech haben z.B. Loreah\u00fctte. Diese H\u00fctte war im Internet als \u201emit DAV-Schl\u00fcssel zu \u00f6ffnen\u201c angegeben, als wir dort ankamen war sie aber mit einem weiteren Schloss verschlossen, dessen Schl\u00fcssel wir nicht besa\u00dfen. Auch in dieser Situation waren wir froh, dass wir ein Zelt bei uns hatten.<\/p>\n<p><strong>Von uns genutzte H\u00fctten:<\/strong><br \/>\nCoburger H\u00fctte \u2013 Winterraum<br \/>\nDer Winterraum ist ein separates Geb\u00e4ude etwas unterhalb der eigentlichen Coburger H\u00fctte und enth\u00e4lt auch die Materialseilbahn. Der Raum ist mit einem Holzofen ausgestattet, Holz und Briketts liegen bereit. Leider ist die H\u00fctte nicht so gut isoliert, jedoch immer noch w\u00e4rmer, als drau\u00dfen und au\u00dferdem bei Plusgraden trocken. Im H\u00fcttenbuch stand drin, dass im Matratzenlager im Winter in einer Ecke Schnee liegt und diverse Tourengeher beschwerten sich wegen zu wenig Decken. Der Weg zur H\u00fctte sieht (bis auf 300 Meter am See entlang) relativ lawinensicher aus. Im oberen Stockwerk befindet sich das Matratzenlager mit 10 Matratzen und ausreichend Decken. Ein \u201eTrockenklo\u201c befindet sich unter demselben Dach.<br \/>\nReuttener H\u00fctte<br \/>\nSch\u00f6nes Haus neuer Bauweise mit super sch\u00f6nem Ofen\/Herd und gro\u00dfem Aufenthaltsraum mit 3 Tischen. Gitarre, Liederb\u00fccher und Spiele gibt es zur Gen\u00fcge in den Schr\u00e4nken. Auch Geschirr ist ausreichend vorhanden. Dieses Haus bietet Platz f\u00fcr bis zu 30 Personen. Neben dem Aufenthaltsraum\/K\u00fcche befindet sich ein Bettenlager mit Stockbetten (4 Ehebetten, je 2 \u00fcbereinander) und im Oberen Stockwerk 2 Matratzenlager mit ca. 10 bzw. 6 Matratzen. Der Brennholzschuppen befindet sich gleich am Haus dran, ein Beil und gen\u00fcgend Brennholz und Briketts liegen bereit. Vor dem Haus befinden sich einige B\u00e4nke und Tische, die \u00fcberdacht sind. Zum Trockenklo muss man einen Fu\u00dfmarsch von ca. 50 Metern in Kauf nehmen (also rechtzeitig gehen). Zum H\u00e4ndewaschen bzw. Wasser holen wird der Brunnen vor dem Haus genutzt. Einen Wasseranschluss hat die H\u00fctte nicht! Daf\u00fcr aber Strom!<br \/>\nWer sich entschlossen hat dort zu n\u00e4chtigen hat au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit einige leichte Touren zu gehen, die auch einen Tag dauern k\u00f6nnen. Die H\u00fctte kann auch im Winter z.B. mit Schneeschuhen angegangen werden. Daf\u00fcr gibt es einen ausgeschilderten Winterweg. Im Sommer kann man auch mit dem Mountainbike zur H\u00fctte fahren.<\/p>\n\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-3053 gallery-columns-3 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"osterreichbritta1\" data-caption=\"\" href='https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/osterreichbritta1.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/osterreichbritta1.jpg\" 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landscape'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"osterreichbritta3\" data-caption=\"\" href='https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/osterreichbritta3.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/osterreichbritta3.jpg\" class=\"attachment-full size-full lazyload\" alt=\"\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27450%27%20height%3D%27450%27%20viewBox%3D%270%200%20450%20450%27%3E%3Crect%20width%3D%27450%27%20height%3D%27450%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/osterreichbritta3.jpg\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/osterreichbritta3-66x66.jpg 66w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/osterreichbritta3-75x75.jpg 75w, 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