{"id":1172,"date":"2002-12-17T14:30:24","date_gmt":"2002-12-17T12:30:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=1172"},"modified":"2024-07-15T17:39:27","modified_gmt":"2024-07-15T15:39:27","slug":"sudamerika-bolivien-jens_02","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/sudamerika-bolivien-jens_02\/","title":{"rendered":"Kann man im Titicacasee baden?"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><strong>Meine Tour<\/strong><br \/>Unsere Tour begannen wir Ende Oktober 2002 in Santa Cruz. Wir unternahmen einen Minenrundgang, besuchten die gr\u00f6\u00dfte Salzw\u00fcste der Welt, wanderten am Titicacasee, reisten eine Woche nach Peru zum Machupicchu, trekkten auf dem Choro Trail und entspannten zum Schluss im Dschungel bei Sommertemperaturen am Pool. <!--more-->Nach 5 erlebnisreichen Wochen flogen wir zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Warum BOLIVIEN<\/strong><br \/>Nach einer interessanten Reportage im Fernsehen, die uns das Land als eines der urspr\u00fcnglichsten S\u00fcdamerikas pr\u00e4sentierte und zudem traumhafte Bilder zeigte, beschlossen wir das einmal etwas n\u00e4her in Betracht zu ziehen. Nachdem wir uns noch ein paar Bildb\u00e4nde und Reiseberichte angesehen haben, stand unsere Entscheidung f\u00fcr den n\u00e4chsten Urlaub fest.<\/p>\n<p><strong>Was Sie schon immer \u00fcber BOLIVIEN wissen wollten&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kommt man in Bolivien als Backpacker gut herum oder sollte man organisiert reisen?<\/strong><br \/>Es gibt sehr viele Anbieter, die organisierte Touren anbieten. Allerdings ist es auch \u00fcberhaupt kein Problem in Bolivien auf eigene Faust zu reisen. Es fahren regelm\u00e4\u00dfig \u00dcberlandbusse, verschiedene Airlines bieten inl\u00e4ndische Fl\u00fcge an und manche Strecken werden durch Z\u00fcge bedient. Innerst\u00e4dtisch fahren Busse, Taxis, und Sammeltaxis. Als wir au\u00dferhalb der Busfahrzeiten mal wegkommen wollten, fanden sich problemlos mit etwas Geduld und gegen einen vorher verhandelten Preis auch Einheimische, die Touris privat gerne mal irgendwo hinfahren. Ein Mietauto ist nicht zu empfehlen wegen der schlecht beschilderten Stra\u00dfen, die tw. auch im schlechten Zustand sind, der \u00fcberh\u00f6hten Mietpreise, sowie der un\u00fcbersichtlichen Verkehrsregeln (z.B. wer von Norden kommt, darf zuerst fahren).<\/p>\n<p><strong>Welcher Startpunkt f\u00fcr eine Rundreise ist g\u00fcnstig?<\/strong><br \/>Wir raten dringend davon ab die Tour in La Paz zu starten. Dies ist die gr\u00f6\u00dfte Stadt B., durchaus sehenswert und Drehkreuz in alle Richtungen, jedoch liegt sie auf 3600 m und der Flughafen auf 4000m, was bedeutet, dass hier die H\u00f6henkrankheit direkt bei Ankunft auftreten kann. Besser ist es in Santa Cruz (400m) zu landen und sich dann schrittweise h\u00f6her in die Anden zu bewegen z.B. \u00fcber Sucre (2790m, Hauptstadt) nach Potosi (4090m, h\u00f6chste Stadt der Welt). So hat der K\u00f6rper Zeit sich an die zunehmende H\u00f6he und den abnehmenden Sauerstoffgehalt zu gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p><strong>Wird man trotzdem h\u00f6henkrank und wie \u00e4u\u00dfert sich das?<\/strong><br \/>Jeder Mensch reagiert sehr unterschiedlich und unabh\u00e4ngig von der Kondition. So hatten wir die ersten Tage auf 4000m ziemlich mit \u00dcbelkeit, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit zu k\u00e4mpfen. Sinnvoll ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten. Zus\u00e4tzlich tranken wir immer viel Cocatee, welcher von den Einheimischen gegen die H\u00f6henkrankheit empfohlen wird. Ob er wirklich half oder es nur Einbildung konnten wir nicht herausfinden, aber egal, uns tat er gut.<\/p>\n<p><strong>Was kann man denn nun wo alles erleben?<\/strong><br \/><em>Kultur\/Geschichte:<\/em> Die Hauptstadt Sucre gilt als eine der sch\u00f6nsten St\u00e4dte in S\u00fcdamerika. Sie bietet ein Kulturzentrum, einige Museen und viele Kirchen, im Stadtkern stehen H\u00e4user aus der Kolonialzeit. Uns hat die h\u00f6her gelegene Stadt Potosi aber besser gefallen, ihr Stadtbild zeichnet sich durch gut erhaltene spanisch orientierte Sakral- und Profanbauten der Kolonialzeit aus. Auch hier gibt es einige Museen, Kathedralen und historische Geb\u00e4ude. In La Paz (Regierungssitz), eine belebte Gro\u00dfstadt, in der alles erh\u00e4ltlich ist, trifft man auf Historie und Moderne. So gibt es Museen und Kirchen, aber auch Kinos, Bibliotheken und Outdoorgesch\u00e4fte.<br \/><em>Natur:<\/em> Bolivien bietet sehr abwechslungsreiche Landschaften. Im westlichen Teil befinden sich die Anden mit bis zu 6500m hohen schneebedeckten Berggipfeln und einer weitl\u00e4ufigen Hochebene mit Lagunen und u.a. dem gr\u00f6\u00dften Salzsee der Welt. Nord\u00f6stlich ziehen sich die Tiefl\u00e4nder des Amazonasbeckens und der La-Plata-Senke. Diese beeindrucken durch dichte Regenw\u00e4lder, m\u00e4chtige Fl\u00fcsse und trocken-karge Pampas. Auf unseren Touren konnten wir Flamingos, Krokodile, S\u00fc\u00dfwasserdelfine, Br\u00fcllaffen, Wasserschweine, Papageien u.a. Tiere beobachten. Leider bekamen wir keinen Tapir zu Gesicht!<\/p>\n<p><strong>Kann man sch\u00f6ne Mehrtagestrecks unternehmen?<\/strong><br \/>Die Bergwelt bietet einsame und beschauliche Wanderwege (alte Handels- oder Verbindungsstrecken oder alte Inkawege) durch alle Vegetationszonen, jeden Schwierigkeitsgrades und unterschiedlicher L\u00e4ngen. Wir unternahmen eine Trekkingtour auf dem Chorotrail, der recht popul\u00e4r, dennoch nicht \u00fcberlaufen ist. Er stellt nach wie vor f\u00fcr die BewohnerInnen des Tals den einzigen Verbindungsweg zur Zivilisation dar. So trafen wir unterwegs auf Einheimische, die sich mitsamt ihres Viehs auf den Weg machten. Der Trail beginnt in den kahlen Bergen oberhalb jeglicher Vegetation (4900m) und f\u00fchrt hinab ins Tal, wo die Natur pl\u00f6tzlich explodiert, Schmetterlinge um unsere Beine schwirrten und wir Abk\u00fchlung unter tollen Wasserf\u00e4llen fanden. In den Yungas und um Sorata gibt es noch viele Trecks, die ebenfalls sehr sch\u00f6n sein sollen. Manche Routen sind so abgelegen, dass man sich alle Nahrungsmittel mitnehmen muss. Diese gibt es in den Superm\u00e4rkten von La Paz zu kaufen. Falls man nicht alle Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde dabei hat gibt es in La Paz fast alles nach zu kaufen oder auch auszuleihen.<\/p>\n<p><strong>Kann man im Titicacasee baden gehen?<\/strong><br \/>Theoretisch schon, es gibt jedenfalls Str\u00e4nde. Allerdings ist es dort recht k\u00fchl, denn der See liegt ja auf 3800m H\u00f6he und somit zieht immer ein frisches L\u00fcftchen trotz strahlenden Sonnenscheins. Und sobald die Sonne auch noch weg geht ist Fleecepulli angesagt. Lieber auf einer Wanderung die Sch\u00f6nheit des riesigen Sees und der umgebenen Natur genie\u00dfen. So wanderten wir auf einem einsamen Weg zur Isla del Sol (die meisten Touris kommen mit dem Boot her) und dann noch einmal \u00fcber die ganze Insel. Die Ausblicke \u00fcber den See und auf die K\u00f6nigskordilleren waren grandios.<\/p>\n<p><strong>Wie kann ich den Dschungel entdecken?<\/strong><br \/>In der sehr entspannten Stadt Rurrenabaque, die sich als Ausgangsort f\u00fcr die meisten Dschungeltouren f\u00fcr Touris etabliert hat, ist es m\u00f6glich sich eine Tour zu buchen. Angeboten werden mehrt\u00e4gige Pampa- oder Dschungeltouren oder der bevorzugte Mix aus beidem. Mit einer recht gro\u00dfen Gruppe f\u00e4hrt man per Jeep und Boot in abgelegenste Gebiete und kann dann der Natur lauschen, interessante Pflanzen bestaunen und viele Tiere beobachten. Generell sind solche organisierten Touren in B. sinnvoll, da manch unwirtliche Gegend ohne Erfahrung und Ausr\u00fcstung gar nicht auf eigene Faust erkundbar ist. Das Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis der Anbieter ist absolut stimmig, denn alle Leistungen (Guide, Verpflegung, Unterkunft u.a.) waren sehr zu unserer Zufriedenheit.<\/p>\n<p><strong>Das Muss eines Bolivienurlaubs!<\/strong><br \/>1. Tour zur Salar de Uyuni (Salzsee) mit Kakteeninsel und roten, blauen und gr\u00fcnen Lagunen mit den Flamingos<br \/>2. Wanderung oder Bootsfahrt am tiefblauen Titicacasee<br \/>3. beeindruckende Dschungeltour<\/p>\n<p><strong>Ebenfalls sehr empfehlenswert!<\/strong><br \/>Chorotrail: 3-4 t\u00e4giger Treck in die Yungas<br \/>Stadtbesichtigung La Paz inkl. der M\u00e4rkte<br \/>Rundgang in Potosi (die sch\u00f6nste Stadt nach unserem Ermessen)<br \/>Silberminenrundgang in Potosi<\/p>\n<p><strong>M\u00f6glichkeit&#8230;<\/strong><br \/>Abstecher nach Peru, um die weltber\u00fchmte Inkafestung \u201eMachupicchu\u201c zu besichtigen: Wir empfanden den Aufwand dorthin zu gelangen jedoch im Gegensatz zum Erlebnis zu hoch, ganz zu schweigen von den \u00fcberh\u00f6hten Kosten und den pl\u00f6tzlich auftretenden Scharen von Touris.<\/p>\n<\/div><div class=\"awb-gallery-wrapper awb-gallery-wrapper-1 button-span-no\" style=\"--more-btn-alignment:center;\"><div style=\"margin:-5px;--awb-bordersize:0px;\" class=\"fusion-gallery fusion-gallery-container fusion-grid-3 fusion-columns-total-7 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