{"id":15784,"date":"2017-10-31T11:30:19","date_gmt":"2017-10-31T09:30:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=15784"},"modified":"2024-06-17T10:36:51","modified_gmt":"2024-06-17T08:36:51","slug":"reisebericht-von-der-kunst-nach-2-wochen-wandern-schlecht-gelaunt-anzukommen-teil-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/reisebericht-von-der-kunst-nach-2-wochen-wandern-schlecht-gelaunt-anzukommen-teil-23\/","title":{"rendered":"Reisebericht &#8211; \u201eVon der Kunst, nach 2 Wochen Wandern schlecht gelaunt anzukommen\u201c Teil 2\/3"},"content":{"rendered":"<p><strong style=\"font-size: 11pt;\">&#8222;Es folgt Teil 2 meiner Eifelsteig-Saga, in dem man u. a. erf\u00e4hrt, wie es mit verdorbenem Magen weitergeht und warum man trotzdem Bier trinken muss. Und die gro\u00dfe Frage: wann wird es endlich sch\u00f6n in der Eifel?&#8220;<\/strong><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2><strong>6. Etappe: Ripsdorf \u2013 Kerpen (28 km)<\/strong><\/h2>\n<p>Trotz des Ruhetages lag ich noch eine halbe Etappe voraus, aber wirklich wichtig war das nicht. Die Frage war eher, was schaffe ich, was sollte ich schaffen und wo lande ich am Ende des Tages. Zum Gl\u00fcck war die Gegend nicht zu d\u00fcnn besiedelt und es kam ungef\u00e4hr alle 5 km ein Ort. Aber nicht nur meine Verfassung war anders, etwas Verbl\u00fcffendes war mit der Eifel passiert: die Sonne schien!!! Mir fiel da erst auf, wie tr\u00fcbe die Tage zuvor waren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-3\/601.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none alignleft\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27233%27%20height%3D%27311%27%20viewBox%3D%270%200%20233%20311%27%3E%3Crect%20width%3D%27233%27%20height%3D%27311%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-3\/601.jpg\" alt=\"Das tolle Wetter sorgte f\u00fcr Wohlgef\u00fchl\" width=\"233\" height=\"311\" \/><\/a><\/p>\n<p>Meine Stimmung hellte sich deutlich auf und ich setzte erfolgreich einen Fu\u00df vor den anderen. Im beschaulichen Mirbach legte ich eine Pause ein und st\u00e4rkte mich mit Cola, Pfefferminztee und hausgemachter Waffel. Die Nahrungsaufnahme hatte schon am Vortag erstaunlich gut geklappt und ich wusste, nur mit Kalorienzufuhr w\u00fcrde ich wandern k\u00f6nnen. Essen klappte, aber nat\u00fcrlich bei weitem nicht genug. Aber immerhin, und meine Laune war eh gut, denn Mirbach bedeutete den Wechsel von NRW nach Rheinland-Pfalz (auch wenn man kurz danach nochmals kurzzeitig zur\u00fcckkommt). Ich versprach mir vor allem eine Versch\u00f6nerung der Landschaft in Richtung der \u201etypischen\u201c Eifel wie ich sie von der Mosel her kannte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-3\/602.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-3\/602.jpg\" alt=\"So ein Berg ist schon ein Kreuz oder zwei \u2013 oder mehrere\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Passend zum Wetter kam beim Aufstieg auf den Kalvarienberg auf der Etappe sogar mediterranes Flair auf. Neben zahlreichen Kreuzen mit Stationen der Kreuzigung oder so stehen dort jede Menge Wacholderstr\u00e4ucher. Eine sehr willkommene Abwechslung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-3\/603.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27490%27%20height%3D%27365%27%20viewBox%3D%270%200%20490%20365%27%3E%3Crect%20width%3D%27490%27%20height%3D%27365%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-3\/603.jpg\" alt=\"Eifel-Aussicht\" width=\"490\" height=\"365\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00f6ne Ausblicke, sch\u00f6ne T\u00e4ler und ein paar Sonnenstrahlen machten auch das Wandern mal erbaulicher. Bei meinen angepeilten 15 km fand ich leider keine Unterkunft, und ich\u00a0musste weitermarschieren. Die Kr\u00e4fte schwanden dann doch rapide und ich zog schon wieder Wildcampen in Betracht. An einer perfekten Stelle machte mir ein Ameisenhaufen einen Strich durch die Rechnung. Daf\u00fcr gab es mit Dreim\u00fchlen eines der wenigen Schmankerl: zum einen Burgruine (und die sind immer gut!) und zum anderen einen wildromantischen Wasserfall. Witzigerweise ist der gar nicht so alt wie er aussieht, sondern entstand erst 1912 durch den Bau einer Bahntrasse. Satte 10 cm w\u00e4chst der spektakul\u00e4re Vorsprung durch Kalkablagerung pro Jahr.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-3\/605.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27489%27%20height%3D%27367%27%20viewBox%3D%270%200%20489%20367%27%3E%3Crect%20width%3D%27489%27%20height%3D%27367%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-3\/605.jpg\" alt=\"Ruine\" width=\"489\" height=\"367\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Ort gab es zwar einige Unterk\u00fcnfte, aber keinen Empfang zum Anrufen und keine Hinweis-Schilder. Das einzige Hotel am Weg war ausgebucht \u2013 oder wollte mich verlotterten Wanderer nicht. Wie dem auch sei, ich musste dann bis nach Kerpen. Dort sollte es dann direkt am Weg eine Wandererherberge geben &#8211; die nat\u00fcrlich ohne jede Begr\u00fcndung geschlossen war. Zum Gl\u00fcck traf ich Nachbarn an, die gerade beim Feiern eines Geburtstags beisammen sa\u00dfen und mich dazuluden. Das Gl\u00fcck wurde noch gr\u00f6\u00dfer, als sie von meinem Unterkunftsdilemma h\u00f6rten. Denn wie der Zufall es so wollte, sa\u00dfen ein paar der G\u00e4ste im Vorstand vom \u00f6rtlichen Tennisklub. Dieser nannte wiederum nicht nur ein paar Tennisfelder sein eigen, sondern auch einen Minigolfplatz, der zwar nicht wirklich bespielt wurde, aber auf dem ich bequem tarpen durfte. Das eine (ein Anruf) f\u00fchrte zum anderen (Minigolf-Tarpen) und mir nichts dir nichts sa\u00df ich im Klubheim und wurde mit Sp\u00e4tzle und Bier bewirtet. Zum ersten Mal herzliche Gastfreundschaft!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/607.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/607.jpg\" alt=\"Loch Numero 19 - Tarp\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als ich nach der ersten Getr\u00e4nkerunde nur Limo trank und bei der zweiten bei Bier wegen der Unp\u00e4sslichkeit am Vortag dankend absagte, hie\u00df es lapidar: \u201eWer wandern kann, kann auch Bier trinken.\u201c<\/p>\n<p>Wo die Kerpener Recht hatten, hatten sie Recht. Prost.<\/p>\n<h3><strong>Stand: 152 km.<\/strong><\/h3>\n<h2><strong>7. Etappe: Kerpen &#8211; Gerolstein (23 km)<\/strong><\/h2>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen musste ich feststellen, wie auch meine Gastfreundschaft in Anspruch genommen wurde. Eine ganze Horde von Nacktschnecken aller Gr\u00f6\u00dfen war meiner Ausr\u00fcstung habhaft geworden. Auf dem Tarp konnte man sie noch wegschnippen, aber musste es wirklich in den Schuhen sein?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/701.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27491%27%20height%3D%27368%27%20viewBox%3D%270%200%20491%20368%27%3E%3Crect%20width%3D%27491%27%20height%3D%27368%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/701.jpg\" alt=\"Merrell Trail Glove als Schneckenhaus\" width=\"491\" height=\"368\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber egal, Tag 2 nach der Unp\u00e4sslichkeit galt es anzugehen. Zwar hatte ich das bisher gut verkraftet und auch Bier wie Sp\u00e4tzle blieben drin. Daf\u00fcr befand ich mich auf einer der schweren Etappen, aber obwohl diese schon in Hillesheim h\u00e4tte enden sollen (ich war ja ne halbe Etappe voraus) entschloss ich mich, gleich die n\u00e4chste \u201edurchschnittliche\u201c anzugehen, um nach Gerolstein zu kommen. Eine Entscheidung eher aus Unterkunftsmangel, denn aus Lust. Vorausschauend buchte ich schon am Morgen ein Zimmer dort, in dem ich wom\u00f6glich noch einen Tag l\u00e4nger ausruhen konnte. Die Leute waren nett, ich erz\u00e4hlte, wo ich war, und dass ich ca. 18, sp\u00e4testens 19 Uhr ankommen w\u00fcrde. Was nat\u00fcrlich zu optimistisch war.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/703.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/703.jpg\" alt=\" Stadtmauer in Hillesheim\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Tag begann tr\u00fcbe und brachte sp\u00e4ter hinter Hillesheim auch mal wieder Regen. In Hillesheim g\u00f6nnte ich mir nicht nur eine kalorienreiche Pizza, sondern genoss auch die nette Atmosph\u00e4re. Immerhin zeichnet sich das St\u00e4dtchen durch eine gut sichtbare und in weiten Teilen erhaltene Stadtmauer aus. Es soll auch noch ber\u00fchmt sein f\u00fcr die Eifel-Krimis, eine eigene Gattung des Genres. Nach Hillesheim folgt ein unmerklich flie\u00dfender \u00dcbergang von Park- zu Waldlandschaft, begleitet vom Hillesheimer Bach. Ein angenehm gem\u00fctlicher Abschnitt. Aber keine Sorge, es geht dann bald schon wieder bergauf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/704.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/704.jpg\" alt=\"Kasselburg \u2013 n\u00e4her kommt der Eifelsteig ihr nicht\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend eines wadenmaltr\u00e4tierenden Aufstiegs kann man die Aussicht auf die Kasselburg \u201egenie\u00dfen\u201c, eine der bekannteren Burgen der Eifel. Bezeichnenderweise wird sie als H\u00f6hepunkt des Steigs genannt, ist aber paar Kilometer abseits \u2013 wenn man eben sonst nix zu erw\u00e4hnen hat. Zumindest als Gesamtdistanz-L\u00e4ufer ist ein Abstecher ohne immensen Zeitverlust keine ernsthafte Option.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/705.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/705.jpg\" alt=\"H\u00f6hle am Rother Kopf \u2013 n\u00e4her kam ich ihr nicht\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Man gelangt nach viel H\u00f6henmeter zum Rother Kopf, wo es ein paar H\u00f6hlen zu besichtigen gibt. Da ich aber voll in der Stimmung war, meine Kr\u00e4fte und die Zeit genauestens einzuteilen, habe ich mich mit einem Blick vom Weg aus begn\u00fcgt. Eine Schande, dass so langsam auch die Lust f\u00fcr Sightseeing fl\u00f6ten ging und weiterhin der Weg die vorrangige Aufgabe war.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/706.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/706.jpg\" alt=\"Auberg vor Gerolstein\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Rest des Weges tr\u00f6ppelte so vor sich hin. Es gibt wieder sch\u00f6ne Heide- und Wiesenlandschaften zu sehen. Nicht sonderlich spektakul\u00e4r, aber ganz nett. Gew\u00fcrzt mit viel Hoch und auch Runter. Das Etappenende nahe Gerolstein zieht sich dann qu\u00e4lend hin. Man sieht die Stadt schon, aber dann geht es noch mehrfach hin und her, ab und nieder. Man kann schon einen ersten Eindruck der Gerolsteiner Dolomiten bekommen, die aber, ehrlich gesagt, dem m\u00e4chtigen Namen nicht wirklich gerecht werden. Selbst ich habe schon dollere Felsen gesehen. Wie auch Gerolstein selber seiner Bekanntheit (Mineralwasserquelle und Kurort) nicht wirklich das (Mineral-)Wasser reichen kann.<\/p>\n<p>Auch hier hat der Krieg gr\u00fcndlich gew\u00fctet und letztlich ist Gerolstein kaum der Rede wert. Daf\u00fcr hatte ich nun mehr als die H\u00e4lfte der Strecke hinter mir, unfreiwillig fast 2 Etappen fr\u00fcher als vorgeschlagen. Eigentlich ging die offizielle Etappe noch durch die Dolomiten und endet am Ostrand der Stadt, aber beim Ortseingang ist man n\u00e4her an den Unterk\u00fcnften und muss weniger Umweg zur\u00fcck laufen. Komische Planung.<br \/>\nBleibt noch zu erw\u00e4hnen, dass ich von unterwegs in der Unterkunft angerufen habe, um zu sagen, dass ich \u201eerst\u201c 19:30 ankommen w\u00fcrde. Trockene Antwort: \u201eWir dachten, Sie kommen gar nicht mehr.\u201c<\/p>\n<h3><strong>Stand: 175 km.<\/strong><\/h3>\n<h2><strong>8. Etappe: Gerolstein \u2013 Neroth (17 km)<\/strong><\/h2>\n<p>Der Morgen war grau und das Fr\u00fchst\u00fcck karg. Offenbar auch eine Eigenheit der ungastlichen Nordeifel. Alle Fr\u00fchst\u00fccke waren wie von der Hand abgez\u00e4hlt. Zwei Scheiben Brot, 2 Br\u00f6tchen, gerade mal f\u00fcr alles Butter, jeweils 1 Scheibe Wurst in 2 Sorten, gelegentlich 1 Orangensaft und nie auch nur ein bisschen Obst. Kaum ne Chance was f\u00fcr die Wanderung mitzunehmen. Und das teilweise bei ordentlichen Preisen. 45,- Euro hab ich f\u00fcr die Pension mit Fr\u00fchst\u00fcck in Gerolstein bezahlt, kein billiges Vergn\u00fcgen. Trotzdem wollte ich \u2013 am gef\u00fchlten Ende meiner Kr\u00e4fte \u2013 einen Tag l\u00e4nger bleiben. Das Zimmer war allerdings schon verbucht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/801.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27367%27%20height%3D%27489%27%20viewBox%3D%270%200%20367%20489%27%3E%3Crect%20width%3D%27367%27%20height%3D%27489%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/801.jpg\" alt=\"Karsth\u00f6hle Buchenloch I\" width=\"367\" height=\"489\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Anfang der Etappe, deren Ende der Ort Neroth oder die Burg Neroth werden sollte, war eigentlich ja das Ende der gestrigen Etappe. Ein Gl\u00fcck, dass ich die nicht noch mitgemacht hatte, wartete sie mit einem knackigen Anstieg auf. Auch wenn ich mal wieder fluchte und es etwas nervig oft Aussichten auf das dr\u00f6ge Gerolstein gab, muss ich zugeben, dass die vielen Steigungen und der ewig lange Umweg um Gerolstein herum sich lohnen. Zum einen kommt man an der sehenswerten Karsth\u00f6hle Buchenloch und \u2013 was mich besonders freute \u2013 an dem ersten Maar des Weges vorbei. Das Maar ist zwar trocken, aber dennoch l\u00e4utete der ehemalige Vulkankrater f\u00fcr mich den Eintritt in die Eifel, wie ich sie kenne, ein. Ein steiler Abstieg f\u00fchrt zun\u00e4chst wieder in die Stadt hinein, um dann per steilem Aufstieg zur Ruine der eher uninteressanten L\u00f6wenburg am Wegesrand zu f\u00fchren. Der Abstecher zur Burg belohnt aber wenigstens mit einer sch\u00f6nen Aussicht auf die Dolomiten auf der anderen Seite Gerolsteins. Danach verschwindet der Eifelsteig wieder im Wald und g\u00f6nnt sich zur Abwechslung mal wieder einen gesalzenen Anstieg.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/803.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-4\/803.jpg\" alt=\"Trockenmaar und Vulkankrater Papenkaule\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Etappe geht eigentlich bis Daun und wird als schwierig eingestuft. Da ich aber gerne bei Burgen \u00fcbernachte und mit der Burg Neroth ein lohnendes Zwischenziel hatte und sowieso etwas mehr Ausruhen brauchte, bot sich eine verk\u00fcrzte Etappe an. Die Strecke bis Neroth war neben anstrengend auch ziemlich langweilig. Mittelpr\u00e4chtige H\u00f6hepunkte waren eine Kapelle und ein Kreuz mitten in der Pampa \u2013 auch eifeltypisch und Zeuge der offenbar sehr gepflegten Gl\u00e4ubigkeit der Gegend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/805.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27490%27%20height%3D%27370%27%20viewBox%3D%270%200%20490%20370%27%3E%3Crect%20width%3D%27490%27%20height%3D%27370%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/805.jpg\" alt=\"Eifel-Aussicht\" width=\"490\" height=\"370\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kaum bei Neroth angekommen, gr\u00fc\u00dften zwei Hotelreklamen und ich lie\u00df mir die Burg f\u00fcr morgen \u00fcbrig. Es wurde einer der wenige Tage, an denen ich schon am Nachmittag einkehrte und somit mal mehr ausruhen konnte. Am n\u00e4chsten Tag zeigte sich denn auch, dass der Anstieg zum Nerother Kopf mit der entsprechenden Burg zwar wundersch\u00f6n, aber auch beinhart ist.<\/p>\n<h3><strong>Stand: 192 km.<\/strong><\/h3>\n<h2><strong>9. Etappe: Neroth \u2013 Schalkenmehren (19 km)<\/strong><\/h2>\n<p>Ei, der Daus! Der Aufstieg zum Nerother Kopf war nicht von schlechten Eltern. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Anstiegen lohnte es voll und ganz. Nicht nur war das Wetter (erst) zum zweiten Mal wundervoll, auf dem Berg kann neben der Burg auch eine H\u00f6hle besichtigt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/901.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/901.jpg\" alt=\"Steil und sch\u00f6n \u2013 der Weg auf den Nerother Kopf\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber die Burg (richtiger Name Freudenkoppe) stahl in meinen Augen der H\u00f6hle klar die Show. Nicht nur dass ich hier zum ersten Mal dem vor allem an der Mosel ehedem sehr umtriebigen Erzbischof Balduin von Trier als Burgherrn begegnete, die Burg war f\u00fcr mich der erste Wehrbau, der aus Vulkanstein erbaut ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/902.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/902.jpg\" alt=\"Burg Freudenkoppe \u2013 aus Vulkangestein erbaut!\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das gibt der Ruine einen verwegenen schwarzen Touch. Massig ist von der ehemaligen Anlage nicht zu sehen. Ein Turm und ein m\u00e4chtiger Wohnturm sowie einige Mauerreste stehen jedoch in traumhafter Kulisse herum und laden zum entdecken ein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/903.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/903.jpg\" alt=\"Freie Sicht kurz vor Daun\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der weitere Weg zeichnet sich durch einiges Auf und Ab aus bis man nach Daun gelangt. Von Daun selbst lernt man nur den Supermarkt, ne laute Stra\u00dfe und ein paar H\u00e4user kennen. Das ist nicht besonders schade, denn letztlich besteht Daun auch nur aus ein bisschen Altstadt, einer vermurksten Burg und eben dem \u00fcblichen deutschen Kleinstadt-Charme. Auch wenn Rasten rosten bedeuten mag, machte ich in einem Park mit Weltkriegsdenkmal Pause, um mich f\u00fcr den Rest bis Schalkenmehren zu st\u00e4rken. Zwar sollte es noch einen kr\u00e4ftigen Anstieg auf den M\u00e4useberg (nomen ist nicht omen!!) geben, aber die Belohnung w\u00fcrde nicht nur eine hinrei\u00dfende Aussicht sein, sondern auch die Erwanderung von ganzen drei Maaren um den Berg herum sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/904.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/904.jpg\" alt=\"Blick von M\u00e4useberger Aussichtsturm auf das Gem\u00fcnder Maar\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Maare sind zwar keine exklusive, aber dennoch typische Erscheinung der Eifel. Charakteristisch ist die oft nahezu kreisrunde Form, die ihnen ein skurril akkurates Aussehen verleiht. Ganze 75 Maare gibt es in trocken oder als See. Sollte man in der Eifel sein, sollte man unbedingt im Pulvermaar schwimmen gehen, dem tiefsten und gr\u00f6\u00dften Maarsee Deutschlands. Die 72 m Tiefe machen den See selbst im Hochsommer zu einer mehr als abk\u00fchlenden Angelegenheit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/905.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27299%27%20height%3D%27398%27%20viewBox%3D%270%200%20299%20398%27%3E%3Crect%20width%3D%27299%27%20height%3D%27398%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/905.jpg\" alt=\"Tats\u00e4chlich ist Trier vom M\u00e4useberg noch mehr als 100 km Fu\u00dfmarsch entfernt\" width=\"299\" height=\"398\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jedenfalls f\u00fchlte ich mich nun wirklich in dem mir so gesch\u00e4tzten Eifelteil angekommen. Der Eifelsteig ist an dieser Stelle endlich auch mal f\u00fchlbar sinnvoll angelegt. Erst kommt man zum Gem\u00fcnder Maar und eine Gastst\u00e4tte l\u00e4dt direkt am Wegesrand zu einer Erfrischung ein, bevor man den steilen, aber urigen Anstieg zum M\u00e4useberg angeht. Oben angekommen hat man vom dortigen Aussichtsturm einen wunderbaren Rundumblick. Danach geht es \u00fcber eine Wiese Richtung zum auch Totenmaar genannten Weinfelder Maar. Hier muss man mehrmals Schleusen passieren, weil direkt am Maar und an seinen H\u00e4ngen Ziegen und Esel (oder Mulis?) leben. F\u00fcr St\u00e4dter wie mich eine mehr als moderat abenteuerliche Abwechslung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/906.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27233%27%20height%3D%27311%27%20viewBox%3D%270%200%20233%20311%27%3E%3Crect%20width%3D%27233%27%20height%3D%27311%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/906.jpg\" alt=\"Das Viehzeug sorgt f\u00fcr mehr Aufregung beim Hundehalter\" width=\"233\" height=\"311\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am dritten der Maare, die wie auf einer Kette aufgereiht sind, liegt auch der zu einem Hotel geh\u00f6rende Campingplatz. Mit dem ersten sch\u00f6nen Ausblick der Wanderung von meiner Schlafstatt aus beschlie\u00dfe ich den bisher mit weitem Abstand sch\u00f6nsten Teil des Eifelsteigs. Heute hatte mal alles gepasst.<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/907.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-5\/907.jpg\" alt=\"Campingromantik am Schalkenmehrer Maar\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><strong>Stand: 211 km<\/strong><\/h3>\n<h2><strong>10. Etappe: Schalkenmehren \u2013 Manderscheid (14 km)<\/strong><\/h2>\n<p>Nicht nur euphorisiert vom perfekten Vortag ging ich voller Vorfreude meine 10. Etappe Richtung Manderscheid an. Die Freude r\u00fchrte auch vom bevorstehenden Wiedersehen nach rund 20 Jahren mit den ausgesprochen empfehlenswerten Manderscheider Burgen: Zwar w\u00fcrde ich kurz vor Manderscheid Richtung Naturcamping Vulkaneifel abbiegen, aber ich hoffte, wenigstens ein paar Blicke auf die Oberburg werfen zu k\u00f6nnen. Aber zun\u00e4chst verabschiedete mich die zu Seufzern anregende Morgenkulisse des Schalkenmehrer Maares.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1001.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1001.jpg\" alt=\"Morgenromantik am Schalkenmehrer Maar\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die gesamte Strecke von Daun bis nach Manderscheid, galt als anspruchsvoll und tats\u00e4chlich zehrte diese trotz meiner k\u00fcrzeren Streckeneinteilung an den Kr\u00e4ften. Zwar konnte ich mehr schlecht als recht nach der Lebensmittelvergiftung wieder essen, aber wahrlich nicht alles meines Proviants und nicht so viel wie sonst. Wo ich konnte, versuchte ich daher Zucker in Form von Limo und dergleichen zu bekommen. In Ermangelung von Traubenzucker, das ich nirgendwo auftreiben konnte, besorgte ich mir Tic Tacs und pushte mich so durch die H\u00f6henmeter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1002.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1002.jpg\" alt=\"Ein weiteres Trockenmaar\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Warum auch immer, aber es funktionierte irgendwie. Nach Schalkenmehren d\u00fcmpelte der Weg recht gem\u00e4chlich vor sich hin und man zog wieder mal an einem Trockenmaar vorbei, bevor er schlie\u00dflich ins Liesertal f\u00fchrte &#8211; das ohne Umschweife den l\u00e4ngsten sch\u00f6nen Abschnitt des Steigs darstellt.<\/p>\n<p>An der M\u00fcndung der Lieser in die Mosel liegt der gleichnamige Ort, in dem man nicht nur herrlich Urlaub machen kann, wenn man sich mal nicht um Kopf und Kragen wandern will, sondern trifft auch auf einen der besten Mosel-Rieslinge. Unbedingt zu empfehlen!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1003.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1003.jpg\" alt=\"Rasten im Liesertal\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck zum oberen Liesertal. was soll man sagen? Kein Ort, keine Stra\u00dfe weit und breit, keine Forstarbeiten oder andere optische St\u00f6rfaktoren. Einfach wandern und genie\u00dfen. Einfach? Sch\u00f6n w\u00e4r\u00b4s. Fr\u00f6hlich geht es steil bergauf und bergab. Hier st\u00f6rt es jedoch nicht, weil f\u00fcr den vergossenen Schwei\u00df viel geboten wird. Dramatische H\u00e4nge, Wiesen und Wald satt beispielsweise. Leider meldete sich mein ramponiertes Organsystem nach der Mittagsrast und raubte mir, wenn auch nicht die Laune, so doch ne ganze Menge Kraft. Fast h\u00e4tte ich mir daher den Abstecher zur Ruine Gei\u00dfenburg (Freudenstein) geklemmt. Immerhin insgesamt 5 km extra mit massig bergauf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1004.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1004.jpg\" alt=\"Ruine Gei\u00dfenburg besticht zwar nicht durch viel Gemauertes, aber m\u00e4chtige W\u00e4lle\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es steht zu bef\u00fcrchten, dass nur wenige Wanderer \u00e4hnliche Begeisterung f\u00fcr die m\u00e4chtigen W\u00e4lle und wenigen Mauerreste der einstigen Raubritterburg aufbringen k\u00f6nnen. Aber gr\u00fcn, abgelegen, Ruinchen \u2013 schon sind meine Wandertr\u00e4ume erf\u00fcllt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1005.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1005.jpg\" alt=\"Ein typischer Blick auf die Lieser\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Eifelsteig schl\u00e4ngelt sich bis Manderscheid ziemlich verwegen in unterschiedlichen H\u00f6hen oberhalb der Lieser. Wenn man bisher hierher nicht trittsicher sein musste, hier sollte man es sein. Teilweise kommen entgegenkommende Wanderer mit Rucksack kaum aneinander vorbei.<\/p>\n<p>Aber letztlich macht ein abenteuerlicher Weg so richtig Spa\u00df \u2013 und meiner felligen Begleitung erst recht. Immer wieder hat man zwischen den B\u00e4umen pr\u00e4chtige Aussichten, und ich stellte verwundert fest, wie das aufkommende Gr\u00fcn in der zweiten Woche f\u00fcr mehr Naturgenuss sorgte. Das schlich sich klammheimlich in die Landschaft.<br \/>\nAm Ende der Etappe gab es noch mal t\u00fcchtig Umweg Richtung Campingplatz, aber daf\u00fcr konnte ich vorher einen Blick auf die Manderscheider Oberburg erhaschen. Aus den 14 km wurden mit den Umwegen mehr als 20 und ich war dementsprechend hundem\u00fcde. Am Campingplatz hab ich dann mal gleich nen Liter Apfelschorle in mich hineingesch\u00fcttet. Noch kurz auf die Karte geschaut \u2013 ui, weniger als 100 km \u00fcbrig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1007.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20viewBox%3D%270%200%20495%20371%27%3E%3Crect%20width%3D%27495%27%20height%3D%27371%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-eifelsteig-6\/1007.jpg\" alt=\"Aufbau mit Ridgeline \u2013 Heringe versenken fast unm\u00f6glich\" width=\"495\" height=\"371\" \/><\/a><\/p>\n<h3><strong>Stand: 225 km.<\/strong><\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Es folgt Teil 2 meiner Eifelsteig-Saga, in dem man u. a. erf\u00e4hrt, wie es mit verdorbenem Magen weitergeht und warum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":208,"featured_media":15817,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[259,13,5],"tags":[2279,2699,2698,137],"class_list":["post-15784","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutschland","category-europa-gus-staaten","category-reiseberichte","tag-deutschland","tag-eifel","tag-eifelsteig","tag-wandern"],"geo":{"latitude":0,"longitude":0,"description":null},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/header-part-2.jpg","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4csa8-46A","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15784","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/208"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15784"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15784\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23031,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15784\/revisions\/23031"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15817"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15784"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15784"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15784"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}