{"id":1168,"date":"2011-10-11T13:56:14","date_gmt":"2011-10-11T11:56:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/?p=1168"},"modified":"2024-06-26T16:06:11","modified_gmt":"2024-06-26T14:06:11","slug":"sudamerika-brasilien-martin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/reiseberichte\/sudamerika-brasilien-martin\/","title":{"rendered":"Verschlafene St\u00e4dte in unber\u00fchrtem Dschungel"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><strong>Meine Tour<\/strong><br \/>\nNach ein paar Tagen in Rio ging\u00b4s nach Paraty, einer h\u00fcbschen Kolonialstadt mit urspr\u00fcnglich erhaltenem Stadtkern. Dann weiter auf die mit tropischem Regenwald bewachsene Ilha Grande. Weiterreise nach Ouro Preto, einer weiteren Kolonialstadt im Landesinneren. Weitere Stationen der Reise waren S\u00e3o Paulo, Curitiba und die Igua\u00e7u-F\u00e4lle an der Grenze zu Argentinien.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Warum BRASILIEN<\/strong><br \/>\nBrasilien ist das gr\u00f6\u00dfte Land S\u00fcdamerikas und hat eine Menge zu bieten: Traumhaft sch\u00f6ne Str\u00e4nde, verschlafene Kolonialst\u00e4dte und jede Menge unber\u00fchrte Natur, aber auch Riesenst\u00e4dte wie S\u00e3o Paulo und Rio de Janeiro \u2013 die angeblich sch\u00f6nste Stadt der Welt. Nach Rio erscheinen einem alle anderen St\u00e4dte irgendwie etwas bla\u00df.<\/p>\n<p><strong>Was Sie schon immer \u00fcber BRASILIEN wissen wollten&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie kommt man im Land voran?<\/strong><br \/>\nBrasilien ist ein riesiges Land mit entsprechend gro\u00dfen Entfernungen. Will man schnell vorankommen, ist man auf das Flugzeug angewiesen. Das kann jedoch besonders auf langen Strecken, z.B. von den Igua\u00e7u-F\u00e4llen ins Amazonasgebiet, recht teuer werden. Will man nicht mehrere Tage im Bus verbringen, hat man allerdings keine andere Wahl. Anderseits gibt es auch in Brasilien Billigfluglinien wie \u201eGOL\u201c mit g\u00fcnstigen Angeboten. So kostete der Flug von den Igua\u00e7u-F\u00e4llen nach Curitiba zum Zeitpunkt meiner Reise nur wenig mehr als die Busfahrt. Busfahrten sind recht g\u00fcnstig und komfortabel. Man hat meist die Auswahl zwischen einem Normal- und einem Schlafbus, wobei letzterer zwar etwas teurer, aber auf l\u00e4ngeren Strecken auf jeden Fall vorzuziehen ist.<\/p>\n<p><strong>Wieviel Geld mu\u00df man einplanen?<\/strong><br \/>\nBrasilien ist etwas teurer als Argentinien oder andere lateinamerikanische L\u00e4nder. Im Vergleich zu Europa kann man hier aber immer noch g\u00fcnstig reisen. Ein einfaches Hotelzimmer mit Bad und Fr\u00fchst\u00fcck ist ab ca. 15 Euro zu haben. In Hotels sollte man ruhig immer nach einem \u201edesconto\u201c fragen, um einen kleinen Preisnachla\u00df zu bekommen. Ein gutes Abendessen im Restaurant kostet um die 7 Euro, in Imbi\u00dfbuden ist es nat\u00fcrlich viel billiger. F\u00fcr eine 9-st\u00fcndige Busfahrt (z.B. von den Igua\u00e7u-F\u00e4llen nach Curitiba) zahlt man etwa 20 Euro.<\/p>\n<p><strong>Was gibt\u00b4s zu Essen?<\/strong><br \/>\nDas traditionelle Gericht ist die Feijoada, bestehend aus schwarzen Bohnen und Fleisch, das mit Reis serviert wird. Im S\u00fcden wird \u00e4hnlich viel Rindfleisch wie in Argentinien gegessen. Grillrestaurants nennen sich \u201eChurrascarias\u201c. Dort zahlt man einen Festpreis und kann sich bis zum Umfallen mit den verschiedensten gegrillten Fleischsorten vollstopfen, welche von Kellnern, die mit den Bratspie\u00dfen von Tisch zu Tisch gehen, serviert werden. Bei so- genannten \u201eRodizos de Pizza\u201c wird statt Fleisch Pizza serviert. Ebenfalls solange, bis man nicht mehr kann. Zum Nachtisch gibt es dabei sogar s\u00fc\u00dfe Pizza, belegt mit Bananen oder Schokoladenst\u00fccken. Weit verbreitet sind auch Buffet-Restaurants. In den billigen bezahlt man einen Festpreis (meist unter 3 Euro), in den besseren wird nach Gewicht bezahlt. Der Teller wird dann wie Gem\u00fcse in einem deutschen Supermarkt gewogen. Am billigsten kann man in sogenannten \u201eLanchonetes\u201c essen, das sind einfache Imbissbuden, die es an fast jeder Stra\u00dfenecke gibt.<\/p>\n<p><strong>Und zu trinken?<\/strong><br \/>\nDas Nationalgetr\u00e4nk der Brasilianer ist nat\u00fcrlich Caipirinha. Er wird oft schon zusammen mit dem Mittagessen getrunken. Sogenannte \u201eBatidas\u201c sind mit Zuckerrohrschnaps gemischte Fruchts\u00e4fte. Der Zuckerrohrschnaps hei\u00dft Cacha\u00e7a oder Pinga und ist in allen m\u00f6glichen Variationen \u2013 vom billigen Fusel bis zur edlen Luxusspirituose \u2013 erh\u00e4ltlich. Aber auch Antialkoholiker kommen auf ihre Kosten: in den St\u00e4dten gibt es zahlreiche Saftst\u00e4nde, wo man S\u00e4fte unz\u00e4hliger, bei uns unbekannter exotischer Fr\u00fcchte, kaufen kann. Besonders beliebt ist der Saft der A\u00e7ai, eine tiefviolette Frucht vom Amazonas, der aufputschende Wirkung nachgesagt wird. Sehr empfehlenswert sind auch frischer Kokosnu\u00dfsaft, der mittels Strohhalm direkt aus der noch gr\u00fcnen Kokosnu\u00df getrunken wird und \u201eCaldo de Cana\u201c \u2013 frisch gepresster Zuckerrohrsaft.<\/p>\n<p><strong>Was waren die H\u00f6hepunkte der Reise?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Rio de Janeiro<\/strong><br \/>\nPflichtprogramm bei jedem Brasilienaufenthalt! Die bei den Touristen beliebtesten Stadtteile sind Copacabana und Ipanema. Hotelzimmer sind dort leider sehr teuer. F\u00fcr Rucksacktouristen mit kleinem Budget bietet sich das Stadtviertel Catete an. Hier gibt es Zimmer zu vern\u00fcnftigen Preisen und viele gute und g\u00fcnstige Buffet-Restaurants. Neben den weltbekannten Attraktionen wie Zuckerhut und Jesus-Statue, lohnt sich eine Wanderung im \u201eFloresta da Tijuca\u201c, einem riesigen Dschungelgebiet mitten in der Stadt und eine Fahrt mit einer uralten Stra\u00dfenbahn durch den auf einem H\u00fcgel gelegenen Stadtteil Santa Teresa.<\/p>\n<p><strong>Paraty<\/strong><br \/>\nEine direkt am Meer gelegene Kolonialstadt, ca. 4 Stunden mit dem Bus von Rio entfernt. Das Stadtzentrum ist f\u00fcr Autos gesperrt und noch in seinem urspr\u00fcnglichen Zustand erhalten. Jeden Tag werden Bootsexkursionen zu einsamen Inseln und Str\u00e4nden mit kristallklarem Wasser in der Bucht vor Paraty angeboten. In den dschungelbewachsenen Bergen im Hinterland der Stadt kann man die Reste eines alten gepflasterten Handelsweges entlangwandern. Dieser so genannte \u201eCamino de Ouro\u201c(Goldweg) f\u00fchrte einst mehrere hundert Kilometer ins Landesinnere bis nach Ouro Preto. Im Dschungel im n\u00e4heren Umkreis des Goldweges befinden sich mehrere kleine Wasserf\u00e4lle, die zu einem erfrischenden Bad einladen.<\/p>\n<p><strong>Ilha Grande<\/strong><br \/>\nDie Ilha Grande liegt in der Bucht vor Paraty und ist vollst\u00e4ndig mit Dschungel bedeckt. Auf der gesamten Insel sind Autos verboten. Die zahlreichen Str\u00e4nde sind daher nur zu Fu\u00df oder mit dem Boot zu erreichen. Ein lohnender Ausflug ist die Besteigung des \u201ePico de Papagaio\u201c (Papageienschnabel), eines Berges der seinen Namen aufgrund seiner markanten Form tr\u00e4gt. F\u00fcr den schwei\u00dftreibenden Aufstieg \u00fcber einen schmalen Pfad durch dichten Urwald wird man mit einer grandiosen Aussicht belohnt.<\/p>\n<p><strong>Ouro Preto<\/strong><br \/>\nEine weitere wundersch\u00f6ne Kolonialstadt am anderen Ende des Goldweges im Landesinneren. Hier f\u00fchlt man sich in vergangene Zeiten zur\u00fcckversetzt. Fr\u00fcher gab es in der Umgebung der Stadt zahlreiche Bergwerke, von denen einige noch heute besichtigt werden k\u00f6nnen. Der im Bergbau erlangte Reichtum wurde umgehend in die unz\u00e4hligen Kirchen der Stadt investiert. Mehrere Museen informieren zudem \u00fcber die herausragende Rolle, die Ouro Preto in der Geschichte Brasiliens spielte.<\/p>\n<p><strong>Curitiba<\/strong><br \/>\nCuritiba hat den Ruf, die Stadt mit der h\u00f6chsten Lebensqualit\u00e4t Brasiliens zu sein. Es ist erstaunlich sauber hier, und es gibt zahlreiche Parks und Gr\u00fcnfl\u00e4chen. Richtig spektakul\u00e4res hat die Stadt selbst allerdings nicht zu bieten. Daf\u00fcr geh\u00f6rt die Fahrt mit der Eisenbahn nach Paranagu\u00e1 zu einem der aufregendsten Erlebnisse eines Brasilienaufenthaltes. Die mit zahlreichen Tunneln und Br\u00fccken konstruierte Strecke f\u00fchrt durch ein mit dichtem Dschungel bewachsenes Gebirge, das sonst v\u00f6llig unzug\u00e4nglich ist. In der Mitte der Strecke kann man im Marumbi-Nationalpark aussteigen. Hier hat man die M\u00f6glichkeit auf mehreren Wanderpfaden unterschiedlicher Schwierigkeiten verschiedene Gipfel zu besteigen. Da das Klima im Park recht feucht ist, k\u00f6nnen Goretexwanderschuhe ein wahrer Segen sein.<\/p>\n<p><strong>Igua\u00e7u-F\u00e4lle<\/strong><br \/>\nDie Igua\u00e7u-F\u00e4lle sind eine der touristischen Hauptattraktionen Brasiliens. Dementsprechend gro\u00df ist das Hotelangebot in Foz do Igua\u00e7u, der am n\u00e4chsten gelegenen Stadt. Au\u00dfer dem Itaipu-Wasserkraftwerk (dem momentan noch gr\u00f6\u00dften Wasserkraftwerk der Welt), hat die Stadt selbst allerdings wenig zu bieten. Idyllischer, aber auch provinzieller, ist die nahe gelegene Stadt Puerto Iguac\u00fa in Argentinien, wo es auch zahlreiche \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten gibt. Die Wasserf\u00e4lle k\u00f6nnen sowohl von brasilianischer, als auch von argentinischer Seite besucht werden. Die brasilianische Seite bietet eher einen Gesamt\u00fcberblick \u00fcber die F\u00e4lle, w\u00e4hrend man in Argentinien n\u00e4her an sie herankommt. Auf beiden Seiten f\u00fchren Laufstege direkt an die F\u00e4lle heran. Auf brasilianischer Seite wird man vom Parkeingang mit dem Bus bis zu den Wasserf\u00e4llen gefahren. Will man den Dschungel zu Fu\u00df erkunden, ist man jedoch gezwungen, eine der recht teuren Touren zu buchen. Auf der argentinischen Seite kann man sich dagegen freier im Park bewegen. Auf einem ca. 3 km langen Dschungelpfad abseits der gro\u00dfen Touristenstr\u00f6me, der zu einem kleinen Wasserfall f\u00fchrt, kann man so in direkten Kontakt mit der Natur kommen und mit etwas Gl\u00fcck viele verschiedene Tierarten beobachten. Viele Besucher, die zuerst auf der argentinischen Seite der F\u00e4lle waren, sind vom anschlie\u00dfenden Besuch der brasilianischen Seite entt\u00e4uscht. Wenn man Zeit f\u00fcr einen Besuch beider Seiten hat, sollte man also zuerst mit der brasilianischen Seite beginnen, um dann das Erlebnis auf der argentinischen noch steigern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div><div class=\"awb-gallery-wrapper awb-gallery-wrapper-1 button-span-no\" style=\"--more-btn-alignment:center;\"><div style=\"margin:-5px;--awb-bordersize:0px;\" class=\"fusion-gallery fusion-gallery-container fusion-grid-3 fusion-columns-total-7 fusion-gallery-layout-grid fusion-gallery-1\"><div style=\"padding:5px;\" class=\"fusion-grid-column fusion-gallery-column fusion-gallery-column-3 hover-type-zoomin\"><div class=\"fusion-gallery-image\"><a href=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/brasilien-martin-1.jpg\" rel=\"noreferrer\" data-rel=\"iLightbox[gallery_image_1]\" class=\"fusion-lightbox\" target=\"_self\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.camp4.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/brasilien-martin-1.jpg\" 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