{"id":1176,"date":"2011-12-29T13:52:24","date_gmt":"2011-12-29T11:52:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=1176"},"modified":"2024-06-26T16:05:15","modified_gmt":"2024-06-26T14:05:15","slug":"suedamerika-argentinien-martin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/suedamerika-argentinien-martin\/","title":{"rendered":"Von den Iguac\u00fa-F\u00e4llen bis zu den Anden"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><strong>Meine Tour<\/strong><br \/>\nVon Brasilien kommend, waren die Iguac\u00fa-F\u00e4lle die erste Station in Argentinien. Ganz in der N\u00e4he der F\u00e4lle gab es auch mehrere Ruinen von Missionsstationen der Jesuiten zu besichtigen. Von dort aus Weiterfahrt nach Buenos Aires. Nach einigen Tagen Aufenthalt ging es weiter nach Mendoza am Fu\u00dfe der Anden.<!--more--> Die letzte Etappe f\u00fchrte auf einer atemberaubenden Strecke \u00fcber die Anden vorbei am Aconcagua nach Chile.<\/p>\n<p><strong>Warum ARGENTINIEN<\/strong><br \/>\nArgentinien ist ein riesengro\u00dfes Land und hat entsprechend viel zu bieten. Von den Iguac\u00fa-F\u00e4llen im subtropischen Nordosten bis nach Feuerland werden fast alle Klimazonen abgedeckt. Auch Buenos Aires &#8211; die Geburtsstadt des Tango &#8211; ist nicht nur Ausgangspunkt f\u00fcr eine Argentinienreise, sondern schon eine Reise f\u00fcr sich wert. Legend\u00e4r ist auch die haupts\u00e4chlich von Rinderherden und Gauchos bev\u00f6lkerte Pampa, und der h\u00f6chste Berg S\u00fcdamerikas \u2013 der 6960m hohe Aconcagua \u2013 befindet sich ebenfalls in Argentinien.<\/p>\n<p><strong>Was Sie schon immer \u00fcber ARGENTINIEN wissen wollten&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie kommt man im Land voran?<\/strong><br \/>\nDas Busnetz ist sehr gut ausgebaut. Eigentlich kann man jeden Ort bequem mit dem Bus erreichen. F\u00fcr l\u00e4ngere Strecken empfiehlt es sich, mit einem Schlafbus (bus cama) zu fahren. Die Sitzlehne kann dann fast waagerecht zur\u00fcckgeklappt werden, und oft bekommt man sogar eine oder mehrere Mahlzeiten am Platz serviert. F\u00fcr Reisende mit wenig Zeit und viel Geld k\u00f6nnte auch ein Inlandsflug in Frage kommen.<\/p>\n<p><strong>Was gibt\u00b4s zu essen und zu trinken?<\/strong><br \/>\nHauptnahrungsmittel ist in Argentinien Rindfleisch. Die Argentinier haben den h\u00f6chsten Pro- Kopf-Verbrauch der Welt (ca. 55 kg pro Jahr). Dementsprechend gibt es \u00fcberall sogenannte Parrillas, das sind Grillrestaurants, wo das Rindfleisch in allen m\u00f6glichen Variationen \u00fcber einem Holzkohlegrill zubereitet wird. Hat man sehr gro\u00dfen Hunger, kann man ein bife de chorizo bestellen. Dann bekommt man ein riesiges Steak, an dem man einige Zeit zu kauen hat. Bei normalem Hunger ist ein mini bife de chorizo jedoch v\u00f6llig ausreichend.<br \/>\nDurch die vielen italienischen Einwanderer, die Anfang des 20. Jahrhunderts ins Land kamen, sind heute auch Pizza, Pasta und leckere Eiscremes Standards der argentinischen K\u00fcche. Ebenfalls nicht zu verachten ist der argentinische Wein, der haupts\u00e4chlich am Fu\u00dfe der Anden in der Umgebung von Mendoza angebaut wird. F\u00fcr Touristen aufgrund des bitteren Geschmacks gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, f\u00fcr Argentinier jedoch unverzichtbar, ist Mate.<\/p>\n<p><strong>Wieviel Geld mu\u00df man einplanen?<\/strong><br \/>\nNoch vor ein paar Jahren war Argentinien ein sehr teures Land und f\u00fcr Rucksacktouristen mit schmalem Geldbeutel kaum erschwinglich. Seit der Aufhebung der Bindung des Peso an den Dollar Anfang 2002 ist der Wechselkurs des Peso jedoch um zwei Drittel abgesackt. In Verbindung mit dem derzeit sehr starken Euro ist Argentinien zu einem regelrechten Schn\u00e4ppchenland geworden. Ein einfaches Hotelzimmer mit Bad und Fr\u00fchst\u00fcck bekommt man schon ab etwa 10 Euro, ein Abendessen bestehend aus einem Steak mit Wein schon f\u00fcr um die 5 Euro. Eine l\u00e4ngere Busfahrt im Schlafbus mit Verpflegung kostet etwa 25 Euro (z.B. Buenos Aires &#8211; Mendoza, ca. 15 Stunden).<\/p>\n<p><strong>Warum tragen die Argentinier st\u00e4ndig Thermoskannen mit sich herum?<\/strong><br \/>\nIn den Thermoskannen ist hei\u00dfes Wasser, und das wird f\u00fcr die Zubereitung des argentinischen Nationalgetr\u00e4nks Mate gebraucht. Dabei wird ein kleiner K\u00fcrbisbecher zum Teil mit Matebl\u00e4ttern gef\u00fcllt und mit hei\u00dfem Wasser aus der Thermoskanne aufgegossen. Dann wird die entstandene Fl\u00fcssigkeit mit einem speziellen Metalltrinkhalm getrunken. Die im K\u00fcrbisbecher verbliebenen Matebl\u00e4tter werden danach erneut mit hei\u00dfem Wasser aufgegossen. Sind mehrere Leute in einer geselligen Runde beisammen, wird der Becher nach jedem Aufgu\u00df an die n\u00e4chste Person weitergegeben.<\/p>\n<p><strong>Was waren die H\u00f6hepunkte der Reise?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Iguac\u00fa-F\u00e4lle<\/strong><br \/>\nDie den F\u00e4llen am n\u00e4chsten gelegene Stadt ist die verschlafene Kleinstadt Puerto Iguac\u00fa. Hier gibt es jede Menge Unterkunftsm\u00f6glichkeiten. Wer es etwas gro\u00dfst\u00e4dtischer mag, kann auch in Foz do Igua\u00e7u auf der brasilianischen Seite \u00fcbernachten. Die Wasserf\u00e4lle k\u00f6nnen sowohl von brasilianischer, als auch von argentinischer Seite aus besucht werden (siehe auch mein Reisebericht Brasilien). Auf der argentinischen Seite hat man zudem die M\u00f6glichkeit, auf dem sogenannten \u201eMacuco-Pfad\u201c allein im Dschungel umherzulaufen, was auf der brasilianischen Seite nicht m\u00f6glich ist. Der \u201eMacuco-Pfad\u201c f\u00fchrt abseits der gro\u00dfen Touristenstr\u00f6me zu einem kleinen versteckten Wasserfall (hier kann man sogar baden) und man hat mit etwas Gl\u00fcck die M\u00f6glichkeit, Tiere wie Nasenb\u00e4ren, Kappuzineraffen oder Tucane zu beobachten.<\/p>\n<p><strong>Jesuiten-Missionen<\/strong><br \/>\nEtwa vier Busstunden von den Iguac\u00fa-F\u00e4llen entfernt kann man in der Umgebung des Ortes San Ignacio die Ruinen mehrerer Missionsstationen der Jesuiten besichtigen. In den Missionsstationen siedelte der Jesuitenorden ab dem Anfang des 17. Jahrhunderts die indianische Bev\u00f6lkerung an und unterwies sie im katholischen Glauben und in europ\u00e4ischen Handwerkstechniken. Aufgrund von Streitigkeiten mit der spanischen Krone wurden die Missionsstationen am Ende des 18. Jahrhunderts verlassen. Heute sind nur noch Ruinen \u00fcbrig. Die am besten erhaltene Ruine San Ignacio Min\u00ed befindet sich mitten in San Ignacio.<\/p>\n<p><strong>Buenos Aires<\/strong><br \/>\nNach der Ankunft in Argentinien und vor dem Abflug bietet es sich an, einige Tage in Buenos Aires zu bleiben, denn die Stadt hat viel zu bieten. Mitten durch das Zentrum zieht sich die Avenida 9 de Julio &#8211; eine der breitesten Stra\u00dfen der Welt und ein Albtraum f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger, die von einer zur anderen Seite wollen. Beschaulicher geht es dagegen im Stadtteil San Telmo zu, einem Altstadtviertel mit gepflasterten Stra\u00dfen, alten H\u00e4usern, Flohm\u00e4rkten und gem\u00fctlichen Caf\u00e9s.<br \/>\nDas in vielen Reisef\u00fchrern angepriesene Tangoviertel La Boca fand ich dagegen recht entt\u00e4uschend. Hier reiht sich ein Andenkenladen an den anderen, und Reisebusse liefern im Minutentakt neue Touristengruppen an. Am besten kommt man in Buenos Aires mit der Subte voran \u2013 der \u00e4ltesten U-Bahn Lateinamerikas. Wenn man in den teilweise uralten Waggons unterwegs ist, f\u00fchlt man sich fast wie in eine andere Zeit versetzt. Was die \u00dcbernachtung betrifft, gibt es direkt im Zentrum von Buenos Aires haufenweise Hotels zu erstaunlich g\u00fcnstigen Preisen. Leider ist deren Qualit\u00e4t recht unterschiedlich. Nach zwei Fehlversuchen, was Sauberkeit und Komfort anbelangt, kann ich das Gran Hotel Oriental empfehlen.<\/p>\n<p><strong>Mendoza\/Anden<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Ausfl\u00fcge in die Anden bietet sich Mendoza als Ausgangspunkt an. Die Stadt ist etwa 15 Stunden mit dem Bus von Buenos Aires entfernt. Hier kann man in den zahlreichen Bergsportl\u00e4den seine Ausr\u00fcstung erg\u00e4nzen oder eine gef\u00fchrte Tour buchen. Trekking-Permits f\u00fcr Wanderungen und Bergsteigen am Aconcagua sind nur in Mendoza und nicht vor Ort erh\u00e4ltlich und m\u00fcssen pers\u00f6nlich beantragt werden. Kurz hinter Mendoza f\u00fchrt die Stra\u00dfe zum Aconcagua durch ausgedehnte Weinfelder, bevor sie sich durch ein Flu\u00dftal das Gebirge hinaufwindet. Da die argentinische Andenseite im Regenschatten liegt, ist die Landschaft hier sehr trocken und karg, aber nichtsdestotrotz sehr beeindruckend. Der letzte Ort mit nennenswerter touristischer Infrastruktur vor Aconcagua und chilenischer Grenze ist Uspallata. Der Startpunkt f\u00fcr eine Tour zum Aconcagua ist die Puente del Inca, wo sich der Eingang zum Aconcagua-Nationalpark befindet.<\/p>\n<p><strong>Wie kommt man nach Chile?<\/strong><br \/>\nEs gibt mehrere Grenz\u00fcberg\u00e4nge in den Anden. Der meistbefahrene befindet sich zwischen Mendoza und Santiago de Chile. Die Stra\u00dfe f\u00fchrt auf einer landschaftlich sehr interessanten Strecke durch ein karges Hochgebirgstal \u00fcber einen etwa 3000m hohen Pa\u00df. H\u00f6hepunkt der Fahrt ist ein Blick auf den Aconcagua, den man kurz vor der chilenischen Grenze auf rechten Seite sehen kann (man sollte sich also schon in Mendoza einen Platz auf der rechten Seite des Busses sichern). Auf der Strecke verkehren regelm\u00e4\u00dfig Busse, wobei man zwischen gro\u00dfen, bequemen Reisebussen und Kleinbussen, in denen man ziemlich beengt sitzt, w\u00e4hlen kann. Die Kleinbusse sind allerdings die schnellere Variante, da an der Grenze das Gep\u00e4ck aller Passagiere genau untersucht wird. Bis alle Passagiere eines Reisebusses kontrolliert sind, kann es schon eine Weile dauern. Entsprechend schneller geht es mit den Kleinbussen (Fahrtzeit ca. 7 Stunden).<\/p>\n<\/div><div class=\"awb-gallery-wrapper awb-gallery-wrapper-1 button-span-no\" style=\"--more-btn-alignment:center;\"><div style=\"margin:-5px;--awb-bordersize:0px;\" class=\"fusion-gallery fusion-gallery-container fusion-grid-3 fusion-columns-total-7 fusion-gallery-layout-grid fusion-gallery-1\"><div style=\"padding:5px;\" class=\"fusion-grid-column fusion-gallery-column fusion-gallery-column-3 hover-type-zoomin\"><div class=\"fusion-gallery-image\"><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/argentinien_martin1.jpg\" rel=\"noreferrer\" data-rel=\"iLightbox[gallery_image_1]\" class=\"fusion-lightbox\" target=\"_self\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/argentinien_martin1.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/argentinien_martin1.jpg\" width=\"400\" height=\"600\" alt=\"\" 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