{"id":2868,"date":"2012-01-08T19:25:21","date_gmt":"2012-01-08T17:25:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=2868"},"modified":"2024-06-26T15:08:31","modified_gmt":"2024-06-26T13:08:31","slug":"asien-myanmar-silke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/asien-myanmar-silke\/","title":{"rendered":"Urlaub in Myanmar und man fragt sich, wer beobachtet wen?"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><strong>Meine Tour<\/strong><br \/>\nIm November 2003 starteten wir in Yangon (fr\u00fcher Rangoon), fuhren von dort aus mit dem Bus nach Mandalay (u.a. Tagesausflug nach Mingun), dann schifften wir nach Bagan. Mit dem Bus ging es ins Mittelgebirge rund um Kalaw. <!--more-->Wir wanderten (3 Tage) zum Inle Lake. Dann lie\u00df uns die Sehnsucht nach Meer \u00fcber Yangon (auf der Karte ein unglaublicher Umweg) zu unserem letzten Ziel Ngapali Beach fahren.<\/p>\n<p><strong>Warum MYANMAR<\/strong><br \/>\nWir hatten nur 4 Wochen Zeit und wollten nach Asien. Welches Land k\u00f6nnte sich daf\u00fcr eignen? Nach unserem letzten Urlaub in Indien und Nepal, waren wir auf der Suche nach einem urspr\u00fcnglicheren Indien, wo der geldbringende Umgang mit Touristen noch nicht so ge\u00fcbt ist. Wir fanden ein ganz anderes Land, eine ganz andere Mentalit\u00e4t und in der Tat, durch die bisher relativ kurze \u00d6ffnung f\u00fcr Touristen, neugierige, freundliche und wenig kaufm\u00e4nnische Menschen.<\/p>\n<p><strong>Was Sie schon immer \u00fcber MYANMAR wissen wollten&#8230;<\/strong><br \/>\n<strong>Wie komme ich an einheimisches Geld?<\/strong><br \/>\nNa, auf der Bank? Nein, offiziell ist es nicht erlaubt, Geld zu tauschen; die Banken stehen unter guter staatlicher \u00dcberwachung. Auf dem Flughafen? Zu einem miserablen Umtauschkurs lassen sich ein paar Dollar wechseln, daher nicht empfehlenswert. Ach so, schwarz auf der Stra\u00dfe? Ja genau. An verschiedenen Pl\u00e4tzen (Sule Paya, Bahnhof, Bogyote Market) in der Hauptstadt (auch in anderen touristischen St\u00e4dten) wird man angesprochen und kann nun seine Verhandlungen beginnen. G\u00fcnstiger Weise hat man sich bereits \u00fcber die Lage des Kurses bei vorherigen Ansprechern oder im Guesthouse informiert, denn der Kurs schwankt t\u00e4glich. 100 Dollar Scheine brachten einen besseren Kurs, als kleinere Noten (Euro h\u00e4tten wir auch ohne Probleme tauschen k\u00f6nnen). Dann wird man in eine Ecke, ein Taxi, einen kleinen Verkaufsshop (z.B. f\u00fcr Bustickets) gef\u00fchrt. Mit sechs M\u00e4nnern im Nacken (supi, das erh\u00f6ht den Adrenalinspiegel) sollten wir nun unsere Kyats z\u00e4hlen; bei 500- und 1000-Kyat-Scheinen ist das ein riesiger Stapel. Nach dreimal \u201aWieder von vorne beginnen\u2018 stellt sich der Betrag als richtig heraus, nun konnten wir unsere Dollar \u00fcbergeben. Mit weniger Aufregung l\u00e4sst sich auch Geld zu einem etwas schlechteren Kurs in einigen G\u00e4steh\u00e4usern tauschen. Wir wurden allerdings nie betrogen und das heimliche Verhalten der Geldtauscher l\u00e4sst sich gut mit ihrer Angst vor der staatlichen Gewalt erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>Und was kann ich von dem Geld kaufen bzw. wie viel brauche ich \u00fcberhaupt?<\/strong><br \/>\nAlle Preise unterliegen nat\u00fcrlich aufgrund des wechselnden Kurses Schwankungen. Die billige \u00dcbernachtung kostet 5 bis 10$ f\u00fcrs Doppelzimmer und bietet saubere Decke, frisches Laken und h\u00e4ufig Dusche\/Toilette am Zimmer. Inklusive ist ein Fr\u00fchst\u00fcck im englischen Stil: Toast (leider s\u00fc\u00df!) mit Ei (gekocht, Spiegel- oder R\u00fchrei), Butter, Marmelade und Kaffee\/Tee, auch Obst. Wir haben manchmal das burmesische Fr\u00fchst\u00fcck &#8211; Fischsuppe (Mohinga) oder Reis mit Erbsen &#8211; bevorzugt. Eintritte f\u00fcr Touristen bei verschiedenen Sehensw\u00fcrdigkeiten rangieren zwischen 2 und 10 Dollar (z.B. Bagan-Gebiet 10$, Shwedagon Paya 5$), alle nicht so bekannten Bauwerke sind kostenlos. Kulinarisch kann man zwischen Burmesisch, Chinesisch, Thail\u00e4ndisch und Indisch w\u00e4hlen. Auf der Stra\u00dfe wird man von Chapati mit scharfem Curry f\u00fcr 50 Cent satt. Chinesisch und Thail\u00e4ndisch ist teurer (1-3 Euro) und anders lecker. Unbedingt muss man sich in den Teestuben zum Ausruhen niederlassen (je voller desto besser) und kann k\u00f6stliche Milchtees und \u2013kaffees (20 bis 50 Cent) genie\u00dfen und kleine Snacks verputzen. F\u00fcr gute Bel\u00fcftung bei den tropischen Temperaturen sorgt der Longyi (je nach Material 3 bis 5 Euro z.B. im Bogyote Market n\u00e4hen lassen). F\u00fcr Nachtbusfahrten sollten aber Pullover, Hose und Halst\u00fccher f\u00fcr den Stra\u00dfenstaub und die Zugluft eingepackt werden (viele Busse haben keine richtig schlie\u00dfenden Fenster). Busfahrten sind je nach Qualit\u00e4t des Busses (allerdings gibt es auf vielen Strecken nur den lokalen Bus) und Fahrtstrecke zwischen 5-10\u20ac (z.B. Mandalay-Yangon 5$). Inlandfl\u00fcge sind verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig teuer, sollten aber wegen der geringeren Strapazen und Fahrtzeit in Betracht gezogen werden. Insgesamt haben wir dort ca. 300 \u20ac pro Person f\u00fcr 4 Wochen (incl. \u201eMitbringsel\u201c, ohne Inlandsfl\u00fcge) ausgegeben.<\/p>\n<p><strong>Kann man in Myanmar wandern? Oder: Was ist ein Kulturtrip?<\/strong><br \/>\nDer auf der Karte lockende Himalaja im Norden ist f\u00fcr Touristen nicht zug\u00e4nglich. Die Regierung m\u00f6chte keine Touristen in unruhigen Gebieten (Gefahr des Kidnapping und Forderungen bzw. Gefangene freipressen). Generell darf nicht ohne lizenzierten F\u00fchrer gewandert werden. Da es keine Karten gibt und die V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung schwierig ist, liegt das auch nahe. In Kalaw gibt es mehrere Reiseshops, wir entschieden uns f\u00fcr die Lonely Planet Empfehlung \u201eSam\u201c und waren zufrieden. Tun Tun (Sams Sohn) f\u00fchrte uns auf wenig anspruchsvoller Strecke, und doch schwei\u00dftreibend in der Mittagssonne, \u00fcber Felder von Dorf zu Dorf. Unser Gep\u00e4ck fuhr schon voraus, Decken wurden in den privaten H\u00fctten bereitgestellt; allerdings braucht man einen warmen Pullover abends (auf 1500m, nachts zwischen 0 und 10 \u00b0C) und f\u00fcr die Holperpfade m\u00f6glichst feste Schuhe. Nach und nach nannten wir das Ganze nicht mehr Wandern oder Trekking, sondern Kulturtrip. Wir lernten, wie Ingwer auf dem Feld geerntet wird und wie schwarzer Sesam aussieht, wenn er bl\u00fcht. Wir schliefen beim \u201aDorfpolizisten\u2018, der nichts zu tun hat, weil alle so friedlich miteinander leben und a\u00dfen im Kloster. Wir sahen, wie Frauen mehrere Kilometer weit das Wasser ins Dorf trugen und nachts mit Manneskraft Reis klopften. Kinder halfen \u00fcberall mit, wenn sie nicht gerade in der Schule waren. Auch wenn sich das jetzt sehr beobachtend anh\u00f6rt, dort kehrte sich alles um. Denn wir waren die Attraktion im Dorf, unsere Kleidung wurde beschaut, gelauscht, wenn wir sprachen, gewundert, wenn wir Z\u00e4hne putzten oder Fotos machten; eine Horde Kinder war immer an unserer Seite. Es wurde viel geguckt und gelacht. Wo wir waren, traf sich das Dorf in neugieriger, freundlicher Atmosph\u00e4re. Es war ein Ausflug in eine andere, irgendwie mittelalterliche, sehr beeindruckende Welt.<\/p>\n<p><strong>Soll ich mich wirklich zwei Tage f\u00fcr ein bisschen Strand qu\u00e4len?<\/strong><br \/>\nBei burmesischen Busfahrten haben wir gelernt: Schlimmer geht immer! Nachdem wir schon eine Nachtbusfahrt hinter uns hatten und den Tag in Yangon mit Kaffee \u00fcberlebten, fanden wir uns f\u00fcr die n\u00e4chste Nacht am Busbahnhof ein. Es dauerte Stunden bis unser Bus mit Reiss\u00e4cken, Benzintonnen, Metallst\u00e4ben und vielem mehr beladen war. Dann durften wir \u00fcber alles kriechen und uns zwischen die zu kleinen Sitze klemmen. Es folgten 18 Stunden auf einer Stra\u00dfe, die keine war. Durch eine gewisse Di\u00e4t waren wir reisefester als die Einheimischen, die am St\u00fcck erbrachen, meist irgendwo auf die Reiss\u00e4cke oder auch mal auf unseren Rucksack. Es kam kein Gestank auf, denn die Fenster schlossen ja eh nicht richtig. Angekommen in Thandwe wechselten wir in einen Pickup, als Tourist brauchten wir noch nicht einmal auf dem Dach sitzen und lie\u00dfen uns an der Linn Thar Oo Lodge absetzten&#8230;. Und dann ereilte uns ein Traum! Wei\u00dfer Sand, t\u00fcrkises Meer, Palmen, Wellen, Hummer, Garnelen in Kokoscurry, Caipirinya, Schnorcheln, Fischerd\u00f6rfer. Man kann dort auch bequem hinfliegen, aber vielleicht war nach den Strapazen das Meer f\u00fcr uns ein bisschen blauer als f\u00fcr die anderen?!<\/p>\n<\/div><div class=\"awb-gallery-wrapper awb-gallery-wrapper-1 button-span-no\" style=\"--more-btn-alignment:center;\"><div style=\"margin:-5px;--awb-bordersize:0px;\" class=\"fusion-gallery fusion-gallery-container fusion-grid-3 fusion-columns-total-6 fusion-gallery-layout-grid fusion-gallery-1\"><div style=\"padding:5px;\" class=\"fusion-grid-column fusion-gallery-column fusion-gallery-column-3 hover-type-zoomin\"><div class=\"fusion-gallery-image\"><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/myanmarsilke1.jpg\" rel=\"noreferrer\" data-rel=\"iLightbox[gallery_image_1]\" class=\"fusion-lightbox\" target=\"_self\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/myanmarsilke1.jpg\" 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