{"id":21740,"date":"2023-10-20T17:58:39","date_gmt":"2023-10-20T15:58:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=21740"},"modified":"2024-06-26T11:56:42","modified_gmt":"2024-06-26T09:56:42","slug":"fuenf-abwechslungsreiche-tage-in-der-finnmarksvidda-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/fuenf-abwechslungsreiche-tage-in-der-finnmarksvidda-2\/","title":{"rendered":"F\u00fcnf abwechslungsreiche Tage in der Finnmarksvidda"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p>Nachdem ich nun schon einige Monate in Troms\u00f6 gelebt hatte, wollte ich meine Sommerferien gerne dazu verwenden, die noch weiter nord-\u00f6stlich liegenden Teile Norwegens zu erkunden. Da seit meiner letzten l\u00e4ngeren Rucksack-Tour auch schon einige Zeit vergangen war, bot sich eine Wanderung \u00fcber die Finnmarksvidda an.<\/p>\n<p>Zuerst war mein Plan, 18-20 Tage lang von Alta via Karasjok nach Kautokeino zu gehen. Allerdings waren meine Schienbeinsehnen bereits in Karasjok am Limit. Ein beginnende \u00dcberlastungsentz\u00fcndung, die mir schon fr\u00fcher einmal Probleme bereitet hatte\u2026 Deshalb blieb es bei den f\u00fcnf Tagen Rucksackwandern. In den restlichen verbleibenden zwei Wochen bin ich in mehreren Bus-Etappen an der K\u00fcste entlanggereist.<\/p>\n<p>Der folgende Bericht setzt sich aus meinem Reisetagebuch und einigen nun verfassten Abschnitten zusammen. Die Tage auf der Vidda sind dabei ausf\u00fchrlicher beschrieben, wohingegen die Highlights der restlichen Finnmarksk\u00fcsten-Tour nur als Bilder ihren Platz gefunden haben.<\/p>\n<p>Kaum war der Plan gefasst, begannen auch schon die Vorbereitungen. Hatte ich alles, was man f\u00fcr eine Langstreckenwanderung braucht? Wie sich schnell herausstellte ja (fast). Das 2-Personen-Tunnelzelt von Rejka war noch relativ neu und perfekt in Schuss, der Primus-Kocher erst k\u00fcrzlich erworben und bez\u00fcglich Anziehsachen war mein Kleiderschrank schon im Vorhinein fast ausschliesslich mit Wollbekleidung (von beispielsweise Devold oder Icebreaker) in diversen Dicken gef\u00fcllt. Es fehlten nur noch ein dicker Schlafsack, der Proviant und Ausr\u00fcstung um sich gegen aggressive M\u00fccken und Bremsen wappnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/es_kann_losgehen.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21744\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21744\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/es_kann_losgehen.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/es_kann_losgehen.jpg\" alt=\"es_kann_losgehen\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/es_kann_losgehen-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/es_kann_losgehen-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/es_kann_losgehen.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Schlafsack-Wahl fiel zum Schluss auf einen Second-Hand erworbenen Kunstfasersack mit einer Komforttemperatur von 5 Grad. Dieser hat mir gute Dienste geleistet und war, obwohl No-Name, immer sch\u00f6n w\u00e4rmend. Allerdings hat er ziemlich viel Platz im Rucksack gebraucht. Wenn man also l\u00e4nger Reisen m\u00f6chte, lohnt sich ein oft leichterer und kleinerer Daunenschlafsack. Oder aber auch ein platzsparend konzipierter Kunstfasersack. Die Auswahl auf dem Schlafsackmarkt ist enorm, bei Unsicherheiten welcher der Richtige ist, lohnt es sich daher, sich beim Outdoorausr\u00fcster des Vertrauens beraten zu lassen.<\/p>\n<p>Was das Essen angeht entschied ich mich, aufgiessbare Fertigt\u00fcten mitzunehmen. Diese sind nicht gerade billig, vereinfachen das abendliche Kochen aber deutlich. Man muss nicht \u00fcberlegen, welche Gew\u00fcrze oder Zutaten man br\u00e4uchte, und auch f\u00fcr die angemessene Menge der verschiedenen N\u00e4hrwerte (Kohlenhydrate, Proteine\u2026) ist gesorgt. Zudem schmecken die Gerichte mittlerweile auch richtig gut! F\u00fcr diejenigen, die etwas experimentell sein m\u00f6chten, lohnt sich ein Durchforsten des Internets, da es unz\u00e4hlige Anbieter mit leckeren, mitunter exotischen Mahlzeiten gibt. Bei mir gab es keinen Abend das Gleiche.<\/p>\n<p>Allerdings sind aber auch die bekannteren Marken keinesfalls zu verschm\u00e4hen. Trek N Eat hat beispielsweise eine Menge schmackhafter Varianten, die ihren Preis auf jeden Fall Wert sind. Aus eigener Erfahrung ist Nachw\u00fcrzen hier nicht notwendig und das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl setzt nach dem Verspeisen auch ein.<\/p>\n<p>Vor den Stechtieren wurde ich vor Abreise mehrfach gewarnt. Man br\u00e4uchte definitiv ein Netz f\u00fcr den Kopf, Liter mit M\u00fcckenspray und Tonnen mit linderndem Stich-K\u00fchlungsgel\u2026 Nun ja, m\u00f6glicherweise in feuchten Jahren. Diesen Sommer waren die piksenden Reisegenossen jedenfalls nur ziemlich sp\u00e4rlich vertreten. Das Netz blieb daher unbenutzt im Rucksack. Mit M\u00fcckenspray von Centaura habe ich mich hin und wieder mal eingespr\u00fcht, die 400 ml-Flasche war aber nach vollendeter Reise nicht mal ann\u00e4hernd geleert. Und die kleine Probepackung K\u00fchlcreme hat auch locker gereicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/nadelwald_am_fluss.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21743\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21743\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/nadelwald_am_fluss.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/nadelwald_am_fluss.jpg\" alt=\"nadelwald_am_fluss\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/nadelwald_am_fluss-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/nadelwald_am_fluss-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/nadelwald_am_fluss.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch nun zur Reise:<\/p>\n<p><strong>Tag 1: Transfarelv (bei Alta) \u2013 Langvannet\/\u00c1v\u017e\u00e1nj\u00e1vri (20 km)<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer entspannten, wenn auch kurzen, Nacht in einem AirBnB in Alta, klingelte der Wecker um 6. Noch in der Zivilisation gab es das morgendliche Porridge mit frischen Fr\u00fcchten. Direkt danach ging es los zum Bus, der mich in 20 Minuten nach Transfarelv brachte. Von dort aus war mein Plan dem Fluss talaufw\u00e4rts bis zu seinem Ursprungssee zu folgen. Anfangs noch auf einem breiten Wanderweg, verwandelte sich die Route bald in einen Kraxelpfad durch dichtbewachsene H\u00e4nge. Aber die Natur war traumhaft und abwechslungsreich: Grasfelder, hohe und niedrige Buchen -und Nadelw\u00e4lder und nebenbei das Rauschen des Flusses. Diesen sollte ich noch n\u00e4her kennenlernen\u2026 Nach einer Weile wurde der Hang dem ich bis dahin auf Wildspuren gehend gefolgt war, einfach zu undurchdringlich bewachsen und steil. Der Fluss wirkte dahingegen seicht und relativ friedlich. Daher zog ich statt Wanderschuhen die Crocs an (die Wollsocken blieben an), packte die St\u00f6cke aus und begab mich frohen Mutes in das k\u00fchle Nass. So weit, so gut. Bei der ersten kleinen Stromschnelle wurde es dann aber pl\u00f6tzlich oberschenkeltief, wodurch ich die Hoffnung um eine trockene Hose aufgeben musste. Bald darauf folgten sogar noch tiefere Flussteile. Darum war ich gezwungen an den, vom Ufer aus \u00fcber das Wasser ragenden, Schieferfelsen entlang zu klettern. Keine so leichte Aufgabe mit 70 Liter auf dem R\u00fccken, baumelnden St\u00f6cken und glitschigen Crocs. Aber bin trocken und lebendig weitergekommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/der_weg_durch_den_fluss.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21742\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21742\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/der_weg_durch_den_fluss.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/der_weg_durch_den_fluss.jpg\" alt=\"der_weg_durch_den_fluss\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/der_weg_durch_den_fluss-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/der_weg_durch_den_fluss-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/der_weg_durch_den_fluss.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach einem Kilometer im Fluss, der wohl im Nachhinein nicht so viel Zeit gespart hat, stieg ich wieder an Land. Nach einer halbst\u00fcndigen Mittagspause mit Tortillas mit Tubenk\u00e4se, Tomatenp\u00fcree und getrockneten Tomaten ging es weiter bergan, nun gl\u00fccklicherweise mit leichtem Bewuchs. Etwa gegen vier erreichte ich ein Plateau oberhalb der Baumgrenze und wanderte die letzten Kilometer ohne viele H\u00f6henmeter. Ersch\u00f6pft schlug ich schlussendlich mein Zelt auf einem H\u00fcgel mit Aussicht auf das Langvannet (Langwasser, ein See) auf. Es folgte ein kleiner Gang ans Wasser um die Trinks\u00e4cke zum Kochen zu f\u00fcllen und kurz zu Baden. Den ganzen Tag \u00fcber war das Wetter n\u00e4mlich strahlend gewesen.<\/p>\n<p>Danach gab es Abendessen: zur Feier des erfolgreichen Tages ein drei-G\u00e4nge-Men\u00fc mit Gem\u00fcsesuppe, Nudeln mit Lachssosse und Trockenfr\u00fcchteriegel zum Nachtisch. Lecker!<\/p>\n<p>Daraufhin fielen mir die Augen zu, und da es ohnehin nicht Dunkel werden w\u00fcrde, begab ich mich fr\u00fch in die Horizontale. Morgen w\u00fcrde der Wecker ja auch wieder fr\u00fch schellen.<\/p>\n<p><strong>Tag 2: Langvannet \u2013 Gaskajohka (25 km)<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer etwas unruhigen Nacht (erstmal wieder ans Rascheln des Zeltes gew\u00f6hnen + Heringe nachspannen) weckte mich der Handywecker kurz nach sechs. Es folgte die Morgenroutine mit Kaffee und Trockenfrucht-Porridge und dem F\u00fcllen des Tagestrinksacks. Danach musste das Zelt abgebaut werden, was wegen des \u00fcber Nacht aufgekommenen st\u00e4rkeren Windes etwas herausfordernd war. Abgesehen von einem kurzen Sprint der Unterlagsplane hinterher, ging es jedoch gut. Der Plan f\u00fcr den Tag war ein wenig querfeldein zu gehen um dann einem Traktorpfad zu folgen. Nach der gestrigen Kletterei wollte ich n\u00e4mlich gerne etwas Strecke machen, wodurch sich das Folgen eines Weges anbot. Karte und Kompass hatte ich trotzdem immer zur Hand. Die Strecke verfolgte ich die ganze Zeit mit indem ich mir die Karte in einer wasserfesten Tasche um den Hals geh\u00e4ngt hatte. Das w\u00fcrde ich auch die n\u00e4chsten Tage noch so weiterf\u00fchren. Es lohnt sich wirklich, da das Gel\u00e4nde\/die Trampelpfade manchmal echt schwer zu erkennen sind und weil man zus\u00e4tzlich noch einen lustigen Zeitvertreib erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Der Wanderpfad f\u00fchrte durch leicht h\u00fcgeliges Gel\u00e4nde mit Aussicht auf feine Seen. Hier traf ich einige Leute, unter anderem 3 Mountainbiker auf einer Tagestour. Zudem mehrere Bewohner kleiner H\u00fctten, die sich auf Quads mit Anh\u00e4ngern zum Instandhalten ihrer Tierhaltungs-Installationen aufmachten. Das Gebiet bietet sich folglich auch f\u00fcr nicht so erfahrene Tourengeher an, da man selten v\u00f6llig in der Ein\u00f6de ist. Man hat also die M\u00f6glichkeit Hilfe zu finden, falls etwas schief gehen sollte.<\/p>\n<p>Der Tag ging entspannt weiter, mit einer mittaglichen Tortillapause unter einem mit Sch\u00e4fchenwolken best\u00fccktem blauen Himmel. So blieb das Wetter den ganzen Tag, nur der konstante Wind war etwas nervig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Langvannet.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21741\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21741\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Langvannet.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Langvannet.jpg\" alt=\"Langvannet\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Langvannet-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Langvannet-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Langvannet.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcrs n\u00e4chtliche Zeltlager stieg ich daher wieder etwas vom Plateau des Tages ab, um dem Wind etwas zu entgehen. In einem kleinen W\u00e4ldchen nahe einer Ferienh\u00fctte fand sich ein geeignetes Pl\u00e4tzchen. Nach dem Anziehen trockener Kleidung ging es erneut zum Wasserholen. Das erwies sich schwieriger als gedacht da es nicht so leicht war, durch das dichte Gestr\u00fcpp ans Ufer zu kommen. Mit nur Crocs am Fusse wurden die frischen Socken im sumpfigen Ufer nat\u00fcrlich auch gleich wieder durchn\u00e4sst. Am Gew\u00e4sserrand angekommen wirkte dieses zudem viel zu moorig und nicht geniessbar. Daher folgten eine Kehrtwende und die Suche nach klarerem Wasser. Gl\u00fccklicherweise lag auch ein h\u00fcbscher See in der N\u00e4he \u2013 mit etwas genauerer Gel\u00e4ndeerkundung h\u00e4tte ich mir die nassen Socken also sparen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, kurz darauf gab es leckeres Abendessen \u2013 Mac and Greens. Danach habe ich die Abendsonne mit Kreuzwortr\u00e4tseln genossen und mir die M\u00fccken mit dem Thermacell vom Leibe gehalten. Und dann, wie am Vortag, fr\u00fchzeitig den Schlafsack aufgesucht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/wasserholen.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21756\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21756\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/wasserholen.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/wasserholen.jpg\" alt=\"wasserholen\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/wasserholen-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/wasserholen-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/wasserholen.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Tag 3: Gaskajohka &#8211; Borgagurra (24 km)<\/strong><\/p>\n<p>Heute stand ich wieder um sechs auf und verspeiste mein \u00fcbliches Porridge. Da es im Gegensatz zu den vorherigen Tagen etwas nieselte, zog ich Regenhose- und Jacke an. Auch der Rucksack bekam seinen neongr\u00fcnen Regenschutz \u00fcbergestreift. Dann ging es ein kleines St\u00fcck den vortagigen Weg zur\u00fcck um dann auf einen auf der Karte verzeichneten Wanderweg abzubiegen. Die Kreuzung hatte ich eigentlich auch schon gesehen gehabt, aber nun war sie wie vom Erdboden verschluckt. Darum wanderte ich ungef\u00e4hr in die Richtung in die der Weg f\u00fchren sollte und hielt dabei die ganze Zeit nach ihm Ausschau. Ich war allerdings viel zu hoch im Gel\u00e4nde wodurch es zu ein paar Nicht-Spur-Halten-K\u00f6nnen-Schlenkern kam. Zu guter Letzt fand ich den Pfad gl\u00fccklicherweise. Es folgte eine sch\u00f6ne Strecke durch karge H\u00fcgellandschaft mit ein paar Birkenw\u00e4ldchen durchsetzt. Nur ein wenig schade, dass mit regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden Regenschauer auf mich niederprasselten. Die Mittagspause war daher auch etwas feuchtkalt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/pause_im_regen.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21755\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21755\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/pause_im_regen.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/pause_im_regen.jpg\" alt=\"pause_im_regen\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/pause_im_regen-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/pause_im_regen-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/pause_im_regen.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch aufgeben gilt nicht. Den rot markierten Wanderwegsteinen folgend lief ich wacker weiter, wenn auch die Finger wegen durchn\u00e4sster Handschuhe langsam etwas kalt wurden. Die F\u00fcsse waren mittlerweile auch pitschnass da eine notwendige Fluss\u00fcberquerung leider nicht mit trockenen Schuhen zu bewerkstelligen war. Grunds\u00e4tzlich liess sich aber noch alles aushalten. Nur als es dann gegen halb 5 anfing zu Schneien, bzw. Schneeregnen, war auch meine Motivationsschwelle erreicht. Eilig suchte ich mir eine Zeltstelle in der N\u00e4he eines Sees und verkroch mich sobald es stand darin. Mit trockenen Kleidern im Schlafsack kriegte ich auch langsam etwas W\u00e4rme zur\u00fcck. In der Finnmark muss man auf alles gefasst sein \u2013 also auch auf Schnee im Juli! Nach einer Weile, die ich mit R\u00e4tseln verbrachte, verzog sich das ungem\u00fctliche Wetter und es kam doch tats\u00e4chlich noch die Sonne raus! Somit konnte ich mein sp\u00e4tes Abendessen \u2013 Couscous mit H\u00fchnchen \u2013 bei sch\u00f6nstem Wetter geniessen. Fazit: das Wetter hier ist sehr wechselhaft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/primus_kocher.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21745\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21745\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/primus_kocher.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/primus_kocher.jpg\" alt=\"primus_kocher\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/primus_kocher-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/primus_kocher-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/primus_kocher.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Tag 4: Borgagurra \u2013 Stuorra \u010c\u00e1stenoaivi (25,9 km)<\/strong><\/p>\n<p>Da ich am Vorabend gl\u00fccklicherweise kurzzeitig Netz hatte, wusste ich, dass dieser Tag wieder mit Sonnenschein gef\u00fcllt sein w\u00fcrde. Deshalb konnte ich die Regenkleidung auch noch ein wenig in der Morgenw\u00e4rme trocknen lassen.<\/p>\n<p>Danach ging es auf zur Etappe, die wohl am ehesten dem entsprach, was man sich unter Finnmarksvidda vorstellt. Lange, weite pr\u00e4rieartige Gel\u00e4ndeformationen mit einzelnen kleinen bis grossen Steinen best\u00fcckt. Beim Durchqueren dieser Landschaft geht es immer leicht auf und ab, doch grunds\u00e4tzlich ist es relativ flach. Zus\u00e4tzlich dazu war perfektes Wanderwetter (etwa 15 Grad, eine leichte Brise und wenig bew\u00f6lkt), wodurch die Kilometer nur so dahinflogen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/typische_vidda.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21746\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21746\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/typische_vidda.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/typische_vidda.jpg\" alt=\"typische_vidda\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/typische_vidda-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/typische_vidda-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/typische_vidda.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Irgendwann tauchte pl\u00f6tzlich wie aus dem Nichts ein Rentier vor mir auf. Es war alleine und sprang etwas verwirrt durch die Gegend. Eine Art Slalomtanz um mich herum machend probierte es mich zu umgehen und sprang schliesslich davon. W\u00e4hrend der gesamten Reise (zumindest bis Hammerfest, siehe Bild sp\u00e4ter) ist es bei diesem einen Rentier geblieben. Haupts\u00e4chlich habe ich n\u00e4mlich nur V\u00f6gel gesehen, die mich mit lauten, eindringlichen Piiiiiip-T\u00f6nen begleiteten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Mittagspause habe ich pr\u00e4ventiv ein Blasenpflaster auf die Ferse geklebt. Das hat sich gelohnt, die ganze Tour habe ich ohne eine einzige Blase \u00fcberstanden. Allerdings begann sich an diesem Tag 4 die Schienbeinsehne bemerkbar zu machen. Das Heben und Senken des Fusses, der von vielen Kilos (nie gewogen, aber sicher nicht optimal gewichtsparend) belastet wurde, wurde schmerzhaft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/mahlzeit.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21747\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21747\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/mahlzeit.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/mahlzeit.jpg\" alt=\"mahlzeit\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/mahlzeit-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/mahlzeit-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/mahlzeit.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter am Nachmittag kam ich von der Ein\u00f6de kurz hinunter in ein dicht bewachsenes Flusstal. Hier wurde es sehr schwer dem eigentlich markierten Weg zu folgen. Ich schlug mich also durchs Dickicht und kletterte beschwerlich \u00fcber den kleinen Fluss, nur um dann beim \u00dcberqueren drei Meter neben mir eine sch\u00f6ne kleine Br\u00fccke zu sehen\u2026 Aber egal. So wurde sie zumindest zu einem feinen Fotomotiv. Nach einiger Zeit stellte ich mein Zelt an einem kleinen See auf und genoss die Abendsonne. Die restliche Zeit verbrachte ich mit R\u00e4tseln, Kochen, Brille putzen (ach, es war den Tag \u00fcber ja eigentlich gar nicht diesig gewesen\u2026) und anderen T\u00fcdeleien. Danach war dann auch heute fr\u00fch Schicht im Schacht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/trek_n_eat.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21748\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21748\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/trek_n_eat.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/trek_n_eat.jpg\" alt=\"trek_n_eat\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/trek_n_eat-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/trek_n_eat-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/trek_n_eat.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Tag 5: Stuorra \u010c\u00e1stenoaivi \u2013 Karasjok Parkplatz (24 km)<\/strong><\/p>\n<p>Der Tag startete mit Nebel, was die Aussicht deutlich einschr\u00e4nkte, aber keine gr\u00f6sseren Einschr\u00e4nkungen f\u00fcrs Wandern verursachte. Um der Nebelfeuchte vorzubeugen hatte ich erst noch meine Regenkleidung an, musste mich dieser aber bald entledigen. Durch fehlenden Wind war es verh\u00e4ltnism\u00e4ssig warm, und mir lief der Schweiss in Str\u00f6men \u00fcber den K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Da die Strecke erneut entlang eines breiteren Traktorpfades f\u00fchrte, kam ich mit diversen Leuten in Kontakt. Zuerst eine Dreier-Gruppe auf Quads, danach vier Kinder die neben einer kleinen H\u00fctte um eine Fahnenstange herumtanzten und zum Schluss noch ein weiterer Quadfahrer auf dem Heimweg vom Fischen. Letzterer hielt kurz neben mir an um ein wenig zu schnacken. Kurz vor der Weiterfahrt sagte er dann noch, dass seine hinterherjoggende Tochter mich wohl bald einholen w\u00fcrde. Und dann k\u00e4me irgendwann noch der Hund. Der sei allerdings schon 15 Jahre alt und nicht mehr der Schnellste\u2026Die Tochter kam relativ rasch und fuhr bald darauf auch wieder beim Vater mit. Als jedoch etwa eine halbe Stunde sp\u00e4ter pl\u00f6tzlich ein flauschiger Vierbeiner an mir vorbeitrottete, waren die beiden schon l\u00e4ngst \u00fcber alle Berge. Ich nehme aber an, dass sie beim Parkplatz unten an der Strasse auf ihn gewartet haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/bester_weg.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21753\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21753\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/bester_weg.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/bester_weg.jpg\" alt=\"bester_weg\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/bester_weg-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/bester_weg-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/bester_weg.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Beim selben Parkplatz kam ich nachmittags nach einem l\u00e4ngeren Abstieg dann auch endlich an. Die Schmerzen im Bein wurden st\u00e4rker, weshalb ich nicht noch die letzten 15 km nach Karasjok gehen wollte. Stattdessen stellte ich mich an den Strassenrand und bat mitgenommen zu werden. Ein netter Rentier-Same sammelte mich schliesslich ein und wir haben nett \u00fcber seine Tiere, die traditionellen Ohr-Besitzmarkierungen an Rentieren und seine Arbeit mit dem Treiben der Tiere geredet. Ich h\u00e4tte mich aber nat\u00fcrlich nicht nach der Anzahl seiner Rentiere erkunden sollen, da dies als privat angesehen wird, das heisst, als wenn man nach dem Kontostand fragen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Er setzte mich nach 15 Minuten beim Camping in Karasjok ab, wo ich mich gleich f\u00fcr 3 N\u00e4chte einquartierte, das Zelt aufbaute und dann erstmal eine wohlverdiente Dusche genoss. Danach begann der Tagestour- und Biketeil der Reise.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/zivilisation.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21749\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21749\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/zivilisation.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/zivilisation.jpg\" alt=\"zivilisation\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/zivilisation-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/zivilisation-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/zivilisation.jpg 900w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da Wandern mit schwerem Gep\u00e4ck ab Karasjok n\u00e4mlich nicht mehr m\u00f6glich war, musste ich etwas umplanen. Darum entschied ich mich mit dem \u00f6ffentlichen Verkehr an der \u00f6stlichen Finnmarksk\u00fcste entlang zu reisen. Ich suchte mir ein paar interessante Orte aus an denen ich dann jeweils zwei bis drei Tage bleiben wollte, entweder auf dem Camping oder im AirBnB. So konnte ich auch Lakselv, Hammerfest, Alta und Storslett noch ausgiebig erkunden, tolle Tageswanderungen und Fahrradtouren (mit klapprigen Campingr\u00e4dern, aber auch High-Tech-E-Bikes) machen und viele Museen besichtigen. Als Person, die schwer einen Tag ohne Aktivit\u00e4t aush\u00e4lt, konnte ich so die Natur aktiv geniessen, ohne dass die Schmerzen im Bein allzu gross wurden. Auch die restlichen zwei Wochen entwickelten sich von dem her zu einem empfehlenswerten Erlebnis im hohen Norden. Aus platztechnischen Gr\u00fcnden werde ich diese restliche Zeit jedoch nicht mehr ausf\u00fchrlicher beschreiben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/rentier.jpg\" rel=\"attachment wp-att-21754\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignnone size-full wp-image-21754\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/rentier.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/rentier.jpg\" alt=\"rentier\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/rentier-210x140.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/rentier-768x512.jpg 768w, 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