{"id":2745,"date":"2012-01-07T18:01:44","date_gmt":"2012-01-07T16:01:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=2745"},"modified":"2024-06-26T15:16:06","modified_gmt":"2024-06-26T13:16:06","slug":"asien-indien-andy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/asien-indien-andy\/","title":{"rendered":"There\u2019s always something bizarre going on here"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><strong>Meine Tour<\/strong><br \/>\nDrei Monate Kultur und Wandern in Nordindien: Mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitten von Kolkata nach Darjeeling, Wanderung entlang des Singalila-Grates. Ein paar Tage in Delhi, dann wieder Wandern zum Deo-Tibba-Basislager bei Manali. Zur\u00fcck nach Delhi, Agra und Jaipur, und wieder in die Berge nach McLeodGanj. Zur\u00fcck nach Delhi, Abstecher nach Varanasi. Flug von Delhi nach Leh: der letzte Monat in Ladakh (Extra-Bericht).<!--more--><\/p>\n<p><strong>Warum INDIEN<\/strong><br \/>\nIch habe ein bisschen recherchiert und war fasziniert von der kulturellen und landschaftlichen Vielfalt sowie der Exotik, die die g\u00e4ngige Literatur versprach. Zudem wollte ich unbedingt mal im Himalaya wandern, vielleicht auch einen Berg besteigen. Diesbez\u00fcglich ist Indien weniger erschlossen als beispielsweise Nepal, zudem ist die Sicherheitslage der Bergregionen abgesehen von Kashmir recht gut. Und wer k\u00f6nnte sich schon Bhutan f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit leisten? Ich war so begeistert, dass ich, als ausnahmsweise mal Geld und Zeit halbwegs zusammenkamen, losgeflogen bin.<\/p>\n<p><strong>Was Sie schon immer \u00fcber INDIEN wissen wollten&#8230;<\/strong><br \/>\n<strong>Das erste Mal in Indien, ganz alleine und gleich nach Kolkata? Kulturschock?<\/strong><br \/>\nJa. Empfangen hat mich diese im positiven (Exotik) wie negativen (Armut) \u00fcberw\u00e4ltigende Stadt, die ich im \u00dcbrigen entgegen ihres schlechten Rufs nicht unangenehmer als andere Gro\u00dfst\u00e4dte in Nordindien empfunden habe. Belastend ist neben Hitze und Hygiene der st\u00e4ndige Beschuss durch einen unangenehmen Subtyp des Inders (\u201eHello my friend. It\u2019s very hot today. Where you from? Good country. Want to buy silk\/jewels\/shoes\/hash?\u201c). Zum Gl\u00fcck auf touristischere Ecken beschr\u00e4nkt. Das Alleinsein (obwohl man leicht Leute, v. a. andere Reisende, kennenlernt) hat sein \u00fcbriges getan, so dass ich ein paar Wochen gebraucht hab, um Indien zu m\u00f6gen. Genau genommen habe ich, auch wenn es mir zun\u00e4chst nicht bewusst war, tats\u00e4chlich einen lehrbuchm\u00e4\u00dfigen Kulturschock durchlebt. Was macht man, wenn man in einem Restaurant an der Strasse fr\u00fchst\u00fcckt (Haferbrei, Toast, Fr\u00fcchte), und sich um den Tisch Kinder in Lumpen scharen und die Hand aufhalten? Es braucht Zeit, damit leben zu k\u00f6nnen. Dank zahlreicher Internet-Caf\u00e9s und akzeptabler Telefontarife (ab f\u00fcnf Cent pro Minute ins deutsche Festnetz) ist es \u00fcbrigens leicht, den Kontakt zur\u00fcck tu halten.<\/p>\n<p><strong>Also sind alle Inder Abzocker? Und was ist mit Kriminalit\u00e4t?<\/strong><br \/>\nIch habe, vor allem in Bus und Bahn, sehr nette Leute kennengelernt, die keinen Gesch\u00e4ftskontakt mit mir wollten. Die Kriminalit\u00e4tsrate ist ziemlich gering, erst recht in Anbetracht der verbreiteten Armut. Als Frau hat man es nicht ganz so leicht: Zumindest mit gelegentlichen anz\u00fcglichen Kommentaren muss man rechnen, auch leichte k\u00f6rperliche Bel\u00e4stigung tritt in den St\u00e4dten (selten) auf. Ich habe mich sehr sicher gef\u00fchlt. Brenzlige Situationen beschr\u00e4nkten sich auf gelegentliches Anschreien mit Taxi- und Riksha-Fahrern, wenn der Fahrpreis sich mal eben verzwanzigfacht hatte. F\u00fcr einige kriselnde Regionen (Kashmir, Nordoststaaten) sollte man die Empfehlungen des Ausw\u00e4rtigen Amtes ber\u00fccksichtigen und absch\u00e4tzen, ob ein Besuch das Risiko wert ist.<\/p>\n<p><strong>Und in den Bergen?<\/strong><br \/>\nDa ist alles etwas ruhiger, die \u00dcberbev\u00f6lkerung und Bettler sind nicht so allgegenw\u00e4rtig, man wird seltener bel\u00e4stigt. Es gab gar keine Probleme, ich habe auch von keinen geh\u00f6rt. In den typischen \u201eDrogenorten\u201c lieber etwas aufpassen.<\/p>\n<p><strong>Wie kommt man vorw\u00e4rts?<\/strong><br \/>\nBahnfahren ist billig und die Sleeper-Klasse (drei Lederpritschen \u00fcbereinander) ist recht angenehm. Die Busse bewegen sich zwischen akzeptabel und grauenhaft, sind aber neben Shared Jeeps (auch nicht besser, Rekord: neunzehn Leute in einem Acht-Mann-Auto) der einzige \u00f6ffentliche, bezahlbare Weg in den Himalaya, wenn man vom Fliegen absieht. Vor allem die letzte Sitzreihe im Bus sollte man meiden. Da passt man nur als Yogi rein und wird mal eben f\u00fcnfzehn Stunden durchgesch\u00fcttelt. Au\u00dferdem ist Busfahren aufgrund hoher Unfallzahlen vermutlich das Gef\u00e4hrlichste, das man in Indien unternehmen kann. Vorbuchung ist f\u00fcr Bus und Zug notwendig, man kriegt nicht immer gleich einen Platz, das sollte man bei der Planung ber\u00fccksichtigen (oder lieber gar nicht planen).<\/p>\n<p><strong>Was sollte man einpacken?<\/strong><br \/>\nM\u00f6glichst wenig, da in Hitze und Menschenmassen, erst recht wenn man mal wieder von zehn Riksha-Fahrern und zwanzig Seidenh\u00e4ndlern bel\u00e4stigt wird, schnelle Beweglichkeit sehr angenehm sein kann. Theoretisch kann man alles, was man braucht, vor Ort kaufen. Das gilt auch f\u00fcr die Bergausr\u00fcstung. Kleidung (\u201eThe North Face\u201c oder \u201eMountain Equipment\u201c steht meist drauf) ist in schlechter Qualit\u00e4t (andererseits mit gutem Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis) verf\u00fcgbar, Zelte kann man leihen (Konsequenz: mit einem l\u00f6chrigen Firstzelt im Transhimalaya), Schlafs\u00e4cke und Isomatten auch. Schuhe sind problematisch \u2013 ich habe kein Paar gesehen, das auch nur sieben Tage Wandern \u00fcberlebt h\u00e4tte. Eine gute Idee ist es, sich ein zuverl\u00e4ssiges Hotel als \u201eBasislager\u201c z. B. in Delhi zu suchen und dort (spottbillig) alles an Gep\u00e4ck verwahren zu lassen, das man auf der n\u00e4chsten Etappe nicht braucht.<\/p>\n<p><strong>Was ist mit dem Essen?<\/strong><br \/>\nMan kann billig (50 Cent bis 1 Euro pro Mahlzeit) und sehr gut essen gehen, wobei die teureren Restaurants nicht unbedingt die besten sind. Obwohl man die hygienischen Bedingungen nicht aus den Augen verlieren sollte, ist kein Grund zu \u00fcbertriebener \u00c4ngstlichkeit gegeben.<\/p>\n<p><strong>Bist Du krank geworden?<\/strong><br \/>\nEs hei\u00dft, es g\u00e4be zwei Arten von Indienreisenden: die, die nicht krank werden, und die, die es pausenlos sind. Ich war aber nur einen Tag krank (Lebens- mittelvergiftung), daf\u00fcr hat\u2019s mich auf dem R\u00fcckflug (!) richtig erwischt.<\/p>\n<p><strong>Wie ist das mit dem Wandern?<\/strong><br \/>\nAllgemein: Typisch f\u00fcr den indischen Himalaya ist der alte britische Expeditionsstil mit F\u00fchrer, Koch, Tr\u00e4gern oder Pferden. Wer auf eigene Faust unterwegs sein will, sollte schon in Deutschland Kartenmaterial besorgen und m\u00f6glichst alle Ausr\u00fcstung mitnehmen! Im Kullu-Tal (Manali) gab es in den letzten Jahren z. T. t\u00f6dliche \u00dcberf\u00e4lle auf kleine Gruppen ohne einheimische Begleitung. Darjeeling: Die vier- bis f\u00fcnft\u00e4gige Wanderung entlang des bis 3600m hohen Singalila-Grates an der nepalesischen Grenze (die mehrfach \u00fcberschritten wird) ist recht einfach und empfehlenswert zum Warmwerden, unterwegs finden sich in den zahlreichen D\u00f6rfern Unterkunfts- und Verpflegungs- m\u00f6glichkeiten. Ein warmer Schlafsack ist trotzdem angebracht. Bergh\u00fctten k\u00f6nnen in Darjeeling bei Glenary\u2019s vorgebucht werden. Im Ausgangsort Mana Bhanjang kann man englischsprachige F\u00fchrer (Mitgliedsausweis der lokalen Bergf\u00fchrerorganisation zeigen lassen) f\u00fcr etwa sechs Euro\/Tag anheuern. Einfach in den Hotels fragen, meist kann\u2019s nach einer Stunde losgehen. Eine Vermittlung \u00fcber Agenturen in Darjeeling kostet deutlich mehr! Manali: Leider waren die hohen P\u00e4sse in der Umgebung ungew\u00f6hnlicherweise im Mai 2005 noch zugeschneit. Die \u201eNotl\u00f6sung\u201c, eine sechst\u00e4gige Wanderung zum Deo-Tibba-Basislager (mit Seitentouren), ist schon etwas anstrengend, teilweise weglos und sollte mit einheimischem F\u00fchrer angegangen werden (s. o.). McLeod Ganj: Zun\u00e4chst auf gutem Weg nach Triund direkt \u00fcber McLeod Ganj (beliebte Tagestour), dann weiter zum Gletscher am Fuss des etwa 4300m hohen Indrahar-Passes. Auf diesem \u00dcberschreitung des Dhauladar-Massivs und dem Tal auf der anderen Seite nach Machetar folgen. Eigentlich kann man sich nicht verlaufen, aber der Aufstieg auf den Pass ist in Bezug auf Orientierung nicht ohne, auch sollte mindestens ein Eispickel (zum Stufenschlagen) im Gep\u00e4ck sein. Landschaftlich toll. Kann man gar nicht in Worte fassen.<\/p>\n<p><strong>Dein Fazit?<\/strong><br \/>\nAlles in einen Satz zu bringen, schien mir unm\u00f6glich, bis ich in einem Caf\u00e9 den Satz \u201eThere\u2019s always something bizarre going on here\u201c aufgeschnappt habe. Das ist positiv gemeint.<\/p>\n<\/div><div class=\"awb-gallery-wrapper awb-gallery-wrapper-1 button-span-no\" style=\"--more-btn-alignment:center;\"><div style=\"margin:-5px;--awb-bordersize:0px;\" class=\"fusion-gallery fusion-gallery-container fusion-grid-3 fusion-columns-total-7 fusion-gallery-layout-grid fusion-gallery-1\"><div style=\"padding:5px;\" class=\"fusion-grid-column fusion-gallery-column fusion-gallery-column-3 hover-type-zoomin\"><div class=\"fusion-gallery-image\"><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/indienandy1.jpg\" rel=\"noreferrer\" data-rel=\"iLightbox[gallery_image_1]\" class=\"fusion-lightbox\" target=\"_self\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/indienandy1.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/indienandy1.jpg\" width=\"450\" height=\"450\" alt=\"\" title=\"indienandy1\" aria-label=\"indienandy1\" class=\"lazyload img-responsive 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