{"id":20205,"date":"2021-01-21T11:08:54","date_gmt":"2021-01-21T09:08:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=20205"},"modified":"2024-06-26T12:50:31","modified_gmt":"2024-06-26T10:50:31","slug":"bikepacking-italien-abruzzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/bikepacking-italien-abruzzen\/","title":{"rendered":"Reisebericht: Mit dem Rad \u00fcber die Abruzzen an die Adria"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><strong>Die Planungssicherheit f\u00fcr Reisen im Jahr 2020 angesichts einer grassierenden Pandemie oszillierte um Null: So hatte ich noch im Fr\u00fchsommer vor, im Herbst interkontinental zu verreisen. Plan A war der unrealistischste, Plan B sah zuerst etwas realisierbarer aus. Aber nein, schnell kristallisierte sich heraus, dass ich mich wohl in Europa umsehen musste. Ich schmiedete einen Plan C. Dieser wurde 3 Tage vor Reiseantritt obsolet, da das Ziel zum Risikogebiet erkl\u00e4rt wurde, und ich hatte wenig Lust auf anschlie\u00dfende Tests, Quarant\u00e4ne etc. Also umdisponieren: Plan D.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise hatte ich Freunde, die in der N\u00e4he von Rom weilten. Ich flog also nach Italien. Mit einem Koffer. Nicht irgendeinem, sondern einem speziellen, in dem mein Rennrad nebst minimaler Ausr\u00fcstung Platz fanden. Das, was ich vorhatte, nennt sich wohl \u201eBikepacking\u201c. Nein, dazu braucht es weder ein spezielles Fahrrad, noch spezielle Reifen, Fahrradkomponenten, Klamotten, Schuhe und Ausr\u00fcstung, sondern einzig ein zum Vorhaben passendes Fahrrad &#8211; in meinem Fall also ein schnelles &#8211; und auf ein absolutes Minimum reduzierte, m\u00f6glichst leichte Ausr\u00fcstung und ein paar <a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/fahrradausruestung\/?&amp;utm_campaign=blog&amp;utm_source=Reisebericht-Bikepacking&amp;utm_medium=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Taschen<\/a>, die sich einfach am Rad befestigen lassen. Und so l\u00e4sst es sich hochgradig unabh\u00e4ngig, aber trotzdem sportlich reisen, ohne von allzu viel unn\u00fctzem Ballast ausgebremst zu werden. Kurzum, die Freude an schneller Fortbewegung steht an erster Stelle.<\/p>\n<p>Selten war ich bei einer Ankunft in einem anderen Land so froh und erleichtert wie bei diesem Mal, weil ich es noch einmal rausgeschafft hatte. Das Rad wurde zusammengeschraubt und dann wurde gegessen, Rotwein getrunken und der Ausblick auf den Olivenhain genossen. Es folgten zwei Tage Anpassungstraining an l\u00f6cherige italienische Stra\u00dfen und an mir bis dahin unbekannte Anstiege und Abfahrten. Meine Freunde, die teilweise seit Beginn der Pandemie in Italien weilten und kaum mehr taten, als durch die Gegend zu ballern, erleichterten mir dies durch ihre Expertise ungemein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lazyload aligncenter wp-image-20207\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse4.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse4.jpg\" alt=\"Strasse in Italien\" width=\"750\" height=\"563\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27750%27%20height%3D%27563%27%20viewBox%3D%270%200%20750%20563%27%3E%3Crect%20width%3D%27750%27%20height%3D%27563%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse4-210x158.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse4-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse4-900x675.jpg 900w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse4.jpg 1024w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Dann war ich bereit, meine Tour zu starten. Ich schnallte die Taschen ans Rad und fuhr los. St\u00e4ndiges Auf und Ab und 150 Kilometer sp\u00e4ter fand ich mich abends bereits mehr oder weniger vor den Abruzzen. Ich suchte nicht lange einen Schlafplatz, die erste Stelle war perfekt. Unweit der Stra\u00dfe, nicht einsehbar, flach, Wald und Wiese. Der n\u00e4chste Tag wurde sportlicher, endlose Anstiege auf kaum befahrenen Nebenstra\u00dfen, Abfahrten auf Serpentinen und wieder Anstiege waren zu bew\u00e4ltigen. Die St\u00e4dte, durch die ich kam, waren noch schwer vom letzten Erdbeben gezeichnet, wie beispielsweise Amatrice, unweit von L\u2018Aquila. Abends fand ich einen Schlafplatz unweit des Gran-Sasso-Massivs am Ufer des Lago di Campotosto.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lazyload aligncenter wp-image-20208\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/abend.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/abend.jpg\" alt=\"Abend in Italien\" width=\"750\" height=\"563\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27750%27%20height%3D%27563%27%20viewBox%3D%270%200%20750%20563%27%3E%3Crect%20width%3D%27750%27%20height%3D%27563%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/abend-210x158.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/abend-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/abend-900x675.jpg 900w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/abend.jpg 1024w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Weiter ging es bergab, fast bis zur Adria bei Roseto. Hier fuhr es sich nicht mehr so angenehm wie in den Bergen, da in der bev\u00f6lkerungsreichen K\u00fcstenebene mehr Autos unterwegs waren. Aber die Stra\u00dfen waren hier deutlich besser, es gab weniger Steigungen und ich musste nicht mehr permanent den mir entgegenkommenden Stra\u00dfenbelag visuell inspizieren. So fuhr ich gen S\u00fcden. Ich war wohl ganz gut in Form, da ich problemlos mit anderen Rennradlern mithalten konnte, auch mal die F\u00fchrung \u00fcbernahm, oder sogar einige Gr\u00fcppchen \u00fcberholte. Und dies trotz des Mehrgewichts durch die Ausr\u00fcstung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lazyload aligncenter wp-image-20225\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/see-und-berge.jpeg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/see-und-berge.jpeg\" alt=\"Fahrrad, See und Berge\" width=\"750\" height=\"563\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27750%27%20height%3D%27563%27%20viewBox%3D%270%200%20750%20563%27%3E%3Crect%20width%3D%27750%27%20height%3D%27563%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/see-und-berge-210x158.jpeg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/see-und-berge-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/see-und-berge-900x675.jpeg 900w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/see-und-berge.jpeg 1024w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Abends wollte ich mal auf einen richtigen Zeltplatz, aber sie waren alle geschlossen. Bei einem hatte ich jedoch Gl\u00fcck, man lie\u00df mich als einzigen Gast auf den leeren Platz am Meer, schloss mir ein Tor zum Strand auf, mit der Bitte, dies abends wieder zu schlie\u00dfen. Ich bedankte mich, baute das Zelt auf, sprang in die Fluten und genoss noch ein paar Peroni im angegliederten Restaurant, welches ge\u00f6ffnet war. Am n\u00e4chsten Tag waren viele Wochenendradler auf der Via Adriatica unterwegs. Ich kam gut voran, verlie\u00df irgendwann aber genervt von den Autos die Hauptstra\u00dfe und kreuzte auf idyllischen Landstra\u00dfen parallel im Landesinneren, bog nach Osten auf die Halbinsel Gargano ab und bei einbrechender Dunkelheit erreichte ich nach \u00fcber 200 Kilometern Vieste. Ich suchte einen ziemlich \u00fcberf\u00fcllten und \u00fcberteuerten Zeltplatz auf, weil die Gegebenheiten zum wild zelten schlecht waren, und spazierte zum Eis essen ins mittelalterliche St\u00e4dtchen.<\/p>\n<p>Von nun an \u00e4nderte ich den Kurs gen Westen und S\u00fcden \u00fcber Manfredonia und Lucera ins Campobasso. Hier erwarteten mich wiederum leere Stra\u00dfen, h\u00fcgeliges Auf und Ab und ganz h\u00fcbsche Landschaften. Ein paar knackige Steigungen galt es noch im Parco Regionale del Matese und Parco Nazionale d\u2019Abruzzo Lazio e Molise zu \u00fcberwinden, bevor ich mich langsam wieder meinem Startpunkt n\u00e4herte. Ich passierte noch ein paar H\u00f6henz\u00fcge von Abruzzenausl\u00e4ufern, fand traumhafte Zeltpl\u00e4tze, sah Seen, Fl\u00fcsse, W\u00e4lder, Wiesen und Berge, D\u00f6rfer und St\u00e4dte. Kaffee und Kuchen sorgten daf\u00fcr, dass ich mich weiter z\u00fcgig bewegte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lazyload aligncenter wp-image-20213\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dolve-vita-1.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dolve-vita-1.jpg\" alt=\"Dolce vita in Italien\" width=\"750\" height=\"488\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27750%27%20height%3D%27488%27%20viewBox%3D%270%200%20750%20488%27%3E%3Crect%20width%3D%27750%27%20height%3D%27488%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dolve-vita-1-210x137.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dolve-vita-1-768x500.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dolve-vita-1-900x585.jpg 900w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/dolve-vita-1.jpg 1024w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Die allt\u00e4gliche Routine fiel mir immer leichter: Aufstehen, einen Happen essen, losfahren bis zur ersten Bar zum zweiten Fr\u00fchst\u00fcck mit Kaffee und einem St\u00fcck Geb\u00e4ck, weiterfahren, nach Lust und Laune an einer nie fernen Bar &#8211; nicht wie in Brandenburg &#8211; auf ein St\u00fcck Kuchen anhalten, irgendwann an einem Supermarkt oder L\u00e4dchen halten und Brot, K\u00e4se, Tomaten, Thunfisch oder \u00e4hnliches zum Abendbrot und f\u00fcrs erste Fr\u00fchst\u00fcck kaufen, weiterfahren, und dann bei Beginn der Abendd\u00e4mmerung nach einem Schlafplatz Ausschau halten. Leider waren die Tage schon relativ kurz, ansonsten h\u00e4tte ich l\u00e4nger fahren k\u00f6nnen. Ich zeltete fast immer wild. Die Suche kostete mich hin und wieder etwas Zeit ob meiner Anspr\u00fcche, aber daf\u00fcr waren die Zeltpl\u00e4tze dann auch meist exquisit: Ausblick, blickgesch\u00fctzt, unweit der Route, ruhig, trocken, nicht zu windig und manchmal auch mit flie\u00dfend Wasser. Kurzum, jede M\u00fche wert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lazyload aligncenter wp-image-20214\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/morgen.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/morgen.jpg\" alt=\"Zeltplatz mit Morgensonne\" width=\"750\" height=\"563\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27750%27%20height%3D%27563%27%20viewBox%3D%270%200%20750%20563%27%3E%3Crect%20width%3D%27750%27%20height%3D%27563%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/morgen-210x158.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/morgen-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/morgen-900x675.jpg 900w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/morgen.jpg 1024w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Das Wetter war mir vorwiegend wohlgesonnen, Sonne und Wolken, kalte Morgen, nicht zu viel Wind, immer um die 20 Grad. Und Regen hatte ich nur einmal, nachts einsetzend auf der Wetterseite eines Bergmassivs. H\u00e4sslicher Nieselregen vermischt mit st\u00e4rkeren Schauern und vor mir lag eine serpentinenreiche Abfahrt im Nebel bzw. in der Wolke. Erst gegen Mittag raffte ich mich auf, warf den Kram ans Rad und fuhr los. Unsch\u00f6n, aber was blieb mir anderes \u00fcbrig. Bald, im Tal lichtete sich der Grauschleier, beinahe verpasste ich die erste Bar, was traurig gewesen w\u00e4re, da so ein ordentlicher doppelter Espresso neben delizi\u00f6sen Backwaren der Motivation mehr als zutr\u00e4glich sind. Da aber das Wetter wechselhaft blieb, nahm ich mir mal ein Zimmer und fuhr ausnahmsweise an diesem Tag keine dreistellige Kilometerzahl ein.<\/p>\n<p>Am Ende bilanzierte ich 1300 Kilometer in 9 Tagen, 20 000 H\u00f6henmeter, kiloweise Kuchen, keine Panne und eine nachlassende Angst vor uneinsehbaren Kurven in rasanten Abfahrten. Aber vor allem fragte ich mich, warum ich nach einigen Radtouren in Skandinavien und auf den britischen Inseln in meiner Jugend, mit Freunden und unglaublich viel Gep\u00e4ck, diese Art des Reisens verdr\u00e4ngt habe. Die Fortbewegung per Rad ist eine ziemlich angenehme und kann sportlich sein, schnell, um relativ gro\u00dfe Landstriche zu durchstreifen, Essen muss so gut wie gar nicht mitgeschleppt werden, da man sich immer in relativer N\u00e4he zur Zivilisation und nie in wirklicher Wildnis befindet, zumindest in Europa. Kurzum, eine n\u00e4chste Tour mit Fahrrad ist bereits in der Planungsphase.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lazyload aligncenter wp-image-20215\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse5.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse5.jpg\" alt=\"Traumhafte Strasse\" width=\"750\" height=\"563\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27750%27%20height%3D%27563%27%20viewBox%3D%270%200%20750%20563%27%3E%3Crect%20width%3D%27750%27%20height%3D%27563%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse5-210x158.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse5-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse5-900x675.jpg 900w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse5.jpg 1024w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Die letzten Tage entspannte ich dann noch etwas, wenn nicht die Ballerfreunde gerade zum finalen Sturm auf den Kraterrand des Vicosees \u00fcber die krassestm\u00f6gliche Rampe riefen. Aber auch diese Herausforderung meisterte ich. Ich blieb noch eine Nacht in Rom und fuhr mit dem Zug zur\u00fcck, was mir als prinzipiell sonst immer Rucksackreisenden mit dem Schrankwandradkoffer nicht nur Vergn\u00fcgen bereitete (warum gibt es keinen Fahrradtransportrucksack?).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lazyload aligncenter wp-image-20216\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sicher-zugfahren.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sicher-zugfahren.jpg\" alt=\"sicher zugfahren\" width=\"750\" height=\"617\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27750%27%20height%3D%27617%27%20viewBox%3D%270%200%20750%20617%27%3E%3Crect%20width%3D%27750%27%20height%3D%27617%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sicher-zugfahren-210x173.jpg 210w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sicher-zugfahren-768x632.jpg 768w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sicher-zugfahren-900x741.jpg 900w, https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sicher-zugfahren.jpg 933w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Und da Z\u00fcrich mehr oder weniger auf dem Weg lag, besuchte ich dort noch eine Freundin. Wenige Tage sp\u00e4ter w\u00e4re auch dies mit einer anschlie\u00dfenden Quarant\u00e4ne in der BRD verbunden gewesen, genau wie noch ein paar Tage sp\u00e4ter mein Italienaufenthalt. Kurzum, Plan D fiel in ein ziemlich knapp bemessenes pandemisches Wellental Anfang Oktober und war nicht der schlechteste.<\/p>\n<p>Dank an Liz, Tom und den Raben!<\/p>\n<\/div><div class=\"awb-gallery-wrapper awb-gallery-wrapper-1 button-span-no\" style=\"--more-btn-alignment:center;\"><div style=\"margin:-5px;--awb-bordersize:0px;\" class=\"fusion-gallery fusion-gallery-container fusion-grid-3 fusion-columns-total-8 fusion-gallery-layout-grid fusion-gallery-1\"><div style=\"padding:5px;\" class=\"fusion-grid-column fusion-gallery-column fusion-gallery-column-3 hover-type-zoomin\"><div class=\"fusion-gallery-image\"><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/strasse4.jpg\" rel=\"noreferrer\" data-rel=\"iLightbox[gallery_image_1]\" class=\"fusion-lightbox\" target=\"_self\"><img decoding=\"async\" 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