{"id":13775,"date":"2016-09-26T01:00:34","date_gmt":"2016-09-25T23:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=13775"},"modified":"2024-06-27T13:57:15","modified_gmt":"2024-06-27T11:57:15","slug":"ludger-irland-bach-rucksack","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/produkte\/ludger-irland-bach-rucksack\/","title":{"rendered":"Auf Exkursion nach Irland"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><strong>Martin und Maarten von Bach hatten zu einem Werksbesuch eingeladen und Cascade Designs war auch mit dabei. Drei Tage Irland, drei Werksbesuche und einen Tag wandern? Da sag ich nicht \u201aNein\u2018. Auf ging es zur Produktion von Bach Rucks\u00e4cken, Therm-a-Rest Isomatten und Schneeschuhen von MSR. Gibt es auch alles im CAMP4!<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Am Pfingstwochenende versammelten sich also 15 Verk\u00e4ufer*innen aus Deutschland und der Schweiz in Dublin. Geboten wurde auch ein Wandertag auf einer Vogelinsel. Als ehemaliger Geologiestudent hab ich die vielen Exkursionen sehr genossen. Diesmal ging es allerdings nicht um Gesteine, sondern um Rucks\u00e4cke und Isomatten.<\/p>\n<p>Aber die Hauptsache waren die Besuche bei Transbach Ltd. und Cascade Designs Ltd., wo die Rucks\u00e4cke von Bach, Isomatten von Therm-a-Rest und die MSR Schneeschuhe herkommen.<\/p>\n<p>[smarty][{include file=&#8220;widget\/marm_custom_products.tpl&#8220; articles=&#8220;BA-11109X,CD-06648X,CD-06421&#8243; headline=&#8220;Bach, Therm-a-Rest und MSR im CAMP4 Webshop:&#8220;}][\/smarty]<\/p>\n<p>In Dublin wartet Maarten Harteveld von der <a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/bach\/\">Firma Bach<\/a> schon auf uns und begr\u00fc\u00dft uns herzlich. Vorerst sind drei Sprachen vertreten: Deutsch, Schwiizerd\u00fctsch und Holl\u00e4ndisch. Die schweizerische Transa AG hat neun Leute geschickt, dazu gesellen sich f\u00fcnf Deutsche und davon wiederum ist einer nur halb Deutsch, n\u00e4mlich ich.<\/p>\n<p><strong>Was f\u00fcr ein Gruppe!<\/strong><\/p>\n<p>Maarten kommt auch aus den Niederlanden (aber er wohnt in der Schweiz). Englisch brauchen wir erst morgen, bei Bach. Kaum sitzen wir im Auto, sind wir auch schon mitten im Gespr\u00e4ch. Themen sind schnell gefunden: Ein flie\u00dfender \u00dcbergang von Rucks\u00e4cken, Zelten, Marken, Verkaufsfl\u00e4chen und Co. auf normalen Small Talk.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich die Frage, wer schon mal in Irland war. Maarten ist hier \u00f6fter, ihm ist&#8217;s mittlerweile auch egal, ob er links oder rechts f\u00e4hrt. Etwas au\u00dferhalb von Kilkenny steht das Haus von Martin Wiesmann, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Bach. Im Garten stehen nagelneue Leihzelte von Hilleberg f\u00fcr uns bereit.<\/p>\n<p>Matten liegen auch schon drin, nat\u00fcrlich von Therm-a-Rest, eine Marke von Cascade Designs. Der K\u00fchlschrank ist voll, ein bisschen was zu essen gibt\u2019s auch und die Stimmung ist gut. Schon komisch: Ich besuche Irland, von Berlin aus, in einer deutsch-schwiizerd\u00fctschen Gruppe und genie\u00dfe den sch\u00f6nen, trockenen Fr\u00fchsommerabend im Gr\u00fcnen. Und ich rede holl\u00e4ndisch.<\/p>\n<p><strong>Vom Verk\u00e4ufer zum N\u00e4her<\/strong><\/p>\n<p>Das \u201aHebron Road Industrial Estate\u2018 ist am n\u00e4chsten Morgen unser Ziel. \u201aTransbach\u2018 steht dort, etwas unscheinbar, auf einer mittelgro\u00dfen Halle. Innen ist ein kleiner Empfang, dann geht es durch die Klappt\u00fcren in die Halle. Links stehen mehrere mannshohe Reihen mit Kisten, als ob ein Umzug ansteht.<\/p>\n<p>Alle Kisten sind genau beschriftet mit den Namen, die wir alle aus dem Laden oder dem Katalog kennen: Specialist, Yatra, Shield und wie sie alle hei\u00dfen. Die rechte H\u00e4lfte der Halle ist f\u00fcr einen Tag unser Bereich, hier stehen der Zuschneidetisch und die N\u00e4hmaschinen, mit denen Bach die Entwicklung und einen Teil der Produktion bestreitet.<\/p>\n<p>Normalerweise arbeiten hier Bridget, Tony, Nelly und Caitriona und, im B\u00fcro, Luzia. Heute lassen sie uns ran. Nach einer kurzen Einf\u00fchrung d\u00fcrfen wir selbst Stoff aussuchen und eine kleine Tasche oder einen Tagesrucksack n\u00e4hen. In hohen Regalen liegen all die Stoffe, die wir von den Rucks\u00e4cken kennen.<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Der erste Zugriff ist noch etwas verhalten, aber dann setzt die Betriebsamkeit ein. Als erster Test an den Maschinen gibt es Stoffreste und Bach-Etiketten zum Proben\u00e4hen. ,Einfach&#8216; nur eine kleine gerade Naht und drei- oder viermal um die Ecke und schon sieht man die ersten Schwei\u00dfperlen auf den Stirnen. Danach geht es an die Schnittmuster und sind alle besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p><strong>Geschichten vom Sparschwein schlachten<\/strong><\/p>\n<p>Nebenher erz\u00e4hlen Martin und Maarten Geschichten \u00fcber Transbach. Martin war vor langer Zeit Eink\u00e4ufer bei der Transa AG (die damals noch anders hie\u00df) und hat die Chance genutzt, als Bach verkauft wurde. Er wollte immer schon eine eigene Firma haben und hier war fast alles da: die Erfahrung, die N\u00e4herinnen, die Technik.<\/p>\n<p>Kurzerhand hat er damals sein Sparschwein geschlachtet, ist umgezogen nach Irland und hat, mit Unterst\u00fctzung der Transa, die \u201aTransbach Limited\u2018 gegr\u00fcndet. Und jetzt, Jahrzehnte sp\u00e4ter, freut sich Martin immer noch \u00fcber die neuen N\u00e4hmaschinen damals. Die waren soviel schneller, dass sie sich innerhalb von einem halben Jahr amortisiert hatten.<\/p>\n<p>Seither ist die Firma gewachsen und irgendwann wurde ein Gro\u00dfteil der Produktion nach Asien ausgelagert. Das gab wieder neue M\u00f6glichkeiten, aber nat\u00fcrlich auch die eine oder andere neue H\u00fcrde. Was geblieben ist, ist die Philosophie. Bach-Rucks\u00e4cke sind weiterhin schlicht und robust.<\/p>\n<p>Bei meiner Frage nach dem optimalen Schultergurt holt Martin einen geraden Streifen Schaum hervor und legt den \u00fcber meine Schulter. Der Streifen liegt auf und man sieht quasi direkt, wie die Kraftlinien laufen. Da leuchtet es auch ein, dass die Schultergurte von Bach nur eine ganz leichte Kurve haben.<\/p>\n<p>Im Regal liegt ein Rucksack, an dem die Gurte ersetzt werden sollen. Schon kriege ich die \u201aclippers\u2018, eine Art Schere, in die Hand. Bei den Bar Tacks, zwei dicken Zickzackn\u00e4hten, komme ich ins Schwitzen. Mann, sind die schwierig aufzutrennen. Martin guckt einmal drauf. Nein, die h\u00e4tte er dort nicht machen lassen.<\/p>\n<p>Aber schaden tut\u2019s nicht und in Vietnam, wo der Rucksack herkommt, ist das halt \u00fcblich. Doppelt gen\u00e4ht h\u00e4lt wohl auch in Vietnam besser. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter hat Bridget dem Rucksack sch\u00f6ne, neue Gurte verpasst. Da wird sich der Besitzer freuen.<\/p>\n<p><strong>Souvenirs self made<\/strong><\/p>\n<p>Auch nach der Pause geht es flei\u00dfig weiter. Nachmittags schaut sich ein Teil der Leute die Stadt an. Die anderen machen eine zweite Tasche oder werkeln an einem eigenen Projekt. Einer der Schweizer baut sich eine gepolsterte Tasche, um seine Videokamera-mit-Schwebestativ herum. Ich n\u00e4he schnell noch drei kleine T\u00e4schchen. Ich m\u00f6chte nicht mit leeren H\u00e4nden zur Familie zur\u00fcckkommen.<\/p>\n<p>Gegen vier Uhr sind alle wieder da f\u00fcr die Showeinlage. Stoff, Band, Schnallen, Rei\u00dfverschl\u00fcsse, alles liegt zugeschnitten bereit f\u00fcr einen Bach Lite Mare, einen kleineren Trekkingrucksack. Bridget, Tony, und Caitriona setzen sich an die Maschinen und eine knappe Stunde sp\u00e4ter ist der Rucksack fertig und das Publikum beeindruckt.<\/p>\n<p>Abends wird das gute St\u00fcck verlost. Wir sollen sagen, aus wie vielen Teilen so ein Rucksack eigentlich besteht. &#8222;Wenn die das so sagen, ist das bestimmt mehr als ich denke&#8220;, sagte ich mir und tippte auf 423. Martin und Tony m\u00fcssen zuerst selber nachz\u00e4hlen, dann ist die Verlosung. Die richtige Antwort war: 200 Teile. Ich war chancenlos, der Rucksack geht an die Schweiz.<\/p>\n<p><strong>Ein Sprung ins Vogelparadies<\/strong><\/p>\n<p>Zur Abwechslung geht es am n\u00e4chsten Tag nach Kilmore Quay. Von hier setzen wir \u00fcber zum Great Saltee Island. Um an Land zu gelangen, m\u00fcssen wir umsteigen in ein Dinghy, genau so ein kleines Boot wie in den ganzen Arktis-Dokus. Den allerletzten Meter m\u00fcssen wir springen.<\/p>\n<p>Die Insel besteht aus nicht mehr als Felsen und steinigem Boden, darauf Gras, Heide, ein einziges Haus und eine Reihe Palmen. Luxus pur: Eine Insel mit uralten Gesteinen und ich muss mich nicht darum k\u00fcmmern, ich bin hier nicht als Geologe. Es ist noch fr\u00fch in der Saison, angenehm windig, nicht zu warm, und die Sonne strahlt.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Fels in der Brandung sieht aus wie ein Fels, aber als wir n\u00e4her kommen, sehen wir die V\u00f6gel. Tausende. Abertausende. Nur gut, dass ich die vorher gegoogelt hatte: Das sind also Tordalken, Papageientaucher, Basst\u00f6lpel und noch ein paar Arten mehr. Und ein paar M\u00f6wen, aber die kannte ich ja schon.<\/p>\n<p>Im Wasser t\u00fcmmeln sich Seehunde. Von den Kaninchen sehen wir nur die Folgen: Der Boden sieht aus wie Schweizer K\u00e4se und das Gras ist \u00fcberall akkurat kurz genagt. Die erste angesp\u00fclte Plastikflasche am felsigen Ufer will ich noch mitnehmen und ordentlich entsorgen, aber dann sind es einfach viel zu viele und ich konzentriere mich wieder auf die sch\u00f6ne Umgebung, bis wir wieder in die Dinghys steigen.<\/p>\n<p>An Land, in Wexford, gibt es Fish and Chips f\u00fcr alle. Bei der Gelegenheit husche ich in den Supermarkt rein und hole ein Premium Dutch Lager f\u00fcr Martin. Er hatte mir vor langer Zeit ein Ersatzteil f\u00fcr einen Rucksack geschickt, ohne Rechnung, aber mit einem Zettel \u201aLudger schuldet mir ein Bier\u2018. Jetzt sind wir wieder quitt.<\/p>\n<p><strong>Willkommen bei Therm-a-Rest<\/strong><\/p>\n<p>Wir fahren p\u00fcnktlich los und anderthalb Stunden sp\u00e4ter stehen wir unter grauem Himmel auf einem Industriegel\u00e4nde. Dwyer Road, Midleton, Cork County, Ireland. An einem alten Backsteinbau begr\u00fc\u00dfen uns die Fahnen von Deutschland, Irland und von der Schweiz.<\/p>\n<p>\u00dcber der T\u00fcr wachen noch die steinernen Schafsk\u00f6pfe der Woolcombers Ltd. Hier residiert jetzt aber Cascade Designs Limited. Eine der Therm-a-Rest-Matten aus den Zelten wollte die Luft nicht loslassen, das Ventil scheint verstopft zu sein. Beim Reinkommen zeige ich die unwillige Matte vor.<\/p>\n<p>Sie geht direkt in die Abteilung Reklamationen und Reparaturen und eine Stunde sp\u00e4ter ist sie wieder wie neu. Cascade nimmt Reklamationen und Reparaturen offensichtlich ernst. Im Flur ist die eine Wand umfunktioniert zur Galerie. Neben anderen \u00e4lteren Cascadeprodukten h\u00e4ngt hier zum Beispiel auch die erste irische Therm-a-Rest-Matte.<\/p>\n<p>Wir werden in den Konferenzraum gebeten. Die eine kurze Wand besteht aus zwei enormen Bildschirmen mit einer kleinen Kamera, f\u00fcr die europaweiten Konferenzen, aber das betrifft uns nicht. Auf uns wartet das zweite Fr\u00fchst\u00fcck mit Scones mit Butter und Himbeermarmelade. Und wir sollen alle unsere Unterschrift auf ein Blatt Papier schreiben, mit dickem Filzer. Warum auch immer.<\/p>\n<p><strong>Gucken. Staunen. Fragen.<\/strong><\/p>\n<p>Als alle versorgt sind, legt James Cotter los. Er war Chef von Cascade Designs Ltd. und macht jetzt \u201anur noch\u2018 Europa. Er klingt immer noch sehr amerikanisch, mit vielen Erfolgen und Neuentwicklungen und bew\u00e4ltigten Herausforderungen. Cascade Designs macht so viel wie m\u00f6glich in Eigenregie.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich nur in Seattle, aber f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt gibt es eine Europ\u00e4ische Zentrale und Produktionsst\u00e4tte, hier in Midleton. So finden Entwicklung und Produktion auf beiden Kontinenten nah am Markt statt, das erleichtert die Planung und die Qualit\u00e4tskontrolle.<\/p>\n<p>Bevor wir in die eigentliche Fabrik gehen, kriegen wir alle eine Sicherheitsbrille und Ohrst\u00f6psel. Und schon stehen wir mittendrin \u2013 stapelweise Isomatten, ordentlich nach Art und Farbe sortiert. Jede einzelne selbstaufblasende oder aufblasbare Isomatte wird aufgeblasen und f\u00fcr mindestens 24 Stunden liegengelassen.<\/p>\n<p>Die Dicken sogar drei Tage lang. Sicher ist sicher. Wenn sie die Luft halten, werden sie zum Kunden geschickt. In den Hallen stehen viele gro\u00dfe Pressen, in dene die Stoffe und Sch\u00e4ume zugeschnitten und zusammengef\u00fcgt und laminiert werden.<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Maschinen sind alle hausgemacht und d\u00fcrfen deswegen nicht fotografiert werden. Aber wir k\u00f6nnen gucken und staunen und fragen und kriegen viel mehr Antworten als wir uns merken k\u00f6nnen. Auff\u00e4llig ist die Menge Handarbeit, die notwendig ist.<\/p>\n<p>Die Stoffe werden \u00fcber einen Leuchttisch gezogen und optisch kontrolliert, zugeschnitten, der Schaum wird in gro\u00dfen Bl\u00f6cken geliefert und wird (wieder mit einer selbstentwickelten Maschine) geschnitten und ausgestanzt, dann werden die Pakete gemacht: Stoff-Schaum-Stoff im einfachsten Fall, das ganze wird laminiert, die R\u00e4nder zugeschnitten, das Ventil eingeklebt.<\/p>\n<p><strong>Beim anderthalbfachen Pr\u00fcfdruck knallt&#8217;s<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die aufw\u00e4ndigeren Matten, die Neoair-Serie, werden bis zu sieben Schichten Stoff gleichzeitig in die Maschine reingezogen, in der dann Naht f\u00fcr Naht laminiert wird. Um auch hier sicher zu gehen, dass alles ok ist, wird immer eine kleine Probematte gemacht, wenn neue Stoffrollen eingespannt sind.<\/p>\n<p>Eine solche Probematte wird f\u00fcr uns auch aufgepustet. Bei dem normalen Pr\u00fcfdruck (ungef\u00e4hr so viel, wie ein normaler Fahrradreifen hat) ist alles in Ordnung. Aber extra f\u00fcr uns wird heute weitergemacht. Erst beim anderthalbfachen Pr\u00fcfdruck knallt&#8217;s. Und dann ist die Schere schnell zur Hand und wir d\u00fcrfen reingucken.<\/p>\n<p>Die Matten und Maschinen entwickelt Cascade selber. Das wichtigste Hilfsmittel sind Ehrgeiz und Geduld: der Wille, eine komfortable, warme, haltbare, leichte Matte zu entwickeln und dazu viel trial and error: Sowohl beim Maschinenpark als auch bei den Matten selbst wird hier viel get\u00fcftelt und ausprobiert, bevor eine Matte in Serie geht.<\/p>\n<p>Und wenn mal ein Schaum nicht mehr erh\u00e4ltlich ist, dann wird die Matte eben mit einem anderen Schaum gebaut. Und dann werden, ganz korrekt, die Gewichtsangaben auf den Packungen angepasst. Damit auch immer drin ist, was drauf steht.<\/p>\n<p><strong>Im Keller die Schneeschuhe und ein Abschiedsgeschenk<\/strong><\/p>\n<p>Unten, im gut ausgeleuchteten Keller, sieht man keine Matten mehr. Hier landen nur die ausgestanzten Schaumreste. Damit werden die Kissen bef\u00fcllt. Therm-a-Rest ist die Marke f\u00fcr die Matten, f\u00fcr die Schneeschuhe ist MSR (auch eine Marke von Cascade Designs) zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Hier im Keller werden die Schneeschuhe zusammengebaut. Ich habe einen Spezialauftrag der Camp4-Serviceabteilung. Ich soll fragen, ob ich eine Handvoll Einzelteile f\u00fcr eine ausgiebig benutztes Paar Schneeschuhe kriegen kann. Ich zeige dem Cascade-Mitarbeiter das Bild von dem reparaturbed\u00fcrftigen Schneeschuh und schon hab ich meine Hand voll.<\/p>\n<p>W\u00f6rtlich. Auftrag erledigt. Hier im Keller zeigt sich auch, warum wir alle unsere Unterschrift in Edding leisten sollten: Als Abschiedsgeschenk kriegen wir alle noch ein Packtowl-Handtuch, mit eingelasertem Autogramm.<\/p>\n<p><strong>MSR und Platypusflaschen<\/strong><\/p>\n<p>Und das war noch nicht alles f\u00fcr heute. Wir fahren von Midleton nach Bantry, ein Ort an der Westk\u00fcste. Unterwegs setzt der Regen ein und l\u00e4sst das \u00fcppige Gr\u00fcn \u00fcberall noch sch\u00f6ner gl\u00e4nzen. In Bantry warten die Sandwiches schon auf uns. Cascade hat hier eine komplette Fabrik f\u00fcr Spritzgussteile \u00fcbernommen und jetzt produziert die &#8218;Bantry Technical Products Ltd.&#8216; Teile f\u00fcr Schneeschuhe von MSR und <a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/platypus\/\">Platypusflaschen<\/a>.<\/p>\n<p>Fast alles hier entsteht aus kleinen wei\u00dfen Plastikk\u00f6rnern, jeweils mit ein bisschen Farbe zusammengemischt und eingespritzt in gro\u00dfe und kleine Stahlformen. Bei dem sp\u00e4ten Mittagessen wird gleich das n\u00e4chste neue Produkt von Platypus vorgezeigt: eine faltbare Flasche.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Produktionshalle riecht nach Fabrik. Fotografieren ist hier erlaubt: Die Pressen sind eingekauft und nicht selbst entwickelt. Hier sehen wir, wie die neuen Flaschen entstehen. Die weiche untere H\u00e4lfte der Flaschen wird an der h\u00e4rteren oberen H\u00e4lfte festgegossen.<\/p>\n<p>Diese Presse l\u00e4uft tagelang ununterbrochen, wenn alles stimmt und austariert ist. An einer anderen Maschine liegen die Stahlr\u00e4nder von Schneeschuhen schon bereit. Die Maschine gie\u00dft Kunststoff pr\u00e4zise um den Stahl herum. Fertig gebaut werden die Teile danach in Midleton.<\/p>\n<p>Es ist noch genug Zeit, um ein wenig zwischen den Maschinen hin und her zu gehen und zu staunen. Auf dem R\u00fcckweg ist die Aussicht immer noch wunderbar gr\u00fcn, aber der Tag war lang und die Augen wollen irgendwann nichts mehr aufnehmen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbernachtung im einfachen Sterne-Hotel?!<\/strong><\/p>\n<p>Beim Hotel angekommen sind alle Augen wieder weit offen. F\u00fcr die letzte Nacht war uns ein &#8218;einfaches Hotel&#8216; versprochen worden. Das preisgekr\u00f6nte &#8218;Best Wedding Venue&#8216; von Irland hat aber vier Sterne und liegt direkt an einer sch\u00f6ner Bucht mit Strand und malerischer Insel. Leuchtturm inklusive.<\/p>\n<p>Maurice Gowen, der Marketing-Mann von Cascade, leistete uns beim schicken Abendessen Gesellschaft. Wir m\u00fcssen am n\u00e4chsten Tag fr\u00fch aufstehen, also steht das Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr uns bereit, Papiert\u00fctchen mit Sandwiches, \u00c4pfelchen, Mineralwasserflasche und Serviette.<\/p>\n<p>Die Autos sind \u00fcber Nacht leider nicht ger\u00e4umiger geworden, aber die Fahrt l\u00e4uft gut und wir sind alle rechtzeitig beim Flieger. Und nach der Landung gelingt mir noch das Bild meines Rucksacks im Flug auf den Gep\u00e4ckwagen. (oder: meines fliegenden Rucksacks auf den Gep\u00e4ckwagen).<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist es fast ideal: In einer netten Gruppe entspannt lernen und zwischendurch die Umgebung bewundern, wie bei meinen geologischen Exkursionen damals. Und auch hier habe ich viel mitgenommen: mehr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Ursprung der Dinge, sch\u00f6ne Erinnerungen, nette Kontakte. Von hier aus nochmal: Vielen Dank und Auf Wiedersehen!<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<\/div><div class=\"awb-gallery-wrapper awb-gallery-wrapper-1 button-span-no\" style=\"--more-btn-alignment:center;\"><div style=\"margin:-5px;--awb-bordersize:0px;\" class=\"fusion-gallery fusion-gallery-container fusion-grid-3 fusion-columns-total-1 fusion-gallery-layout-grid fusion-gallery-1\"><div style=\"padding:5px;\" class=\"fusion-grid-column fusion-gallery-column fusion-gallery-column-3 hover-type-zoomin\"><div class=\"fusion-gallery-image\"><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/slider.jpg\" rel=\"noreferrer\" data-rel=\"iLightbox[gallery_image_1]\" class=\"fusion-lightbox\" target=\"_self\"><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27900%27%20height%3D%27360%27%20viewBox%3D%270%200%20900%20360%27%3E%3Crect%20width%3D%27900%27%20height%3D%27360%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/slider.jpg\" width=\"900\" height=\"360\" alt=\"\" title=\"slider\" aria-label=\"slider\" class=\"lazyload img-responsive wp-image-13777\"  \/><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martin und Maarten von Bach hatten zu einem Werksbesuch eingeladen und Cascade Designs war auch mit dabei. 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