{"id":13587,"date":"2016-06-21T13:40:26","date_gmt":"2016-06-21T11:40:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=13587"},"modified":"2024-06-26T13:09:52","modified_gmt":"2024-06-26T11:09:52","slug":"mit-dem-fahrrad-durch-kirgistan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/mit-dem-fahrrad-durch-kirgistan\/","title":{"rendered":"Von Nomaden, W\u00f6lfen, Seen und unglaublicher Gastfreundschaft"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><strong>Wer h\u00e4tte das gedacht: Kirgistan ist ein Traum f\u00fcr Radfahrer und f\u00fchrte mich durch gro\u00dfartige Landschaften von der Hauptstadt Bishkek \u00fcber mehrere P\u00e4sse ins Gebirge und \u00fcber die wundersch\u00f6ne Suusamir-Hochebene bis zu den Nomaden. Das ist mein Bericht \u00fcber eine mehrmonatige Radtour durch Zentralasien immer gen Westen.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Was mache ich hier \u00fcberhaupt?<\/strong><br \/>\nDie Frage stellte ich mir mehrfach innerhalb der ersten Stunden meiner Ankunft. Das St\u00fcck vom Flughafen in Bishkek in die Stadt hinein ist zwar nicht lang (knappe 30km), f\u00fchlte sich aber bei \u00fcber 30\u00b0C an wie ein Marathon. Zumal ich zum ersten Mal mit meinem <a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/fahrradausruestung\/\">vollbeladenen Rad<\/a> &#8222;Emily&#8220; unterwegs war, die sich in etwa so spritzig fahren lie\u00df wie ein Panzer.<\/p>\n<p>Am Horizont t\u00fcrmten sich derweil die schneebedeckten Gipfel des Ala-Too Gebirge in den Himmel. Unglaubliche Hitze und diese respekteinfl\u00f6\u00dfenden Berge \u2013 worauf hatte ich mich hier eingelassen? Was w\u00fcrde mich hier erwarten? Was ich von den Kirgisen zu erwarten hatte, fand ich innerhalb der ersten Stunde im Land bereits heraus:<\/p>\n<p>Ich hielt am Stra\u00dfenrand, um im Schatten eines Baumes etwas zu trinken. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit sprachen mich ein kleiner Junge und sein Gro\u00dfvater an\u00a0\u2013\u00a0 und prompt fand ich mich in einem Wohnzimmer mit einer Tasse s\u00fc\u00dfen Tee in der Hand wieder. Aus der Einladung zum Tee wurde eine zum Mittagessen, dann eine zum Abendessen und schlie\u00dflich wurde ich eingeladen, \u00fcber Nacht zu bleiben. F\u00fcr die verschiedenen Mahlzeiten wurde ich von einer Familie zur n\u00e4chsten weitergereicht. Alle freuten sich, dass sich ein Ausl\u00e4nder die Zeit nimmt, ihr Land langsam mit dem Rad zu erkunden. Kein schlechter Start!<\/p>\n<p><strong>Die gr\u00fcne Hauptstadt: Bishkek<\/strong><br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag radelte ich ausgeschlafen und wohlgen\u00e4hrt in die gr\u00fcne Hauptstadt Bishkek weiter. Berlin mag im Vergleich zu anderen Hauptst\u00e4dten entspannt wirken \u2013 Bishkek dagegen ist tiefenentspannt. So muss man in Bishkek nicht lange suchen, um neben den gesch\u00e4ftigen Hauptstra\u00dfen kleine Gassen zu finden, die sich so auch in einem anheimelnden Dorf befinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Gleichzeitig erinnert durchaus sehenswerte alte Sowjet-Architektur an die Geschichte des Landes. Auch wenn Reisef\u00fchrer den Osh-Basar empfehlen: viel mehr Lokalkolorit hat der Alamedin-Basar, wo es zwar keine Souvenirs geben mag, daf\u00fcr aber Hallen mit unglaublich leckeren Backwaren, ansprechend aufget\u00fcrmtem Obst und einer riesigen Auswahl an N\u00fcssen und Trockenfr\u00fcchten.<\/p>\n<p><strong>Ab in die Berge \u2013 aber wo sind die?<\/strong><br \/>\nP\u00fcnktlich zu meiner Abreise aus Bishkek \u00e4nderte sich das Wetter: Statt sommerlicher Hitze begleitete mich ein<a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/regenjacken\/\"> ausdauernder Regen<\/a> an dem Tag, an dem ich Bishkek Richtung Berge verlie\u00df. Au\u00dfer, dass ich die Stadt einfach nicht verlie\u00df. Auch wenn die Gegend zunehmend l\u00e4ndlicher wurde, blieb die Stra\u00dfe flach und ges\u00e4umt von H\u00e4usern. Der Verkehr auf diesem ersten St\u00fcck war zumal recht dicht. Die Frage, was ich hier eigentlich wollte, dr\u00e4ngte sich erneut in meine Gedanken.<\/p>\n<p>Nass und schlammversprizt gelangte ich schlie\u00dflich am Abend nach Kara Balta. Meine Unterkunft in der lokalen Gastinitsa (Hotel) war ein Ausflug in alte Sowjet-Zeiten, seit denen wohl auch an dem Geb\u00e4ude oder seinen R\u00e4umen nichts mehr geschehen ist, mit anderen Worten: eine reine Bruchbude. Die netten Damen vom Empfang halfen mir jedoch \u00fcber die Entt\u00e4uschung hinweg \u2013 und die Banya im Geb\u00e4ude nebenan erlaubte mir immerhin eine hei\u00dfe Dusche.<\/p>\n<p><strong>Heulen in der Ferne<\/strong><br \/>\nDer n\u00e4chste Tag brachte dagegen die ersten Pferde-Herden, die in aller Ruhe die Stra\u00dfe \u00fcberquerten \u2013 im sicheren Wissen, dass sie hier Vorrang haben. Ich verlie\u00df nun die dicht besiedelte Gegend und n\u00e4herte mich zunehmend den H\u00fcgeln am Horizont. Sosnovska am Rande der Berge bot eine letzte Gelegenheit, in einem gr\u00f6\u00dferen Laden Lebensmittel einzukaufen.<\/p>\n<p>Und dann war ich drin, in den Bergen, die ich gesucht hatte. Die erste Lektion lernte ich jedoch schon in dieser Nacht: Kirgistan ist ein wildes Land, ein Land der Pferdeherden, aber ebenso ein Land der W\u00f6lfe. Sie besuchten mein Zelt in dieser Nacht noch nicht, aber ihr Heulen in der Ferne lie\u00df mir das Blut in den Adern gefrieren.<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Nach einer unruhigen Nacht brachte der neue Tag wundervolle Berglandschaften in einem sich verj\u00fcngenden Tal, das zunehmend zu einer Schlucht wurde, stets bergan f\u00fchrend. Zur\u00fcck war die sommerliche Hitze, die einem berg-unge\u00fcbten Radfahrer wie mir den Schwei\u00df in die Stirn trieb. Als die Sonne schlie\u00dflich abnahm, merkte ich, dass ich ein Problem hatte: Knapp 1000 H\u00f6henmeter hatte ich zur\u00fcckgelegt, aber es fehlten noch etliche bis zum anstehenden T\u00f6\u00f6 Ashu Pass (3586 m).<\/p>\n<p>Gleichzeitig war in dem steinschlaggef\u00e4hrdeten Gebiet, in dem ich mich befand, ebenso wenig ein Zeltplatz auszumachen wie in den kommenden Serpentinen. Kurzentschlossen hielt ich an und streckte meinen Daumen heraus. Innerhalb weniger Minuten hielt tats\u00e4chlich ein LKW-Fahrer, der mein Rad auf seinen Laster und mich in die Fahrerkabine bugsierte.<\/p>\n<p>Angesichts des Schnees auf dem Pass (Anfang September!) und des Tunnels auf seiner Spitze sicherlich keine schlechte Idee. Fast ein wenig entt\u00e4uscht war mein Helfer, dass ich nach dem Pass wieder aussteigen wollte. Er w\u00fcrde mich auch noch weiter mitnehmen! Ich war ihm sehr dankbar \u2013 aber schlie\u00dflich war ich hier, um Kirgistan mit dem Rad zu erkunden, nicht um schnell ein Ziel zu erreichen.<\/p>\n<p>Kurz nach dem Pass fand ich eine Jurte, typisch und leicht zu erkennen mit ihrer geduckten, runden Form und der wei\u00dfen Farbe. Der alte Mann, der dort lebte, wollte mich einladen, in seiner Jurte zu schlafen, aber ich zog mein Zelt vor, das ich in sicherer Nachbarschaft zu ihm und seinem Hund aufbaute. Um beides war ich nachts dankbar, in denen ich wieder W\u00f6lfe h\u00f6rte \u2013 diesmal sehr viel n\u00e4her an meinem Zelt, wie das sich \u00fcberschlagende Bellen des Hundes best\u00e4tigte.<\/p>\n<p><strong>Die endlose Weite der Suusamir-Hochebene und der Ala Bel Pass<\/strong><br \/>\nAm Morgen lag die Suusamir-Hochebene in seiner epischen Sch\u00f6nheit vor mir \u2013im Sommer von Nomaden und ihren Herden besiedelt und von einer kargen Unber\u00fchrtheit, die mir nahe ging. B\u00e4ume sind ein seltenes Bild, daf\u00fcr schm\u00fcckt ein Fluss die Hochebene.<\/p>\n<p>Trotz der weiten Natur ringsherum f\u00fchlte ich mich nie alleine; immer war ein Hirte oder eine Jurte irgendwo in der Landschaft auszumachen. Entlang der Stra\u00dfe befanden sich immer wieder kleine St\u00e4nde der Nomaden, die hier zwei Spezialit\u00e4ten an Vorbeireisende verkaufen: fermentierte Pferdemilch (kymys) und kleine B\u00e4llchen aus getrocknetem Joghurt (kurut).<\/p>\n<p>Beiden gemeinsam ist ein intensiv-s\u00e4uerlicher Geschmack, der nicht jedem mundet, was Kirgisen rein gar nicht nachvollziehen k\u00f6nnen. Eine weitere Nacht in direkter Nachbarschaft zu Nomaden folgte, diesmal in einem Bauwagen, in dem mir die Familie ein Nachtlager herrichtete.<\/p>\n<p>Trotz der Tageshitze waren die N\u00e4chte in den kirgisischen Bergen schon zunehmend frisch mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Als ich tags drauf das Tal Richtung Ala Bel Pass verlie\u00df, war ich zwar gespannt auf die n\u00e4chsten Abschnitte der Tour, wusste aber schon, dass dies sicher zwei meiner liebsten Radeltage in Kirgistan gewesen waren!<\/p>\n<p><strong>Nette und weniger nette Kirgisen<\/strong><br \/>\nDer Ala Bel Pass stellte sich trotz seiner H\u00f6he (3184m) als einer der angenehmsten P\u00e4sse meiner ganzen Reise durch Zentralasien heraus. Die Stra\u00dfe steigt stetig, aber nie allzu steil auf gutem Asphalt an \u2013 und wenn man sich pl\u00f6tzlich in absurd sch\u00f6ner Mondlandschaft befindet und ohnehin anhalten m\u00f6chte f\u00fcr ein Foto, ist man auch schon oben.<\/p>\n<p>Wider Erwarten hielt in dem Augenblick neben mir ein Polizeiwagen an und ein kirgisischer Polizist wollte von mir wissen, was ich denn in seinem sch\u00f6nen Land mache. Ich stand Rede und Antwort, erst etwas nerv\u00f6s, dann zunehmend entspannter. Auch seine Inspektion meiner Lenkertasche schien eher von seiner eigenen Neugierde getrieben zu sein, denn von seiner beruflichen Aufgabe. Obwohl das Gespr\u00e4ch nett verlief, war ich doch recht erleichtert, als ich weiterradeln durfte.<\/p>\n<p>Und was f\u00fcr ein Weiterradeln das war! Die Landschaft erinnerte mich zunehmend an das karge Hochland von Tibet, insbesondere im goldenen Abendlicht. So ganz konnte ich die Landschaft aber nicht genie\u00dfen, denn Abendlicht hie\u00df auch, dass ich einen neuen Zeltplatz brauchte. Dazu war aber das Land um mich herum zu steil.<\/p>\n<p>Im letzten Licht des Tages fuhr ich hinab gen Chychkan-Canyon und entdeckte schlie\u00dflich ein wundersch\u00f6nes, flaches St\u00fcckchen Land neben dem Fluss. Auch ein paar Jurten waren zu erkennen \u2013 sicher ein guter Ort f\u00fcr die Nacht. Dass mir nur ein junger Mann Ende 20 entgegenkam und niemand sonst, beachtete ich nicht weiter. Bislang hatte ich schlie\u00dflich nur gute Erfahrungen gemacht.<\/p>\n<p>Wir verhandelten etwas \u00fcber den Preis f\u00fcr ein Abendessen und die Erlaubnis, mein Zelt aufschlagen zu d\u00fcrfen. Dabei wurde schon etwas klarer, dass der Herr auch an mir interessiert war. Ich entschied mich daher spontan, eine der leeren Jurten zu mieten, die f\u00fcr Touristen ohne Zelt gedacht waren. Sicher besser, nachts eine T\u00fcre abschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen\u2026 Um diese Entscheidung war ich sp\u00e4ter sehr froh.<\/p>\n<p>Ich war dem jungen Kirgisen dankbar f\u00fcr die \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit und daf\u00fcr, dass er mir sp\u00e4ter am Abend zeigte, wie man Pferde melkt, um das Lieblingsgetr\u00e4nk der Kirgisen zu gewinnen: besagte fermentierte Pferdemilch. Frisch ist sie durchaus lecker und einen Versuch wert. Allerdings r\u00fcckte mir mein Gastgeber immer mehr auf die Pelle und sagte irgendwann sehr eindeutig, dass die N\u00e4chte hier kalt seien und er gerne Gesellschaft h\u00e4tte heute Nacht.<\/p>\n<p>Meinen (extra f\u00fcr ihn erfundenen) Ehemann sollte ich doch f\u00fcr heute mal vergessen. Entschieden lehnte ich ab und verbarrikadierte mich in meiner Jurte. Die Nacht f\u00fchlte sich \u00e4hnlich unruhig an wie jene, in denen die W\u00f6lfe vor meinem Zelt geheult hatten. Nichtsdestotrotz akzeptierte der einsame Kirgise wohl meine Worte.<\/p>\n<p>Bis zum Morgen hatte er sich mit meiner Ablehnung wohl abgefunden. Mich erwartete jedenfalls ein Fr\u00fchst\u00fcck mit leckerem selbstgemachten Rahm von seinen Ziegen sowie Marmelade aus selbst gepfl\u00fcckten Beeren. Dennoch war ich nicht unfroh darum, mich auf mein Rad schwingen zu k\u00f6nnen und dem ber\u00fchmten Toktogul-See entgegen zu radeln, gespannt auf die weiteren Abenteuer, die mich erwarten w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>In den Chychkan Canyon<\/strong><br \/>\nNeugierig be\u00e4ugt von den Ziegen des Hauses belud ich am n\u00e4chsten Morgen meine Emily. Als sie jedoch anfingen, Emily liebevoll zu beknabbern, wurde es mir zu bunt und ich verjagte sie. Vor mir stand eine lange Talabfahrt; da sind durchgeknabberte Bremsz\u00fcge nicht zu gebrauchen.<\/p>\n<p>Nach der Weite der Suusamir-Hochebene f\u00fchlte sich das Hineinradeln in den Chychkan-Canyon schon fast einengend an. Immer dem abw\u00e4rts verlaufenden Fluss folgend, konnte ich jedoch langsam die sch\u00f6nen, roten Sandsteinformationen bewundern, die das Wasser in die Schlucht gegraben hatte.<\/p>\n<p>Nun befanden sich auch zunehmend kleine Restaurants und Teeh\u00e4user am Stra\u00dfenrand, die mit den typischen \u201eTee-Betten\u201c\u00b4unter B\u00e4umen einladend wirkten. Tee-Betten sind eine in Kirgistan typische Kontruktion, die man sich wie ein sehr gro\u00dfes Bettgestell vorstellen kann, das mit Teppichen und Kissen bedeckt Platz f\u00fcr eine kleine Gruppe von Menschen bietet, die hier ihren Tee trinken oder eine Kleinigkeit essen \u2013 nat\u00fcrlich, nachdem man seine Schuhe ausgezogen hat.<\/p>\n<p>Auf meine Frage, ob ich auch einfach eine <a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/wasseraufbereitung\/\">Flasche Wasser<\/a> kaufen k\u00f6nne, antwortet mir eine kirgisische Gro\u00dfmutter \u00fcberrascht: Nat\u00fcrlich w\u00fcrden sie mir Wasser verkaufen, aber ich k\u00f6nne doch einfach Wasser an einem der Rohre abf\u00fcllen, die hier aus den Bergen kommen \u2013 das sei Quellwasser und ohnehin viel besser! Ein sch\u00f6ner Gedanke. Ich traute meinem Magen das Experiment jedoch vorerst noch nicht zu und blieb f\u00fcrs erste doch bei abgef\u00fclltem Wasser.<\/p>\n<p><strong>Der Toktogul-See und H\u00fcgel, endlose H\u00fcgel<\/strong><br \/>\nZu den Restaurants gesellten sich langsam mehr H\u00e4user, schlie\u00dflich ganze D\u00f6rfer, das Tal weitete sich und dann lag er vor mir: der Toktogul-See. Zumindest theoretisch. Von der Ferne hatte ich ihn gesehen, aber je mehr ich mich ihm n\u00e4herte, desto mehr verschwand er hinter den H\u00fcgeln.<\/p>\n<p>Die Gegend um den Toktogul-See hat viele kleine Erhebungen. W\u00fcstenartig trocken, fast ohne Vegetation, zeigen sich die H\u00fcgel in einer Bandbreite von Braun- und Ockert\u00f6nen, die unendlich scheint. Unendlich erschien mir auch ihre reine Anzahl. Ein Pass ist ein Pass ist ein Pass. Man f\u00e4ngt an, die Stra\u00dfe steigt an und irgendwann ist man oben. Die Vielzahl der H\u00fcgel um Karakol jedoch war erm\u00fcdend: die gewonnenen H\u00f6henmeter waren innerhalb der n\u00e4chsten halben Stunde ohnehin wieder verloren und das Spiel begann von neuem.<\/p>\n<p>Als ich ein flacheres St\u00fcck erreicht hatte, sogar fast am See gelegen, radelte ich hin\u00fcber zu einem Dorf, um zu fragen, ob ich in der N\u00e4he zelten d\u00fcrfe. Ein gem\u00fctlicher Kirgise mit kugelrundem Bauch nickte auf meine Frage nachdenklich, sprach etwas von \u201edoma\u201c (Haus) und brachte mich zu seinem Zuhause. Die drei T\u00f6chter waren begeistert von dem unerwarteten Besuch und fast etwas entt\u00e4uscht, dass ich wirklich nur im Garten mein Zelt aufschlagen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das sollte sich \u00e4ndern. Der n\u00e4chste Morgen weckte mich gegen 7 Uhr mit Nieselregen. Schimpfend packte ich mein Zelt zusammen \u2013 gerade noch rechtzeitig, bevor ein Landregen losbrach. Meine Gastfamilie bat mich ins Haus, zumindest f\u00fcr das Fr\u00fchst\u00fcck. Drau\u00dfen prasselte der Regen und tiefh\u00e4ngende Wolken machten die Sicht fast unm\u00f6glich, w\u00e4hrend ich Tasse um Tasse hei\u00dfen Tees trank.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich fragte ich einfach, ob ich bleiben d\u00fcrfe, bis der Regen nachgelassen h\u00e4tte. Ich durfte, obwohl der Regen anderthalb Tage andauern w\u00fcrde. In der Zeit jedoch machte ich mit den M\u00e4dchen Englisch-Hausaufgaben, unterhielt mich mit der pensionierten Deutsch-Lehrerin, die vorbeischaute, radebrechte in Russisch mit dem Bruder meines Gastgebers \u2013 und a\u00df Unmengen an Essen.<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Das kirgisische Essen besticht weniger durch seine Vielfalt (viel Fleisch und Milchprodukte, Kartoffeln, Brot), ist aber sehr energiereich \u2013 ideal f\u00fcr einen hungrigen Radfahrer! Im Sommer kommen dann noch unglaublich leckere Melonen hinzu, die der Bruder mir zu Ehren auch mitbrachte.<\/p>\n<p>Frohgemut st\u00fcrzte ich mich nach anderthalb Tagen Gastfreundschaft wieder in die H\u00fcgel mit meinem Rad, nun bei strahlendem Sonnenschein. Auf der S\u00fcdseite des Sees wird das Auf und Ab der H\u00fcgel dann auch endlich belohnt von wunderbaren Blicken auf den spektakul\u00e4r sch\u00f6nen See, umrandet von karger, sonnenverdorrter Landschaft.<\/p>\n<p>Um mein Gl\u00fcck vollkommen zu machen, traf ich am sp\u00e4ten Nachmittag auf vier Radfahrer, die an einem Restaurant angehalten hatten. Wie sich herausstellte, hatten sie mit dem Besitzer bereits verhandelt, dass sie hinter dem Haus w\u00fcrden zelten d\u00fcrfen, mit unglaublich sch\u00f6nen Blick auf den See. Im Gegenzug wollte der Besitzer nur, dass sie bei ihm zu Abend essen und fr\u00fchst\u00fccken w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Ich schloss mich spontan an. Ein wunderbarer Abend mit unvergesslichem Sonnenuntergang \u00fcber dem See folgte. Am fr\u00fchen Morgen wanderten wir die B\u00f6schung hinunter und g\u00f6nnten uns ein Bad im kristallklaren, gar nicht so kalten See. Nach fast einer Woche ohne Dusche eine wahre Wohltat f\u00fcr mich! Denn meine bisherigen Gastgeber hatten zwar ein gro\u00dfes Herz gehabt, aber nie flie\u00dfendes Wasser.<\/p>\n<p><strong>Es geht schief\u2026 und doch gut<\/strong><br \/>\nTags darauf trennte ich mich von meinen neuen Freunden, die weiter Richtung Bishkek fuhren. Mir ging es morgens schon nicht besonders, aber ich schenkte dem keine gro\u00dfe Beachtung. Die Stra\u00dfe f\u00fchrte mich vom See fort in ein abgelegenes Tal, wundersch\u00f6n anzuschauen mit seinen langvermissten B\u00e4umen.<\/p>\n<p>Der sch\u00f6ne Anblick lie\u00df mich aber nicht ignorieren, dass mein Magen ungl\u00fccklich war, sehr ungl\u00fccklich. War der Fisch am Abend zuvor doch eine schlechte Wahl gewesen? Die Magenkr\u00e4mpfe machten aus der eigentlich sch\u00f6nen Strecke gen Karakol eine kleine Tortur. Dort angekommen versuchte ich, bei der lokalen Gastinitsa (Hotel) ein Zimmer zu bekommen. Allerdings stand ich vor verschlossenen T\u00fcren. Alle Versuche, die Zust\u00e4ndigen f\u00fcr die Gastinitsa ausfindig zu machen, blieben erfolglos.<\/p>\n<p>Und das obwohl mehrere Dorf-Bewohner versuchten, die zust\u00e4ndige Dame auf ihrem Telefon zu erreichen. Mist! Ich hatte sehr auf ein Bett gehofft (mit einer Toilette in der N\u00e4he), um meinen Magen etwas auszukurieren. Ja, es g\u00e4be da noch ein anderes Hotel, meinte eine \u00e4ltere Frau. Gut, also umgedreht und ihren Angaben gefolgt.<\/p>\n<p>Bevor ich etwas finden konnte, traf ich auf eine resolute Kirgisin mit ihrer bildh\u00fcbschen Tochter. Ich fragte sie nach dem Weg zum Hotel. Sie schaute mich nur aufmerksam an und meinte: \u201eAch, lass doch, komm einfach mit zu uns.\u201c Ich bekam das Zimmer der Tochter, wo mir \u2013 wie in Kirgistan \u00fcblich \u2013 ein Schlaflager aus Matten und Decken bereitet wurde.<\/p>\n<p>Allerdings verbrachte ich nicht viel der Nacht darin. Deutlich mehr Zeit schlug ich im h\u00f6lzernen Toilettenh\u00e4uschen im Garten tot, mit Magenkr\u00e4mpfen, wie ich sie noch nie erlebt hatte. Zu meinem Gl\u00fcck war ich nicht in einem Hotel gelandet, sondern bei einer Familie, die mich wie eine weitere Tochter aufnahm und sich um mich k\u00fcmmerte.<\/p>\n<p>Mit Medikamenten, magenfreundlicher Kost, viel Tee und regelm\u00e4\u00dfigen Ermahnungen, m\u00f6glichst viel zu ruhen. Das fiel mir nicht schwer \u2013 ich war so schwach, dass ich kaum aufstehen konnte. Nach zwei Tagen ging es mir langsam soweit besser, dass ich mir zutraute, mich wieder auf mein Rad zu setzen.<\/p>\n<p><strong>Auf nach Osh!<\/strong><br \/>\nIch nahm Abschied von meinen Gastgebern und bedankte mich von Herzen. Zus\u00e4tzlich lie\u00df ich ihnen etwas Geld da, welches ich ja in einem Hotel oder Restaurant auch gezahlt h\u00e4tte. Auch wenn Menschen in Kirgistan oft darauf verweisen, dass es doch selbstverst\u00e4ndlich sei einem Fremden zu helfen \u2013 ich empfand es immer als Zeichen der H\u00f6flichkeit, zumindest die Unkosten zu zahlen. Was sie mir gaben \u2013 W\u00e4rme, Freundlichkeit, ein Willkommen \u2013 war ohnehin mit Geld nicht aufzuwiegen.<\/p>\n<p>Kaum sa\u00df ich im Sattel, merkte ich, wie schwach mein K\u00f6rper noch war. Ich war gerade bis zum kleinen Wochenmarkt gekommen, wo ich meinen Proviant aufstockte (und hoffte, ihn auch wirklich w\u00fcrde essen k\u00f6nnen!), als ich merkte, dass mit meiner Kette etwas nicht stimmte.<\/p>\n<p>Bei genauerer Inspektion entdeckte ich, dass ein Kettenglied dabei war sich zu l\u00f6sen. Mein Versuch, es mit einem Kettennieter wieder zusammenzupressen, klappte nur leidlich. Was tun? Vor mir lag zwar eine spektakul\u00e4re Schlucht, bekannt f\u00fcr ihre Sch\u00f6nheit\u00a0 und ihr t\u00fcrkisblaues Wasser. Aber eben auch eine schmale Stra\u00dfe, bei der ich schlecht am Wegesrand halten k\u00f6nnte, um im Zweifelsfall die Kette zu \u00a0tauschen. Dazu mein geschw\u00e4chter K\u00f6rper und die zunehmende Hitze\u2026 spontan hielt ich kurz nach der Stadt an, um wieder den Daumen hinauszustrecken.<\/p>\n<p>Kaum hatte ich mich dazu entschlossen, hielt auch bereits ein klappriger LKW. Die beiden Kirgisen im F\u00fchrerh\u00e4uschen h\u00f6rten sich meine auf russisch unbeholfene Geschichte an und zuckten dann entschuldigend mit den Schultern: die beiden Sitze im LKW waren bereits besetzt, der geschlossene LKW voll beladen. Etwas entmutigt fing ich denn an, doch aus der Stadt hinauszuradeln in die karge Schlucht vor mir.<\/p>\n<p>Eine Biegung sp\u00e4ter \u2013 da stand der LKW ein weiteres Mal. Die beiden Kirgisen waren ausgestiegen und winkten mich mit beiden H\u00e4nden heran. So ein bisschen Radfahrer und so ein bisschen Fahrrad, ach, das w\u00fcrde man schon noch unterbringen. Im Fall der Radfahrerin: in der Schlafkoje hinter den Sitzen. Die M\u00fcdigkeit nahm sofort \u00fcberhand und so schaukelte ich denn zwischen Wachen und Tr\u00e4umen meiner n\u00e4chsten Station entgegen: Osh.<\/p>\n<p><strong>Alles, was es zu kaufen gibt: Basar und Tiermarkt<\/strong><br \/>\nOsh ist ber\u00fchmt f\u00fcr seinen Basar, der eine wahre Stadt in der Stadt darstellt: ein schier unendliches Gewirr von Gassen und G\u00e4sschen, in denen es alles zu kaufen gibt von getrockneten Tomaten \u00fcber Eisenwaren hin zu Thermo-Strumpfhosen mit Glitzer-Applikationen.<\/p>\n<p>Meine Abfahrt ins Pamir-Gebirge gen Tadschikistan stand bevor. Angesichts der rasch sinkenden Temperaturen des Sp\u00e4therbstes (nicht in Osh, aber im Gebirge) suchte ich zudem noch einen weiteren <a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/fleecejacken\/\">Fleece-Pullover<\/a>. Ein Geheimtipp daf\u00fcr ist der riesige Second-Hand Laden gegen\u00fcber des Basars. Dort machte ich ein wahres Schn\u00e4ppchen. Wo findet man sonst ein gutes Fleece f\u00fcr umgerechnet 1,50\u20ac?<\/p>\n<p>Ich verbrachte die Tage im Genuss der Sonne bei Tag und mit sch\u00f6nen Gespr\u00e4chen mit anderen Radreisenden am Abend. Das Tess Guesthouse in Osh, etwas au\u00dferhalb am Stadion gelegen, ist daf\u00fcr die beste Adresse, zumal man auch kosteng\u00fcnstig im Garten zelten kann. Ein kirgisisches Highlight erwartete mich jedoch noch: der ber\u00fchmte Furkat (Tiermarkt), der jeden Sonntag stattfindet.<\/p>\n<p>Wer das meiste herausholen m\u00f6chte aus seinem Besuch, sollte fr\u00fch aufstehen. Als wir um 9 Uhr eintrafen, waren viele Tiere schon verkauft, wie uns einige H\u00e4ndler bedauernd erkl\u00e4rten. Dennoch erwartete uns ein unglaubliches Gewirr aus Tieren und Menschen.<\/p>\n<p>Neben den vielen H\u00e4ndlern und potentiellen K\u00e4ufern finden sich hier Schafe, K\u00fche und \u2013 f\u00fcr die Kirgisen besonders wichtig \u2013 Pferde. Ich hatte das Gef\u00fchl, hier nicht zu st\u00f6ren als Tourist. Ganz im Gegenteil posierte manch ein Kuh-H\u00e4ndler stolz mit seinem Pracht-Tier und auf dem Pferde-Markt wurde ich eingeladen, ein Pferd probe zu reiten. Dass ich sicherlich keines kaufen w\u00fcrde: geschenkt, denn alle Beteiligten hatten ihren Spa\u00df.<\/p>\n<p>Ich wusste jedoch, dass ich f\u00fcrs erste bei meinem treuen Draht-Esel bleiben w\u00fcrde. So rief denn die Weiterfahrt in den Pamir und \u00fcber die Landesgrenze und ich nahm Abschied von einem wunderbaren Land mit unglaublich gastfreundlichen Menschen.<\/p>\n<p><strong>Shorts Cuts:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Reisezeit: <\/strong>\u00a0Kirgistan hat ein stark kontinental gepr\u00e4gtes Klima, mit sehr hei\u00dfen Sommern und kalten, schneereichen Wintern. Zum Radfahren eignet sich insbesondere das Fr\u00fchjahr oder der Herbst, wenn die Temperaturen etwas gem\u00e4\u00dfigter sind. Wer im Hochland auf die Nomaden treffen m\u00f6chte, hat allerdings ein klar umrissenes Zeitfenster und sollte nicht zu fr\u00fch oder zu sp\u00e4t reisen (Juni bis Anfang September). Zu beachten ist au\u00dferdem, dass Kirgistan ein sehr gebirgiges Land ist und daher die Sonne in den h\u00f6heren Lagen sehr intensiv wird \u2013 Sonnenschutz nicht vergessen!<\/p>\n<p><strong>Anreise:\u00a0<\/strong>Bishkek ist von Europa aus leicht mit g\u00fcnstigen Fluglinien zu erreichen. Osh hat ebenfalls einen Flughafen, jedoch mit etwas teureren Fl\u00fcgen. Ich radelte von Osh aus weiter nach Tadschikistan durch das Pamir-Gebirge (Vorsicht: Visum und GBAO-Permit erforderlich, die vorher in Bishkek oder Deutschland beantragt werden m\u00fcssen!). Alternativ kann man von Osh auch mit einem Bus oder Flug leicht nach Bishkek zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p><strong>Einreise: <\/strong>Kirgistan hat im Vergleich zu den anderen zentralasiatischen Staaten die liberalsten Einreise-Regeln. Deutsche Staatsb\u00fcrger d\u00fcrfen sich ohne Visum bis zu 60 Tage im Land aufhalten (Regelung g\u00fcltig bis 31.12.2020).<\/p>\n<p><strong>Geld:\u00a0<\/strong>In gr\u00f6\u00dferen Orten gibt es Geldautomaten, an denen problemlos mit einer Kreditkarte Geld abgehoben werden kann. Mitunter ist es sogar m\u00f6glich, f\u00fcr eine potentielle Weiterreise in eines der umliegenden L\u00e4nder US Dollar abzuheben.<\/p>\n<p><strong>Post<\/strong>: Die Post in Kirgistan ist im Vergleich zu anderen zentralasiatischen L\u00e4ndern zwar relativ zuverl\u00e4ssig, aber auch vergleichsweise teuer. Ein kleines P\u00e4ckchen liegt rasch bei \u00fcber 20\u20ac Porto-Kosten. Souvenirs daher lieber nicht heimschicken, sondern im eigenen Gep\u00e4ck unterbringen. Wer weiterreist, schickt P\u00e4ckchen g\u00fcnstiger aus einem der benachbarten L\u00e4nder nach Hause.<\/p>\n<p><strong>Sprache:\u00a0<\/strong>Au\u00dferhalb der Hauptstadt bringt Englisch oft nicht viel, insbesondere wenn man mit dem Rad in sehr l\u00e4ndliche, abgelegene Gebiete kommt. Ein paar Brocken Russisch dagegen helfen enorm weiter. Wer kein Russisch spricht, sollte einen kleinen Sprachf\u00fchrer mitnehmen, beispielsweise aus der Kauderwelsch-Reihe. \u00c4ltere Kirgisen sprechen ab und an auch etwas Deutsch \u2013 wie Russisch auch dies ein \u00dcberbleibsel aus Sowjet-Zeiten.<\/p>\n<p><strong>Reisef\u00fchrer und Infos: <\/strong>Als Reisef\u00fchrer nutzte ich \u201eCentral Asia\u201c von Lonely Planet, der auch die anderen zentralasiatischen L\u00e4nder abdeckt und daher nicht allzu tief ins Detail gehen kann, jedoch gut recherchiert ist. Ich hatte au\u00dferdem den Kirgistan-Reisef\u00fchrer von Bradt Guides, der mehr in die Tiefe geht, aber schlechtere Karten hat (eher im print-Format denn als ebook zu empfehlen). Wer \u00fcber Kirgistan hinaus die Seidenstra\u00dfe entlangreisen m\u00f6chte, ist mit \u201eThe Silk Roads\u201c vom Trailblazer-Verlag gut bedient, das die verschiedenen Kulturen und ihre gemeinsame Geschichte sch\u00f6n nebeneinander stellt.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Radfahrer: <\/strong>Zur generellen Vorbereitung auf Radtouren \u00fcber weite Distanzen ist das Buch \u201eAdventure Cycle Touring Handbook\u201c vom Trailblazer Verlag unschlagbar. Wichtig f\u00fcrs Radeln fand ich au\u00dferdem eine gute Landkarte, zus\u00e4tzlich zu offline-Karten f\u00fcrs Telefon. Radl\u00e4den finden sich eigentlich nur in Bishkek, daher am besten Werkzeug und Ersatzteile mitnehmen. Rad-Teile lassen sich gegebenenfalls auch in Osh auf dem Bazar auftreiben; dort gibt es eine kleine Sektion f\u00fcr Radteile am Nordende, verborgen hinter den G\u00e4ngen mit Eisenwaren.<\/p>\n<p>Noch mehr zu Anne gibt es auch hier: <a href=\"https:\/\/annewestwards.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.annewestwards.com<\/a><\/p>\n<\/div><div class=\"awb-gallery-wrapper awb-gallery-wrapper-1 button-span-no\" style=\"--more-btn-alignment:center;\"><div style=\"margin:-5px;--awb-bordersize:0px;\" class=\"fusion-gallery fusion-gallery-container fusion-grid-3 fusion-columns-total-21 fusion-gallery-layout-grid fusion-gallery-1\"><div style=\"padding:5px;\" class=\"fusion-grid-column fusion-gallery-column fusion-gallery-column-3 hover-type-zoomin\"><div class=\"fusion-gallery-image\"><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/02_-bishkek-offiziell-jpeg.jpg\" rel=\"noreferrer\" data-rel=\"iLightbox[gallery_image_1]\" class=\"fusion-lightbox\" 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