Expertenwissen » Schon gewusst?

Nachhaltiger Feiern: Vom Berg aufs Festival und zurück! Unsere Tipps für deinen Festivalsommer

In den letzten Jahren entwickelte sich die Nachhaltigkeit auch in der Outdoor-Branche zu einem der wichtigsten Themen. Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe, die Schaffung von langlebigen Materialien und die Fokussierung auf umweltschonende Produktionsweisen, sind nur einige Inhalte, welche dieses komplexe Thema umfasst.

Und nun fragst du dich: „Was hat all das mit mir und meinem Festivalbesuch zu tun?“. Wenn man seine Gedanken schweifen lässt und die Bilder des letzten selbst besuchten Festivals wieder hervorruft, kommen einem vermutlich oft die Szenarien des Abreisetages in den Sinn, welche geprägt von riesigen Müllbergen und verwüsteten Campingplätzen sind. Ob benutzte Pappteller, leere Konserven, kaputte Zelte oder durchgesessene Campingstühle- hier findet sich alles an, was den Festivalalltag in den letzten Tagen gestaltete. Aber sollten diese Bilder nicht langsam der Vergangenheit angehören? Wollen wir unsere Prinzipien wirklich zu Hause lassen und so kurzsichtig handeln?

Die clevere Nutzung der Ressourcen und der sorgfältige Umgang mit der Natur sollten auch beim Besuch eines Festivals zur Grundausstattung gehören. Viele unserer Produkte kannst du sowohl fürs Festival als auch für deine nächste Reise verwenden. Wir raten euch von „Wegwerf-Einkäufen“ ab, denn wie Mutti schon zu sagen pflegte: „Wer billig kauft, kauft zweimal!“. Und ist es nicht eh viel schöner die Erinnerungen mit seinem Equipment teilen zu können? In folgendem Artikel erhaltet ihr etwas andere Festival-Tipps. Wir verraten dir, wie du die lauen Sommernächte noch angenehmer und nachhaltig gestalten kannst.

©Nadine Kunath

Merinowolle- nicht nur auf dem Berg ein Hit

Du möchtest die Nächte durchtanzen, ohne am nächsten Tag in Ohnmacht zu fallen, wenn du an der eigenen Kleidung riechst? Die Lösung ist einfacher als gedacht. Merinowolle ist ein nachwachsender Rohstoff, ist atmungsaktiv, wirkt wärmeisolierend und „stinkt nicht“. Gerüche und Schweiß machen der Wolle nichts aus. Oft reicht einfaches Lüften, um Gerüche loszuwerden und die Kleidung anschließend erneut tragen zu können.  Die Designs vieler Marken sind in den letzten Saisons zudem alltagstauglicher geworden. Man kann nun also funktionell gekleidet sein, ohne durch einen extrem technischen Outdoor-Look negativ im Fashion-Festival-Dschungel aufzufallen. Ob Sommerkleidchen, Streifenshirt oder Bermudashorts-Merinowolle gibt es in allen Farben und Formen.

Koch dich glücklich!

Mal ehrlich, warum schleppt ihr immer noch Opas alten Spirituskocher mit euch herum? Für knappe 30 Euro gibt’s es gute, leichte Gaskartuschen-Aufsätze, die das Kochen auf Festivals definitiv erleichtern. Mit dem Mimer Duo Stove von Primus hast du, beispielsweise einen weltweit einsetzbaren Gasbrenner mit Spezialflansch zum Betrieb mit fast allen gängigen Ventilkartuschen, den du nach dem Festival auch noch mit auf die nächste Tour nehmen kannst. Die extra große Topfauflage und 2800 W Maximalleistung macht das Kochen unterwegs zudem sehr angenehm. Natürlich gibt es auch hier günstige Alternativen, wie den Stechdornkartuschen-Kocher Olymp von Enders. Hier ist jedoch etwas mehr Vorsicht geboten. Im Vergleich sind Ventilkartuschen einfacher zu handhaben und das Verletzungsrisiko ist nahezu nicht existent. Genau deshalb raten wir zu diesen. So kommen wir morgens auch trotz Müdigkeit und ohne Verbrennungen entspannt an unseren wohlverdienten Kaffee.

©Thea Spinola

Pimp my Festival-Food

Falls dir Dosenravioli und Tütensuppen zum Halse raushängen, empfehlen wir unser Trekking-Food. Die Zubereitung ist einfach und geschmacklich bieten die Hersteller für jeden etwas. Auch Vegetarier kommen hier voll auf ihre Kosten. Bei Bedarf kann man es zudem mit frischen Zutaten, wie Gemüse, Kräutern, Chilisoßen oder Ähnlichem aufpeppen. Die Produktpalette ist mittlerweile so weitreichend, dass es neben den klassischen Pasta-Gerichten und den Frühstücksvariationen auch schon Desserts gibt. Und wer mag schon zu fluffig- schokoladigem Nachtischen a la Mousse au Chocolat „Nein“ sagen?

©Kinokopf

Mit der Kraft der Sonne

Wer abends nicht im Dunkeln sitzen will oder seine elektronischen Geräte auch das komplette Festival nutzen möchte, kann sich an der Sonne bedienen. Solarpaneele können dich auch weit weg von zu Hause mit dem nötigen Strom versorgen. Taschenlampen und Zeltleuchten mit Solarpaneelen bringen Licht ins Dunkel, sind leicht wieder aufzuladen und benötigen keine extra Batterien. Das robuste Nomad 7 Plus Solar Panel von GoalZero übertrifft in seiner Funktion jede Powerbank. Einfach in die Sonne legen, etwas warten und schon kann es weiter gehen. Für Touren abseits der Zivilisation lädt es zudem auch zuverlässig GPS-Geräte.

©Nadine Kunath

Falls es doch einmal regnet

Natürlich schützt auch eine Mülltüte mehr oder weniger Zuverlässigkeit vor Regen, aber wirklich angenehm zu tragen oder schön ist das nicht. Wer ein Produkt sucht, welches auch für die nächste Paddeltour noch etwas taugt, wird früher oder später auf einen Poncho zurückgreifen. Für ca. 50 Euro gibt es verschiedenste langlebigere Ponchos.  Eine clevere Kombination bietet das Nylon Tarp Poncho von Seat to Summit.  Dieser kann einmal vielleicht nicht nur deinen Körper, sondern auch dein ganzes Nachtlager vor Regen schützen.

©Nadine Kunath

Papperla-Papp-Teller

Wer Müllberge vermeiden will, kann klein anfangen. Zum Beispiel durch die Vermeidung von Einweg-Geschirr.  Alternativen gibt es genug: Geschirr aus Emaille bringt Vintage- Charm an den Campingtisch. Buntes Kunstfasergeschirr bringt Farbe ins Festivalleben und Aluminiumbehältnisse verhindern, dass dein Gepäck zu schwer wird. Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, kann sich hier auch gern dem Titan zuwenden oder auf die 100 % abbaubaren Gefäße aus einem Material, welches auf Bambus und Maisstärke basiert, zurückgreifen. Allen gemeinsam ist der Vorteil der Wiederverwendbarkeit.

©Nadine Kunath

Unterstützt die kleinen Festivals

Schwingt euch aufs Radel, bildet Fahrgemeinschaften oder setz euch in die Regionalbahn- das Gute liegt so nah. Vor den Toren der Großstadt gibt es unzählige, kleine Festivals, die viel bieten und wenig kosten. Oft werden sie ehrenamtlich von Vereinen organisiert, welche das kulturelle Umland Brandenburgs bereichern wollen. Natürlich werdet ihr große Namen wie U2 nicht auf solchen Bühnen finden. Dafür gibt es umso mehr Newcomer-Bands und Kleinkünstler*Innen zu entdecken. Und wäre es nicht sowieso mal wieder Zeit etwas Neues auszuprobieren? Wer Menschenmassen normalerweise lieber meidet, aber auf den Festivalgenuss nicht verzichten möchte, ist hier genau richtig. Die Atmosphäre ist entspannt, die Schlangen an den Toiletten kurz und er weg nach Hause ist nicht all zu lang. Unser Tipp: Besuch doch einmal das Jenseits von Millionen in Friedland oder das Bergfunk Open Air in Königs Wusterhausen. Vielleicht werden dir dort auch einige bekannte Camp4-Gesichter über den Weg laufen.

©Marco Frenzel

Darf´s ein bisschen mehr sein?

Abschließend kann man sagen, dass es neben den oben genannten Produkten noch eine Vielzahl an weiteren Optionen gibt, welche auf Tour und auf dem Festival gut zu gebrauchen wären. Wir sind uns bewusst, dass all diese Produkte preislich mit denen der Discounter nicht mithalten können. Wir sind dennoch sicher, dass du an diesen Artikeln länger Freude haben wirst und der Einsatzbereich viel weitreichender ist. Auch wenn Qualität nicht immer am Preis zu messen ist, kann es manchmal sinnvoll sein ein paar Taler mehr in die Hand zu nehmen und dadurch langlebigere Produkte zu erwerben. Falls dir nun all diese Produktvorschläge noch nicht reichen, bist du herzlichst eingeladen dir den Rest unserer festivaltauglichen–Produkte im Laden anzusehen. Wir beraten dich gern!

Das Camp4 wünscht dir einen entspannten und grünen Festivalsommer 2018!