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Sumatra: Bananen und Tiger am Wegesrand

Meine Tour
Von Frankfurt über Singapur nach Medan, der Hauptstadt Sumatras.
Schnellstmöglich raus aus dem chaotischen und stinkenden Moloch in die Berge nach Berastagi, ein Bergdorf an den Hängen von zwei 2000er Vulkanen. Aufstieg zum Gunung Sibayak (2094m). Weiter zum Toba See , der Welt größter Kratersee, 9h atemberaubende Landschaft mit dem Bus. Auf der Insel im See (groß wie Hessen) Fahrradtouren und Trekking am See entlang. Frischen Fisch vom Grill und frischgepressten Passionfruit Juice, baden bei 26°C und Aquariumfische in natura beobachten. Weiter nach Bukittinggi, einem Städtchen in den Bergen. Von dort Trekkingtouren in die Canyons, Besuch bei der Familie eines Freundes – Kennenlernen der Minangkabau- Kultur, der Versuch, sich durch das gesamte Obstangebot Sumatras zu essen (gescheitert). Weiter nach Padang (Hauptstadt Westsumatras), leben im Bungalow am Pazifik. Zurück in die Berge zum Maninjau Vulkansee, Hiking um den See. Nach 25 Tagen zurück nach Medan.

Warum SUMATRA
Sumatra ist Tropen pur. Von Vulkanbesteigung über Dschungeltrekking, Tiger & Orang Utahs beobachten, bis Schwimmen und Surfen im Ozean ist alles drin. Dabei gibt es erstaunlich wenig Tourismus. Man lebt unter den Einheimischen, nicht in Hotelburgen. Die Leute sind wirklich freundlich und bis auf Medan nicht geldgierig oder aufdringlich. An den Vulkanseen kann man sich monatelang zurückziehen und bis auf die Fischer keinen Menschen zu Gesicht bekommen. Von Bukittinggi lassen sich gut und günstig ausgedehnte Dschungel oder Vulkantouren organisieren. Und natürlich sind die Tropenfrüchte wie Ananas, Mango, Bananen etc. am Wegesrand nicht zu vergessen. Auf Sumatra lebt man noch in seinem Stammesgefüge in der jeweiligen Region: um den Toba See die christlichen. Batak, bei Bukittinggi die Minangkabau. Da die Leute sehr freundlich sind und von Touristen nicht überrannt, ist es relativ einfach, Freunde zu finden und die Kultur kennen zu lernen.

Was Sie schon immer über SUMATRA wissen wollten…

Ist das Land sicher zu bereisen?
In Medan ist die Kriminalität eventuell ein Problem. Man sollte sich die Verkehrsmittel anschauen, die man nutzt (allerdings nicht ZU genau). Aus politischen Diskussionen sollte man sich heraus halten. Wut zu zeigen, herumzuschreien bringt den entgegengesetzten Effekt. Verhandeln der Preise ist Voraussetzung, dabei einen Touri-Aufschlag von etwa 1/4 einrechnen. Am besten passend zahlen im Bus etc. Trekkingtouren usw. natürlich nur mit vertrauenswürdigem Führer. Referenzen von anderen Touris einholen.

Wie sind die Temperaturen?
Sehr warm. Zwischen 25°C und 30°C. Sehr feucht. Es regnet gebietsweise häufiger, aber kurz.

Wo übernachten?
Unterkunft zu finden ist kein Problem, wenn man die Ansprüche angepasst hat. Ab umgerechnet EUR 2 findet man passable Doppelzimmer mit MANDI (Bad mit Schöpfkelle). In größeren Orten gibt es Hotels. An den Seen und am Meer gibt es Bungalows ab EUR 3 zu mieten, teilweise direkt am Ufer.

Wie kommt man im Land voran?
Reisen ist Abenteuer, und seien es ein paar Kilometer. Meistgenutzt werden Minibusse für kürzere Strecken. Es herrschen intime Verhältnisse (Rekord 18 Leute mit Gepäck in SUZUKI Mini). Über Land fahren Regionalbusse, lange Fahrtzeiten zwischen 4 bis 24h (Bukittinggi – Medan) sind normal. Je länger desto teuerer damit bequemer ist die Regel. Reisen ist spottbillig. Im Ort nie mehr als 1000Rp = 15c. Von Medan nach Padang gibt es Flüge.

Was sollte man auf keinen Fall verpassen?
Am besten ist es, von allem etwas zu tun. Eine Vulkanbesteigung, z.B. in Berastagi; ein paar Tage Trekking um den Vulkansee Toba, Dschungeltouren um Bukittinggi (wenn man Glück oder Pech hat sieht man einen Tiger), ein paar Tage am Ozean unter Palmen. Baden lässt es sich besser in den Vulkanseen. Das Wasser ist warm und süß und sauber. Wenn möglich sollte man sich unbedingt je eines der Dörfer der Batak (Toba) und Minangkabau (Bukittinggi) anschauen. Die Architektur ist original in der Stammestradition. Nahe Bukittinggi gibt es berühmte Silberschmuckschmieden und Sarong- Webereien. Frisch gefangenen Fisch in allen Variationen und jede Menge Obst zu essen versteht sich von selbst.


Marco

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