{"id":21978,"date":"2023-12-16T12:57:51","date_gmt":"2023-12-16T10:57:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=21978"},"modified":"2024-06-26T11:55:49","modified_gmt":"2024-06-26T09:55:49","slug":"neuseeland-mit-packraft-zu-fuss-per-anhalter-plus-zwei-heimwegstops","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/neuseeland-mit-packraft-zu-fuss-per-anhalter-plus-zwei-heimwegstops\/","title":{"rendered":"Neuseeland &#8211; Mit Packraft, zu Fu\u00df, per Anhalter. Plus zwei Heimwegstops."},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p>Neuseeland \u2013 am ziemlich genau anderen Ende der Welt \u2013 ist bekannt f\u00fcr seine \u00e4u\u00dferst vielf\u00e4ltigen Landschaften und der zahlreichen m\u00f6glichen Outdooraktivit\u00e4ten. Vor \u00fcber einem Jahrzehnt hetzte ich, zumeist per Daumen, in etwas \u00fcber zwei Wochen \u00fcber Nord- und S\u00fcdinsel, trekkte am Mt.Cook (permanent wolkenverhangen und Schneesturm bei der &#8218;Mueller Hut&#8216;), beging den Kepler-Trek, traversierte den Tongariro-Nationalpark und schaute mir noch die eine oder andere Ecke an. Diesmal hatte ich \u00fcber 4 Wochen Zeit, und da ich mein Rucksackboot dabei hatte, war der Plan auf der S\u00fcdinsel ein paar \u00dcberquerungen der Alpen zu versuchen. Dieser Plan ging nicht ganz auf.<\/p>\n<p><strong>Start<\/strong><\/p>\n<p>Der Weg nach Neuseeland ist weit, aber meist in unter 30h in der Luft zu realisieren. Mein Flug f\u00fchrte von Frankfurt nach Seoul \u2013 ein Traum; die Auslastung von 30% und der Sonnenaufgang \u00fcber den schneebedeckten Gipfeln des Tien Shan \u2013 und dann weiter nach Auckland, wo ich vormittags ankam. Ich suchte das Quartier auf und musste mich dazu zwingen statt zu schlafen, das Tageslicht zu nutzen und herumzulaufen. Am n\u00e4chsten Tag merkte ich dann noch etwas Jetlag, aber da ich die dann folgende Nachtbusfahrt nach Wellington fast durchschlief, erreichte ich frisch und munter das Ziel am n\u00e4chsten Morgen, erstand ein Ticket f\u00fcr die F\u00e4hre, schaute mir wegen einer Versp\u00e4tung das Hauptst\u00e4dtchen noch etwas an, schaukelte \u00fcber die Cook-Stra\u00dfe um am anderen Ufer in Picton direkt mit einer kleinen Wanderung zu beginnen. Ich n\u00e4chtigte am Queen-Charlotte-Sound, ging am n\u00e4chsten Tag noch weiter und trampte dann bis Hokitika an der Westk\u00fcste.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/road-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-22014\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-22014\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/road-1.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/road-1.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/road-1-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/road-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/road-1.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und dies lief wie am Schn\u00fcrchen, und so sollte es in den folgenden Wochen zur Regel werden: eine junge deutsche Touristin mit Wohnmobil, 2-3 Kiwis die mich kurze Strecken, immer zur n\u00e4chsten, besseren Trampstelle mitnahmen, dann ein mittelaltes Ehepaar, vor Jahrzehnten von den britischen Inseln emigriert, ein Chilene, via Work-and-Travel-Visa vor Jahren ins Land gekommen, mit mittlerweile Absichten, zu bleiben, klassenbewusste Minenarbeiter mit derbem Humor, Fischer, Farmer, Bauarbeiter. Kurzum, interessante Reisebekanntschaften. Bezeichnend f\u00fcr meine Geschwindigkeit war, dass es mir gelang, einen Konvoi von alten Bedford-Schaustellertrucks mit r\u00f6hrenden Dieselmotoren immer wieder einzuholen. Ich blieb eine Nacht in Hokitika und trampte dann am n\u00e4chsten Morgen zu meinem ersten Trailhead am Whataroa River.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/what.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21997\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21997\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/what.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/what.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/what-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/what-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/what.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Backcountry<\/strong><\/p>\n<p>Das Wetter war gemischt, zuerst kam ich auf gut markierten Wegen ganz gut im rutschigen Regenwald voran, musste einige Fl\u00fcsse durchwaten und erreichte nachmittags am Perth River eine H\u00fctte, wo ich auch n\u00e4chtigte. Am n\u00e4chsten Tag wurde es wegen schwieriger Wegfindung im Unterholz komplizierter, aber es war warm und sonnig und ich erreichte bald eine weitere H\u00fctte wo ich wiederum blieb. Dann wurde das Wetter wechselhaft und ich m\u00fchte mich \u00fcber Blockfelder und durch wegloses Unterholz bis ans Ende des Tales des Bettison Stream hinauf, von wo aus ich den Dennistoun Pass queren wollte. Dies scheiterte am n\u00e4chsten Tag an Null Sicht; ich wusste nicht 100%ig, ob ich wirklich in Passn\u00e4he war (mein GPS-Ger\u00e4t war ausgestiegen und die Karten waren nicht so detailliert), also n\u00e4chtigte ich auf dem Grat und hoffte auf Wetterbesserung, die aber auch am Folgetag ausblieb. Von riskanten Versuchen in Fels und Eis sah ich ab, da ich keine 20 mehr bin und auch nur begrenzt Werkzeug daf\u00fcr mitf\u00fchrte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/gra.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21999\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21999\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/gra.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/gra.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/gra-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/gra-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/gra.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Also kehrte ich um, nachdem ich eine weitere Ger\u00f6llrinne auf der Suche nach dem Pass hochgekraxelt war, was wiederum bedeutete, mich durch wegloses Gel\u00e4nde und die erw\u00e4hnten, nun regennassen Blockfelder zu m\u00fchen. Gerade rechtzeitig mit einbrechender Dunkelheit befand ich mich zu Gl\u00fcck wieder auf dem Pfad der mich zur H\u00fctte f\u00fchrte. Ich brauchte wiederum 2 Tage zur\u00fcck zur Stra\u00dfe, wobei die letzte Nacht und der Folgemorgen sehr unangenehm waren: massiver Dauerregen, Sturm, und die Durchquerung des letzten Sturzbaches war mehr als waghalsig. In Whataroa nahm ich mir ein Zimmer, und trampte am n\u00e4chsten Tag im anhaltenden Regen in einem Ritt bis Wanaka, wo es fast 30 Grad warm war und die Sonne schien.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/wana.jpg\" rel=\"attachment wp-att-22002\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-22002\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/wana.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/wana.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/wana-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/wana-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/wana.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich \u00fcberlegte kurz was ich nun tun k\u00f6nnte und trampte noch ein St\u00fcck weiter Richtung Mt.Aspiring- Nationalpark, ging noch 1-2 Stunden ein idyllisches Tal hinauf und schlug mein Lager auf. Am n\u00e4chsten Nachmittag erreichte ich die Ruth Flats und zeltete unweit eines Baches. Nachts setzten Sturm und Regen ein. Ich war gen\u00f6tigt nicht nur alle Zusatzabspannungen zu nutzen, sondern auch alle Verankerungen mit Steinen zu beschweren, was aber nur begrenzt half. Auch nach Tagesanbruch besserte sich nichts an der Situation, ich blieb also im Zelt statt weiter Richtung Pass zu laufen. Da der Bach neben mir stetig anschwoll zog ich irgendwann auf h\u00f6heren Grund um.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ruti.jpg\" rel=\"attachment wp-att-22003\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-22003\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ruti.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ruti.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ruti-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ruti-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ruti.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>SAR-Beifang<\/strong><\/p>\n<p>Irgendwann nachmittags h\u00f6rte ich einen Hubschrauber das Tal hinauffliegen, nach vielleicht einer halben Stunde wieder umkehrend, sich n\u00e4hernd und 50 Meter von mir entfernt landend. Ich kroch aus dem Zelt und mir entgegen kam ein SAR-Typ, fragte was ich vorhatte, erkl\u00e4rte, dass das Wetter so schnell nicht besser werden w\u00fcrde, sie soeben jemanden gerettet h\u00e4tten und ob ich mitwollen w\u00fcrde. Ich musste nicht lange \u00fcberlegen, der Heli wurde zum Parken etwas weiter weggeschickt und mir wurde beim Zusammenwerfen meines Krempels geholfen. Der Heli wurde zur\u00fcckbeordert, ich nebst Gep\u00e4ck verfrachtet und wir waren in der Luft. Beeindruckende Wassermassen st\u00fcrzten unter mir ins Tal, das Flugger\u00e4t schwankte in den B\u00f6en und Fallwinden, und nach weniger als 30 Minuten setzten wir zur Landung bei strahlendem Sonnenschein in Wanaka an. Die SAR-Basis war unglaublich gut ausger\u00fcstet, und im Gespr\u00e4ch mit einem der Retter erfuhr ich, dass in Wanaka \u00fcber 50 Freiwillige f\u00fcr multiple Rettungsarten (Alpin, Wildwasser etc.) zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrden, und dass sie in der Regel nach Eintreffen des Notrufsignals keine 30 Minuten brauchen w\u00fcrden, um in der Luft zu sein, und dies mit requirierten Helis, was mehr als beeindruckend ist. Zudem erkl\u00e4rte er, dass das seit eh und je unvorhersehbare Wetter in dieser Gegend seit ein paar Jahren noch unvorhersehbarer geworden sei und Prognosen f\u00fcr mehr als 24 Stunden kaum m\u00f6glich w\u00e4ren. (Jene Person, die den Notruf abgesetzt hatte (Anfang 20, sehr teuer und ultraleicht ausger\u00fcstet) gab an, Zelt und Schlafsack verloren zu haben. Wie dies passiert ist entzieht sich meiner Kenntnis wie mir auch r\u00e4tselhaft ist, warum er darob einen Notruf abgesetzt hatte, da die n\u00e4chste Stra\u00dfe 7-8 Gehstunden entfernt war und davon maximal die erste H\u00e4lfte in anspruchsvollem, aber markiertem Gel\u00e4nde; das Wetter war zwar sehr h\u00e4sslich, aber die Temperatur um die 20 Grad nicht lebensbedrohlich.)<\/p>\n<p><strong>Zick-zack<\/strong><\/p>\n<p>Ich trocknete etwas meinen Krempel und begab mich dann auf den \u00f6rtlichen Zeltplatz. Angesichts des Wetters war es wenig ratsam, ein weiteres Mal gegen die Alpen anzurennen, also beschloss ich den Clutha hinunterzufahren, um das mitgeschleppte Boot auch mal zu nutzen. Die Flie\u00dfgeschwindigkeit war hoch und es dauerte nicht lange bis ich am Lake Dunstan ankam, ich rollte das Boot zusammen und trampte bis Alexandra mit einer Studentin aus Dunedin, die auf Heimatbesuch war. Von dort fuhr ich am n\u00e4chsten Morgen weiter den Fluss in einem Canyon hinab, und stieg wiederum kurz vor einer Stauung aus, trampte ein St\u00fcck und setzte dann wieder ein. Aber nicht lange, da der Fluss nicht nur Hochwasser f\u00fchrte, sondern auch komplett unberechenbar war; mit zahlreichen Strudeln, Felsbl\u00f6cken, Unterstr\u00f6mungen und \u00e4hnlichem, wovor man mich auch gewarnt hatte. Also stieg ich aus und wanderte auf einem Weg entlang des Flusses und schlug mein Zelt am Ufer auf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/cluthi.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21995\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21995\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/cluthi.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/cluthi.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/cluthi-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/cluthi-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/cluthi.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bald erreichte ich am n\u00e4chsten Tag die Stra\u00dfe und beschloss, mal eine Stadt zu besuchen, Dunedin. Nun, ganz angenehm, wenn auch eher unspektakul\u00e4r. Die Wetterprognose sah nun wiederum ganz gut aus, so dass ich einen weiteren Sturm auf die Gebirgskette wagen wollte, und zwar unweit vom Mt.- Cook-NP. Die gut 400 km bis dahin lagen wie \u00fcblich in unglaublichem Tempo hinter mir und ich trottete am sp\u00e4ten Nachmittag die Schotterpiste entlang des Lake Ohau hinauf. Ich zeltete bald an einem Bach, wo ich die schlimmste Sandfly-Heimsuchung bis dato erlebte, und so versuchte ich am n\u00e4chsten Morgen vor Tagesanbruch unterwegs zu sein, um nicht allzu stark bel\u00e4stigt zu werden, was auch beinahe geklappt hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/dobbi.jpg\" rel=\"attachment wp-att-22012\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-22012\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/dobbi.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/dobbi.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/dobbi-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/dobbi-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/dobbi.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Relativ z\u00fcgig kam ich dann voran, die Sonne schien, und auf verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig ausgetretenen Pfaden erreichte ich am Abend eine H\u00fctte am Talende, wo ich auf zwei US-Amerikaner traf, die bereits das zehnte Mal in Neuseeland waren und so Spezialisten auf dem Feld der Backcountry-H\u00fctten. Am n\u00e4chsten Tag suchte ich nach einer M\u00f6glichkeit \u00fcber die Gebirgskette zu kommen, und scheiterte wieder grandios an weglosem Ger\u00f6ll und Unterholz, kehrte also ein weiteres Mal um und ging dann noch bis zu einer Stelle zur\u00fcck, wo ich am n\u00e4chsten Tag das Boot in den Hopkins River einsetzen konnte. Dies klappte dann auch super, teilweise war die Abfahrt, dann auf dem Dobson River, ganz sportlich, teilweise aber auch anstrengend, da der Wasserlauf immer wieder zerfaserte und ich das Boot in Niedrigwasser ziehen musste. Kurz vor dem Lake Ohau stieg ich wiederum aus und begab mich auf die Schotterpiste wo ich auch schon bald einen Lift auf einer Pick-Up-Ladefl\u00e4che bekam. Mein Ziel war nun der nicht allzu ferne Mt.-Cook-NP wo ich gen Abend am Tasman River entlang nach Norden lief. Die umliegenden Gipfel erstrahlten im Abendlicht und der nahe Tasman-Gletscher rumorte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/tasman-glacier-small.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21989\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21989\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/tasman-glacier-small.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/tasman-glacier-small.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/tasman-glacier-small-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/tasman-glacier-small-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/tasman-glacier-small.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen kehrte ich allerdings kurzentschlossen um, da ich angesichts vielversprechender Wetterprognosen, statt einer kleinen Runde hier, es noch einmal wagen wollte N\u00e4he Mt.Aspiring eine mehrt\u00e4gige Tour zu machen. Also befand ich mich wieder auf der Stra\u00dfe nach Wanaka und am n\u00e4chsten Tag unweit des Mt.Aspiring. Die letzten Kilometer nahmen mich Alpinisten aus Lettland mit, die den Mt. Aspiring besteigen wollten, wir tauschten uns \u00fcber diverse Hochgebirge der Welt aus, und als ich sie auf ihre wenig zeitgem\u00e4\u00dfen sehr hoch beladenen Rucks\u00e4cke ansprach, erkl\u00e4rten sie augenzwinkernd, dass sie sowjetische Alpinisten und f\u00fcr wirklich alles ger\u00fcstet w\u00e4ren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/aspi.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21991\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21991\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/aspi.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/aspi.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/aspi-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/aspi-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/aspi.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die bald hochalpin werdende Landschaft zeigte sich bei bestem Sonnenschein und ich zeltete unweit des Cascade Saddle, die Nachtruhe wurde allerdings immer wieder von Keas gest\u00f6rt, die es auf die Zeltheringe abgesehen hatten. Am n\u00e4chsten Tag ging es hinab und dann einen weiteren Pass hinauf, hinter dem ich mein Lager aufschlug. Bald folgte ich dem Rees River und versuchte mein Gl\u00fcck auf dem Wasser. Dies war aber ziemlich schnell zum Scheitern verurteilt, da er einfach zu wenig Wasser f\u00fchrte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/casc.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21992\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21992\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/casc.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/casc.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/casc-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/casc-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/casc.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Finale<\/strong><\/p>\n<p>Das Datum meiner Abreise nahte unaufhaltsam und so machte ich keine allzu gro\u00dfen Spr\u00fcnge mehr, sondern begab mich, nach einem weiteren untauglichen Paddelversuch (Niedrigwasser) unweit von Arthur\u2019s Pass auf einen Zeltplatz am Meer auf der Banks-Halbinsel s\u00fcdlich von Christchurch, wo ich 1,5 Tage lang einfach mal fast nichts tat, au\u00dfer spazieren, baden und lesen. Das nach wie vor vom letzten Erdbeben gezeichnete Christchurch sah ich dann an einem sehr verregneten Tag und verlie\u00df Neuseeland am n\u00e4chsten Morgen.<\/p>\n<p><strong>Heimweg mit Stopps<\/strong><\/p>\n<p>Wenig sp\u00e4ter landete ich in Sydney. Dummerweise zogen meine Freunde dort just an diesem Wochenende um, also half ich dabei. Es ergaben sich aber auch entspannte gemeinsame Stunden, wie auch Zeit zum Schlendern durch die Stadt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/s1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21986\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21986\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/s1.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/s1.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/s1-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/s1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/s1.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mein n\u00e4chster Flug brachte mich dann nach Bali, per se nicht eine unter den Top-Ten meiner Destinationen, aber ein Freund weilte zu dieser Zeit dort, wie auch eine Bekannte dort seit l\u00e4ngerem lebt. Da es auf dem Weg lag, machte ich einen 7-t\u00e4gigen Stopp. Es war noch Regenzeit, und die imposanten Vulkankegel, die ich ansonsten versucht h\u00e4tte zu besteigen, waren meist in Wolken geh\u00fcllt. Ich verbrachte ein paar Tage an der Ostk\u00fcste mit den erw\u00e4hnten Freunden oder ging spazieren, sa\u00df auf dem Balkon, starrte aufs Meer oder las. Um noch etwas anderes zu sehen fuhr ich dann nach Ubud, wo mich touristischer Overkill \u00fcbermannte. Ich mietete mir aber ein Rennrad f\u00fcr 2 Tage, um in den bergigen Norden zu fahren, wie auch die n\u00e4here Umgebung zu erkunden. Meist fuhr es sich ziemlich gut, zumindest wenn man auf kleineren Stra\u00dfen blieb und die Mittagshitze mied, durch bilderbuchartige Terrassenreisfelder und Regenw\u00e4lder. Die Woche war dann ziemlich schnell vergangen und ich musste die Heimreise antreten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/b1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21982\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21982\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/b1.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/b1.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/b1-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/b1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/b1.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kurzum, auch wenn die Touren in Neuseeland wegen objektiver und subjektiver Behinderungen nicht so wie angedacht zu realisieren waren, gelang es mir trotzdem eine sehr gute Zeit zu haben indem ich t\u00e4glich die Pl\u00e4ne anpasste. Dabei legte ich unglaublich viele Kilometer, mutma\u00dflich ein paar Tausend, trampend zur\u00fcck, wobei ich nicht zuletzt wegen der nicht vorhandenen Sprachbarriere Einblicke gewann, die mir sonst und anderswo verwehrt geblieben w\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>Shortcuts:<\/strong><\/p>\n<p>Transport: Fl\u00fcge ans andere Ende der Welt sind nicht gerade g\u00fcnstig und das fr\u00fche Buchen, wie auch das Durchspielen verschiedener Optionen (bestimmte Strecken separat buchen bspw.) kann sich lohnen. Im Land gibt es ein Fernbus-Netz, was aber gerade auf der S\u00fcdinsel seine Grenzen hat, angesichts geringer Bev\u00f6lkerungsdichte und mehrheitlich Campervan-fahrenden Touristen. Die Fortbewegung per Anhalter funktionierte unglaublich gut und in der Regel sa\u00df ich in einem Auto, bevor die erste Zigarette aufgeraucht war, und das bei den exorbitant hohen Preisen f\u00fcr Tabakwaren im Land. Einen Spitzenplatz in puncto Mitnahmefreundlichkeit haben US-Amerikaner, gefolgt von Einheimischen, es gab aber auch Chilenen, Franzosen, Argentinier, Briten, \u00d6sterreicher, Chinesen, Deutsche und Koreaner.<\/p>\n<p>Karten: Es gibt ziemlich gute topografische Karten online bzw. auch zum Ausdrucken unter topomap.co.nz in den Ma\u00dfst\u00e4ben 1: 250 000 und 1:50 000.<\/p>\n<p>Generell: Wer sich jenseits der Rudeltrekkingpfade ins Hinterland der Westk\u00fcste wagt, sollte sich in weglosem Gel\u00e4nde zurechtfinden k\u00f6nnen. Es gibt ein Netz an Backcountry-H\u00fctten, f\u00fcr deren Nutzung der Erwerb eines Backcountry-Hut-Passes notwendig ist. Das Unterholz (Bush) wie auch das unberechenbare Wetter sind Faktoren, die dem an Mitteleuropa oder Skandinavien gew\u00f6hnten Reisenden schnell die Tour vermasseln k\u00f6nnen, vergleichbare Bedingungen gibt es meines Erachtens nur in Patagonien. Ratsam ist in jedem Fall das Anmieten eines Personal Locator Beacons(PLB\u2019s), eines mit GPS versehenen Notrufsenders. Die Kiwis rennen alle damit rum, er kostet f\u00fcr 4 Wochen um die 100 Euro und kann im Ernstfall angesichts exquisiter SAR-Infrastruktur lebensrettend sein.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":88,"featured_media":22820,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[47,12,5],"tags":[3099,3100,2235,3043,60,137],"class_list":["post-21978","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neuseeland","category-ozeanien","category-reiseberichte","tag-anhalter","tag-mt-aspiring","tag-neuseeland","tag-packraft","tag-trekking","tag-wandern"],"geo":null,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/titel.jpg","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4csa8-5Iu","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21978","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/88"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21978"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21978\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30297,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21978\/revisions\/30297"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21978"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21978"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}