{"id":15617,"date":"2017-08-10T12:00:10","date_gmt":"2017-08-10T10:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=15617"},"modified":"2024-06-17T14:50:48","modified_gmt":"2024-06-17T12:50:48","slug":"die-ueberschreitung-des-hohen-goell-und-des-hohen-bretts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/die-ueberschreitung-des-hohen-goell-und-des-hohen-bretts\/","title":{"rendered":"Die \u00dcberschreitung des Hohen G\u00f6ll und des Hohen Bretts"},"content":{"rendered":"<p><strong style=\"font-size: 11pt;\">September 2015: Mit dem Auto ging es mal wieder von Hoyerswerda ins wundervolle Sch\u00f6nau am K\u00f6nigssee im Berchtesgadener Land. Unser zweiw\u00f6chiger Urlaub sollte ein gro\u00dfes Highlight haben: die \u00dcberschreitung des Hohen G\u00f6ll und des Hohen Bretts. Von der Rossfeldstra\u00dfe \u00fcber das Purtschellerhaus ging es \u00fcber den Schustersteig zum Hohen G\u00f6ll. Der Abstieg erfolgte \u00fcber den Gro\u00dfen Archenkopf und das Hohe Brett zum Stahlhaus und anschlie\u00dfend zum Parkplatz am Hinterbrand.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h5><strong>Warum der Hohe G\u00f6ll?<\/strong><\/h5>\n<p>Neben dem bekannten Watzmannmassiv, welches \u00fcber dem K\u00f6nigssee thront, ist das Massiv des Hohen G\u00f6lls an der Grenze zu \u00d6sterreich sehr markant. Der Hohe G\u00f6ll ist mit 2522m der h\u00f6chste Gipfel im G\u00f6llmassiv am Ostrand der Berchtesgadener Alpen. Die Grenze zwischen \u00d6sterreich und Deutschland verl\u00e4uft direkt \u00fcber seinen Gipfel.<\/p>\n<p>Es ist nicht das erste Mal, dass wir uns am Hohen G\u00f6ll \u201eprobieren\u201c. Bereits vor einigen Jahren versuchten wir den Aufstieg \u00fcber das Alpeltal. Leider mussten wir hier kurz vor dem Gipfel abbrechen, da wir sonst den R\u00fcckweg nicht mehr geschafft h\u00e4tten. Die Zeiten, welche damals auf den Wanderschildern (gelb) angegeben wurden, waren f\u00fcr die Ski- und nicht die Wandertour ausgelegt. Daher haben wir den Weg untersch\u00e4tzt. Mittlerweile sind die Zeiten korrigiert worden. Seither hat uns der Berg nicht in Ruhe gelassen und wir wollten es unbedingt bis ganz nach oben schaffen. Trotzdem wollten wir nicht noch einmal den Weg \u00fcber die lange Ger\u00f6lllandschaft des Alpeltals wagen und entschieden uns f\u00fcr den Aufstieg \u00fcber das Purtschellerhaus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27501%27%20height%3D%27376%27%20viewBox%3D%270%200%20501%20376%27%3E%3Crect%20width%3D%27501%27%20height%3D%27376%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/1.jpg\" alt=\"1\" width=\"501\" height=\"376\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ohne An- und Abreise muss man f\u00fcr die \u00dcberschreitung des Hohen G\u00f6lls und des Hohen Bretts ein bis zwei Tage einplanen.<\/p>\n<h5><strong>Die Tour:<\/strong><\/h5>\n<p>Unser Aufstieg beginnt an der Rossfeldstra\u00dfe auf der \u00f6sterreichischen Seite des G\u00f6llmassivs. Dort gibt es am Ofnerboden einen Wanderparkplatz, wo man das Auto abstellen kann. Idealer und f\u00fcr unsere Tourvariante besser geeignet ist der Bus. Diesen vom Hauptbahnhof Berchtesgaden in Richtung Rossfeld nehmen (Linie 848) und an der Haltestelle Hennek\u00f6pfl aussteigen. Von dort sind es etwa 30 Minuten bis zum Ahornkaser und ab da folgen wir den Beschilderungen zum Purtschellerhaus. Ein kurzes St\u00fcck auf breiten Wanderwegen und durch den zauberhaften Bergwald und schon kommen wir zum Eckersattel. Eine steile neu gebautete Treppe f\u00fchrt in etwa einer Stunde (inkl. Trink- und Fotopausen) zum Purtschellerhaus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27401%27%20height%3D%27534%27%20viewBox%3D%270%200%20401%20534%27%3E%3Crect%20width%3D%27401%27%20height%3D%27534%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/2.jpg\" alt=\"2\" width=\"401\" height=\"534\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier \u00fcbernachten wir und g\u00f6nnen uns ein z\u00fcnftiges Radler sowie die selbstgemachten Nudeln und das sehr leckere Gulasch. Das Essen ist wirklich sehr zu empfehlen. Wir sind schon sehr zeitig an der H\u00fctte und genie\u00dfen den Nachmittag sowie den Sonnenuntergang auf einer H\u00f6he von 1692m. Die Aussicht ins \u00f6sterreichische Tal ist atemberaubend und wir erleben die letzten Sonnenstrahlen, ehe wir in unseren Schlafkojen verschwinden. Unser Vorteil der fr\u00fchen Ankunft: wir k\u00f6nnen uns den Schlafplatz im Schlaflager noch aussuchen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag beginnt sehr fr\u00fch. Um 5:30 Uhr gehen wir vom Purtschellerhaus als Erste los. F\u00fcr diesen fr\u00fchen Aufstieg entschieden wir uns aus zweierlei Gr\u00fcnden. Zum einen haben wir so gen\u00fcgend Zeit um den Aufstieg zum Hohen G\u00f6ll und den Abstieg zum Parkplatz Hinterbrand zu schaffen. Zum anderen erleben wir so einen fantastischen Sonnenaufgang, welcher noch mehr Kraft f\u00fcr den Tag liefert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/3.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27499%27%20height%3D%27374%27%20viewBox%3D%270%200%20499%20374%27%3E%3Crect%20width%3D%27499%27%20height%3D%27374%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/3.jpg\" alt=\"3\" width=\"499\" height=\"374\" \/><\/a><\/p>\n<p>Entlang des gut markierten Wanderweges gelangen wir auf den Eckerfirst. Hier erreichen wir die erste Felsstufe. Bei den l\u00e4ngeren sehr leichten Kletterstellen muss man schon etwas mit den H\u00e4nden zupacken. Ab und an wird es auch etwas steiler. Schon bald haben wir das J\u00e4gerkreuz erreicht. Vor dem Kreuz geht es etwas bergab und auf dem Grat entlang. Danach geht es wieder etwas steiler bergauf.<\/p>\n<p>Schon bald erreichen wir eine Stelle, wo sich der Weg in zwei Routen verzweigt. Hier haben wir den eigentlichen Kamm erreicht und m\u00fcssen uns zwischen Schustersteig und Kamin entscheiden. Links geht es zum Kamin bzw. Rauchfang und geradeaus zum Schustersteig. Der Kamin ist etwas k\u00fcrzer, aber trotzdem entscheiden wir uns f\u00fcr den Schustersteig, da dieser in verschiedenen Routenbeschreibungen als einfacher ausgelegt wird. Wir legen Klettersteigset und Helm an. Anf\u00e4nglich f\u00fchrt der Schustersteig \u00fcber ca. 60m durchgehend mit einem Seil gesichert teilweise sehr luftig durch die Wand. Unbedingt auf Steinschlag achten!<\/p>\n<p>Der erste Teil f\u00fchrt schr\u00e4g senkrecht nach oben, gefolgt von einem Quergang. Danach geht es noch etwas rechts hinauf und man erreicht einen markanten Steinmann, welcher das Ende des Klettersteigs und den Anfang der G\u00f6llleiten markiert. Hier kommt auch der Klettersteig \u00fcber den Mannlgrat vom Kehlsteinhaus herauf. Nach einer kurzen Fotopause und einer atemberaubenden Aussicht auf das Berchtesgadener Tal kann man den Helm und das Klettersteigset wieder im Rucksack verstauen. Ein guter Steig f\u00fchrt\u00a0 in etwa einer Stunde auf den Gipfel in 2522m H\u00f6he. Mittlerweile tummeln sich viele Wanderer auf dem Grat und Vorsicht ist geboten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/4.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27500%27%20height%3D%27375%27%20viewBox%3D%270%200%20500%20375%27%3E%3Crect%20width%3D%27500%27%20height%3D%27375%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/4.jpg\" alt=\"4\" width=\"500\" height=\"375\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf dem Gipfel angelangt, werden wir mit einer unglaublichen Aussicht bei Traumwetter belohnt. Im S\u00fcden ersp\u00e4hen wir den Hochk\u00f6nig und im Osten erblicken wir den Watzmann, den Hochkalter und die Reiteralpe. Die Alpendohlen leisten den Wanderern tolle Gesellschaft. Diesen Augenblick sollte man unbedingt genie\u00dfen. Insgesamt sechs Stunden haben wir vom Purtschellerhaus inkl. Pausen bis zum Gipfel des Hohen G\u00f6lls ben\u00f6tigt. Den Weg kann man sehr gut vom Gipfel nachverfolgen. Nach einer kurzen Rast geht es auch schon weiter, denn die \u00dcberschreitung zum Hohen Brett und der Abstieg haben es konditionell noch einmal in sich.<\/p>\n<p>Nach etwa zehn Minuten erreichen wir das s\u00fcdliche Gipfelkreuz des Hohen G\u00f6lls. Der Abstieg f\u00fchrt in s\u00fcdlicher Richtung in praller Sonne ins Tal. Vom Gipfel geht es hinab zur G\u00f6llscharte und weiter zum Gro\u00dfen Archenkopf und dem Brettriedel. Der Weg ist lang, aber nicht schwierig. Allerdings muss man durch das Ger\u00f6ll sehr konzentriert bleiben, da es recht rutschig ist. Kurz bevor es zum Grat des Hohen Bretts geht erreichen wir die Abzweigung zum Alpeltal. Hier kann man auch zum Parkplatz Hinterbrand absteigen. Wir folgen aber dem Grat und erreichen nach leichter Kraxelei und einer gesicherten, recht luftigen Stelle das Hohe Brett auf 2341m. Wir sind ganz allein auf dem Gipfel und g\u00f6nnen uns noch einmal eine kurze Pause.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/6.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27500%27%20height%3D%27375%27%20viewBox%3D%270%200%20500%20375%27%3E%3Crect%20width%3D%27500%27%20height%3D%27375%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/6.jpg\" alt=\"6\" width=\"500\" height=\"375\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es ist schon Nachmittag und die meisten Tageswanderer sind bereits abgestiegen. Die Ruhe ist ein Genuss und wir genie\u00dfen noch einmal die fantastische Aussicht. Gern w\u00fcrden wir l\u00e4nger bleiben, aber wir m\u00fcssen weiter. \u00dcber den grasbewachsenen R\u00fccken geht es abw\u00e4rts bis zum J\u00e4gerkreuz. Nun geht es links hinunter \u00fcber Schrofengel\u00e4nde. Der Weg ist eigentlich nicht schwer, aber wir haben schon etwa neun Stunden Wanderung in den Knochen und der Weg ist durch die vielen Tageswanderer sehr rutschig und abgenutzt. Hier ist noch einmal besondere Konzentration gefordert. Wir erreichen das Stahlhaus am sp\u00e4ten Nachmittag. Ein kurzes isotonisches Getr\u00e4nk und schon geht es weiter zum Parkplatz Hinterbrand. Hier haben wir am Vortag unser Auto geparkt. Wer es bis etwa 17:30 Uhr schafft, kann den Bus nach K\u00f6nigssee nehmen.<\/p>\n<p>M\u00fcde, geschafft, aber mit tollen Eindr\u00fccken und einer herausragenden Aussicht ist nach 13 Stunden (inkl. Pausen) unser Tag erfolgreich beendet.<\/p>\n<p><strong>Die Voraussetzungen:<\/strong><\/p>\n<p>Trittsicherheit und Schwindelfreiheit w\u00e4hrend der Grat\u00fcberschreitung vom Hohen G\u00f6ll zum Gro\u00dfen Archenkopf sind ein absolutes Muss. Konzentration ist besonders beim \u00dcbergang zum Gro\u00dfen Archenkopf gefordert. Hier gibt es eine kurze Stelle, wo links und rechts gro\u00dfe Schneel\u00f6cher sind und der Pfad nur etwa 20cm breit ist. Au\u00dferdem ist ein hohes Ma\u00df an Konzentration beim Abstieg vom Hohen Brett zum Stahlhaus gefragt. Dieser Steig wird von vielen Wanderern (auch Unge\u00fcbte) benutzt und ist dementsprechend abgenutzt und rutschig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/8.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27399%27%20height%3D%27532%27%20viewBox%3D%270%200%20399%20532%27%3E%3Crect%20width%3D%27399%27%20height%3D%27532%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/8.jpg\" alt=\"8\" width=\"399\" height=\"532\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf Grund der L\u00e4nge der Tour ist ebenfalls eine gute Kondition erforderlich. Ein Klettersteigset sowie ein Helm sind sehr zu empfehlen. Man sollte mindestens drei Liter Wasser mitnehmen, da es vom Purtschellerhaus zum Stahlhaus keine Quelle gibt!<\/p>\n<h5><strong>Die H\u00fctten:<\/strong><\/h5>\n<p>Purtschellerhaus \u2013 eine \u00dcbernachtung im Purtschellerhaus ist f\u00fcr die \u00dcberschreitung des Hohen G\u00f6ll von der \u00f6sterreichischen Seite aus sehr zu empfehlen. Ge\u00fcbte schnelle Bergwanderer w\u00fcrden es auch ohne \u00dcbernachtung schaffen, aber was spricht schon gegen eine Nacht auf einer romantischen Bergh\u00fctte!? Noch dazu ist dies eine der wenigen H\u00fctten, wo die Staatsgrenze direkt durch das Haus geht. In der Hauptsaison sind die privaten Zimmer sehr schnell ausgebucht, aber auch die Lager sind sehr komfortabel und auch kurzfristig zu bekommen, falls man zwecks des Wetters umplanen muss. Eine Anzahlung wird hier erw\u00fcnscht. Das Essen ist sehr gut und das Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis f\u00fcr eine Bergh\u00fctte top.<\/p>\n<p>Stahlhaus \u2013 Die H\u00fctte wurde vor wenigen Jahren modernisiert und verf\u00fcgt \u00fcber sehr gut ausgestattete Sanit\u00e4ranlagen (inkl. Duschen). Sollte man weitere Touren im Berchtesgadener Land planen, so ist eine \u00dcbernachtung definitive empfehlenswert. Ein Abstieg zum Parkplatz Hinterbrand dauert etwa 2 bis 2.5h.<\/p>\n<p>Schneibsteinhaus \u2013 Sollte das Stahlhaus ausgebucht sein, so bietet sich das Schneibsteinhaus als Alternative an. Es liegt etwa 10 bis 15 Minuten vom Stahlhaus entfernt und ist ebenfalls ein guter Ausgangspunkt f\u00fcr weitere Touren im Hagengebirge und im Steinernem Meer des Berchtesgadener Landes.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/7.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload ngg-singlepic ngg-none aligncenter\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27401%27%20height%3D%27534%27%20viewBox%3D%270%200%20401%20534%27%3E%3Crect%20width%3D%27401%27%20height%3D%27534%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/gallery\/reisebericht-berchtesgadener-land\/7.jpg\" alt=\"7\" width=\"401\" height=\"534\" \/><\/a><\/p>\n<h5><strong>Meine Erfahrungen:<\/strong><\/h5>\n<p>Neben der \u00dcberschreitung des Watzmanns war dies einer der gr\u00f6\u00dften Augenblicke in meinem Bergsteigerleben. Der Hohe G\u00f6ll mit dem Hohen Brett thront im Osten des Tales des Berchtesgadener Landes und hat etwas Mystisches. Nachdem wir es im ersten Anlauf vor ein paar Jahres nicht geschafft haben, war die jetzige Motivation umso gr\u00f6\u00dfer. Beide Touren, sowohl die \u00dcberschreitung des Watzmanns als auch diese sind nur f\u00fcr Ge\u00fcbte geeignet. W\u00e4hrend der Klettersteig des Watzmanns relativ eben bzw. auf einer Grundh\u00f6he erfolgt, ist der Klettersteig beim Hohen G\u00f6ll in den Aufstieg integriert, nicht in die \u00dcberschreitung zum Hohen Brett. Ich kann diese Tour nur empfehlen! Im Vergleich zum Watzmann ist auf dem Hohen G\u00f6ll auch deutlich weniger los. Die Ruhe ist beeindruckend und ein toller Ausgleich zum hektischen Stadtleben. Ich habe jetzt noch mehr Lust auf solche genialen, traumhaften Bergtouren mit Klettersteigen.<\/p>\n<p>Die Zeitangaben des DAV (gelbe Schilder) sind machbar und man schafft diese auch inklusive Pausen. Wir hatten etwas l\u00e4nger ben\u00f6tigt. Gleiches gilt f\u00fcr den Abstieg vom Hohen G\u00f6ll \u00fcber das Hohe Brett, f\u00fcr den wir die meiste Zeit brauchten.<\/p>\n<h5><strong>Insidertipps:<\/strong><\/h5>\n<p>W\u00e4hrend meiner vielen vergangenen Touren habe ich festgestellt, dass Vorbereitung alles ist. Mit einer optimalen Vorbereitung wird das Erlebnis Klettersteig auch auf unbekannten Pfaden zu einem vollen Erlebnis. Das World Wide Web bietet sehr viele M\u00f6glichkeiten, sich optimal darauf einzustellen. Zur Vorbereitung auf die Tour zum Hohen G\u00f6ll und der Wahl ob Schustersteig oder Kamin habe ich mir verschiedene Dokumentationen angeschaut. Ich w\u00fcrde die Tour gern noch einmal gehen, diesmal aber \u00fcber den Kamin oder den Mannlgrat vom Kehlsteinhaus aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>September 2015: Mit dem Auto ging es mal wieder von Hoyerswerda ins wundervolle Sch\u00f6nau am K\u00f6nigssee im Berchtesgadener Land. 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